Mitteilungsblatt

Veterinärmedizinische Universität Wien

Studienjahr 2003/2004

Ausgegeben am 13. Mai 2004

18. Stück


53. Verlautbarung des Studienplans für das Bakkalaureatsstudium "Pferdewissenschaften"
54. Verlautbarung des Studienplans für das Bakkalaureatsstudium "Biomedizin und Biotechnologie"
55. Verlautbarung des Studienplans für das Magisterstudium "Biomedizin und Biotechnologie"
56. Verlautbarung des Studienplans für den Universitätslehrgang "Aufbaustudium fächerübergreifende Turnusausbildung beim Kleintier"
57. Verlautbarung des Studienplans für den Universitätslehrgang "Aufbaustudium fächerübergreifende Turnusausbildung beim Pferd"
58. Verlautbarung des Studienplans für den Universitätslehrgang "Physiotherapie beim Tier"
59. Einteilung des Studienjahres 2004/2005

 

53. Verlautbarung des Studienplans für das Bakkalaureatsstudium "Pferdewissenschaften"

Rechtsgrundlage

Rechtsgrundlage für das Bakkalaureatsstudium ist das Universitätsgesetz 2002. Das Bakkalaureatsstudium Pferdewissenschaften wird von der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur gemeinsam durchgeführt

 

1. Qualifikationsprofil

Das Studium der Pferdewissenschaften dient dem Erwerb eines umfassenden Grundwissens über die theoretischen und praktischen Aspekte der Pferdewirtschaft, des Gestütwesens und der Pferdezucht sowie des Pferdesports einschließlich der damit verbundenen Aufgaben in der Gesundheitsfürsorge und Betriebswirtschaft. Neben der Vermittlung von Grundwissen, das voraussichtlich im Berufsleben über längere Zeit Bestand hat, soll auch Raum für das Aneignen, Üben und problembezogene Umsetzen von Wissen und Fertigkeiten gegeben sein.

 

2. Ziele des Studiums

2.1. Allgemeine Ziele

Das Studium soll eine Berufskompetenz für leitende Funktionen in der Pferdewirtschaft sowohl in Österreich und den deutschsprachigen Ländern als auch im gesamten europäischen und außereuropäischen Bereich vermitteln. Dabei sollen folgende allgemeine Fähigkeiten entwickelt und gefördert werden:

· analytisches und kritisches Denken

· rasche und effektive Informationsbeschaffung

· problemorientiertes Denken und Handeln

· Anwendung von erworbenem Wissen mit Rücksicht auf das jeweilige sozio-ökonomische Umfeld

· soziale Kompetenzen (Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Führungsqualitäten)

2.2. Spezielle Ziele

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiums sollen

· über fundierte Kenntnisse der Morphologie und Physiologie des Organismus sowie des Verhaltens und der Bedürfnisse des Pferdes verfügen und darauf basierend ethisch relevante Aspekte beachten (Trainingsmodalitäten, Belastungsgrenzen, Tiertransporte)

· über fundierte Kenntnisse einer tierartgerechten Haltung, Fütterung und Pflege von Pferden verfügen

· über fundierte Kenntnisse der Gesundheitsfürsorge und ersten Hilfe bei Pferden verfügen

· über fundierte Kenntnisse der Reproduktionsphysiologie, Fruchtbarkeit und Fortpflanzung von Pferden verfügen

· über fundierte Kenntnisse der Zucht, Selektion und Beurteilung von Pferden verfügen

· über fundierte Kenntnisse der betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen (Recht, Haftung und Versicherung) von Pferdezucht, -haltung, -bewertung, -handel und –sport verfügen

· über fundierte Kenntnisse der Organisation der Pferdezucht sowie der verschiedenen Disziplinen des Pferdesports verfügen

· in der Lage sein, die Ausbildung von Pferden für alle Sparten des Reit-, Renn- und Fahrsports zu beurteilen

· die Traditionen der Pferdezucht und der verschiedenen Disziplinen des Pferdesports kennen und in der Lage sein, diese unter sich ändernden wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln

· in der Lage sein, praxisrelevante Antworten auf aktuelle Fragen der Pferdewirtschaft zu geben bzw. zu erarbeiten

Durch studienbegleitende Praxen soll eine anwendungsorientierte Ausbildung unterstützt und frühzeitige Kontakte zu potentiellen Tätigkeitsfeldern in Pferdewirtschaft und Pferdesport hergestellt werden.

2.3. Berufsfelder

· Leitung von Reitschul- und Pferdehaltungsbetrieben

· Leitung von größeren Pferdezuchtbetrieben

· Führungspositionen in der Geschäftsführung von Pferdesportverbänden

· Führungspositionen in der Geschäftsführung von Pferdezuchtverbänden

· Tätigkeit bei Pferdeleistungsprüfungen

· Rennvereine und Rennbahnen

· Trainingszentren und Trainingsställe

· Vermarktungs- und Auktionszentren

· Staatsgestüte und Hengstprüfungsanstalten

· Fachzeitschriften für Reiten und Pferdezucht

· Hersteller von Pferde- und Reiterbedarf

· Reittouristik

· Marketing im Bereich von Reitsport und Pferdezucht

· Tierversicherungen

· Import-/Exportfirmen für internationalen Pferdehandel

· Spezialfirmen für den Bau von Reit- und Stallanlagen

Zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten, v.a. in der höheren Leitungsebene von Pferdesport und Pferdezucht, bestehen für Universitätsabsolventen, die sowohl Pferdewissenschaften als auch ein Magister- bzw. Diplomstudium absolviert haben (z.B. Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaft, Landwirtschaft, Tiermedizin). Erweiterte Arbeitsmöglichkeiten existieren auch für Absolventen des Studiums der Pferdewissenschaften, die zusätzlich eine praktische Ausbildung (z.B. Bereiterlehre) durchlaufen haben.

2.4. Gliederung und Dauer des Studiums

Das Bakkalaureatsstudium Pferdewissenschaften umfasst 6 Semester. Zusätzlich sind eine Bakkalaureatsarbeit sowie Praxen zu absolvieren. In jedem Semester sind im Durchschnitt Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 30 ECTS-Punkten zu absolvieren.

Teil des ersten Semesters ist eine dreiwöchige Studieneingangsphase. Das Studienjahr beginnt jeweils zum 1. Oktober des Jahres.

 

3. Unterrichts- und Lehrformen

3.1. Semesterstunde

Der Umfang von Vorlesungen und sonstigen Lehrveranstaltungen wird in Semesterstunden (SSt) angegeben. Entsprechend der Dauer eines Semesters von 15 Wochen entspricht eine Semesterstunde 15mal einer akademischen Stunde von 45 Minuten.

 

3.2. Unterrichtsformen

Vorlesungen (VO) dienen der Vermittlung von Grundkonzepten und der ausführlichen Erklärung von Inhalten in didaktisch entsprechender und durch moderne Medien unterstützte Art und Weise.

Übungen (UE) dienen dem Erwerb praktischer Fähigkeiten und spezieller Fertigkeiten im Hinblick auf die Berufslaufbahn.

Konversatorien (KV) dienen der Aneignung von Kenntnissen durch geeignete und kompetent geführte Diskussion, sowie dem Trainieren der Problemlösungsfähigkeit. Konversatorien sind prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen, in denen auf die laufende Mitarbeit Wert gelegt wird.

Seminare (SE) dienen der wissenschaftlichen Diskussion. In Seminaren wird die aktive Mitarbeit der Studierenden eingefordert, wobei in Kleingruppen vor allem die Fähigkeit erlernt wird, das Wissen zur Analyse und Lösung von Fragestellungen anzuwenden. Von den Teilnehmern werden mündliche und/oder schriftliche Beiträge gefordert.

Projektarbeit (PA) ist die Bearbeitung eines wissenschaftlichen Themas unter Anleitung und unter Betreuung des/der Lehrveranstaltungsleiters/leiterin. Regelmäßig wird dabei eine zusammenfassende Darstellung des Fortschrittes der Arbeit erwartet.

Exkursionen (EX) dienen einem Einblick in praxisnahe Verhältnisse und werden in der Regel im Zusammenhang mit Vorlesungen, Übungen oder Seminaren durchgeführt.

3.3. Prüfungsformen

Lehrveranstaltungsprüfungen sind Prüfungen am Ende einer Lehrveranstaltung, die schriftlich oder mündlich durchgeführt werden können. Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter (Konversatorien, Seminare, Übungen, Projektmitarbeiten) sind durch regelmäßige Überprüfung des Wissens während des Unterrichts gekennzeichnet. Fachprüfungen sind Prüfungen aus einzelnen Fächern. Gesamtprüfungen sind Prüfungen aus mehreren Fächern. Kommissionelle Gesamtprüfungen sind Prüfungen aus mehreren Fächern mit mehreren Prüfern. Gesamtprüfungen müssen zur Gänze wiederholt werden.

3.4. Bakkalaureatsarbeit

Die Studierenden sind verpflichtet eine Bakkalaureatsarbeit zu verfassen. Das Thema der jeweiligen Arbeit ist einem der im Studienplan festgelegten Prüfungsfächer zu entnehmen. Die oder der Studierende ist berechtigt, das Thema vorzuschlagen oder das Thema aus einer Anzahl von Vorschlägen der zur Verfügung stehenden Betreuerinnen und Betreuer auszuwählen. Die gemeinsame Bearbeitung eines Themas durch mehrere Studierende ist zulässig, wenn die Leistungen der einzelnen Studierenden gesondert beurteilbar bleiben. Die Aufgabenstellung ist so zu wählen, dass für eine Studierende oder einen Studierenden die Bearbeitung innerhalb eines Semesters möglich und zumutbar ist.

3.5. ECTS-Punkte

Das European Credit Transfer System (ECTS) dient zur Erleichterung der interuniversitären und innereuropäischen Anrechnung von Studienleistungen. Die Zuweisung von ECTS-Punkten (sog. Credits) erfolgt für jede Lehrveranstaltung nach dem jeweiligen von Studierenden (sowohl in der Lehrveranstaltung als auch außerhalb im Eigenstudium) zu bewältigendem Arbeitspensum. Auch für Praxen und die Bakkalaureatsarbeit werden ECTS-Punkte zugewiesen.

Das ECTS sieht für die Absolvierung eines dreijährigen Bakkalaureatsstudiums die Zuweisung von 180 ECTS-Punkten vor. Für Vorlesungen mit Lehrveranstaltungsprüfungen sowie für Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter sind die ECTS-Punkte gesondert ausgewiesen. Ist eine Lehrveranstaltung mit immanentem Prüfungscharakter Teil der Lehrveranstaltungen eines Prüfungsfaches, so sind die für diese Lehrveranstaltung ausgewiesenen Punkte in der Gesamtzahl der Punkte für dieses Fach enthalten.

 

4. Studienplan

4.1. Stundenausmaß

In den 6 Semestern des Bakkalaureatsstudiums sind vorgesehen:

 

SWS

ECTS

Pflichtlehrveranstaltungen

90,4

124,5

Wahlfächer im Ausmaß von mindestens  

23,5

1 Bakkalaureatsarbeit  

13

1 Praxis im ersten Studienjahr (4 Wochen)  

4

3 Praxen nach dem vierten Semester (je 4 Wochen)  

15

4.2. Lehrveranstaltungen

1. Semester

Eingangsphase, 3 Wochen

B/V

WS

ECTS

Einführung in die Zoologie

B

24

1,5

Einführung in die Chemie

V

24

1,5

Einführung in die Pferdewirtschaft

V

18

1

Pflichtfächer

B/V

SWS

ECTS

Geschichte der Reiterei und Pferdezucht (VO)

V

1

1

Anatomie des Pferdes I (VO)

V

2

3

Naturwissenschaftl. Grundlagen – Chemie (VO)

V

2

4

Naturwissenschaftl. Grundlagen – Physik (VO)

V

1

2

Zoologie (VO)

B

2

2

Pferderassen und Pferdebeurteilung (VO)

V

1

1,5

Organisation des Reit- u. Rennsports (VO, Ex)

V

1

1,5

Tierhaltung und Tierschutz (VO)

V

2

3

Ethologie des Pferdes (VO)

V

1

1

Landwirtschaftliche Baukunde

B

2

3

Pferdezucht und Gestütmedizin (VO)

V

1

1

Summe

 

20,4

27,0

2. Semester (Pflichtfächer)

B/V

SWS

ECTS

Anatomie des Pferdes II (VO/UE)

V

2

3

Physiologie und Biochemie (VO)

V

3

4

Grundlagen der Mikrobiologie (VO)

V

3

4,5

Grundlagen des Rechts (VO)

B

3

4,5

Grundlagen der Statistik und Biostatistik

V

1

1,5

Fachenglisch I (KV)

V

2

3

Ernährung: Grundlagen, Futtermittelkunde (VO)

V

3

4,5

Einführung in die Genetik (VO/UE)

B

2

2

Allg. Betriebswirtschaftslehre (VO)

B

2

3

Summe

  21

30

3. Semester (Pflichtfächer)

B/V

SWS

ECTS

Ernährung: Fütterungspraxis (VO,UE, Ex)

V

3

4,5

Tierzucht I (VO)

B

3

3

Grundlagen der Parasitologie (VO/UE)

V

2

2

Fachenglisch II (KV)

V

2

3

Rechtliche Aspekte der Pferdewirtschaft

B

1

1

Betriebl. Rechnungswesen (VO)

B

2

3

Betriebl. Rechnungswesen - Buchhaltung (VU)

B

2

3

Marketing I (VO)

B

2

3

Grünlandbewirtschaftung und Weidewirtschaft beim Pferd (VO)

B

2

3

Training, Leistungsphysiologie, Doping, Sportmedizin (VO)

V

2

3

Summe

 

21

28,5

4. Semester (Pflichtfächer)  

SWS

ECTS

Zuchtwertschätzung beim Pferd (SE)

B

1

1,5

Landwirtschaftliche Betriebswirtschaftslehre I (VO)

B

3

4,5

Marketing II (VO)

B

2

3

Erste Hilfe/Wundversorgung und emergency care (VO)

V

1

1

Themen aus der Internen Medizin (VO)

V

1

1

Themen aus der Chirurgie (VO)

V

1

1

Krankheiten des Bewegungsapparates (VO)

V

1

1

Physiotherapie (VO)

V

1

1

Reproduktion I (VO)

V

2

3

Sportpädagogik (SE, UE)

V

3

4

Summe

 

16

21,0

5. Semester (Pflichtfächer)  

SWS

ECTS

Rhetorik u. Präsentationstechniken (SE)

B

2

4

Betriebswirtschaftslehre für pferdehaltende Betriebe

B

1

1,5

Seuchenhafte Erkrankungen und Prophylaxe, Parasitosen (VO)

V

1

1,5

Erste Hilfe, Wundversorgung, Physiotherapie (UE)

V

1

1,5

Hufpflege und Hufbeschlag (UE)

V

1

1,5

Reproduktion II (VO)

V

2

3

Hengsthaltung (KV)

V

1

1

Tierzuchtrecht (VO)

V

1

1

Pferdeausbildung und Reitlehre (SE)

V

2

3

Summe

 

12

18,0

Wahlfächer  

SWS

ECTS

Reit- und Fahrausbildung I (UE)

V

2

2

Reit- und Fahrausbildung II (UE)

V

2

2

Reit- und Fahrausbildung III (UE)

V

2

2

Reit- und Fahrausbildung IV (UE)

V

2

2

Reit- und Fahrausbildung V (UE)

V

2

2

Voltigieren I (UE)

V

2

2

Voltigieren II (UE)

V

2

2

Krankheiten des Bewegungsapparates (UE)

V

1

1,5

Pferdebesamung u. Besamungswesen (KV, UE)

V

3

4,5

Pferdebeurteilung/Materialrichter (SE, Ex)

B

3

4,5

Lipizzaner und Spanische Reitschule (VO)

V

1

1

Klassische Reitlehre und Pferdeausbildung (SE)

V

1

1

Beurteilung und Selektion von Zuchtpferden (SE)

V

1

1

Europäische Warmblutzucht (SE)

V

1

1

Reitanlagen- und Pferdestallbau (VO)

V

1

1

Pferdezuchtförderung am Beispiel Niedersachsen (SE)

V

1

1

Leistungstraining und Trainingsphysiologie (SE)

V

1

1

Abkürzungen: B: Universität für Bodenkultur, V: Veterinärmedizinische Universität Wien, SWS: Semesterwochenstunde, Std: Gesamtstunden pro Semester, VO: Vorlesung, SE: Seminar, KV: Konversatorium, UE: Übung, Ex: mit Exkursion.

