Nachrichtenarchiv 2018

 

ANKÜNDIGUNG: FIWI an den Biofeldtagen in Donnerskirchen, 15.-16. Juni 2018

Logo der Biofeldtage 2018 [Link 1]

Von 15. bis 16. Juni 2018 finden am Bio-Landgut Esterhazy in Donnerskirchen, Burgenland, die ersten österreichischen Biofeldtage 2018 mit rund 150 Ausstellern und über 50 Vortragenden statt. Naturschutz-Experten führen Exkursionen, Forscher geben wissenschaftliche Poster-Präsentationen, Köche und Kräuterexperten zeigen nachhaltiges und gesundes Kochen in der Schauküche.

Einige Wildtierexperten vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Vetmeduni Vienna, werden mit Information zu aktuellen Projekten anwesend sein. Angeboten werden u.a. eine Exkursion zum Thema Niederwild (und andere Kleintiere) und neue Forschungsergebnisse zu Populationsdynamik und Klimaeffekten beim Wildschwein. 

Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, dem Land Burgenland und vielen Sponsoren unterstützt.

Veranstaltungsort

Bio-Landgut Esterhazy, Seehof 1, 7082 Donnerskirche

Das genaue Programm können Sie auf der Website des Veranstalters einsehen. 

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(Web-Redaktion, 29.5.2018)

 

Lange Nacht der Forschung: Citizen Science Marktplatz im Naturhistorischen Museum

Logo Lange Nacht der Forschung 2018 [Link 3]

„Mitdenken – Mitreden – Mitforschen: Mach mit bei wissenschaftlichen Projekten!" Spannende Forschungsprojekte mit Bürger/innenbeteiligung luden alle Interessierten ein, als Citizen Scientists die vielfältige Forschungslandschaft mitzugestalten.  Der Citizen Science Marktplatz bot an 13 Stationen zum Mitmachen die Möglichkeit, mehr über Forschungsprojekte namhafter Institutionen zu erfahren, bei denen Besucherinnen und Besucher als Citizen Scientists aktiv werden können.

Auch die Teams "Habichtskauz [Link 4]" und "StadtWildTiere [Link 5]" vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie waren wieder vertreten.  Zahlreiche Besucher nahmen das Angebot wahr.

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(Web-Redaktion, 5.4.2018)

 

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

In der Biomimetik versucht man Vorgänge in der Natur, etwa warum Bären nicht an chronischer Nierenkrankheit erkranken, zu entschlüsseln und für die Medizin nutzbar zu machen. (Foto: Georg Rauer)
Foto eines Braunbären im Wasser [Link 7]

Bewährte Strategien der Natur nachzuahmen und damit Lösungen für menschliche Herausforderungen zu suchen, macht Biomimetik zu einem innovativen Ansatz. Auch die medizinische Forschung kann davon profitieren, wie internationale ExpertInnen verschiedener Fachbereiche gemeinsam mit einer Wildtierärztin und Wildtierbiologen vom Department für Integrative Biologie und Evolution der Vetmeduni Vienna nun für die chronische Nierenkrankheit aufzeigen. Dafür wollen sie zukünftig Mechanismen untersuchen, die bei bestimmten Tierarten Muskeln, Organe und Knochen in  Extremsituationen, zum Beispiel während des Winterschlafs, schützen.

Der Artikel “Novel treatment strategies for chronic kidney disease: insights from the animal kingdom [Link 8]” von Peter Stenvinkel, Johanna Painer, Makoto Kuro-o, Miguel Lanaspa, Walter Arnold, Thomas Ruf, Paul G. Shiels und Richard J. Johnson wurde in Nature Reviews veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 19.2.2018)

 

Wenn Gänse die Heizung "zurückdrehen": Vögel optimieren Energieverbrauch mit Körpertemperatur und Herzschlagrate

Graugänse passen Körpertemperatur und Herzschlagrate an das jahreszeitliche Klima an und optimieren dadurch ihren Energieverbrauch. (Foto: Konrad Lorenz Forschungsstelle/Uni Wien)
Graugans Familie mit Jungen im Teich [Link 10]

Freilebende Graugänse passen ihre Körpertemperatur und Herzschlagrate an die jahreszeitlichen Erfordernisse an und optimieren so ihre Energiebilanz. Diese Forschungsergebnisse publizierte Walter Arnold vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna gemeinsam mit Claudia Wascher und Kurt Kotrschal von der Konrad Lorenz Forschungsstelle der Universität Wien aktuell in Scientific Reports. Im Winter "sparen" die Tiere ihre Energiereserven, um diese dann vor allem in die Fortpflanzung zu "investieren".

