FIWI Jahresbericht 2015

Der Jahresbericht für das Jahr 2015 kann durch Klick auf das Bild heruntergeladen werden.
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2015

 

 


 

Aktuelles

 

DIPLOMAND/MASTER STUDENT/IN GESUCHT!

Wir suchen zwei motivierte Student/innen für Masterarbeiten zu den Themen "Erstellen einer Methode zur automatisierten Datenerhebung bei Wildschweinen im Freiland [Link 1]" und "Einfluss der Umwelt und der Reproduktion auf Stress beim Wildschwein [Link 2]".

Bitte die Links für mehr Information anklicken.

 

 

 

Citizen Science: Erste wissenschaftliche Publikation zum Projekt StadtWildTiere veröffentlicht

Der Fuchs ist ein häufig gesichteter Bewohner von Wiener Gärten und Parkanlagen. (Foto Archiv StadtWildTiere)
Fuchs auf einer Straße [Link 3]

Unser StadtWildTiere Team freut sich, dass die erste kurze Publikation zu den StadtWildTieren online ist.  Das Projektteam präsentiert erste Ergebnisse aus den 2015 begonnenen Projektarbeiten.  Öffentliche Parks, Gärten und anderen Grünflächen bieten Lebensräume für Füchse, Dachse und andere Säugetiere, und natürlich auch für Vögel, Reptilien und Amphibien.  Beeindruckende 3384 Wildtier Sichtungen wurden zwischen 27. Mai 2015 und 9. Februar 2016 über die Internet-Plattform [Link 4] des Projekts [Link ] gesammelt. 

Der Artikel „Where pathways cross: citizen science project StadtWildTiere in Vienna, Austria [Link 5]" von Richard Zink und Theresa Walter wurde OPEN ACCESS (für alle frei zugänglich) im online journal Frontiers veröffentlicht.

(Web-Redaktion am 9.9.2016)

 

Ein voller Bauch verjüngt den Siebenschläfer

Mit der DNA aus dem Speichel der Nager kann man über die Analyse der Telomerlänge auf das Zellalter rückschließen. Die kurzen Wach- phasen kosten den Zellen des Siebenschläfers Lebenszeit, die er durch ausreichendes Nahrungsangebot allerdings zurück- gewinnen kann. (Foto: Vetmeduni Vienna)
Junge Siebenschlaefer in der Nestbox [Link 6]

Der Winterschlaf galt bislang als das Geheimnis der vergleichsweise hohen Lebenserwartung von Siebenschläfern. Ein FIWI Forschungsteam konnte nun erstmals zeigen, dass für ein langes Leben üppige Mahlzeiten sorgen, wenn die Nager in der Aktivitätsphase im Sommer wach sind. Je mehr Nahrung zu dieser Zeit verfügbar ist, desto besser können Siebenschläfer das Altern ihrer Zellen kompensieren und ihnen sogar zusätzliche Lebenszeit verschaffen.

Wenn die Nahrungsverfügbarkeit zu schlecht ist, hält ein Siebenschläfer bis zu 11 Monate Winterschlaf, mit kurzen mehrstündigen Unterbrechungen um die Körperfunktionen aufrecht zu halten. In diesen kurzen Zeiträumen fressen und trinken die Tiere nichts und verlassen auch ihre unterirdische Schlafkammer nicht. Während der Phasen mit extrem reduziertem Stoffwechsel, auch Torpor genannt, ist auch die Teilung der Körperzellen auf ein Minimum verringert. Dies galt in der Wissenschaft bislang als eine Erklärung für die, verglichen mit ähnlich großen Säugetieren wie Mäusen, Ratten oder Eichhörnchen, hohen Lebenserwartung der Siebenschläfer.

Der Artikel „Telomere dynamics in free-living edible dormice (Glis glis): the impact of hibernation and food supply [Link 7]“ von Franz Hölzl, Jessica S. Cornils, Steve Smith, Yoshan Moodley und Thomas Ruf wurde im Journal of Experimental Biology veröffentlicht.

Mehr Info [Link 8]

(Web-Redaktion am 2.9.2016)

 

Im Zaun gefangen: Die Zunahme von Grenzzäunen in Eurasien erfordert ein Umdenken im Wildtiermanagement

Die Wanderbewegungen von Wildeseln in der Gobi werden durch Grenzzäune abgeschnitten. (Foto P. Kaczensky)
Foto von Wildeseln am Grenzzaun [Link 9]
Zäune können für Wildtiere tödliche Hindernisse darstellen. (Foto Dejan Kaps)
Foto eines toten im Zaun verfangenen Rothirschen [Link 10]

Zusammengenommen 35,000 - 30,000 Kilometer Drahtzaun und Schutzwälle sichern die Grenzen zahlreicher Länder in Osteuropa und Zentralasien. Diese Zäune töten Wildtiere die sich in ihnen verheddern, stellen Barrieren für saisonale Wildtierwanderungen dar, und verhindern den Austausch zwischen benachbarten Populationen. Die langfristige Konsequenz besonders für Arten mit großen Raumbedarf oder wandernden Alten sind eine verminderte Überlebensfähigkeit und geringere Flexibilität um z.B. auf den Klimawandel zu reagieren. Die Zunahme von Grenzzäunen zwingt uns daher die bisherigen grenz-übergreifenden Artenschutzmaßnahmen zu überdenken.

Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie präsentiert gemeinsam mit KollegInnen an diversen internationalen Forschungseinrichtungen erstmals eine Übersicht über die aktuelle Situation und die daraus entstehenden Herausforderungen auch für den Artenschutz.

Der Artikel "Border security fencing and wildlife: the end of the transboundary paradigm in Eurasia? [Link 11]" von Linnell, J.D.C., Trouwborst, A., Boitani, L., Kaczensky, P., Huber, D., Reljic, S., Kusak, J., Majic, A., Skrbinsek, T., Potocnik, H., Hayward, M.W., Milner-Gulland, E.J., Buuveibaatar, B., Olson, K.A., Badamjav, L., Bischof, R., Zuther, S. & Breitenmoser, U.   ist in der internationalen Zeitschrift PLoS Biology erschienen.

(Web-Redaktion am 22.6.2016)

 

Antibiotikaresistenzen in Wildtieren

In einem Mufflon wurden Antibiotika-resistente Bakterien gefunden. (Foto Petra Karstedt (User admin at tiermotive.de) CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons)
Foto eines Mufflons

Infektionen mit Antibiotika-resistenten Bakterien werden in der Medizin zum immer größeren Problem.  Aber nicht nur Menschen sind davon betroffen.  Forscher am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie haben gemeinsam mit KollegInnen von der Arbeitsgruppe für Klinische Mikrobiologie und Tierhygiene  europäische Mufflons auf die Präsenz resistenter Bakterien untersucht und wurden dabei fündig.  Da es sich dabei um wildlebende Mufflons handelte, die nicht durch Antibiotika behandelt worden waren, ist es wahrscheinlich, dass Wildtiere multi-resistenten Keime, wie z.B. die gefundenen  aus der Familie der Enterobacteriaceae,  aus ihrem natürlichen Umfeld, in dem sich auch Menschen regelmäßig aufhalten, aufnehmen.  Bereits davor hatte ein Team um Dr. Chris Walzer dokumentiert, dass sowohl ziehende Saatkrähen als auch die in Österreich ansässigen Aaskrähen multiresistente Keime in sich tragen.  Auch in vielen anderen untersuchten Wildtierarten wurden diese gefunden.  Der ORF hat darüber berichtet [Link 12].

Der Artikel "Characterization of ESBL- and AmpC-Producing and Fluoroquinolone-Resistant Enterobacteriaceae Isolated from Mouflons (Ovis orientalis musimon) in Austria and Germany [Link 13]" von Igor Loncaric , Christoph Beiglböck, Andrea T. Feßler, Annika Posautz, Renate Rosengarten, Chris Walzer, Ralf Ehricht, Stefan Monecke, Stefan Schwarz, Joachim Spergser und Anna Kübber-Heiss wurde im Mai 2016 in der internationalen Zeitschrift PLOS One veröffentlicht.

(Web-Redaktion am 10.6.2016)

 

Schüchterne Wildschweine sind manchmal die besseren Mütter

Bei ausreichendem Nahrungsangebot werden mehr Frischlinge von den schüchternen Bachen großgezogen. (Foto: Sebastian Vetter/Vetmeduni Vienna)
Foto von Bache mit Frischlingen [Link 14]

Die Persönlichkeit von Wildschwein-Müttern kann sich auf das Wohlergehen ihrer Jungen auswirken. Das hat ein Team vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna herausgefunden. In einer mehrjährigen Studie über die Strategien von Wildschweinen bei der Fortpflanzung haben Sebastian Vetter und KollegInnen untersucht, ob und unter welchen Umständen sich der Charakter der Wildschweine auf die Anzahl ihrer großgezogenen Jungen auswirkt. Das Ergebnis: Wenn ausreichend Nahrung zur Verfügung steht, ziehen scheue Wildschwein-Mütter mehr Frischlinge groß als risikofreudige und aggressive Bachen. Wird das Nahrungsangebot, wie zum Beispiel Eicheln, hingegen knapper, dann verschwindet der Vorteil für die scheuen Bachen.

Der Artikel „Shy is sometimes better: personality and juvenile body mass affect adult reproductive success in wild boars, Sus scrofa [Link 15]” von Sebastian G. Vetter, Constanze Brandstätter, Marie Macheiner, Franz Suchentrunk, Hanno Gerritsmann, Claudia Bieber wurde im Journal Animal Behaviour veröffentlicht.