Die Leiter der Wahlfach-Lehrveranstaltungen können in Absprache mit dem Vizerektor für Lehre die Zahl der Teilnehmer des Wahlfachs beschränken, wobei darauf zu achten ist, dass den bei einer Anmeldung zurückgestellten Studierenden dadurch keine Verlängerung der Studienzeit erwächst. Die Leiter von Wahlfach-Lehrveranstaltungen können weiters in Absprache mit dem Vizerektor für Lehre spezielle Voraussetzungen für die Teilnahme an einem Wahlfach festsetzen (z.B. nur in oder ab einem bestimmten Semester, erst nach Absolvieren bestimmter anderer Lehrveranstaltungen oder Ablegen bestimmter Prüfungen des Studiums Pferdewissenschaften bzw. bei Lehrveranstaltungen, die auch für anderer Studiengänge anerkannt sind, Prüfungen der jeweiligen Studiengänge).

4.3. Praxen

Im ersten Studienjahr ist eine 4wöchige Praxis in einem pferdehaltenden Betrieb im Ausmaß von 160 Stunden (4 ECTS) zu absolvieren.

Ab dem Abschluss der Lehrveranstaltungen des 4. Semesters sind die folgenden Praxen zu absolvieren:

4wöchige Praxis Pferdesport (160 Std)

4wöchige Praxis Pferdezucht (160 Std)

4wöchige Praxis Verkauf/Marketing (160 Std)

Summe 480 Std 15 ECTS-Punkte

4.4. Anfertigung einer Bakkalaureatsarbeit

Die Bakkalaureatsarbeit kann ab Ende des 5. Semesters vorgelegt werden. Sie betrifft ein Thema aus den im Studiengang unterrichteten Fächern. Die Bakkalaureatsarbeit umfasst entweder eine Arbeit im Umfang von 20 bis 30 A4 Seiten oder als Artikel geeignet für das Einreichen in ein wissenschaftliches Journal. Sie wird vom Leiter/Leiterin der betreffenden Lehrveranstaltung beurteilt. Die Beurteilung wird in Form von Noten (1 (sehr gut) bis 5 (nicht bestanden)) durchgeführt. Für die abgeschlossene Bakkalaureatsarbeit werden 13 ECTS-Punkte vergeben.

4.5. Prüfungsordnung

zum Abschluss der Eingangsphase

(1) Lehrveranstaltungsprüfung Zoologie

(2) Lehrveranstaltungsprüfung Chemie

(3) Lehrveranstaltungsprüfung Pferdewirtschaft

Die Absolvierung der Lehrveranstaltungsprüfung Pferdewirtschaft sowie mindestens einer der beiden Lehrveranstaltungsprüfungen Zoologie und Chemie ist Voraussetzung für die Zulassung zu den weiteren Lehrveranstaltungen des 1. Semesters. Eine abgeschlossene Ausbildung als Pferdewirt (Reiten, Zucht und Haltung oder Rennen) sowie eine mindestens einjährige Praxis in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb für Pferdewirtschaft können auf Antrag als gleichwertig zur Lehrveranstaltungsprüfung Pferdewirtschaft anerkannt werden.

nach dem ersten Semester

Lehrveranstaltungsprüfungen

Naturwissenschaftliche Grundlagen – Chemie

Naturwissenschaftliche Grundlagen – Physik

Zoologie

Pferderassen und Pferdebeurteilung

Pferdezucht und Gestütmedizin

Geschichte der Reiterei und Pferdezucht

Organisation des Reit- und Rennsports

Ethologie des Pferdes

Tierschutz und Tierhaltung

Landwirtschaftliche Baukunde


Die Absolvierung dieser Teilprüfungen ist Voraussetzung für die Zulassung zu den Lehrveranstaltungen des 2. Semesters.

nach dem zweiten Semester

Lehrveranstaltungs- und Fachprüfungen

Anatomie des Pferdes

Physiologie und Biochemie

Grundlagen der Mikrobiologie

Grundlagen des Rechts

Genetik

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre

nach dem dritten Semester

Lehrveranstaltungs- und Fachprüfungen

Ernährung (Verdauungsphysiologie, Futtermittelkunde, Fütterungspraxis)

Tierzucht

Fachenglisch

Grundlagen der Parasitologie

Grünlandbewirtschaftung

Trainingslehre und Leistungsphysiologie

Betriebliches Rechnungswesen und Buchhaltung

Rechtliche Aspekte der Pferdewirtschaft

nach dem vierten Semester

Lehrveranstaltungs- und Fachprüfungen

Zuchtwertschätzung beim Pferd

Agrarmarketing

Sportpädagogik

nach dem fünften Semester

Lehrveranstaltungs- und Fachprüfungen

Landwirtschaftliche Betriebswirtschaftslehre

Betriebswirtschaftslehre für pferdehaltende Betriebe

Tierzuchtrecht

Rhetorik und Präsentationstechniken

Gesamtprüfungen

Gesundheit (Gesundheitsfürsorge und erste Hilfe, Hygiene und Seuchenprophylaxe, Physiotherapie, Orthopädie, Hufpflege und Hufbeschlag)

Reproduktion (Reproduktion I und II, Hengsthaltung)

Trainingslehre, Pferdeausbildung und Reitlehre

Es wird empfohlen, die Prüfungen jeweils am Ende der in den Blöcken angebotenen Lehrveranstaltungen abzulegen.

 

5. Abschluss des Bakkalaureatsstudiums

Nach Absolvieren der Pflichtlehrveranstaltungen (oder entsprechend angerechneter externer Lehrveranstaltungen) und dem Erreichen von 180 ECTS-Punkten und der positiven Beurteilung der Bakkalaureatsarbeit gilt das Studium als abgeschlossen. Der Abschluss wird dem Studierenden beurkundet (siehe Anlage 1). Der erfolgreiche Abschluss des Studiums berechtigt die Absolventen den Titel eines/einer Bakkalaureus/Bakkalaurea der Naturwissenschaften, abgekürzt jeweils „Bakk. rer. nat." zu führen. Nach erfolgreichem Abschluss des Bakkalaureatsstudiums Pferdewissenschaften sind die Absolventen berechtigt, ein fachrelevantes Magister-Studium (M.Sc.) an einer wissenschaftlichen Hochschule zu beginnen.

6. Inkrafttreten

Das Curriculum tritt mit der Verlautbarung im Mitteilungsblatt in Kraft.

Der Vorsitzende des Senats:
o.Univ.Prof. Dr. Mathias Müller

      

54. Verlautbarung des Studienplans für das Bakkalaureatsstudium "Biomedizin und Biotechnologie"

INHALT:

1. Allgemeine Bestimmungen

1.1 Rechtsgrundlage

1.2 Qualifikationsprofil

1.3 Gliederung, Stundenausmaß und Dauer des Studiums

1.4 Voraussetzung für die Zulassung zum Bakkalaureatsstudium Biomedizin und Biotechnologie

2. Unterrichts- und Lehrformen

2.1 Semesterstunde

2.2 Unterrichtsformen

2.3 Prüfungsformen

2.4 Bakkalaureatsarbeit

2.5 ECTS-Punkte

3. Das Bakkalaureatsstudium - der erste Studienabschnitt

3.1 Stundenausmaß

3.2 Pflichtfächer des ersten Studienabschnittes

3.3 Empfohlene Semestereinteilung

3.4 Prüfungsordnung des ersten Studienabschnittes

3.5 Voraussetzungen für die Zulassung zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen

4. Das Bakkalaureatsstudium - der zweite Studienabschnitt

4.1 Stundenausmaß

4.2 Pflichtfächer des zweiten Studienabschnittes

4.3 Empfohlene Semestereinteilung

4.4 Prüfungsordnung des zweiten Studienabschnittes

4.5 Bakkalaureatsarbeit

 

5. Prüfungsordnung

5.1 Prüfungsfächer

5.2 Voraussetzungen für die Zulassung zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen

6. Praxis

7. Bakkalaureatsarbeit

8. Abschluss des Bakkalaureatsstudiums

 

1. Allgemeine Bestimmungen

 

1.1 Rechtsgrundlage

Rechtsgrundlage für das Bakkalaureatsstudium ist das Universitätsgesetz 2002.

 

1.2 Qualifikationsprofil

Allgemeine Qualifikationen

Die erworbene Kompetenz von Absolventinnen und Absolventen des Bakkalaureatsstudiums der ‚Biomedizin und Biotechnologie‘ besteht zunächst einmal in der korrekten Anwendung grundlegender naturwissenschaftlicher Arbeitsmethoden und Labortechnologien. Darüber hinaus erwerben die Absolventen und Absolventinnen grundlegende Fähigkeiten in der Anwendung molekularer und zellbiologischer Methoden zur Bearbeitung von komplexen biomedizinischen Fragestellungen. Gleichzeitig befähigt sie das absolvierte Studium dazu, Tiermodellen sowie alternative Methoden in der präklinischen, biomedizinischen Forschung einzusetzen. Die Absolventinnen und Absolventen sollten weiters dazu fähig sein, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Ergebnisse kritisch zu beurteilen und bei den jeweiligen Fragestellungen umzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt des Studiums bildet die frühzeitige Einbindung (vom ersten Semester an) der Studenten in die derzeit laufenden Projekte. Dadurch werden die Absolventinnen und Absolventen frühzeitig zu einer team-orientierten Mitarbeit bei der Bearbeitung von komplexen Forschungsprojekten ausgebildet.

Berufsfelder

Die Absolventinnen und Absolventen des Bakkalaureatsstudiums sind dementsprechend vor allem in folgenden Bereichen tätig:

-Forschungseinrichtungen der pharmazeutischen und biomedizinischen Industrie

-Produktentwicklung und -forschung im biomedizinischen Bereich

-Universitäten und andere post-sekundäre Lehranstalten

-facheinschlägige Untersuchungseinrichtungen der öffentlichen und privaten Hand

-Einrichtungen des öffentlichen und privaten Gesundheitswesens

Fach- und Schlüsselqualifikationen

Ziel des Bakkalaureatsstudiums der Biomedizin und Biotechnologie an der Veterinärmedizinischen Universität ist es daher, die Studierenden mit den wichtigsten Grundlagen von naturwissenschaftlichen und veterinärmedizinischen Fächern als auch molekularen Methoden vertraut zu machen. Die Ausbildung erzieht zum interdisziplinären und problem-orientierten Arbeiten und ermöglicht den Absolventen, die problemlose Integration in eine wissenschaftliche Projektgruppe. Die Studierenden werden befähigt, ihre erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten sowohl im berufsadäquaten Umfeld anzuwenden, als auch sich in anderen Berufsfeldern zurechtzufinden und zu etablieren.

Praktische Erfahrungen

Für die praktische Umsetzung und berufsnahe Anwendung des Wissens wird vom ersten Semester an die Absolvierung von Projektmitarbeiten vorgeschrieben. Durch diese Projektmitarbeiten wird den Studenten frühzeitig ein Einblick in mögliche spätere Berufsfelder gewährt. Gleichzeitig werden durch diese praxisnahe Ausbildung soziale Kompetenzen sowie problem-orientiertes Denken gefördert. Die Projektmitarbeiten können an der Veterinärmedizinschen Universität, an in- und ausländischen Universitäten sowie bei externen facheinschlägigen Institutionen bzw. Firmen absolviert werden.

1.3 Gliederung, Stundenausmaß und Dauer des Studiums

Das Bakkalaureatsstudium umfasst 6 Semester mit einer Lehrveranstaltungsstundenzahl von 118 Semesterstunden. Zusätzlich sind drei Projektmitarbeiten von insgesamt 12 Semesterstunden sowie eine Praxis im Ausmaß von mindestens 4 Wochen zu absolvieren.

 

1.4 Voraussetzung für die Zulassung zum Bakkalaureatsstudium Biomedizin und Biotechnologie

Als Voraussetzung für die Zulassung zum Bakkalaureatsstudium Biomedizin und Biotechnologie gelten die allgemeinen Bestimmungen der Universitätsberechtigungsverordnung (UBVO 1998).

 

2. Unterrichts- und Lehrformen

 

2.1 Semesterstunde

Der Umfang von Vorlesungen und sonstigen Lehrveranstaltungen wird in Semesterstunden (SSt) angegeben. Entsprechend der Dauer eines Semesters von 15 Wochen entspricht eine Semesterstunde 15 mal einer akademischen Stunde von 45 Minuten.

 

2.2 Unterrichtsformen

Vorlesungen (VO) dienen der Vermittlung von Grundkonzepten und der ausführlichen Erklärung von Inhalten in didaktisch entsprechender und durch moderne Medien unterstützte Art und Weise.

Übungen (UE) dienen dem Erwerb praktischer Fähigkeiten und spezieller Fertigkeiten im Hinblick auf die Berufslaufbahn.

Konversatorien (KV) dienen der Aneignung von Kenntnissen durch geeignete und kompetent geführte Diskussion, sowie dem Trainieren der Problemlösungsfähigkeit. Konversatorien sind prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen, in denen speziell auf die laufende Mitarbeit Wert gelegt wird.

Seminare (SE) dienen der wissenschaftlichen Diskussion. In Seminaren wird die aktive Mitarbeit der Studierenden eingefordert, wobei in Kleingruppen vor allem die Fähigkeit erlernt wird, das Wissen zur Analyse und Lösung von Fragestellungen anzuwenden. Von den Teilnehmern werden mündliche und/oder schriftliche Beiträge gefordert.

Projektmitarbeit (PM) ist die Mitbearbeitung eines wissenschaftlichen Themas unter Anleitung und unter Betreuung des/der Lehrveranstaltungsleiters/in. Regelmäßig wird dabei eine zusammenfassende Darstellung des Fortschrittes der Arbeit erwartet.

Praxis (PA) ist die Bearbeitung eines kleinen Teilgebietes einer wissenschaftlichen Fragestellung unter Anleitung und unter Betreuung des/der Lehrveranstaltungsleiters/in. Regelmäßig wird dabei eine zusammenfassende Darstellung des Fortschrittes der Arbeit erwartet.

2.3 Prüfungsformen

Lehrveranstaltungsprüfungen sind Prüfungen am Ende einer Lehrveranstaltung, die schriftlich oder mündlich durchgeführt werden können. Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter (Konversatorien, Seminare, Übungen, Projektmitarbeiten, Praxis) sind durch regelmäßige Überprüfung des Wissens während des Unterrichts gekennzeichnet.

Fachprüfungen sind Prüfungen aus einzelnen Fächern.

Gesamtprüfungen sind Prüfungen aus mehreren Fächern.

Kommissionelle Gesamtprüfungen sind Prüfungen aus mehreren Fächern mit 2 oder mehreren Prüfern. Kommissionelle Gesamtprüfungen müssen zur Gänze wiederholt werden.