Der Artikel "Free-living greylag geese adjust their heart rates and body core temperatures to season and reproductive context [Link 11]" von Claudia Wascher, Kurt Kotrschal und Walter Arnold wurde in Scientific Reports veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 1.2.2018)

 

Säugetiere legen in der Kulturlandschaft kürzere Strecken zurück

Bei der Studie flossen die Daten verschiedener Säugetierarten ein. Unter anderem wurden auch die Daten der Forschung an der FIWI Abteilung Conservation Medicine über die Bewegungen von Wildeseln in der mongolischen Steppe erfasst. (Foto P. Kaczensky)
Galoppierende Wildeselherde in der Steppe [Link 13]

Im Durchschnitt gehen Säugetiere in stark vom Menschen veränderten Landschaften zwei- bis dreimal kürzere Strecken als in naturnahen, oder Wildnisgebieten. Diese Ergebnisse wurden heute von einem internationalen Team unter Mitwirkung von Petra Kaczensky vom Forschungsinstitu für Wildtierkunde und Ökologie (Abteilung Conservation Medicine) der Vetmeduni Vienna und Leitung des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und der Goethe-Universität Frankfurt, in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Es ist das erste Mal, dass dieses Thema auf globaler Ebene und für viele verschiedene Arten gleichzeitig untersucht wurde. Die AutorInnen betonen, dass diese Ergebnisse weitreichende Folgen für Ökosysteme und damit auch für die Gesellschaft haben können.

Die meisten Säugetiere sind täglich unterwegs, auf Nahrungssuche, um einen Partner zu finden oder auf der Suche nach einem Unterschlupf. Einige größere Säugetiere, wie z.B. Zebras, wandern in der Regel über längere Distanzen, während kleinere Säugetiere, wie Hasen, in der Regel kürzere Strecken zurücklegen. Das interdisziplinäre Forschungsteam hat nun gezeigt, dass das Ausmaß dieser Wanderbewegungen in vom Menschen veränderten Landschaften stark reduziert ist. In intensiv vom Menschen genutzten Gebieten legen Säugetiere nur halb bis ein Drittel der Entfernungen zurück die sie in naturbelassenen Gebieten bewältigen.

Der Artikel  ”Moving in the Anthropocene: Global reductions in terrestrial mammalian movements [Link 14]”  von Marlee A. Tucker et al. wurde am 25.1.2018  in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 26.1.2018)

 

Jagdhunde könnten versteckte Überträger der Infektionskrankheit Tularämie sein

Jagdhunde infizieren sich häufiger mit Tularämie-Erregern als gedacht. (Foto: Elli Winter/ moorhunde.de)
Jagdhund läuft mit einem Fasan im Maul [Link 16]

Tularämie, die auch als „Hasenpest“ bezeichnet wird, ist eine für Wildtiere, wie Hasen, Wildkaninchen oder Nagetiere, zumeist tödlich verlaufende Krankheit. Als Zoonose stellt sie jedoch auch für den Menschen ein hohes Gesundheitsrisiko dar.  Obwohl der Kontakt mit kontaminiertem Blut oder Fleisch JägerInnen zur Hochrisikogruppe macht, ist kaum untersucht, wie regelmäßig sich Jagdhunde anstecken. Vor allem bei Jagdhunden, die ähnlich wie Jägerinnen und Jäger, direkt mit infizierten Wildtieren, etwa beim Apportieren, in Kontakt kommen, ist die Frage berechtigt, wie regelmäßig sich gerade diese Vierbeiner mit den Erregern anstecken.

Ein Team von Forschenden um Annika Posautz vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna hat nun mit einer an österreichischen Hunden durchgeführten Blutuntersuchung und einer positiven Quote von sieben Prozent eine relevante Häufigkeit von Infektionen bestätigt. Damit könnte sich auch die Diskussion verstärken, ob sich hinter den meist symptomlosen Tieren ein zusätzliches Ansteckungsrisiko für den Menschen verbirgt. Diese Frage muss aber erst durch weitere Studien analysiert werden.

Der Artikel „Seroprevalence of Francisella tularensis in Austrian Hunting Dogs [Link 17]“ von Annika Posautz, Miklós Gyuranecz, Béla Dénes, Felix Knauer, Helmut Dier und Christian Walzer wurde in Vector-Borne and Zoonotic Diseases veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 19.1.2018)

  

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