Mehr Info [Link 16]

(Web-Redaktion am 3.6.2016)

 

Neues Buch über die wilden Verwandten der Pferde

Das neue Fachbuch "Wild Equids" ist eine umfassende Informationsquelle zu den wilden Verwandten der Pferde, wie den Zebras. (Foto: Petra Kaczensky/Vetmeduni Vienna)
Foto von Zebras im Wasser [Link 17]

Wildlebende Pferdeartige (Equiden) wie Zebras, Wildesel und Wildpferde sind eine bedrohte, aber wenig bekannte Gruppe der Einhufer. Hauspferd und Esel sind uns besser vertraut als ihre wilden Artgenossen, über die erstaunlich wenig bekannt ist. In ihrem aktuell erschienen Buch „Wild Equids“ fassen daher die AutorInnen Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna und Jason Ransom vom US National Park Service aktuelle, internationale Studienergebnisse von WildpferdeexpertInnen zusammen. Das Buch vernetzt Informationen über Verhalten, Lebensweise, Raumnutzung, Genetik mit Konzepten zu ihrem Schutz. Es hebt auch die Rolle des Menschen hervor und erklärt wichtige Schlüsselwörter, wie die unterschiedliche Interpretation von „wild“. Das englische Fachbuch ist aktuell im Johns Hopkins University Press Verlag erschienen.

Mehr Info [Link 18]

(Web-Redaktion am 1.6.2016)

 

"Wildwechsel" zum Hören

Die Sendereihe „Flaneur und Distel" von Radio FRO 105,0 begibt sich einmal im Monat auf wilde Streifzüge durch die Landschaft vor der Haustür.
Logo der Sendung Flaneur und Distel [Link 19]

Der Sender Radio FRO 105,0 [Link 20] hat im Rahmen der Sendereihe Flaneur und Distel [Link ] eine Sendung mit Wissenschaftern vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) produziert: über Wildtiere, die in die Stadt ziehen, Menschen, die sich dazu entschließen, im Bauwagen zu wohnen und Bären, die einen Anwalt haben.  Der Wildtierbiologe Richard Zink erklärt, warum sich Füchse, Dachse, Biber und Wildschweine zwischen Stadtpark, Wohnsiedlung und Schrebergarten wohl fühlen, und warum auch Stadttiere wild bleiben sollen. Tierfreunde ermuntert er, ihre Beobachtungen auf der Webseite Stadtwildtiere  [Link 21]zu melden und einzutragen.

Auch unser "Bärenanwalt" Georg Rauer erzählt in der Sendung von der Rückkehr der Braunbären in die österreichischen Wälder und von ihrem mysteriösen Verschwinden. Er beschreibt wie unterschiedlich die Charaktere der Bären sind und wie menschliches Fehlverhalten aus ihnen Problembären macht.

Erstmals ausgestrahlt wurde die Sendung am 9. Mai 2016 um 20:00, sie kann im Cultural Broadcasting Archive online [Link 22]  angehört werden.

(Web-Redaktion am 11.5.2016)

 

Ursprung der heutigen Dromedare entdeckt

Kamele werden seit jeher als Transportmittel in Wüstenregionen verwendet. Nun ist ihr Ursprung aufgeklärt (Foto: Raziq Kakar)
Foto einer Kamelkaravane [Link 23]
PNAS Cover der Ausgabe vom 14.6.2016 [Link 24]

Das renommierte Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“, kurz PNAS, hat für die Coverstory der aktuellen Ausgabe das Thema „Domestication and dispersal of Arabian camels“ und damit den wissenschaftlichen Artikel von Pamela Burger, Mitarbeiterin des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna, ausgewählt. Das Cover [Link 25] der Ausgabe ziert daher themengerecht, ein Kamel.

Einhöckrige Dromedare wurden über 3.000 Jahre als Transportmittel in Wüstenregionen genutzt. Bisher war unbekannt, in welcher Region der Mensch Dromedare domestizierte und welches Erbgut sich dabei durchsetzte. Einem Team um Pamela Burger gelang es nun, diese Wissenslücken zu füllen. Mit Proben von knapp 1.100 lebenden Dromedaren sowie von Knochenfunden wilder, einhöckriger Kamele konnten sie den Ursprung des domestizierten Dromedars auf der Südostküste der Arabischen Halbinsel festmachen. Die ForscherInnen bewiesen außerdem, dass das Dromedar im Gegensatz zu vielen andern Haustieren eine hohe genetische Vielfalt behalten hat. Dadurch haben Kamele den Vorteil, sich an widrige Umstände und Klimaveränderungen anzupassen.

Der Artikel “Ancient and modern DNA reveal dynamics of domestication and cross-continental dispersal of the dromedary” erschien im Fachjournal PNAS. [Link 26]  [Link ]

Mehr Information [Link 27]

(Web-Redaktion am 10.5.2016)

 

 

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Seminar am Wilheminenberg

Jeden Mittwoch im Semester findet das "Seminar am Wilhelminenberg" in unserem Haus statt, ein wissenschaftliches Kolloquium bei dem führende WissenschafterInnen aus aller Welt neueste Forschungsergebnisse präsentieren.

Seminarprogramm
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Begleitschreiben für Fallwild

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Das Begleitschreiben für Fallwild können Sie hier [Link ] runterladen.


 

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