 

2.4. Bakkalaureatsarbeit

Die Studierenden sind verpflichtet eine Bakkalaureatsarbeit zu verfassen.

Das Thema der jeweiligen Arbeit ist einem der im Studienplan festgelegten Prüfungsfächer zu entnehmen.

Die oder der Studierende ist berechtigt, das Thema vorzuschlagen oder das Thema aus einer Anzahl von Vorschlägen der zur Verfügung stehenden Betreuerinnen und Betreuer auszuwählen.

Die gemeinsame Bearbeitung eines Themas durch mehrere Studierende ist zulässig, wenn die Leistungen der einzelnen Studierenden gesondert beurteilbar bleiben.

Die Aufgabenstellung ist so zu wählen, dass für eine Studierende oder einen Studierenden die Bearbeitung innerhalb eines Semesters möglich und zumutbar ist.

 

2.5 ECTS-Punkte

Das European Credit Transfer System (ECTS) dient zur Erleichterung der interuniversitären und innereuropäischen Anrechnung von Studienleistungen. Die Zuweisung von ECTS-Punkten (sog. Credits) erfolgt für jede Lehrveranstaltung nach dem jeweiligen von Studierenden (sowohl in der Lehrveranstaltung als auch außerhalb im Eigenstudium) zu bewältigendem Arbeitspensum. Auch für Praxis und Bakkalaureatsarbeit sind ECTS-Punkte zuzuweisen.

Das ECTS sieht für ein dreijähriges Bakkalaureatsstudiums die Zuweisung von 180 Punkten vor.

Für Vorlesungen mit Lehrveranstaltungsprüfungen sowie für Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter sind die ECTS-Punkte gesondert ausgewiesen. Ist eine Lehrveranstaltung mit immanenten Prüfungscharakter Teil der Lehrveranstaltungen eines Prüfungsfaches, so sind die für diese Lehrveranstaltung ausgewiesenen Punkte in der Gesamtzahl der Punkte für dieses Fach enthalten (z.B. werden für das Fach Medizinische Biochemie insgesamt 14 Punkte vergeben, 3 von diesen 14 Punkten erhält der Studierende bereits nach positiver Absolvierung der Übungen, die restlichen 11 Punkte nach bestandener Prüfung).

Die ECTS-Punkte werden folgendermaßen auf Pflichtfächer, Wahlfächer, das Praktikum und die Bakkalaureatsarbeit aufgeteilt:

Pflicht-

Wahl-

fächer

fächer

138

12

10

20

180

 

3. Der erste Studienabschnitt

 

3.1 Stundenausmaß

In den 2 Semestern des 1. Studienabschnittes sind Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 44 Semesterstunden vorgesehen. Zusätzlich ist eine Projektmitarbeit im Ausmaß von insgesamt 4 Semesterstunden zu absolvieren.

 

3.2 Pflichtfächer des ersten Studienabschnittes

Titel

SSt

ECTS

Studieneingangsphase

7

7

Zoologie

5

7

Fachterminologie

2

2

Medizinische Physik

6

9

Medizinische Biochemie

13

19

Medizinische Biometrie und Epidemiologie

2

2

Immunologie

1

1

Genetik

2

2

Biomedizin und Biotechnologie

3

3

Gesamt

41

52

3 SSt. Wahlfächer

3

3

Summe Lehrveranstaltungen

44

55

Projektmitarbeit II

4

5

Summe 1. Abschnitt

48

60

 

3.3 Empfohlene Semestereinteilung

1. Semester          

 

 

akademische Stunden

       

 

Titel

VO

KV

SE

UE

SSt

ECTS

Studieneingangsphase

 

 

 

 

 

 

Studiendidaktik

 

 

37,5

 

2,5

2

Projektmitarbeit I

 

 

 

67,5

4,5

5

Zoologie

 

 

 

 

 

 

Allgemeine und spezielle Zoologie

45

 

 

 

3

4*

Zellbiologie

30

 

 

 

2

3*

Medizinische Physik

 

 

 

 

 

 

Grundlagen der Medizinischen Physik

45

 

 

 

3

4*

Medizinische Biochemie

 

 

 

 

 

 

Grundlagen der Medizinischen Biochemie

45

 

 

 

3

5*

Fachterminologie

 

 

 

 

 

 

Biomedizinische Terminologie

30

 

 

2

2

Biomedizin & Biotechnologie

         

 

EDV in der biomedizinischen Forschung

15

1

1

Aktuelle Themen aus Biomedizin und Biotechnologie I    

15

 

1

1

Gesamt

165

30

67,5

67,5

22

27

*ECTS Credits werden erst nach bestandener Prüfung zugeteilt

 

2. Semester

 

 

 

 

 

 

 

akademische Stunden

 

 

 

 

 

Titel

VO

KV

SE

UE

SSt

ECTS

Medizinische Physik

 

 

 

 

 

 

Medizinische Physik

30

 

 

 

2

3*

Übungen aus Medizinischer Physik

 

 

 

15

1

2

Medizinische Biochemie

 

 

 

 

 

 

Medizinische Biochemie

105

 

 

 

7

9*

Übungen aus Medizinischer Biochemie

 

 

 

45

3

5

Medizinische Biometrie und Epidemiologie

 

 

 

 

 

 

Grundlagen statistischer Verfahren

 

15

 

 

1

1

Grundlagen epidemiologischer Modelle

 

15

 

 

1

1

Immunologie

 

 

 

 

 

 

Grundlagen der Immunologie

15

 

 

 

1

1*

Genetik

 

 

 

 

 

 

Grundlagen der Genetik

15

 

 

 

1

1*

Biomedizin & Biotechnologie

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Themen aus Biomedizin und Biotechnologie II

 

 

15

 

1

1

Projektmitarbeit II

 

 

 

60

4

5

Gesamt

165

30

15

120

22

29

*ECTS Credits werden erst nach bestandener Prüfung zugeteilt

 

4. Der zweite Studienabschnitt

 

4.1 Stundenausmaß

In den 4 Semestern des 2. Studienabschnittes sind Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 74 Semesterstunden vorgesehen. Zusätzlich sind 2 Projektmitarbeiten im Ausmaß von insgesamt 8 Semesterstunden und eine Bakkalaureatsarbeit anzufertigen. Darüber hinaus ist eine vierwöchige Praxis zu absolvieren.

4.2 Pflichtfächer des zweiten Studienabschnittes

Titel

SSt

ECTS

Anatomie

5

5

Histologie und Embryologie

9

10,5

Physiologie

11

12,5

Bakteriologie

3

4

Virologie

3

4

Pharmakologie und Toxikologie

3

3

Parasitologie

1

1

Immunologie

1,5

1,5

Pathologie

4,5

5,5

Molekularbiologie

8

8

Biomedizin und Biotechnologie

7

7

Versuchstierkunde

6

6

Biomedizinische Ökonomie

3

3

Gesamt

65

71

9 SSt. Wahlfächer

9

9

Summe Lehrveranstaltungen

74

80

Projektmitarbeiten III & IV

8

10

4 Wochen Praxis

11

10

Bakkelaureatsarbeit

15

20

Summe 2. Abschnitt

108

120

 

 

4.3 Empfohlene Semestereinteilung

3. und 4. Semester

 

 

 

 

 

 

 

akademische Stunden

 

 

 

 

 

Titel

VO

KV

SE

UE

SSt

ECTS

Anatomie

 

 

 

 

 

 

Anatomie der Versuchstiere

45

 

 

 

3

3*

Anatomische Demonstrationen

 

 

 

30

2

2

Histologie und Embryologie

 

 

 

 

 

 

Histologie

45

 

 

 

3

3,5*

Histologische Übungen

 

 

 

60

4

5

Embryologie

15

 

 

 

1

1*

Übungen aus Embryologie

 

 

 

15

1

1

Physiologie

 

 

 

 

 

 

Physiologie

120

 

 

 

8

9*

Übungen aus Physiologie

 

 

 

45

3

3,5

Molekularbiologie

 

 

 

 

 

 

Grundlagen der Molekularbiologie

75

 

 

 

5

5*

Molekularbiologische Übungen

 

 

 

30

2

2

Biomedizin und Biotechnologie

 

 

 

 

 

 

Grundlagen der Gentherapie

 

15

 

 

1

1

Grundlagen der Biotechnologie

15

 

 

 

1

1*

Proteinchemie und Bioanalytik

15

1

1

Aktuelle Themen aus Biomedizin und Biotechnologie III&IV

 

 

30

 

2

2

Versuchstierkunde

 

 

 

 

 

 

Grundlagen der Versuchstierkunde

 

15

 

 

1

1

Biologie und Physiologie der Versuchstiere

 

15

 

 

1

1

Haltung und Betreuung von Versuchstieren

 

60

 

 

4

4

Projektmitarbeiten III&IV

 

 

 

120

8

10

Gesamt

330

105

30

300

51

56

*ECTS Credits werden erst nach bestandener Prüfung zugeteilt

5. Semester  

 

 

 

 

 

akademische Stunden

 

 

 

 

Titel

VO

KV

UE

SSt

ECTS

1. Block

 

 

 

 

 

Pharmakologie und Toxikologie

 

 

 

 

 

Pharmakologie und Toxikologie

30

 

 

2

2*

Übungen aus Pharmakologie

 

 

15

1

1

Biomedizin und Biotechnologie

 

 

 

 

 

Aktuelle Themen aus Biomedizin und Biotechnologie V

 

 

 

1

1

Biomedizinische Ökonomie

 

 

 

 

 

Grundlagen der biomedizinischen Ökonomie

30

 

 

2

2*

Marketing in Biomedizin und Biotechnologie

15

 

 

1

1*

2. Block

 

 

 

 

 

Immunologie

 

 

 

 

 

Immunologie

23

 

 

1,5

1,5*

Pathologie

 

 

 

 

 

Allgemeine Pathologie

67

 

 

4,5

5,5*

4 Wochen Praktikum  

 

165

11

10

Gesamt

165

0

180

24

24

*ECTS Credits werden erst nach bestandener Prüfung zugeteilt

6. Semester          

 

 

akademische Stunden

       

 

Titel

VO

KV

SE

UE

SSt

ECTS

3. Block

 

 

 

 

 

 

Bakteriologie

 

 

 

 

 

 

Bakteriologie

30

 

 

 

2

2,5*

Übungen aus Bakteriologie

 

 

 

15

1

1,5

Virologie

 

 

 

 

 

 

Virologie

30

 

 

 

2

2,5*

Übungen aus Virologie

 

 

 

15

1

1,5

Parasitologie

 

 

 

 

 

 

Biologie der Parasiten

15

 

 

 

1

1*

Molekularbiologie

 

 

 

 

 

 

EDV in der Molekularbiologie

 

15

 

 

1

1

Biomedizin und Biotechnologie

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Themen aus Biomedizin und Biotechnologie VI

 

 

15

 

1

1

4. Block

 

 

 

 

 

 

Bakkalaureatsarbeit        

15

20

Gesamt

75

15

15

30

24

31

*ECTS Credits werden erst nach bestandener Prüfung zugeteilt

 

5. Prüfungsordnung

 

5.1 Prüfungsfächer

5.1.1 Eine schriftliche Prüfung aus dem Fach Zoologie

5.1.2 Eine schriftliche kommissionelle Gesamtprüfung aus Grundlagen der Medizinischen Physik und Grundlagen der Medizinischen Biochemie

5.1.3 Eine mündliche kommissionelle Gesamtprüfung aus Medizinischer Biochemie und Medizinischer Physik

5.1.4 Eine schriftliche kommissionelle Gesamtprüfung aus Grundlagen der Genetik und Grundlagen der Immunologie

5.1.5 Eine mündliche kommissionelle Gesamtprüfung aus den Fächern Anatomie, Histologie & Embryologie und Physiologie

5.1.6 Eine schriftliche Gesamtprüfung aus Molekularbiologie

5.1.7 Eine schriftliche Gesamtprüfung aus Versuchstierkunde

5.1.8 Eine schriftliche kommissionelle Gesamtprüfung aus Allgemeiner Pathologie und Immunologie

5.1.9 Eine schriftliche Gesamtprüfung aus Pharmakologie und Toxikologie

5.1.10 Eine schriftliche kommissionelle Gesamtprüfung aus Bakteriologie, Parasitologie und Virologie

5.1.11 Eine schriftliche Gesamtprüfung aus Biomedizin & Biotechnologie

5.1.12 Eine schriftliche Gesamtprüfung aus Biomedizinischer Ökonomie

Es wird empfohlen, die Prüfungen jeweils am Ende der in den Blöcken angebotenen Lehrveranstaltungen abzulegen.

 

5.2 Voraussetzungen für die Zulassung zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen

Die positive Absolvierung der unter Punkt 5.1.1 und 5.1.2 genannten Prüfungen ist Voraussetzung für die Teilnahme an den Übungen aus Medizinischer Physik und den Übungen aus Medizinischer Biochemie.

Die positive Absolvierung aller Lehrveranstaltungen und Prüfungen des ersten und zweiten Semesters ist Voraussetzung für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des 3. Semesters.

Die positive Absolvierung der mündlichen kommissionellen Gesamtprüfung aus den Fächern Anatomie, Histologie & Embryologie und Physiologie (Punkt 5.1.5) ist Voraussetzung für die Zulassung zu den unter Punkt 5.1.8 bis 5.1.12 angeführten Prüfungen.

Die positive Absolvierung aller Lehrveranstaltungen und Prüfungen des dritten und vierten Semesters ist Voraussetzung für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des 5. Semesters.

 

6. Praxis

Die Praxis ist im 5. Semester zu absolvieren und umfasst insgesamt 4 Wochen (10 Semesterwochenstunden). Die Praxis kann an der Veterinärmedizinschen Universität, an auswärtigen Universitäten und bei externen facheinschlägigen Institutionen (Untersuchungsanstalten; Privatfirmen) absolviert werden. Zum Nachweis der abgeleisteten Praxis genügt eine formlose Bestätigung der Institutionen, bei denen die Praxis abgeleistet wurde.

 

7. Bakkalaureatsarbeit

Die Bakkalaureatsarbeit kann nach dem Absolvieren der oben genannten Prüfungen vorgelegt werden.

Sie betrifft ein Thema aus den im Studiengang unterrichteten Fächern.

Die Projektarbeit umfasst entweder eine Arbeit im Umfang von 20 bis 30 A4 Seiten oder als Artikel geeignet für das Einreichen in ein wissenschaftliches Journal.

Es wird empfohlen, die während des Studienganges geleisteten Projektmitarbeiten in die Projektarbeit einfließen zu lassen, zu erweitern und kritisch zu evaluieren.

Sie wird vom Leiter/Leiterin der betreffenden Lehrveranstaltung beurteilt. Die Beurteilung wird in Form von Noten (1 (sehr gut) bis 5 (nicht bestanden)) durchgeführt.

 

8. Abschluss des Bakkalaureatsstudiums

Nach Absolvieren der Pflichtlehrveranstaltungen (oder entsprechend angerechneter auswärtiger Lehrveranstaltungen) oder Erreichen von 180 ECTS-Punkten und der positiven Beurteilung der Bakkalaureatsarbeit gilt das Studium als abgeschlossen. Der Abschluss wird dem Studenten beurkundet (siehe Anlage 1).

Es berechtigt den Absolventen den Titel eines/einer Bakkalaureus/Bakkalaurea rerum naturarum (Bak. rer. nat.) zu führen.

Das abgeschlossene Bakkalaureatsstudium aus Biomedizin und Biotechnologie berechtigt ein Magisterstudium aufzunehmen und befähigt zur Berufsausübung in einem der unter 1.2. aufgeführten Berufsfelder.

