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Neue Begleitstudie zum Wiener Streunerkatzenprojekt: “Welfare of feral cats and potential influencing factors"

Im Rahmen der Begleitstudie zum Wiener Streunerkatzenprojekt 2014–2017 wurden tierbezogene und umweltbezogene Wohlergehensindikatoren an (teilweise) verwilderten Hauskatzen in  betreuten Streunerkolonien untersucht. Die Gesundheitsindikatoren Allgemeinverhalten, Body Condition Score, Zustand des Fells, Verletzungen und Allgemeiner Gesundheitszustand haben sich als reliable und valide Indikatoren für Wohlergehen erwiesen, da auch Zusammenhänge mit Koloniemerkmalen wie Gruppengröße, Anzahl Katzen pro Futterstelle, Geschlecht und Kastrationsstatus der Katzen, sowie mit Betreuungsmerkmalen wie Reinheit der Futterstellen gefunden wurden. In Kolonien, wo regelmäßig Leckerli und/oder Milch angeboten wurden, war die Distanz der Katzen zu ihrem Betreuer/ihrer Betreuerin geringer als in Kolonien in denen keine Leckerbissen angeboten wurden.

Artikel “Welfare of feral cats and potential influencing factors” von E.M. Gilhofer, I. Windschnurer, J. Troxler und V. Heizmann: Journal of Veterinary Behavior 30 (2019) 114-123

Kontakt: Ass.-Prof. Dr.med.vet. Veronika Heizmann veronika.heizmann@vetmeduni.ac.at

 

 

Das ITT ändert seinen Namen und es wird eine 5-jährige Forschungsstrategie festgelegt!

Mit Jahreswechsel 2018/2019 änderte sich der Namen des Instituts von "Institut für Tierhaltung und Tierschutz" in "Institut für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung". Mit dieser Maßnahme soll der Tätigkeitsbereich der Forschung hervorgehoben und der wissenschaftliche Aspekt verdeutlicht werden. Die aktuellen und zukünftigen Forschungsaktivitäten des Institutes sind für die Jahre 2019-2024 in der Forschungsstrategie  "Research Strategy" 1 beschrieben. Dieses Dokument dient als Informationsquelle für alle Interessierten, indem es die wichtigsten wissenschaftlichen Stärken und Prioritäten des ITT hervorhebt.

Natürlich bleiben Aus- und Weiterbildung ein bedeutender Teilbereich des Instituts, genauso stehen wir auch weiterhin für Expertisen und weitere Dienstleistungen zur Verfügung!

 

"Sei freundlich zu anderen: Prosoziales Verhalten und die Auswirkungen auf den Tierschutz"

Der neu veröffentlichte ITT-Artikel im Journal "Applied Animal Behaviour Science" zeigt, dass Nutztiere sich gegenseitig helfen können, und legt nahe, dass prosoziale Verhaltensweisen positive Indikatoren für das Wohlbefinden sein können. Die Vollversion ist frei zugänglich bei: https://authors.elsevier.com/a/1YP-6cF2OWofG 2

 

Tierheim-Tagung „Tierschutz auf wissenschaftlicher Grundlage“

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Am 20.10.2018 fand die 1. Tierheim-Tagung im Hörsaal A der Vetmeduni Wien statt.
Rund 150 TierheimmitarbeiterInnen, TierärztInnen, StudentInnen und Interessierte nahmen an der von Frau Dr. Christine Arhant und Frau Dr. Ines Windschnurer (Institut für Tierhaltung und Tierschutz) organisierten Veranstaltung teil und konnten sich nicht nur im Zuge der informativen Vorträge über Tierschutz auf wissenschaftlicher Grundlage weiterbilden, sondern hatten auch Gelegenheit, direkt mit Experten auf diesem Gebiet aus dem In- und Ausland, wie Frau Dr. Nadja Affenzeller, Frau Dr. Irene Bruckner, Frau Dr. Giulia Cimarelli, Frau Dr. Barbara Schöning, sowie den Organisatorinnen ins Gespräch zu kommen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Frau. Mag. Karin Bayer, Managerin des Clever Dog Labs.
Wir bedanken uns für Ihr reges Interesse und ihre Teilnahme und freuen uns auf Folgeveranstaltungen!

 

 

Europäischer Veterinärkongress für Tierverhaltensmedizin und Tierschutz: "Tierverhalten und Tierschutz verbessern - durch Optimierung des menschlichen Verhaltenswandels" – September 2018

Von 27.-29.September 2018 fand der diesjährige Veterinärkongress in Berlin statt.

