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Tiergesundheit ist unser Job

Unsere Ambulanzen bieten Tierbesitzern die Möglichkeit, Patienten rasch und effizient untersuchen und therapieren zu lassen. Rinder, Schafe, Ziegen und Neuweltkamele können nach telefonischer Voranmeldung an die Klinik verbracht, untersucht und je nach Diagnose sofort behandelt und auch gleich wieder mitgenommen werden.
Im Bedarfsfall ist eine stationäre Aufnahme möglich. Wir übernehmen internistische, chirurgische und orthopädische Fälle.

Was ist bei der Patienteneinweisung zu beachten? Das Informationsblatt zur Patienteneinweisung finden Sie im Bereich "Downloads".

Die morphologische und klinisch-chemische Untersuchung des Blutes inklusive der Erhebung spezieller Parameter wie der Leberenzyme oder Mineralstoffe wird in Kooperation mit dem Zentrallabor der VUW durchgeführt. Mittels der Blutuntersuchung können klinisch erhobene Verdachtsdiagnosen (z.B. Lebererkrankungen, Mineralstoffwechselerkrankungen) bestätigt werden.

Mittels der physikalischen und chemischen Harnuntersuchung können Erkrankungen des gesamten Harntraktes (Niere, Harnleiter, Blase, Harnröhre) erkannt werden. So kann beispielsweise die klinische Verdachtsdiagnose „Ketose" durch den Nachweis von Ketonkörpern im Harn bestätigt werden. Mittels bakteriologischer Untersuchung des Harns lassen sich krankmachende, eventuell im Harntrakt vorhandene Keime (z.B. Blasenentzündung) identifizieren. In der Folge wird mit Hilfe eines Antibiogrammes ein wirksames Antibiotikum bestimmt.

Mittels der parasitologischen Kotuntersuchung (in interner Kooperation mit dem Institut für Parasitologie) können das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigende Endoparasiten wie z.B. Lungenwürmer, Band- u. Rundwürmer, Leberegel etc. nachgewiesen und in der Folge entsprechend bekämpft werden.

Im Zuge der klinischen Untersuchung unserer Patienten werden bei allen laktierenden Kühen aseptische Milchproben entnommen und im klinikeigenen Milchlabor bakteriologisch untersucht. Mittels dieses für den Tierbesitzer kostenlosen Services werden vorhandene Keime erkannt und mittels eines Antibiogrammes ein wirksames Antibiotikum bestimmt.

Aufgrund der Körpergröße von kleinen Wiederkäuern stellt die Untersuchung mittels Ultraschall eine besonders geeignete Methode dar. So können u.a. bestehende Verdachtsdiagnosen von Herz-, Nieren- u. Harnwegs- sowie Lungen- und Lebererkrankungen bestätigt werden.

Die Endoskopie ermöglicht als einziges bildgebendes Untersuchungsverfahren die wahrheitsgetreue und farbechte Darstellung von Oberflächen im Inneren des Körpers sowie eine quantitative Beurteilung der Veränderungen. Die endoskopische Untersuchungstechnik erlaubt gleichzeitig unter Sicht Gewebeproben zur weiteren Analyse zu entnehmen. Mit dem Endoskop können auch minimal invasive chirurgische Eingriffe durchgeführt werden.
Die Endoskopie wird seit einigen Jahren an der Klinik für Wiederkäuer routinemäßig eingesetzt. Sie ist in erster Linie als wertvolle Ergänzung der klinischen Untersuchung zu sehen und liefert nicht zuletzt einen bedeutenden Beitrag für die Lehre.

In Zusammenarbeit mit der Klinik für Röntgenologie können weitere bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) erfolgreich eingesetzt werden. CT und MRT eignen sich insbesondere zur Bestätigung klinisch erhobener Verdachtsdiagnosen im Bereich des zentralen Nervensystems.
 

Lahmheiten führen in der modernen Milchviehhaltung zu erheblichen finanziellen Verlusten. Lahme Kühe magern ab und geben weniger Milch als gesunde Tiere.
In Zusammenarbeit mit der Klinik für Orthopädie bieten wir vollständige Lahmheitsdiagnostik (inklusive Röntgen, Ultraschall) mit anschließender konservativer oder chirurgischer Therapie sowie routinemäßige Klauenpflege an.

Tierärztliche Leistungen - was wir für Patienten tun können

Als Universitätsklinik widmen wir uns drei großen Themenbereichen: Der Lehre, der Forschung und der kurativen Tätigkeit am Tier. Diese tierärztliche Tätigkeit liegt uns besonders am Herzen. Die Fälle aus der Praxis liefern wertvolle Inputs für unsere Forschungsarbeit, die gewonnenen Erkenntisse kommen umgehend allen Patienten zu Gute. Tiergesundheit ist unser primäres Anliegen - wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

Details zu

In dringenden, medizinisch indizierten Fällen steht Ihnen unser Team auch außerhalb dieser regulären Ambulanzzeiten zur Verfügung. Für diese Serviceleistung muss jedoch ein Nottarif verrechnet werden.

Tierbesitzern, die selbst über keine Transportmöglichkeit verfügen, steht unsere kostenpflichtige Tierrettung täglich von 7 - 19 Uhr zur Verfügung.

Förderung: Tiertransporte aus Niederösterreich werden auf Grund einer Vereinbarung mit dem Tiergesundheitsdienst gefördert. Das Formular zur Einreichung der Förderung finden sie auf den Websiten des NÖ-TGD bzw. im Bereich "Downloads".

Neben der medizinischen Versorgung im Rahmen der Ambulanzen bietet die Klinik für Wiederkäuer selbstverständlich auch die Möglichkeit der stationären Aufnahme.

Um eine optimale Versorgung unserer Patienten gewährleisten zu können, bitten wir Sie um Verständnis, dass wir Auskünfte zu den Patienten nur in der Zeit von 14 - 16 Uhr unter der Telefonnummer +43 1-25077-5232 erteilen können.
In Ausnahmefällen wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (+43 1-25077-5201), sie werden dann vom diensthabenden Tierarzt verlässlich zurück gerufen.

Bei uns eingestellte Patienten können täglich von 16 - 18 Uhr nach Anmeldung beim diensthabenden Tierarzt/bei der diensthabenden Tierärztin (Tel. +43 1-25077-5232) besucht werden.

Die Preise der von der Universitätsklinik für Wiederkäuer an ihren Patienten erbrachten Leistungen orientieren sich an der gültigen Honorarordnung der Österreichischen Tierärztekammer.
Bei Fällen, die aus wissenschaftlicher Sicht interessant sind, ist eine Rabattierung möglich.

Voraussetzung für ein Verbringen von Rindern an die Klinik ist die Einhaltung der Bestimmungen der BVD-Verordnung.  Diese besagt, dass nur Rinder aus amtlich anerkannt BVD-virusfreien Beständen verbracht werden dürfen. (Ausnahme: Rinder, denen bei einer nicht länger als drei Monate zurückliegenden Einzeltieruntersuchung der Status „BVD-virusfrei“ zuerkannt wurde).