Der Vorsitzende des Senats:
o.Univ.Prof. Dr. Mathias Müller

55. Verlautbarung des Studienplans für das Magisterstudium "Biomedizin und Biotechnologie"

INHALT:

1. Allgemeine Bestimmungen

1.1 Rechtsgrundlage

1.2 Qualifikationsprofil

1.3 Gliederung, Stundenausmaß und Dauer des Studiums

1.4 Voraussetzung für die Zulassung zum Magisterstudium Biomedizin und Biotechnologie

2. Unterrichts- und Lehrformen

2.1 Semesterstunde

2.2 Unterrichtsformen

2.3 Prüfungsformen

2.4 Projekt- und Diplomarbeit

2.5 ECTS-Punkte

3. Das Magisterstudium

3.1 Stundenausmaß

3.2 Pflichtfächer

3.3 Empfohlene Semestereinteilung

3.4 Prüfungsordnung

3.5 Voraussetzungen für die Zulassung zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen

3.6 Magisterarbeit

4. Prüfungsordnung

4.1 Prüfungsfächer

4.2 Voraussetzungen für die Zulassung zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen

5. Praxis

6. Magisterarbeit

7. Abschluss des Magisterstudiums

 

1. Allgemeine Bestimmungen

 

1.1 Rechtsgrundlage

Rechtsgrundlage für das Magisterstudium ist das Universitätsgesetz 2002.

 

1.2 Qualifikationsprofil

Allgemeine Qualifikationen

Die zu erwerbende Kompetenz von Absolventinnen und Absolventen des Magisterstudiums der Biomedizin und Biotechnologie besteht zunächst einmal in der korrekten Anwendung grundlegender und spezieller naturwissenschaftlicher Arbeitsmethoden und Labortechnologien. Darüber hinaus erwerben die Absolventen und Absolventinnen besondere Fähigkeiten in der Anwendung molekularer und zellbiologischer Methoden zur Bearbeitung von komplexen biomedizinischen Fragestellungen. Gleichzeitig befähigt sie das absolvierte Studium dazu, Tiermodelle sowie alternative Methoden in der präklinischen, biomedizinischen Forschung einzusetzen. Die Absolventinnen und Absolventen sollten weiters dazu fähig sein, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Ergebnisse eigenständig und kritisch zu beurteilen und bei den jeweiligen Fragestellungen umzusetzen. Einen weiteren Schwerpunkt des Studiums bildet die frühzeitige Einbindung (vom ersten Semester an) der Studierenden in die derzeit laufenden Projekte. Dadurch werden die Absolventinnen und Absolventen frühzeitig zu einer teamorientierten Mitarbeit bei der Bearbeitung von komplexen Forschungsprojekten ausgebildet.

Besondere Qualifikationen

Die wissenschaftliche Spezialisierung und Vertiefung durch forschungsbezogene Lehre im Bereich der Biomedizin und Biotechnologie wird im Magisterstudium vermittelt. Dabei wird auf selbständiges wissenschaftliches Denken und Arbeiten größter Wert gelegt, das sich in der abschließenden Diplomarbeit niederschlägt. Die Studierenden sollen daher in dauernder Zusammenarbeit mit einem führenden Wissenschafter/Forscher eine thematisch adäquate Frage formulieren, den publizierten Wissensstand zu dieser Frage aufarbeiten, Arbeitsmethoden zur Lösung des Fragenkomplexes wählen und die erforderlichen Laborarbeiten und Messungen selbständig ausführen. Der/die Absolvent/in soll abschließend die kritische Beurteilung seiner/ihrer Ergebnisse vornehmen und sie im Rahmen seiner/ihrer Diplomarbeit adäquat ausformulieren, Schlüsse ziehen und in geeigneter Form vor einem fachkundigen Auditorium öffentlich präsentieren. Bei der Beurteilung steht nicht das erzielte Resultat im Vordergrund, sondern die zuverlässige und exakte Ausführung der Laborarbeit und die inhaltlichen Kenntnisse zum bearbeiteten Themenbereich.

Berufsfelder

Die Absolventinnen und Absolventen des Magisterstudiums sind dementsprechend in leitender Funktion vor allem in folgenden Bereichen tätig:

-Forschungseinrichtungen der pharmazeutischen und biomedizinischen Industrie

-Produktentwicklung und -forschung im biomedizinischen Bereich

-Universitäten und andere post-sekundäre Lehranstalten

-facheinschlägige Untersuchungseinrichtungen der öffentlichen und privaten Hand

-Einrichtungen des öffentlichen und privaten Gesundheitswesens

Fach- und Schlüsselqualifikationen

Ziel des Magisterstudiums der Biomedizin und Biotechnologie an der Veterinärmedizinischen Universität ist es daher, die Studierenden mit den wichtigsten Grundlagen von naturwissenschaftlichen und veterinärmedizinischen Fächern als auch molekularen Methoden vertraut zu machen. Die Ausbildung erzieht zum interdisziplinären und problemorientierten Arbeiten und ermöglicht den Absolventen, die problemlose Integration in eine wissenschaftliche Projektgruppe. Die Studierenden werden befähigt, ihre erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten sowohl im berufsadäquaten Umfeld anzuwenden, als auch sich in anderen Berufsfeldern zurechtzufinden und zu etablieren.

Praktische Erfahrungen

Für die praktische Umsetzung und berufsnahe Anwendung des Wissens wird vom ersten Semester an die Absolvierung einer Projektmitarbeit und verschiedener Praxen vorgeschrieben. Durch diese praktische Erfahrung wird den Studierenden frühzeitig ein Einblick in mögliche spätere Berufsfelder gewährt. Gleichzeitig werden durch diese praxisnahe Ausbildung soziale Kompetenzen sowie problemorientiertes Denken gefördert. Die Projektmitarbeiten können an der Veterinärmedizinschen Universität, an in- und ausländischen Universitäten sowie bei externen facheinschlägigen Institutionen bzw. Firmen absolviert werden.

 

1.3 Gliederung, Stundenausmaß und Dauer des Studiums

Das Magisterstudium umfasst 4 Semester mit einer Lehrveranstaltungsstundenzahl von 60 Semesterstunden. Zusätzlich sind eine Projektmitarbeit von insgesamt 4 Semesterstunden sowie Praxen im Ausmaß von mindestens 8 Wochen zu absolvieren.

 

1.4 Voraussetzung für die Zulassung zum Magisterstudium Biomedizin und Biotechnologie

Als Voraussetzung für die Zulassung zum Magisterstudium Biomedizin und Biotechnologie ist die Absolvierung eines Universitätsstudiums im Ausmaß vom mindestens 180 ECTS-Punkten notwendig.

 

2. Unterrichts- und Lehrformen

 

2.1 Semesterstunde

Der Umfang von Vorlesungen und sonstigen Lehrveranstaltungen wird in Semesterstunden (SSt) angegeben. Entsprechend der Dauer eines Semesters von 15 Wochen entspricht eine Semesterstunde 15 mal einer akademischen Stunde von 45 Minuten.

 

2.2 Unterrichtsformen

Vorlesungen (VO) dienen der Vermittlung von Grundkonzepten und der ausführlichen Erklärung von Inhalten in didaktisch entsprechender und durch moderne Medien unterstützte Art und Weise.

Übungen (UE) dienen dem Erwerb praktischer Fähigkeiten und spezieller Fertigkeiten im Hinblick auf die Berufslaufbahn.

Konversatorien (KV) dienen der Aneignung von Kenntnissen durch geeignete und kompetent geführte Diskussion, sowie dem Trainieren der Problemlösungsfähigkeit. Konversatorien sind prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen, in denen speziell auf die laufende Mitarbeit Wert gelegt wird.

Seminare (SE) dienen der wissenschaftlichen Diskussion. In Seminaren wird die aktive Mitarbeit der Studierenden eingefordert, wobei in Kleingruppen vor allem die Fähigkeit erlernt wird, das Wissen zur Analyse und Lösung von Fragestellungen anzuwenden. Von den Teilnehmern werden mündliche und/oder schriftliche Beiträge gefordert.

Projektmitarbeit (PM) ist die Mitbearbeitung eines wissenschaftlichen Themas unter Anleitung und unter Betreuung des/der Lehrveranstaltungsleiters/in. Regelmäßig wird dabei eine zusammenfassende Darstellung des Fortschrittes der Arbeit erwartet.

Praxis (PA) ist die Bearbeitung eines kleinen Teilgebietes einer wissenschaftlichen Fragestellung unter Anleitung und unter Betreuung des/der Lehrveranstaltungsleiters/in. Regelmäßig wird dabei eine zusammenfassende Darstellung des Fortschrittes der Arbeit erwartet.

 

2.3 Prüfungsformen

Lehrveranstaltungsprüfungen sind Prüfungen am Ende einer Lehrveranstaltung, die schriftlich oder mündlich durchgeführt werden können. Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter (Konversatorien, Seminare, Übungen, Projektmitarbeiten, Praxis) sind durch regelmäßige Überprüfung des Wissens während des Unterrichts gekennzeichnet.

Fachprüfungen sind Prüfungen aus einzelnen Fächern.

Gesamtprüfungen sind Prüfungen aus mehreren Fächern.

Kommissionelle Gesamtprüfungen sind Prüfungen aus mehreren Fächern mit 2 oder mehreren Prüfern. Kommissionelle Gesamtprüfungen müssen zur Gänze wiederholt werden.

 

2.4. Magisterarbeit

Die Studierenden sind verpflichtet eine Magisterarbeit zu verfassen. Das Thema der jeweiligen Arbeit ist einem der im Studienplan festgelegten Prüfungsfächer zu entnehmen. Die oder der Studierende ist berechtigt, das Thema vorzuschlagen oder das Thema aus einer Anzahl von Vorschlägen der zur Verfügung stehenden Betreuerinnen und Betreuer auszuwählen.

Die gemeinsame Bearbeitung eines Themas durch mehrere Studierende ist zulässig, wenn die Leistungen der einzelnen Studierenden gesondert beurteilbar bleiben.

Die Aufgabenstellung ist so zu wählen, dass für eine Studierende oder einen Studierenden die Bearbeitung innerhalb eines Semesters möglich und zumutbar ist.

 

2.5 ECTS-Punkte

Das European Credit Transfer System (ECTS) dient zur Erleichterung der interuniversitären und innereuropäischen Anrechnung von Studienleistungen. Die Zuweisung von ECTS-Punkten (sog. Credits) erfolgt für jede Lehrveranstaltung nach dem jeweiligen von Studierenden (sowohl in der Lehrveranstaltung als auch außerhalb im Eigenstudium) zu bewältigendem Arbeitspensum. Auch für Praxis und Magisterarbeit sind ECTS-Punkte zuzuweisen.

Das ECTS sieht für ein zweijähriges Magisterstudiums die Zuweisung von 120 Punkten vor.

Für Vorlesungen mit Lehrveranstaltungsprüfungen sowie für Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter sind die ECTS-Punkte gesondert ausgewiesen. Ist eine Lehrveranstaltung mit immanentem Prüfungscharakter Teil der Lehrveranstaltungen eines Prüfungsfaches, so sind die für diese Lehrveranstaltung ausgewiesenen Punkte in der Gesamtzahl der Punkte für dieses Fach enthalten.

Die ECTS-Punkte werden folgendermaßen auf Pflichtfächer, Wahlfächer, die Praktika und Diplomarbeiten aufgeteilt:

Pflicht-

Wahl-

fächer

fächer

60

10

20

30

120

 

3. Das Magisterstudium

 

3.1 Stundenausmaß

In den 4 Semestern des Magisterstudiums sind Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 56 Semesterstunden vorgesehen. Zusätzlich ist eine Projektmitarbeit im Ausmaß von insgesamt 4 Semesterstunden zu absolvieren und eine Magisterarbeit anzufertigen. Darüber hinaus sind zwei jeweils vierwöchige Pflichtpraxen zu absolvieren.

 

3.2 Pflichtfächer des Magisterstudiums

Titel

SSt

ECTS

Molekularbiologie

6

6

Biomedizin und Biotechnologie

14

14

Versuchstierkunde

15

15

Biomedizinische Ökonomie

4

4

Biochemie

1

1

Pathologie

1

1

Virologie

2

2

Bakteriologie

2

2

Parasitologie

2

2

Immunologie

1

1

Didaktik

7

7

Gesamt

55

55

10 SSt Wahlfächer

10

10

Summe Lehrveranstaltungen

65

65

Projektmitarbeit

4

5

8 Wochen Praxis

22

20

Magisterarbeit

30

30

Summe

121

120

3.3 Empfohlene Semestereinteilung

1. Semester      

 

 

 

 

akademische Stunden

   

 

 

 

Titel

VO

KV

SE

UE

SSt

ECTS

Molekularbiologie

 

 

 

 

 

 

Spezielle Molekularbiologie

45

 

 

 

3

3*

Molekulare Bioanalytik

15

 

 

 

1

1*

Biomedizin und Biotechnologie

 

 

 

 

 

 

Molekulare Quantifizierungsmethoden in der Biomedizin

 

15

 

15

2

2

Molekulare Genetik und Biomedizin

 

15

 

 

1

1

Tiermodelle in der Biomedizin

 

15

 

 

1

1

Aktuelle Themen aus Biomedizin und Biotechnologie VII

 

 

15

 

1

1

Versuchstierkunde

 

 

 

 

 

 

Spezielle Versuchstierkunde

30

 

 

 

2

2*

Krankheiten und Zoonosen

 

30

 

 

2

2

Gesetzliche Grundlagen

 

15

 

 

1

1

Biomedizinische Ökonomie

 

 

 

 

 

 

Spezielle Biomedizinische Ökonomie

15

 

 

15

2

2*

Biochemie

 

 

 

 

 

 

Vergleichende Biochemie der Tiere

 

15

 

 

1

1

Didaktik

 

 

 

 

 

 

Wissenschaftliche Problemlösungsansätze

15 

 

 

1

1

English Conversation

 

30

 

 

2

2

Projektmitarbeit V      

60

4

5

Gesamt

120

135

15

90

24

25

*ECTS Credits werden erst nach bestandener Prüfung zugeteilt

2. Semester          

 

 

akademische Stunden

       

 

Titel

VO

KV

SE

UE

SSt

ECTS

Molekularbiologie

 

 

 

 

 

 

Spezielle Genregulation

 

15

 

 

1

1

Proteomics

 

15

 

 

1

1

Biomedizin und Biotechnologie

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Themen aus Biomedizin und Biotechnologie VIII

 

 

15

 

1

1

Strukturanalyse in der Biomedizin

15

 

 

 

1

1*

Molekulare Genetik und Biomedizin

 

15

 

 

1

1

Versuchstierkunde

 

 

 

 

 

 

Anästhesie, Euthanasie und Organentnahme

30

 

 

30

4

4*

Zucht von Versuchstieren

 

30

 

 

2

2

Versuchstierplanung

 

15

 

 

1

1

Ersatz- und Ergänzungsmethoden

 

45

 

 

3

3

Biomedizinische Ökonomie

 

 

 

 

 

 

Gesetzliche Grundlagen in der Biomedizin

15

 

 

15

2

2*

Didaktik

 

 

 

 

 

 

Advanced Scientific English

 

30

 

 

2

2

4 Wochen Praxis      

165

11

10

Gesamt

60

165

15

210

30

29

*ECTS Credits werden erst nach bestandener Prüfung zugeteilt

3. Semester          

 

 

akademische Stunden

       

 