Unser Institut war mit vier Teilnehmern vertreten, die folgende Präsentationen hielten:

Annika Lange: "Talking to cows: Reactions to playback and ‘live’ talking during human-cattle interactions" 4

Ines Windschnurer: "Associations of caretaker attitudes with alpaca behaviour" 5

Christine Arhant: "Prescription of psychotropic drugs for dogs during New Year´s Eve by Austrian and German veterinarians and their attitudes to noise aversion" 6

Susanne Waiblinger: "Nociceptive threshold of goat kids undergoing injection of clove oil or isoeugenol for disbudding - a preliminary study"

 

Jason Yee

Jason Yee 7 arbeitet an prosozialem Verhalten mit Schwerpunkt auf der Entwicklung von Bildgebungsfähigkeiten bei Nutztieren zur Anwendung in der Tierschutzforschung.

Er verbrachte die letzten 5 Jahre als Forscher sowohl am „Zentrum für Translationale NeuroImaging“ an der Northeastern University (Boston, MA) als auch am „Kinsey Institute“ der Indiana University (Bloomington, IN). Während dieser Zeit entwickelte er Neuroimaging in Präriewühlmäusen (Microtus ochroaster), einem sozial monogamen und biparentalen Nagetier, als soziale Neurowissenschaftsplattform, zum besseren Verständnis der neuralen Basis komplexer sozialer Verhaltensweisen. Von C. Sue Carter und Stephen Porges erhielt er sein Postdoktorat an der University of Illinois in Chicago in Verhaltens-Neuroendokrinologie und Psychophysiologie mit Projekten rund um die Rolle von Oxytocin bei der Regulierung von Körper und Gehirn bei Stress. Er promovierte in „Comparative Human Development“ an der Universität von Chicago (USA), wo er mit Martha McClintock über soziale Reziprozität, Mammatumorenbildung und Lebensspanne sowie mit Brian Prendergast über Geschlechtsunterschiede und Verhaltenskonsequenzen der Immunaktivierung arbeitete.

 

Tierheimtagung 20.10.2018

 

Claire Toinon

Claire Toinon 9 arbeitet unter der Leitung von Prof. Jean-Loup Rault an prosozialen Verhaltensweisen bei Nutztieren.

Sie hat ihren Abschluss in Agronomie an der Ingenieurschule ENSAIA (Französische Nationale Graduiertenschule für Agronomie und Lebensmittelindustrie) gemacht. Sie zeigte früh Interesse am Tierschutz und absolvierte zwei internationale Praktika: eines an der Universität von Guelph (Kanada) zum Thema Federpicken bei Legehennen, betreut von Alexandra Harlander und Patrick Birkl; und ein Praktikum an der Aarhus Universität (Dänemark), wo sie einen möglichen Zusammenhang zwischen Lahmheit und der Reaktion von Masthühnern in einem standardisierten Mensch-Tier-Beziehungs-Test untersuchte.

 

Hunde Uni Bern - Juli 2018

Die HundeUniBern besteht aus der Verhaltensbiologin Dr. Stefanie Riemer, der Verhaltenstierärztin Dr. Maya Bräm, und der Biologin Annika Huber, MSc. Sie ist Teil der Abteilung Tierschutz der Vetsuisse Fakultät, Universität Bern und beschäftigt sich mit Grundlagen- und angewandter Forschung zu Verhalten, Kognition und Emotionen bei Haushunden. Um ihre Gründung zu feiern wurde am 5. und 6. April 2018 ein Workshop mit internationalen Experten zum Thema „companion animal behaviour science“ abgehalten. Dr. Christine Arhant vom Institut für Tierhaltung und Tierschutz, Vetmeduni Vienna war mit dem Vortrag „Supervision of child-dog interactions – implications for dog-bite prevention“ mit dabei. 

Link zum Workshop 10

 

Editorial Board der Zeitschrift Nature Scientific Reports - Juli 2018

Ab Juni 2018 ist Irene Camerlink 11 dem Editorial Board der Nature Journal Scientific Reports beigetreten. Wenn Sie ein Manuskript zum Thema Tierverhalten oder Tierschutz haben, dass Sie gerne an Scientific Reports einreichen möchten, können Sie es an Irene Camerlink schicken. 

 

9. ÖTT-Tagung Tierschutz: Im Interesse der Tiere – zu Lasten der Tiere

Do. 3. Mai 2018/ Vetmeduni Wien, Festsaal/ 1210 Wien, Veterinärplatz 1

Programm zur 9. ÖTT-Tagung Tierschutz: Im Interesse der Tiere – zu Lasten der Tiere 12

Teilnahmegebühr:  110.- EUR; 30.- EUR für Studierende (inkl. MwSt.); Verpflegung inkludiert.

Bildungsstunden: ÖTK (6,0); TGD (6,0); FTA Kleintiere (6,0); FTA Wiederkäuer (2,0); FTA Schweine (3,0); FTA Geflügel (1,0), FTA Tierhaltung & Tierschutz (6,0); Wahlfach Vetmeduni (0,5 ECTS)

Anmeldung bis 27.04.2018 via Email an die Tierärztekammer

 

Website zur Tierhaltung

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Haltung von Ziegen im Laufstall