Anjuli Barber mit Award of Excellence des BMWFW ausgezeichnet

Anjuli Barbers gewann mit ihrer PhD-Arbeit den Award of Excellence 2017. Im Bild von links: Univ.-Prof. Dr. Ludwig Huber, Dr. Anjul Barber, Mag. Dr. Iris Rauskala - Sektionsleiterin der Sektion VI (Foto: Willy Haslinger)

Preisverleihung Award of Excellence

Der Award of Excellence, der Staatspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft für die besten Dissertationen und PhD-Arbeiten, wurde 2017 an Anjuli Barber von der Abteilung für Vergleichende Kognitionsforschung des Messerli Forschungsinstitutes verliehen. Barber untersuchte für ihre Arbeit ob und wie Hunde menschliche Emotionen verarbeiten und unterscheiden können.

Seit 2008 verleiht das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (bmwfw) den mit 3000 Euro dotierten „Award of Excellence“ an die besten DissertantInnen und PhD-Studierenden Österreichs. An der Vetmeduni Vienna ging der Staatspreis 2017 an Anjuli Barber, eine PhD-Studentin der Abteilung für Vergleichende Kognitionsforschung des Messerli Forschungsinstitutes. Für ihre Arbeit, die von Ludwig Huber betreut und von den Wiener Wissenschafts-, Forschungs-, und Technologiefonds gefördert wurde, forschte sie an der Verarbeitung und Diskriminierung menschlicher Emotionen durch Hunde.

Der Hund hat in unserer heutigen Gesellschaft einen festen Platz an der Seite des Menschen. Daher ist es erstaunlich, dass Menschen noch immer wenig über die Emotionen dieser Tiere und deren Verständnis wissen. Erwiesen ist, dass das menschliche Gesicht für die Kommunikation mit dem Hund eine wichtige Rolle spielt. Wie Hunde emotionale Ausdrücke des menschlichen Gesichtes verarbeiten oder unterscheiden und ob sie auf diese reagieren, ist bislang jedoch unbeantwortet. Barber führte zur Beantwortung dieser Fragen Studien durch, in denen sie untersuchte, wie Hunde menschliche, emotionale Gesichter (freundlich, ärgerlich, traurig) betrachten und ob ihr physiologisches System (Herzfrequenz) auf diesen Stimulus reagiert.

Kontakt zum Menschen macht Unterschied aus

Durch den Vergleich zweier Hundegruppen (1. „normale“ Haushunde; 2. Hunde, die in einem Hunderudel mit limitiertem Kontakt zu Menschen leben) konnte sie zeigen, dass Betrachtung und Reaktion der Hunde auf menschliche Gesichter von den Lebensumständen des Hundes abhängig sind. Das enge Zusammenleben mit dem Menschen begünstigt die Betrachtung informativer Gesichtsregionen und hat zur Konsequenz, dass die Haushunde auf die Emotion des Menschen mit physiologischen Änderungen reagieren, die einer Form der Gefühlsansteckung gleichkommt. Die Lebensumstände eines Hundes haben demnach einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung von menschlichen Emotionen. Die Ergebnisse unterstreichen damit die Bedeutung einer intakten Hund-Mensch Beziehung und fördern ein stärkeres Bewusstsein hinsichtlich eines sensiblen Umgangs mit den vierbeinigen Weggefährten.

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Ergänzende Information

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