Titel

VO

KV

SE

UE

SSt

ECTS

Biomedizin und Biotechnologie

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Themen aus Biomedizin und Biotechnologie IX

 

 

15

 

1

1

Spezielle Statistik in der Biomedizin

15

 

 

15

2

2*

Spezielle Bioinformatik in der Biomedizin

 

30

 

 

2

2

Virologie

 

 

 

 

 

 

Molekularbiologie der Viren

 

15

 

 

1

1

Virus-Wirt Interaktionen

 

 

15

 

1

1

Bakteriologie

 

 

 

 

 

 

Molekularbiologie der Bakterien

 

15

 

 

1

1

Bakterium-Wirt Interaktionen

 

 

15

 

1

1

Parasitologie

 

 

 

 

 

 

Molekularbiologie der Parasiten

 

15

 

 

1

1

Parasit-Wirt Interaktionen

 

 

15

 

1

1

Immunologie

 

 

 

 

 

 

Immunologie und Vakzinierung

 

15

 

 

1

1

Pathologie

 

 

 

 

 

 

Molekulare Neuropathologie

 

 

15

 

1

1

Didaktik

 

 

 

 

 

 

Wissenschaftliche Präsentation

 

30

 

 

2

2

4 Wochen Praxis      

165

11

10

Gesamt

15

120

75

180

26

25

4. Semester          

 

 

akademische Stunden

       

 

Titel

VO

KV

SE

UE

SSt

ECTS

Biomedizin und Biotechnologie

 

       

 

Aktuelle Themen aus Biomedizin und Biotechnologie X

 

 

15

 

1

1

Magisterarbeit        

30

30

Gesamt

0

0

15

0

31

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4. Prüfungsordnung des Magisterstudiums

 

4.1 Prüfungsfächer

4.1.1 Eine schriftliche Gesamtprüfung aus dem Fach Molekularbiologie

4.1.2 Eine mündliche Gesamtprüfung aus dem Fach Biomedizin und Biotechnologie

4.1.3 Eine schriftliche Gesamtprüfung aus dem Fach Versuchstierkunde

4.1.4 Eine mündliche Gesamtprüfung aus dem Fach Biomedizinische Ökonomie

4.1.5 Eine mündliche Gesamtprüfung aus dem Fächern Virologie, Bakteriologie und Parasitologie

4.1.6 Eine schriftliche Gesamtprüfung aus dem Fächern Immunologie und Pathologie

 

4.2 Voraussetzungen für die Zulassung zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen

Die positive Absolvierung der unter Punkt 4.1.1 bis 4.1.4 genannten Prüfungen ist Voraussetzung für den Beginn der Magisterarbeit.

5. Praxis

Die Praxen sind im 2. und 3. Semester zu absolvieren und umfassen jeweils insgesamt 4 Wochen (10 Semesterwochenstunden). Die Praxen können an der Veterinärmedizinschen Universität, an auswärtigen Universitäten, und bei externen facheinschlägigen Institutionen (Untersuchungsanstalten; Privatfirmen) absolviert werden. Zum Nachweis der abgeleisteten Praxen genügt eine formlose Bestätigung der Institutionen, bei denen die Praxis abgeleistet wurde.

 

6. Magisterarbeit

Die Magisterarbeit kann nach dem Absolvieren der oben genannten Prüfungen vorgelegt werden. Sie betrifft ein Thema aus den im Studiengang unterrichteten Fächern.

Die Magisterarbeit umfasst entweder eine Arbeit im Umfang von 50 bis 100 A4 Seiten oder als Artikel geeignet für das Einreichen in einem wissenschaftlichen Journal. Es wird empfohlen, die während des Studienganges geleisteten Projektmitarbeiten und Praxen in die Magisterarbeit einfließen zu lassen, zu erweitern und kritisch zu evaluieren.

Sie wird vom Leiter/Leiterin der betreffenden Lehrveranstaltung beurteilt. Die Beurteilung wird in Form von Noten (1 (sehr gut) bis 5 (nicht bestanden)) durchgeführt und fließt mit einem Ausmaß von 30 vH als Teil der Gesamtnote des Abschlussbeurteilung ein.

 

7. Abschluss des Magisterstudiums

Nach Absolvieren der Pflichtlehrveranstaltungen (oder entsprechend angerechneter auswärtiger Lehrveranstaltungen) oder Erreichen von 120 ECTS-Punkten und der positiven Beurteilung der Magisterarbeit gilt das Studium als abgeschlossen. Der Abschluss wird dem Studenten beurkundet (siehe Anlage 1).

Es berechtigt den Absolventen den Titel eines/einer Magister/Magistra rerum naturarum (Mag. rer. nat.) zu führen.

Das abgeschlossene Magisterstudium aus Biomedizin und Biotechnologie berechtigt ein Doktoratsstudium oder PhD-Programm aufzunehmen und befähigt zur Berufsausübung in leitender Funktion in einem der unter 1.2 genannten Berufsfelder.

Der Vorsitzende des Senats:
o.Univ.Prof. Dr. Mathias Müller

56. Verlautbarung des Studienplans für den Universitätslehrgang "Aufbaustudium fächerübergreifende Turnusausbildung beim Kleintier"

INTERNSHIP der KLEINTIERMEDIZIN

der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Aufbaustudium, fächerübergreifende Turnusausbildung beim Kleintier

12-monatige Ausbildungsstelle am Department für Kleintiere und Pferde, am Department für diagnostische Verfahren, am Department für Tierzucht und Reproduktionsmedizin und am Department für Pathobiologie.

Kurze Beschreibung und Ziele des Programms:

Das einjährige Internship-Programm für Kleintiermedizin wurde eingerichtet, um jungen Tierärzten die Möglichkeit zu bieten, die im Studium erlangten Basiskenntnisse und –fertigkeiten zu erweitern sowie sie in einen reibungslosen Klinikbetrieb einzubinden.

Das Programm soll helfen, Interessen zu definieren und zu vertiefen, weshalb die Möglichkeit besteht im Kleintierbereich Erfahrungen zu sammeln. Es stellt eine vielseitige Ausbildung als Basis für Spezialisierung und spätere berufliche Praxis dar.

Das Ziel dieses Lehrganges ist es, Jungabsolventen der Veterinärmedizin eine fundierte Ausbildung im Patientenmanagement zu gewährleisten. Deshalb sollte ein Intern als verantwortungsvolles Mitglied des Klinikbetriebes gemeinsam mit Praktikanten, Residents (deren Arbeitsschwerpunkt auf einem bestimmten Gebiet liegt, dzt. in Planung) und den Universitätsassistenten an der jeweiligen Klinik arbeiten.

Die zwölfmonatige Ausbildung umfasst Weichteilchirurgie, Orthopädie, Anästhesie, Interne Medizin, Reproduktionsmedizin, bildgebende und Labordiagnostik, Pathologie sowie Spezialgebiete. Lehrgangsinhalte sind u.a. praktische Erfahrung, Diskussion der einzelnen Fälle, Ausbildung der Studierenden und Teilnahme an den Klinikvisiten und Seminaren im Zuge des Lehrbetriebs. Ein Intern ist angehalten, an Visiten und Seminaren teilzunehmen und mitzuarbeiten und soll ermutigt werden, wissenschaftliche Publikationen vorzubereiten. Der jeweiligen Klinik entsprechend wird er/sie nach entsprechender Einschulung auch als Dienst habender Arzt, mit Supervision durch einen Resident oder Klinikassistenten, im Rotationsprinzip im Notfalldienst der Klinik oder eigenverantwortlich in der zentralen Notfallambulanz eingesetzt werden.

Über das erfolgreich absolvierte Programm wird ein Zertifikat ausgestellt. Dieses ist eine der Voraussetzungen, um an einem durch das European College anerkannten Residency Programm teilnehmen zu können.

Voraussetzungen:

abgeschlossenes Studium der Veterinärmedizin

gute Sprachkenntnisse in Deutsch, erwünscht werden auch gute Sprachkenntnisse in Englisch

praktische Tätigkeit mit Kleintieren von einigen Monaten Dauer ist erwünscht, aber nicht Bedingung

Tollwutimpfstatus

Praktische Abläufe und Dienstpläne:

Dienst

Es sind 48 Wochen klinischer Dienst in den Abteilungen gemäß dem Rotationsplan zu leisten. Das Internship beginnt mit 1. Oktober 2004. Die jeweiligen Betätigungsfelder sind im Ausbildungsprogramm aufgelistet. Nach der Einarbeitungszeit übernimmt die/der Intern schrittweise Fälle in eigener Verantwortung und arbeitet mehr und mehr selbständig, unter Anleitung und Aufsicht des Dienst habenden Assistenten. Gemeinsam mit dem Dienst habenden Assistenten übernimmt die/der Intern bis zu 8 Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdienste im Monat.

Falldokumentation

Die/der Intern soll über die Fälle, in die sie/er aktiv involviert war, Buch führen. Dazu stehen Vorlagen zur Verfügung. Um den jeweiligen aktuellen Stand überprüfen zu können soll das Caselog täglich nachgeführt werden.

Fallpublikation

Zur Halbzeit und am Ende der Ausbildungszeit muss jeweils ein Fallbericht problemorientiert aufgearbeitet werden. Der für den jeweiligen Fachbereich Zuständige ist für die fachliche Betreuung verantwortlich und die Fälle müssen bei einer Präsentation den versammelten Klinikern vorgestellt werden.

Stellung

An jeder Abteilung stehen neben den Interns weitere Assistenten in Ausbildung. Den Residents ist prinzipiell der Vorrang zu gewähren. Den Interns steht jedoch das Recht auf eine strukturierte Ausbildung zu, so dass die Stellung der Interns der jeweiligen personellen Situation der Abteilung angepasst werden soll.

Studienfreie Zeit

Die studienfreie Zeit beträgt 4 Wochen. Der Rotationsplan bezieht sich auf 48 Wochen, sodass die 4 Wochen nicht darin inkludiert sind. Der Zeitpunkt der studienfreien Zeit wird zu Beginn des Internships für alle Interns mit dem verantwortlichen Organisator festgelegt und ist einzuhalten.

Durch Krankheit bedingte Fehltage sind im Anschluss an das Internship Programm nachzuholen.

Rotationsplan:

Abteilung

Einschulungsphase im Oktober am Klinischen Department für Kleintiere und Pferde:

Interne Medizin - allgemein

Interne Medizin - Ambulanz

Interne Medizin - Spezialambulanzen

Chirurgie - allgemein

Chirurgie - Augen

Chirurgie - Zähne

Anästhesie und Intensivmedizin

Bildgebende Diagnostik

Reproduktionsmedizin

Labormedizin

Pathologie

Fakultativ Rotation Geflügel

Ausbildungsprogramm und Ausbildungsziele:

Anästhesiologie und Intensivmedizin:

Ziele

Selbstständiges Durchführen von Anästhesien von ASA 1 + 2 Patienten

Erstellen von Analgesieregimen und Verständnis für die Verwendung einzelner Analgetika

ICU-peri operativ: Erheben der Befunde und Durchführen der Therapie

Verstehen und Anwenden des anästhesiologischen Monitorings

Theoretisches und praktisches Anwenden verschiedener Lokalanästhesietechniken

Grundlagen der Funktionsweise der Anästhesiegeräte

Bildgebende Diagnostik:

Ziele

Röntgendiagnostik

Grundkenntnisse in Gerätekunde

Einstell – und Lagerungstechnik

Angewandter Strahlenschutz

Bildbefundung

Nativ – und Kontrastdarstellungen

Ultraschalldiagnostik

Grundkenntnisse in Gerätekunde

Untersuchungsgang Abdomen, Herz

Diagnosen und Differentialdiagnosen, Befunde

Biopsien – FNA, core

Orthopädische Untersuchung

CT und MRI (limitiert)

Indikationen für jeweiliges Verfahren

Bildinterpretation

Allgemeine Chirurgie:

Ziele

Allgemeiner Untersuchungsgang

Problemorientiertes Aufarbeiten der Patienten

Erheben der Anamnese –Diagnose/Differenzialdiagnosen - Diagnostikplan-Therapie-/Plan

Assistenz bei Operationen

Selbstständige Durchführung von kleineren Eingriffen

Augenheilkunde:

Ziele

Beherrschen des Untersuchungsganges

o Erheben der Anamnese

o Direkte und indirekte Ophthalmoskopie

o Spaltlampenbiomikroskopie

o Schirmertränentest

o Fluoreszeinprobe

o Tonometrie

o Probennahme für Zytologie und Bakteriologie

Erstellen von Befunden

Erstellen von Therapievorschlägen

Assistenz bei Operationen

Zahnheilkunde:

Ziele:

Beherrschung der Grundprinzipien der Tierzahnheilkunde:

Parodontologie

Konservierende Zahnheilkunde

Prothetische Zahnheilkunde

Operationstechniken der parodontalen Chirurgie:

Gingivoplastik

Gingivektomie

Odontoplastik

Kieferchirurgie incl. Therapie von Kieferfrakturen

Allgemeine Innere Medizin:

Ziele
Erweiterung und Vertiefung der im Studium erworbenen theoretischen und praktischen Kenntnisse beim Kleintier:

Propädeutik und allgemeiner Untersuchungsgang

spezielle Untersuchungsgänge der verschiedenen Fachrichtungen

Formulieren von Problemlisten, der dazugehörigen Differentialdiagnosen sowie deren Gewichtung und das Erstellen von diagnostischen und therapeutischen Plänen

Umsetzen der erarbeiteten Pläne

Erlernen und Üben der wichtigsten invasiven diagnostischen und therapeutischen Eingriffe beim Kleintier, inkl. Notfallslabor

Pharmakotherapie beim Kleintier

Infusionstherapie

Notfallbehandlung und –Maßnahmen

Kommunikation mit Tierbesitzern und Tierärzten

Erwerben von Grundkenntnissen im Budgetieren und Verrechnen von tierärztlichen Leistungen

Spezialabteilungen der inneren Medizin:

Kardiologie

Ziele

Anfertigung und Interpretation von Elektrokardiogramm

Blutdruckmessung und Interpretation von Echokardiogramm

Dermatologie

Ziele

dermatologischer Untersuchung

Anfertigung und Interpretation von Hautgeschabseln und Zytologie Präparaten

Interpretation von Biopsiebefunden

Onkologie

Ziele

onkologischer Untersuchungsgang

Anfertigung von FNAB

Erlernen von Chemotherapieprotokollen

Neurologie

Ziele

Erlernen und Üben des neurologischen Untersuchungsganges

Beurteilen der Ergebnisse und Lokalisation der Symptome

Endoskopie

Ziele

Erlernen des Handlings und der Reinigung von Endoskopen

Praktische Durchführung von Endoskopien nach Indikation unter Anleitung

Reproduktionsmedizin:

Ziele

Endokrinologie der Fortpflanzung

Geburtshilfliche Untersuchung

Gynäkologische Untersuchung

Andrologische Untersuchung

Untersuchung des Neonaten

Erstellen von Befunden

Erstellen von Therapievorschlägen

Assistenz bei Operationen

Labormedizin:

Ziele

Grundbegriffe klinische Pathologie: Hämatologie, klinische Chemie, Zytologie

Grundkenntisse zur Vorbereitung und Lagerung diverser Proben

Praktische Durchführung einfacher Untersuchungstechniken (Harn, Liquor, Synovia, Punktate)

Nach Einführung in die Grundbegriffe, selbstständiges Durcharbeiten der Präparatesammlung des Zentrallabors:

o Hämatologie

o Zytologie

o Harnsediment

o Punktat

o Synovia

o Liquor

Befundinterpretation; Durcharbeiten praktischer Beispiele

Die Interns sind eingeladen auch während des Jahres die Laboruntersuchungen für die ihnen zugeteilten Patienten im Labor zu begleiten (z.B. Mitschauen bei Zytobeurteilung, Befundbesprechung).

Unabhängige Aufarbeitung und Vorstellung eines aktuellen Falles, wobei der Patient nach Möglichkeit auch klinisch beurteilt wurde und bei dem die Laborbefunde für die Diagnose wichtig waren.

Literatursuche zu aktuellen Problemstellungen im Labor

Pathologie:

Ziele

Durchführung von Obduktionen

Befundung und Interpretation von Organveränderungen

Beurteilung histologischer Veränderungen ausgewählter Fälle

Mitwirkung an Befunderstellung

Fortbildung:

Verpflichtende Telnahme an den täglichen Klinikvisiten mit Evaluierung und Vorstellung der Patienten.

Verpflichtende Teilnahme an Morning Rounds, Journal Club sowie an den monatlichen Grand Rounds.

Mindestens ein Vortrag muss im Rahmen der Morning Rounds und des Journal Clubs der jeweiligen Fachbereiche abgehalten werden.

Die Abhandlung sowie Betreuung einer Dissertation, sowie eine Nebenbeschäftigung ist nicht möglich, da der Intern mit dem Lehrgang voll ausgelastet ist.

Lehre:

Die/der Intern nimmt aktiv an der Ausbildung der Studierenden sowie von Praktikanten und Hospitanten an der Klinik teil. Sie/er kann entsprechend der erworbenen Fähigkeiten an Fortbildungsveranstaltungen für praktizierende Tierärzte eingesetzt und gefördert werden.

Ausbildungsverhältnis:

Das „Aufbaustudium fächerübergreifende Turnusausbildung beim Kleintier" der Veterinärmedizinischen Universität Wien ist ein Universitätslehrgang. Die Höhe des Unterrichtsgeldes für den Universitätslehrgang „Aufbaustudium fächerübergreifende Turnusausbildung beim Kleintier" entspricht dem jeweiligen Studienbeitrag.

Empfohlen wird, dass die Teilnehmer am Universitätslehrgang zusätzlich zum Aufbaustudium ein einjähriges Dienstverhältnis zur Veterinärmedizinischen Universität Wien im Ausmaß von 15 Stunden pro Woche eingehen. Für dieses Dienstverhältnis erhält der Dienstnehmer 14 Mal ein Entgelt in der Höhe von à 857 Euro brutto.

Evaluationen:

Die erbrachten Leistungen und Fortschritte der/des Intern werden am Ende der Rotationszeit vom jeweiligen fachlichen Betreuer evaluiert. Die jeweiligen Evaluationsergebnisse werden in ein Zeugnis eingetragen. Aufgrund dieses Zeugnisses wird zum Abschluss der/dem Intern eine Urkunde ausgestellt. Gespräche mit dem jeweiligen organisatorischen Leiter sind am Schluss jeder Rotation vorgesehen. Am Ende des Programms erfolgt die Evaluierung durch die Interns.

Auswahlkriterien:

Die Anzahl der Ausbildungsplätze ist auf maximal 6 pro Universitätslehrgang beschränkt. Die Reihung der Zulassung richtet sich nach der Qualifikation der Bewerber/innen.

Auswahlkriterien sind:

Kenntnisse in der Kleintiermedizin

o Theoretisches Wissen in der Kleintiermedizin

o Praktische Vorkenntnisse in der Kleintiermedizin

Eignung zur Teamarbeit

Überdurchschnittliche Motivation

Geschicklichkeit im Umgang mit Kleintieren

Organisatorische Fähigkeiten

Kenntnisse der englischen Sprache

Bewerbungen:

Bewerbungen mit einer Beschreibung der beruflichen Ziele, einem Lebenslauf, Arbeitszeugnissen (falls vorhanden) und mindestens einem Referenzbrief sind notwendig.

Bewerbungsgespräche:

Die am besten qualifizierten Kandidaten werden zu einem Vorstellungsgespräch vor einer Kommission, bestehend aus den Ausbildungsverantwortlichen, geladen.

 

Anhang:

Rotationsplan:

Abteilung

Dauer

Einschulungsphase im Oktober am Department für Kleintiere und Pferde

4 Wochen (jeweils 2 Wochen)

Interne Medizin - allgemein

4 Wochen

Interne Medizin - Ambulanz

4 Wochen

Interne Medizin - Spezialambulanzen

8 Wochen

Chirurgie - allgemein

8 Wochen

Chirurgie - Augen

3 Wochen

Chirurgie - Zähne

2 Wochen

Anästhesie und Intensivmedizin

5 Wochen

Bildgebende Diagnostik

4 Wochen

Reproduktionsmedizin

3 Wochen

Labormedizin

1 Wochen

Pathologie

2 Woche

Fakultativ Rotation Geflügel

 

Gesamt

48 Wochen

 

Bewerbungsadresse

Dr. Ursula Deimel

Department für Kleintiere und Pferde

Veterinärplatz 1

A-1210 Wien

e-mail: ursula.deimel@vu-wien.ac.at

Tel: 0043 1 250 77 5301

Fax: 0043 1 250 77 5390

 

Koordinatorin des Programms:

A. Univ. Prof. Dr. Barbara Nell, Dipl. ECVO

Department für Kleintiere und Pferde

Veterinärmedizinische Universität Wien

Veterinärplatz 1

A-1210 Wien

e-mail: barbara.nell@vu-wien.ac.at

Tel: 0043 1 250 77 53 30

Fax: 0043 1 250 77 53 90

 

Empfohlene Literatur und Kontaktpersonen

Anästhesiologie

Anästhesieskriptum (erhältlich im Sekretariat der Anästhesie)

1. Wiener Anästhesie CD-Rom (erhältlich im Sekretariat der Anästhesie)

BSAVA Manual of Small Animal Anaesthesia and Analgesia (Seymour / Gleed; 1999)

BSAVA Manual of Canine and Feline Emergency and Critical Care (King / Hammond, 2003)

Pain management in Animals (Flecknell/Waerman-Pearson)

Kontaktperson

Organisation: Dr. Martina Mosing

Fachliche Betreuung: Univ. Prof. Dr. Yves Moens, Dipl. ECVA

Bildgebende Diagnostik

Röntgendiagnostik

Textbook of Small Animal Radiology - Thrall 2002

Lehrbuch und Atlas der Kleintierradiologie - Burk/Ackermann 1991

Röntgendiagnostik bei Hund und Katze – Kealy 1991

Atlas der Röntgenanatomie von Hund und Katze - Schebitz/Wilkens 1987

Der Weg zum guten Röntgenbild – Hartung/Tellhelm 2000

Ultraschalldiagnostik

Small Animal Diagnostic Ultrasound – Nyland/Mattoon 2002

Ultraschall in der Kleintierpraxis – Hittmair 1997

Atlas und Lehrbuch der Ultraschalldiagnostik bei Hund und Katze – Poulsen-Nautrup

Kontaktperson

Organisation: Dr. Katharina Hittmair

Fachliche Betreuung: Dr. Katharina Hittmair

Chirurgie

Kramer`s Kompendium der Allgemeinen Veterinärchirurgie

Allgemeine Chirurgie für Tierärzte und Studierende ; Schebitz/Brass/Wintzer

Operationen an Hund und Katze; Schebitz/Brass

Small Animal Surgery; Fossum

Kontaktperson

Organisation: a. Univ. Prof. Dr. Barbara Nell, Dipl. ECVO

Fachliche Betreuung: a. Univ. Prof. Dr. Dragan Lorinson, Dipl. ECVS

Augenheilkunde

Augenheilkundeskriptum (auf der ÖH erhältlich)

Augenkapitel im Niemand/Suter

Augenuntersuchungsgang in Kramers Kompendium der Veterinärchirurgie

Augenatlas von Ingo Walde

Kontaktperson

Organisation: A. Univ. Prof. Dr. Barbara Nell, Dipl. ECVO

Fachliche Betreuung: A. Univ. Prof. Dr. Barbara Nell, Dipl. ECVO

Zahnheilkunde

Tierärztliche Zahnheilkunde (Eisenmenger/Zetner 1982), Verlag Paul Parey (Bibliothek).

Zetner, K. (2003): Krankheiten der Mundhöhle, der Kiefer und der Zähne, in: Krankheiten der Katze, Horzinek, M.,C., Schmidt, V., Lutz, H. (ed.), 313 – 331, Verlag Enke, Stuttgart (Bibliothek).

Kontaktperson

· Organisation: Univ. Prof. Dr. Karl Zetner, Dipl. ECVD

· Fachliche Betreuung: Univ. Prof. Dr. Karl Zetner, Dipl. ECVD

Interne Medizin

Small Animal Cardiovascular Medicine, M.D. KITTLESON und R.D. KIENLE (Hrsg.) 1. Auflage 1998, ISBN: Mosby, 0-8151-5140-3

EKG bei Hund und Katze, L.P. TILLEY (Hrsg.) 2. Auflage 1985, ISBN: 3-87706-096-X, Schlütersche

Kontaktperson

Organisation: Dr. Ursula Kolm

Fachliche Betreuung: Dr. Reinhard Hirt, Dipl. ECVIM

Reproduktionsmedizin

Gyn-Skripten (ÖH-Shop)

Veterinärmedizinische Endokrinologie (DÖCKE)

Veterinärmedizinische Andrologie (BUSCH/HOLZMANN)

Canine and feline Theriogenology (JOHNSTON/ROOT KUSTRITZ/OLSON)

Kontaktperson

Organisation: Ass. Prof. Dr. Johannes Handler, Dipl. ECAR

Fachliche Betreuung: Ass. Prof. Dr. Johannes Handler, Dipl. ECAR

Labormedizin

R. Baker, J. Lumsden (Mosby): Color Atlas of Cytology of the Dog and Cat.

Willard, Tvedten, Turnwald (Saunders): Small Animal Clinical Diagnosis by Laboratory Methods. Nemi C. Jain: Essentials of Veterinary Hematology,.

Kontaktperson

Organisation: Mag. Abigail Guija de Arespacochaga

Fachliche Betreuung: Ass. Prof. Dr. Ilse Schwendenwein, Dipl. ECVCP

Pathologie

Dahme/Weiss: Grundriß der speziellen pathologischen Anatomie der Haustiere

Kontaktperson

Organisation: A. Univ. Prof. Dr. Herbert Weißenböck

Fachliche Betreuung: A. Univ. Prof. Dr. Herbert Weißenböck

Der Vorsitzende des Senats:
o.Univ.Prof. Dr. Mathias Müller

57. Verlautbarung des Studienplans für den Universitätslehrgang "Aufbaustudium fächerübergreifende Turnusausbildung beim Pferd"

INTERNSHIP der PFERDEMEDIZIN

der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Aufbaustudium, fächerübergreifende Turnusausbildung beim Pferd

12-monatige Ausbildungsstelle am Department für Kleintiere und Pferde, am Department für diagnostische Verfahren, am Department für Tierzucht und Reproduktionsmedizin, am Department für öffentliches Gesundheitswesen in der Veterinärmedizin und am Department für Pathobiologie.

Kurze Beschreibung und Ziele des Programms:

Das einjährige Internship-Programm für Pferdemedizin wurde eingerichtet, um jungen Tierärzten die Möglichkeit zu bieten, die im Studium erlangten Basiskenntnisse und –fertigkeiten zu erweitern sowie sie in einen reibungslosen Klinikbetrieb einzubinden.

Das Programm soll helfen, Interessen zu definieren und zu vertiefen, weshalb die Möglichkeit besteht im Pferdebereich Erfahrungen zu sammeln. Es stellt eine vielseitige Ausbildung als Basis für Spezialisierung und spätere berufliche Praxis dar.

Das Ziel dieses Lehrganges ist es, Jungabsolventen der Veterinärmedizin eine fundierte Ausbildung im Patientenmanagement zu gewährleisten. Deshalb sollte ein Intern als verantwortungsvolles Mitglied des Klinikbetriebes gemeinsam mit Praktikanten, Residents (deren Arbeitsschwerpunkt auf einem bestimmten Gebiet liegt, dzt. in Planung) und den Universitätsassistenten an der jeweiligen Klinik arbeiten.

Die zwölfmonatige Ausbildung umfasst Weichteilchirurgie, Orthopädie, Anästhesie, Interne Medizin, Reproduktionsmedizin, Pferdeernährung, Labordiagnostik, Pathologie sowie Spezialgebiete. Lehrgangsinhalte sind u.a. praktische Erfahrung, Diskussion der einzelnen Fälle, Ausbildung der Studierenden und Teilnahme an den Klinikvisiten und Seminaren im Zuge des Lehrbetriebs. Ein Intern ist angehalten, an Visiten und Seminaren teilzunehmen und mitzuarbeiten und sollte ermutigt werden, wissenschaftliche Publikationen vorzubereiten. Der jeweiligen Klinik entsprechend wird er/sie nach entsprechender Einschulung auch als Dienst habender Arzt, mit Supervision durch einen Resident oder Klinikassistenten, im Rotationsprinzip im Notfalldienst der Klinik eingesetzt werden.

Über das erfolgreich absolvierte Programm wird ein Zertifikat ausgestellt. Dieses ist eine der Voraussetzungen, um an einem durch das European College anerkannten Residency Programm teilnehmen zu können.

Voraussetzungen:

abgeschlossenes Studium der Veterinärmedizin

gute Sprachkenntnisse in Deutsch, erwünscht werden auch gute Sprachkenntnisse in Englisch

praktische Tätigkeit mit Pferden von einigen Monaten Dauer ist erwünscht, aber nicht Bedingung

Tollwutimpfstatus

Praktische Abläufe und Dienstpläne:

Dienst

Es sind 48 Wochen klinischer Dienst in den Abteilungen gemäß dem Rotationsplan zu leisten. Das Internship beginnt mit 1. Oktober 2004. Die jeweiligen Betätigungsfelder sind im Ausbildungsprogramm aufgelistet. Nach der Einarbeitungszeit übernimmt die/der Intern schrittweise Fälle in eigener Verantwortung und arbeitet mehr und mehr selbständig, unter Anleitung und Aufsicht des Dienst habenden Assistenten. Gemeinsam mit dem Dienst habenden Assistenten übernimmt die/der Intern bis zu 8 Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdienste im Monat.

Falldokumentation

Die/der Intern soll über die Fälle, in die sie/er aktiv involviert war, Buch führen. Dazu stehen Vorlagen zur Verfügung. Um den jeweiligen aktuellen Stand überprüfen zu können soll das Caselog täglich nachgeführt werden.

Fallpublikation

Im Zuge der Ausbildungszeit soll ein Fallbericht publikationsreif aufgearbeitet werden. Dieser wird bei einer Präsentation den versammelten Klinikern vorgestellt.

Stellung

Auf jeder Abteilung stehen neben den Interns weitere Assistenten in Ausbildung. Den Residents ist prinzipiell der Vorrang zu gewähren. Den Interns steht jedoch das Recht auf eine strukturierte Ausbildung zu, so dass die Stellung der Interns der jeweiligen personellen Situation der Abteilung angepasst werden soll.

Studienfreie Zeit

Die studienfreie Zeit beträgt 4 Wochen. Der Rotationsplan bezieht sich auf 48 Wochen, sodass die 4 Wochen nicht darin inkludiert sind. Der Zeitpunkt der studienfreien Zeit wird zu Beginn des Internships für alle Interns mit dem verantwortlichen Organisator festgelegt und ist einzuhalten.

Durch Krankheit bedingte Fehltage sind im Anschluss an das Internship Programm nachzuholen.

Rotationsplan:

Abteilung

Einschulungsphase im Oktober am Klinischen Department für Kleintiere und Pferde:

Interne Medizin

Chirurgie incl. Augen- und Zahnheilkunde

Orthopädie

Anästhesie und Intensivmedizin

Reproduktionsmedizin

Labormedizin

Pathologie

Tierernährung

 

Ausbildungsprogramm und Ausbildungsziele:

Anästhesiologie und Intensivmedizin:

Ziele:

Selbstständiges Durchführen von Allgemeinanästhesien von ASA 1 + 2 Patienten mit inhalations-und total intravenöses Verfahren inclusive blutige Blutdruckmessung

Analgo-sedierung für Eingriffe am stehenden Pferd

Grundlagen der Funktionsweise der Anästhesiegeräte

Verstehen und Anwenden des anästhesiologischen Monitorings

Grundlagen der Evaluation des Gasaustausches während der Anästhesie

Anästhesierisiko des Pferdes beschreiben und einem Kunden weiterleiten

Theoretisches und praktisches Anwenden verschiedener Lokalanästhesietechniken

Erstellen von Analgesieregimen und Verständnis für die Verwendung einzelner Analgetika

Orthopädie:

Ziele:

Selbstständige Durchführung der orthopädischen Untersuchung

Interpretation der Ergebnisse inclusive unterstützender diagnostischer Verfahren

Selbstständige Durchführung diagnostischer Injektionen

Erlernung spezieller desmurgischer Techniken

Assistenz bei orthopädischen Operationen

Durchführung operativer Eingriffe am stehenden Pferd

 

Allgemeine Chirurgie:

Ziele:

Erstuntersuchung des chirurgischen Notfall- und Routinepatienten

Erstellen des Status chirurgicus

Assistenz bei div. Operationen incl. Laparotomien

Betreuung und Überwachung postoperativer Intensivpatienten (Kolik…)

Grundprinzipien der Wundheilung und Wundversorgung

Nähte und Nahttechniken in Theorie und Praxis

Verbände in Theorie und Praxis

Medikation der stationären Patienten

Infusionstherapie

Notfallbehandlung und –maßnahmen

Kommunikation mit Tierbesitzern und Tierärzten

Erwerben von Grundkenntnissen im Budgetieren und Verrechnen von tierärztlichen Leistungen

Augenheilkunde:

Ziele:

Beherrschen des Untersuchungsganges

o Erheben der Anamnese

o Direkte und indirekte Ophthalmoskopie

o Spaltlampenbiomikroskopie

o Schirmertränentest

o Fluoreszeinprobe

o Tonometrie

o Probennahme für Zytologie und Bakteriologie

Erstellen von Befunden

Erstellen von Therapievorschlägen

Assistenz bei Operationen

Zahnheilkunde:

Ziele:

Beherrschung der Untersuchung des Schädels und der Zähne

Erstellung von Diagnose und Differentialdiagnosen

Erstellung eines Therapieplanes

Durchführung von einfachen Behandlungen (z.B. Abschleifen von Zahnspitzen)

Assistenz bei Behandlungen und Operationen

Allgemeine Innere Medizin:

Ziele:
Erweiterung und Vertiefung der im Studium erworbenen theoretischen und praktischen Kenntnisse beim Pferd:

Propädeutik und allgemeiner Untersuchungsgang

spezielle Untersuchungsgänge der verschiedenen Fachrichtungen

Formulieren von Problemlisten, der dazugehörigen Differentialdiagnosen sowie deren Gewichtung und das Erstellen von diagnostischen und therapeutischen Plänen

Umsetzen der erarbeiteten Pläne

Erlernen und Üben der wichtigsten invasiven diagnostischen und therapeutischen Eingriffe beim Pferd, inkl. Notfallslabor

Pharmakotherapie beim Pferd

Infusionstherapie

Notfallbehandlung und –maßnahmen

Kommunikation mit Tierbesitzern und Tierärzten

Erwerben von Grundkenntnissen im Budgetieren und Verrechnen von tierärztlichen Leistungen

Spezialabteilungen der Inneren Medizin:

Kardiologie

Ziele:

Erlernen und Üben des kardiologischen Untersuchungsganges

Anfertigung und Interpretation von Elektrokardiogramm

Interpretation von Echokardiogramm

Dermatologie

Ziele:

Erlernen und Üben des dermatologischen Untersuchungsganges

Anfertigung und Interpretation von Hautgeschabseln und Zytologie Präparaten

Interpretation von Biopsiebefunden

Neurologie

Ziele:

Erlernen und Üben des neurologischen Untersuchungsganges

Beurteilen der Ergebnisse und Lokalisation der Symptome

Endoskopie

Ziele:

Erlernen des Handlings und der Reinigung von Endoskopen

Praktische Durchführung von Endoskopien nach Indikation unter Anleitung

Gastroenterologie
Ziele:

Erlernen und Üben des Kolikuntersuchungsganges und der rektalen Untersuchung

Durchführung spezieller diagnostischer und therapeutischer Methoden

Reproduktionsmedizin:

Ziele:

Endokrinologie der Fortpflanzung

Geburtshilfliche Untersuchung

Gynäkologische Untersuchung

Andrologische Untersuchung

Untersuchung des Neonaten

Erstellen von Befunden

Erstellen von Therapievorschlägen

Assistenz bei Operationen

Labormedizin:

Ziele:

Grundbegriffe klinische Pathologie: Hämatologie, klinische Chemie, Zytologie

Grundkenntisse Vorbereitung und Lagerung diverser Proben

Praktische Durchführung einfacher Untersuchungstechniken (Harn, Liquor, Synovia, Punktate)

Nach Einführung in die Grundbegriffe, selbstständiges Durcharbeiten der Präparatesammlung des Zentrallabors:

o Hämatologie

o Zytologie

o Harnsediment

o Punktat

o Synovia

o Liquor

Befundinterpretation; Durcharbeiten praktischer Beispiele

Die Interns sind eingeladen auch während des Jahres die Laboruntersuchungen für die ihnen zugeteilten Patienten im Labor zu begleiten (z.B. Mitschauen bei Zytobeurteilung, Befundbesprechung).

Unabhängige Aufarbeitung und Vorstellung eines aktuellen Falles, wobei der Patient nach Möglichkeit auch klinisch beurteilt wurde und bei dem die Laborbefunde für die Diagnose wichtig waren.

Literatursuche zu aktuellen, patientenbezogenen (in deren Behandlung der Intern involviert ist) Problemstellungen im Labor

Pathologie:

Ziele:

Durchführung von Obduktionen

Befundung und Interpretation von Organveränderungen

Beurteilung histologischer Veränderungen ausgewählter Fälle

Mitwirkung an Befunderstellung

Tierernährung:

Ziele:

Grundkenntnisse der Ernährung des Pferdes

Übung der Futtermittelbeurteilung

Rationsbeurteilung und –erstellung für gesunde/leistende Pferde

Klinische Diätetik beim Pferd, praktische Anwendung

Fortbildung:

Verpflichtende Teilnahme an den Klinikvisiten mit Evaluierung und Vorstellung der Patienten.

Verpflichtende aktive Teilnahme an Journal Clubs und sonstigen Aktivitäten der jeweiligen Fachbereiche.

Die Abhandlung sowie Betreuung einer Dissertation, sowie eine Nebenbeschäftigung ist nicht möglich, da der Intern mit dem Lehrgang voll ausgelastet ist.

Lehre:

Die/der Intern nimmt aktiv an der Ausbildung der Studierenden sowie von Praktikanten und Hospitanten an der Klinik teil. Sie/er kann entsprechend der erworbenen Fähigkeiten an Fortbildungsveranstaltungen für praktizierende Tierärzte eingesetzt und gefördert werden.

Ausbildungsverhältnis:

Das „Aufbaustudium fächerübergreifende Turnusausbildung beim Pferd" der Veterinärmedizinischen Universität Wien ist ein Universitätslehrgang. Das Unterrichtsgeld für den Universitätslehrgang „Aufbaustudium fächerübergreifende Turnusausbildung beim Pferd" entspricht der Inskriptionsgebühr - derzeit 363,36 Euro pro Semester.

Empfohlen wird, dass die Teilnehmer am Universitätslehrgang zusätzlich zum Aufbaustudium ein einjähriges Dienstverhältnis zur Veterinärmedizinischen Universität Wien im Ausmaß von 15 Stunden pro Woche eingehen. Für dieses Dienstverhältnis erhält der Dienstnehmer 14 Mal ein Entgelt in der Höhe von à 857 Euro brutto.

Evaluationen:

Die erbrachten Leistungen und Fortschritte der/des Intern werden am Ende der Rotationszeit vom jeweiligen fachlichen Betreuer evaluiert. Die jeweiligen Evaluationsergebnisse werden in ein Zeugnis eingetragen. Aufgrund dieses Zeugnisses wird zum Abschluss der/dem Intern eine Urkunde ausgestellt. Gespräche mit dem jeweiligen organisatorischen Leiter sind am Schluss jeder Rotation vorgesehen. Am Ende des Programms erfolgt die Evaluierung durch die Interns.

 

Auswahlkriterien:

Die Anzahl der Ausbildungsplätze ist auf maximal 6 pro Universitätslehrgang beschränkt. Die Reihung der Zulassung richtet sich nach der Qualifikation der Bewerber/innen.

Auswahlkriterien sind:

Überdurchschnittliches theoretisches Wissen in der Pferdemedizin

Praktische Vorkenntnisse in der Pferdemedizin

Eignung zur Teamarbeit

Überdurchschnittliche Motivation

Geschicklichkeit im Umgang mit Pferden

Organisatorische Fähigkeiten

Kenntnisse der englischen Sprache

Bei gleicher Eignung bestimmt das Los

Bewerbungen:

Bewerbungen mit einer Beschreibung der beruflichen Ziele, einem Lebenslauf, Arbeitszeugnissen (falls vorhanden) und mindestens einem Referenzbrief sind notwendig

Bewerbungsgespräche:

Die am besten qualifizierten Kandidaten werden zu einem Vorstellungsgespräch vor einer Kommission, bestehend aus den Ausbildungsverantwortlichen, geladen.

Anhang:

Rotationsplan:

Abteilung Dauer
Orthopädie 12 Wochen
I. Medizinische Klinik 12 Wochen
Chirurgie incl. Augen- und Zahnheilkunde 10 Wochen
Reproduktionsmedizin 6 Wochen
Anästhesie und Intensivmedizin 4 Wochen
Pathologie 2 Woche
Zentrallabor 1 Woche
Tierernährung 1 Woche
Gesamt 48 Wochen

Bewerbungsadresse

Elisabeth Baidinger
Department für Kleintiere und Pferde
Veterinärplatz 1
A-1210 Wien

e-mail: i.med@vu-wien.ac.at

Tel: 0043 1 250 77 5101

Fax: 0043 1 250 77 5190

Koordinator des Programms:

Dr. Wolfgang Fröhlich

Department für Kleintiere und Pferde

Veterinärmedizinische Universität Wien

Veterinärplatz 1

A-1210 Wien

e-mail: wolfgang.froehlich@vu-wien.ac.at

Tel: 0043 1 250 77 5101

Fax: 0043 1 250 77 5190

Empfohlene Literatur und Kontaktpersonen

Anästhesiologie

Anästhesieskriptum (erhältlich im Sekretariat der Anästhesie)

1. Wiener Anästhesie CD-Rom (erhältlich im Sekretariat der Anästhesie)

Handbook of Equine Anaesthesia (Taylor & Clarke) Saunders

Sedation und Anästhesie des Pferdes (U. Schatzmann) Blackwell 1995

Pain management in Animals (Flecknell/Waterman-Pearson)

Kontaktperson:

Organisation: Dr. Ulrike Auer

Fachliche Betreuung: o. Prof. Dr. Yves Moens, Dipl. ECVA

Orthopädie

Adams Lameness in Horses

Dietz/Huskamp Handbuch der Pferdepraxis 2. Aufl.

Wissdorf et al. Anatomie und Propädeutik des Pferdes

Butler et al. Clinical Radiology of the horse

Kontaktperson:

Organisation: Dr. Theresia Licka

Fachliche Betreuung: Dr. Theresia Licka

Chirurgie

Auer: Equine Surgery

White: Equine Acute Abdomen

Scherzer/Simhofer: Operationslehre Pferd (OP-CD)

Kontaktperson:

Organisation: Dr. Sabine Scherzer

Fachliche Betreuung: Tzt. Carsten Velde

Augenheilkunde

Augenheilkundeskriptum (auf der ÖH erhältlich)

Augenuntersuchungsgang in Kramers Kompendium der Veterinärchirurgie

Equine Ophthalmology In: Veterinary Ophthalmology, K.N. Gelatt, 3rd edition

Equine Ophthalmology, Color Atlas and Text von Barnett, Crispin, Lavach, Matthews

Kontaktperson:

Organisation: a. Univ. Prof. Dr. Barbara Nell, Dipl. ECVO

Fachliche Betreuung: a. Univ. Prof. Dr. Barbara Nell, Dipl. ECVO

Zahnheilkunde

Zahnkapitel in Handbuch der Pferdepraxis (Dietz/Huskamp)

Tierärztliche Zahnheilkunde (Eisenmenger/Zetner)

CD in Pferdeklinik (Simhofer/Scherzer)

Kontaktperson:

Organisation: Prof.Dr. Karl Zetner, Dipl. EVDC, Fellow Acad. Vet Dent; Dr. Hubert Simhofer

Fachliche Betreuung: Prof.Dr. Karl Zetner, Dipl. EVDC, Fellow Acad. Vet Dent; Dr. Hubert Simhofer

Innere Medizin

N. E. Robinson: Current Therapy in Equine Medicine, Saunders

R. J. Rose, D. R. Hodgson: Manual of Equine Practice, Saunders

S. M. Reed, W. M. Bayly: Equine Internal Medicine, Saunders

J. A. Orsini, D. J. Divers: Manual of Equine Emergencies, Saunders

N. E. Robinson: Current Therapy in Equine Medicine, Saunders

M. Patteson: Equine Cardiology, Iowa State Press

V. Reef: Equine Diagnostic Ultrasound, Saunders

I. G. Mayhew: Large Animal Neurology, Lippincott Williams & Wilkins

Kontaktperson:

Organisation: Dr. Wolfgang Fröhlich

Fachliche Betreuung: Dr. Sonja Wlaschitz

Reproduktionsmedizin

Manual of Equine Reproduction, Blanchard , Mosby Publication (Okt 2002)

Equine Reproduction, McKinnon, Lippincott Williams & Wilkins (1993)

Reproductive Biology of the Mare, Ginther, Equiservices (1992)

Equine Clinical Neonatology, Koterba, Lippincott Williams & Wilkins (1990)

Kontaktperson:

Organisation: Dr. Gabriela Kolm

Fachliche Betreuung: Dr. Gabriela Kolm

Labormedizin

Diagnostic Cytology and haematology of the horse. R. Cowell, R. Tyler. Mosby.

The Veterinary Clinics of North America. Equine Practice. Endocrinology. N. Messer, P. Johnson. Vol 18 N°2 August 2002. Saunders.

Metabolic and Endocrine Problems of the Horse. T. Watson. Saunders.

Veterinary Hematology. B. Feldman, J. Zinkl, N. Jain. Chapter 165. Schalm’s.

Kaneko: Clinical Biochemistry of Domestic Animals folgende Kapitel: Concepts of Normality in Clinical Biochemistry, Clinical Enzymology; Skeletal Muscle Funktion

Schalm’s Veterinary Hematology: 5th ed. Pferderelevante Kapitel:

Clinical Interpretation of Equine Leukograms, Red Blood Cell Angitgens and Blood Groups in the Horse;SCID in Arabian foals

Kontaktperson:

Organisation: Mag. Abigail Guija

Fachliche Betreuung: Ass. Prof. Dr. Ilse Schwendenwein, Dipl. ECVCP

Pathologie

Dahme/Weiss: Grundriß der speziellen pathologischen Anatomie der Haustiere

Kontaktperson:

Organisation: Prof. Dr. Peter Schmidt

Fachliche Betreuung: Prof. Dr. Herbert Weißenböck

Tierernährung

Meyer/Coenen: Pferdefütterung

Zeyner: Diätetik beim Pferd

Kontaktperson:

Organisation: Dr. Annabella Parisini, Prof. Dr. Jürgen Zentek

Fachliche Betreuung: Prof. Dr. Jürgen Zentek, Prof. Dr. Christine Iben, Mag. Annabella Parisini

Der Vorsitzende des Senats:
o.Univ.Prof. Dr. Mathias Müller

58. Verlautbarung des Studienplans für den Universitätslehrgang "Physiotherapie beim Tier""

Universitätslehrgang für

„Physiotherapie am Tier"

der Veterinärmedizinischen Universität Wien, A-1210 Wien, Veterinärplatz 1

Präambel

Die Österreichische Tierärztekammer hat im Jahr 2003 die Einführung des Fachtierarztes für Physiotherapie und Rehabilitationsmedizin beschlossen. Um allen interessierten TierärztInnen und Studierenden im letzten Studienabschnitt des Studiums der Veterinärmedizin die Möglichkeit zu geben, sich in diesen Bereichen fortzubilden, bietet die Veterinärmedizinische Universität Wien nun einen Universitätslehrgang für Physiotherapie am Tier an.

Nach österreichischer Gesetzeslage ist selbständige Diagnostik und Therapie am Tier ausschließlich Veterinärmedizinern vorbehalten. Danach richten sich auch die Zulassungsbedingungen: ausschließlich Personen mit abgeschlossenem Diplomstudium der Veterinärmedizin oder einem als gleichwertig anerkannten Studienabschluss und Studierende der Veterinärmedizin im letzten Abschnitt werden zugelassen.

Von den Teilnehmern wird erwartet, dass sie sich mit funktioneller Anatomie und Bewegungsdynamik genauso intensiv auseinander setzen wie mit modernsten apparativen Behandlungskonzepten.

Dieser Universitätslehrgang dauert 4 Semester und schließt mit dem Titel: "Akademisch geprüfter Diplom-Physiotherapeut für Tiere" ab.

In 6 Block-Lehrveranstaltungen werden die Teilnehmer in allen Teilbereichen der Physiotherapie am Tier unterwiesen. Die Vortragenden kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Veterinärmedizin und der Physiotherapie. Somit ist eine umfassende Ausbildung - sowohl in Theorie als auch in Praxis gesichert.

Die Absolvierung dieses Universitätslehrgangs bietet in Zusammenarbeit mit der österreichischen Tierärztekammer die Grundlage zur Erlangung des Fachtierarztes für Physiotherapie und Rehabilitationsmedizin am Tier.

Es ist beabsichtigt den Lehrgang im WS2004/2005 zu starten.

Die Teilnehmerzahl ist mit 20 Teilnehmern begrenzt.

 

Markt

Markterhebung

Zielgruppe: VeterinärmedizinerInnen und Studierende im letzten Studienabschnitt

Marktsituation

In Österreich gibt es zur Zeit keine Möglichkeit einer zertifizierten Ausbildung zum Thema Physiotherapie am Tier. In Deutschland gibt es zwar die Möglichkeit Physiotherapiekurse für Tierärzte zu belegen, diese Kurse werden allerdings nicht auf universitärem Niveau durchgeführt. Im gesamteuropäischen Raum ist es Tierärzten bisher nicht möglich, eine zertifizierte Ausbildung zu erlangen, die in etwa dem humanmedizinischen Facharzt für Physikalische Medizin entspricht.

Wir rechnen durch die enge Zusammenarbeit mit der Bundeskammer der Tierärzte Österreichs einerseits und verschiedenen veterinärmedizinischen Bildungsstätten in den USA andererseits mit regem Interesse der österreichischen Tierärzteschaft.

Dieser Universitätslehrgang ist als erster Schritt in Richtung Ausbildung zum Fachtierarzt zu werten.

Es ist geplant im ersten Jahr maximal 20 Teilnehmer zuzulassen – diese Teilnehmerzahl sollte auch ohne Probleme erreicht werden können.

Marktpositionierung

Das vorgesehene Ausbildungsprogramm für Physiotherapie ist einmalig im deutschsprachigen Raum. In Österreich werden ausschließlich Tierärzte selbständig auf dem Gebiet der Physiotherapie und Rehabilitation arbeiten dürfen, daher bieten wir das Ausbildungsprogramm bis auf weiteres nur Tierärzten und Studierenden der Veterinärmedizin im letzten Studienabschnitt an.

Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Der Universitätslehrgang wird in fachspezifischen Zeitschriften über PR Artikel und Inserate beworben. Außerdem wird eine Broschüre erstellt, in der alle Einzelheiten des Lehrgangs beschrieben werden und die an alle Tierarztpraxen und Ausbildungsinstitutionen verschickt wird. Diese Broschüre soll zum Großteil über Werbeeinschaltungen und Sponsoring finanziert werden. Kooperationen mit den größeren Anbietern in Österreich sind teilweise bereits gegeben.

Universitätslehrgang für

„Physiotherapie am Tier"

Lehrgangsziel:

Der Universitätslehrgang „Physiotherapie am Tier" hat zum Ziel, den Studierenden das notwendige Wissen und die erforderlichen Kompetenzen und Methoden für die erfolgreiche Wiederherstellung der Beweglichkeit zu vermitteln. Darüber hinaus werden die Studierenden mit spezialisierten und anwendungsorientierten wissenschaftlichen Kenntnissen auf dem Gebiet der physikalischen Medizin vertraut gemacht. Der Universitätslehrgang trägt auf wissenschaftlicher Grundlage mit unterschiedlichen Vertiefungen zur fachlichen, beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung der Teilnehmer bei. Der Schwerpunkt des Studiums liegt in der Auseinandersetzung mit den neuesten Forschungsergebnissen zu den Themen der betreffenden Fächer und der Vermittlung der erforderlichen Therapiekompetenz. Dabei soll die notwendige Verbindung zwischen Theorie und Praxis in anwendungsorientierten Bereichen der Physiotherapie und Rehabilitationsmedizin hergestellt werden.

Verschiedene Vertiefungen - derzeit „Leistungsdiagnostik", „Schmerzmanagement", „Trainingslehre" - und zukünftig weitere Vertiefungen werden angeboten werden.

Inhalt

Unterrichts- bzw. Studienplan

Name des Lehrprogramms: Universitätslehrgang für „Physiotherapie am Tier"

Zielgruppe: VeterinärmedizinerInnen und Studierende der Veterinärmedizin im letzten Studienabschnitt

Art des Lehrprogramms: berufsbegleitend

Ausbildungsziel:

Ausbildung zum Akademisch geprüften Diplom-Physiotherapeuten für Tiere

Fort- und Weiterbildung für VeterinärmedizinerInnen

Neue Betätigungsmöglichkeiten für TierärztInnen

vertiefte, spezialisierte und anwendungsorientierte traditionelle und wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Physiotherapie in der Veterinärmedizin zu vermitteln

Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit traditionellen Erkenntnissen und neuesten Forschungsergebnissen zu den Themen der Leistungsdiagnostik und des Schmerzmanagements am Tier

effiziente Verbindung zwischen Anwendungen in der Humanmedizin und in der Veterinärmedizin

Aufnahmeverfahren: Bewerbungsschreiben und Zulassungsgespräch mit einem Vertreter der Veterinärmedizinischen Universität (Vizerektor für Lehre) und Dr. Sabine Mai. Bei gleicher Qualifikation entscheidet die Reihenfolge der Anmeldung.

Dauer und Einteilung des Lehrprogramms: 4 Semester, Beginn im WS 2004/05

6 Module zu je 4 Tagen

Stundenplan: Von 9.00-18.15 Uhr von Donnerstag bis Sonntag Mittag

 

Lehrveranstaltungsübersicht

FÄCHER/ SEMESTERSTUNDEN/ECTS

SS

ECTS

A. Kerncurriculum

30

70

1. funktionelle Anatomie, Biodynamik, Neurologie

5

14

2. manuelle Therapien

5

14

3. physikalische Therapien 5 6
4. Erstellung eines Therapieplans 2 3
5. Bewegungsübungen 3 5
6. Schmerzmanagement 3 7
7. Trainingslehre, Leistungsdiagnostik 3 7
8. Therapieevaluierung 2 7
9. aktuelle Entwicklungen und Ergebnisse (Current Issues) 2 7
     
B. Diplomarbeit   20
     
SEMESTERSTUNDEN / ECTS 30 90

Lehrveranstaltungen können, sofern pädagogisch und didaktisch zweckmäßig, als Fernstudieneinheiten angeboten werden. Dabei ist die Erreichung des Lehrzieles durch die planmäßige Abfolge von unterrichtlicher Betreuung und Selbststudium der Studierenden mittels geeigneter Lehrmaterialien sicherzustellen. Die Aufgliederung der Fernstudieneinheiten auf unterrichtliche Betreuung und Selbststudium, der Stundenplan und die vorgesehenen Lernmaterialien sind den Studierenden vor Beginn der Lehrveranstaltung in geeigneter Weise bekannt zu machen.

2. Prüfungsordnung: Es sind 5 schriftliche Teilprüfungen über den Stoff des jeweils vorangegangenen Moduls abzulegen, 2 schriftliche Arbeiten und die Diplomarbeit werden benotet.

3. Vortragende

Universitätslehrer der Veterinärmedizinischen Universität Wien

TierärzteInnen in leitender Position

Internationale Gastprofessoren und Spezialisten auf dem Gebiet der Veterinärmedizin, Komplementärmedizin, Physiotherapie und Rehabilitation

4. Veranstaltungsort:

Der Lehrgang wird primär auf dem Gelände der Veterinärmedizinischen Universität Wien abgehalten. Bei Bedarf behält sich die Lehrgangsleitung eine Verlegung vor.

5. Lehrgangsgebühr:

Die Gebühr für die Teilnahme am Universitätslehrgang beträgt € 7150.--. Diese Lehrgangsgebühr ist zur Gänze vor Beginn des Lehrgangs zu entrichten. Das gilt auch bei vorzeitigem Ausscheiden.

In begründeten Ausnahmefällen ist nach schriftlichem Ansuchen eine Teilzahlung in zwei Raten möglich.

6. Abschluss Akademisch geprüfter Diplom-Physiotherapeut für Tiere (PTV)

Voraussetzungen für einen Abschluss sind:

Nachweisliche Teilnahme an allen Seminaren durch Unterschriftenlisten, max. 1 Modul darf versäumt werden. Die Nicht-Teilnahme an einem Modul befreit nicht von der schriftlichen Teilprüfung über das Stoffgebiet des vorangegangenen Moduls.

Absolvierung von 5 schriftlichen Teilprüfungen (z.B. multiple choice, mindestens 60% richtig beantwortet) über den Stoff des vorangegangenen Moduls

Verfassung von 2 schriftlichen Arbeiten zu vorgegebenen Themen

Verfassung, Präsentation und Verteidigung einer Diplom Arbeit

Für Studierende der Veterinärmedizin ist der Abschluss des Lehrganges an die Beendigung des Diplomstudiums Veterinärmedizin gebunden.

7. Inhalt und Ablauf:

In 6 Modulen, angeboten in Blockform, werden die Teilnehmer mit den Grundbegriffen der Physiotherapie bei Pferd und Kleintier unter Berücksichtigung tierspezifischer Verhaltensweisen vertraut gemacht.

Anatomie, Bewegungsphysiologie und Neurologie werden ebenso unterrichtet wie Massage, physikalische Modalitäten und Gerätekunde. Auf die objektive Evaluierung der erhobenen Befunde wird großer Wert gelegt, ebenso auf die praktische Durchführung aller vorgetragenen Themen. Die Teilnehmer werden die Möglichkeit haben, an modernen Geräten alle Therapieformen, sowohl an sich selbst als auch an Patienten, durchzuführen. Durch die Verfassung einer Diplomarbeit wird sich jeder Student mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung und der Präsentation des gewählten Themas auseinander setzen.

Folgende Themen werden unterrichtet:

funktionelle Anatomie, Physiologie der dynamischen Strukturen, Neurologie, Massage

Untersuchungsgang, Bewegungsbeurteilung, Biodynamik, Physiotherapeutische Evaluierung, Lahmheitsdiagnostik

Manuelle Therapien, Mobilisationen, Basisinformation über Geräte und Anwendungsverfahren, Bestrahlungstherapien

Anwendung von Strom, Ultraschall. Laser, Magnetfeld, Laufband, Unterwasserlaufband in Theorie und Praxis

Bewegungstechniken, Bewegungsprogramme, Zielsetzung in der Therapie, Hydrotherapie

 

8. Veranstalter und Organisator:

Veranstalter und Träger dieses Universitätslehrganges ist die Veterinärmedizinische Universität Wien, vertreten durch den Vizerektor für Lehre. Die Durchführung des Lehrganges erfolgt in Kooperation mit Fr. Dr. Sabine Mai, FTA für Physiotherapie und Rehabilitationsmedizin.

Der Vorsitzende des Senats:
o.Univ.Prof. Dr. Mathias Müller

 

59. Einteilung des Studienjahres 2004/2005

Einteilung des Studienjahres 2004/2005 und Termine

Wintersemester (WS)

Frist für die Bewerbung von ausländischen Staatsangehörigen

(Nicht EU-BürgerInnen), bzw.

Staatenlosen gemäß § 61 (4) UG2002

um Aufnahme bis längstens 01.09.2004

Voranmeldung per Internet für Erstzulassung: ab 1.7.2004

Allgemeine Zulassungsfrist 01.09. - 30.09.2004

Nachfrist (erhöhter Studienbeitrag) 01.10. - 30.11.2004

Semester- und Vorlesungsbeginn 01.10.2004

Weihnachtsferien 23.12.2004 - 06.01.2005

Semesterferien 01.02. - 28.02.2005

Zusätzliche Lehrveranstaltungszeit für geblockte Lehrveranstaltungen

01.02.2005 – 11.2.2005

21.02.2005 - 28.02.2005

Sommersemester (SS)

Frist für die Bewerbung von ausländischen Staatsangehörigen

(Nicht EU-BürgerInnen), bzw.

Staatenlosen gemäß § 61 (4) UG2002

um Aufnahme bis längstens 01.02.2005

Allgemeine Zulassungsfrist 01.02. - 28.02.2005

Nachfrist (erhöhter Studienbeitrag) 01.03. - 30.04.2005

Semester- und Vorlesungsbeginn 01.03.2005

Osterferien 21.03. - 03.04.2005

Pfingstferien (vorlesungs- & übungsfrei) 14.05. - 17.05.2005

Rektorstag (vorlesungs- & übungsfrei) 27.05.2005

Hauptferien 01.07.- 30.09.2005

Zusätzliche Lehrveranstaltungszeit für geblockte Lehrveranstaltungen

01.07. - 08.07.2005

29.08. - 30.09.2005

Der Vorsitzende des Senats:
o.Univ.Prof. Dr. Mathias Müller

 

Eigentümer und Herausgeber: Veterinärmedizinische Universität Wien
Verleger und Druck: Zentrale Verwaltung der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Ch. Schwabl, alle 1210 Wien, Veterinärplatz 1