DIPLOMAND/MASTER STUDENT/IN GESUCHT!

Wir suchen zwei motivierte Student/innen für Masterarbeiten zu den Themen "Erstellen einer Methode zur automatisierten Datenerhebung bei Wildschweinen im Freiland" und "Einfluss der Umwelt und der Reproduktion auf Stress beim Wildschwein".

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FIWI Jahresbericht 2015

Der Jahresbericht für das Jahr 2015 kann durch Klick auf das Bild heruntergeladen werden.
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2015

 

 


 

Aktuelles

 

Einladung zur Citizen Science Award Festveranstaltung

Logo Young Science [Link 1]

Das Bundeministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, gemeinsam mit der Österreichischen Austauschdienst-GmbH lädt herzlich zur diesjährigen Citizen Science Award Festveranstaltung am 13. Dezember 2016 um 17:00 Uhr im großen Festsaal der Universität Wien ein.

Von 1. April bis 30. September 2016 waren Interessierte eingeladen, an 10 Citizen-Science-Projekten mitzuforschen. Die engagiertesten Citizen Scientists werden nun durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und den wissenschaftlichen ProjektleiterInnen ausgezeichnet.  Auch das Projekt StadtWildTiere [Link 2] des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie ist mit von der Partie.  Für die Teilnahme am Festakt ist eine verbindliche Anmeldung [Link 3] bis spätestens 6. Dezember 2016 erforderlich.

(Web-Redaktion am 20.10.2016)

 

Schweifhaare geben Auskunft über Nahrungswahl von drei Pferdearten in der Wüste Gobi

In gleichmäßig wachsenden Haaren, wie den Schweifhaaren von Pferden, werden die Isotopenverhältnisse zum Zeitpunkt des Wachstums zudem wie in einem Archiv festgehalten. Daraus lassen sich wertvolle Informationen über die Ernährung und den Wasserhaushalt eines Individuums im Verlauf der Zeit abrufen (Foto: P. Kaczensky)
Foto von Przewalskipferden [Link 4]

Das erfolgreich in der Wüste Gobi ausgewilderte Przewalski-Wildpferd teilt sich seine Weidegründe mit Wildeseln und freilaufenden Hauspferden. Ein begrenztes Nahrungsangebot kann bei gleicher Nahrungswahl daher zu Futterkonkurrenz zwischen den Arten führen. Martina Burnik Šturm und KollegInnen vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna entschlüsseltem deshalb mit einer speziellen chemischen Analyse der Schweifhaare die jahreszeitlichen Ernährungsgewohnheiten der drei Pferdearten.

Bei der von Burnik Šturm und Kaczensky verwendeten chemischen Analyse werden sogenannte Stabile Isotope in den Schweifhaaren gemessen. Stabile Isotope sind unterschiedlich schwere Atome eines chemischen Elements mit gleicher Protonen- aber unterschiedlicher Neutronenzahl. Die lsotopenverhältnisse im Körpergewebe von Lebewesen sind eine Folge der lsotopenverhältnisse in der Umgebung und des eigenen Stoffwechsels. Die genaue Kenntnis der Ernährungsgewohnheiten von Przewalski Wildpferd und Khulan sind ein wichtiger Ansatzpunkt, um die Bedingungen im Schutzgebiet zu verbessern.

Der Artikel "Sequential stable isotope analysis reveals differences in dietary history of three sympatric equid species in the Mongolian Gobi [Link 5]" von Martina Burnik Šturm, Oyunsaikhan Ganbaatar, Christian C. Voigt, und Petra Kaczensky wurde im Journal of Applied Ecology veröffentlicht.

Mehr Info [Link 6]

(Web-Redaktion am 30.11.2016)

 

Zugang zu Wasser ist die treibende Kraft für Wildesel-Wanderbewegungen in der Wüste Gobi

Die Verfügbarkeit von Wasser scheint der Antrieb für die Langstrecken- wanderungen von asiatischen Wildeseln zu sein. (Foto © P. Kaczensky)
Wildesel am Wasserloch [Link 7]
Das Schutzgebiet "Great Gobi B" und seine Pufferzone in der Dschungarischen Wüste Gobi, Mongolei. Solide schwarze Linien zeigen Untersuchungs- Transekte und weiße Linien entsprechende Untersuchungs- Blöcke, die verwendet wurden, um Zählungsdaten entlang der Transekte zusammen- zufassen (Abb. 1).
Landkarte mit Wildeselwanderstrecken [Link 8]

In Gebieten mit spärlicher Vegetation wandern viele große Pflanzenfresser nicht saisonal, sondern zeigen wenig vorhersagbare, ganzjährige Langstreckenbewegungen. Die wenigen Studien, die untersucht haben, was solche Langstreckenbewegungenantreibt, deuten darauf hin, dass sie eine Reaktion auf das stark schwankende Nahrungsangebot sind. Asiatische Wildesel (Khulane) in der mongolischen Gobi sind sehr mobil und legen große Entfernungen zurück um Futter und Wasser zu finden. Unter der Leitung von Dejid Nandintsetseg analysierte eine Gruppe mongolischer und internationaler Wissenschaftler, darunter Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Zählungsdaten von sechs Jahren (siehe Abb. 1).  Diese Daten verschnitten sie mit zeitgleichen Fernerkundungs-Bildern der Vegetationsproduktivität und anderen Lebensraumvariablen um zu ermitteln wie stark diese die Lebensraumnutzung der Wildesel bestimmen.  

Obwohl sie feststellten, dass die Vegetationsproduktivität ein wichtiger Prädiktor für die Präsenz von Khulanen ist, schwankte das Nahrungsangebot weder innerhalb der Wachstumsperiode eines Jahres, noch zwischen den Wachstumsperioden der verschiedenen Jahre besonders stark.  Schwankungen im Nahrungsangebot sind also wenig wahrscheinlich der Antrieb der großräumigen Wanderbewegungen der Khulane.  Allerdings zeigt das Modell, dass die Wasserstellen in ihrer Ausdehnung stark schwanken und dass Khulane Lebensräume meiden, die mehr als 21 km von Wasserquellen entfernt sind. Zusammen mit zusätzlichen Daten von besenderten Khulanen deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass die Verfügbarkeit von geeigneten Wasserstellen die Wanderbewegungen der Khulane ganz maßgeblich beeinflusst. 

Ein wichtiges Ergebnis für Politiker und Naturschützer ist die Notwendigkeit, die funktionale Vernetzung von Wasserstellen in Trockenökosystemen wie der Gobi langfristig sicherzustellen. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die gesamte Bandbreite möglicher Antriebsmechanismen von nomadischen Wildtierbewegungen  identifizieren und verstehen zu können. 

Der Artikel Spatiotemporal habitat dynamics of ungulates in unpredictable environments: The khulan (Equus hemionus) in the Mongolian Gobi desert as a case study [Link 9] von Dejid Nandintsetseg, Petra Kaczensky, Oyunsaikhan Ganbaatar, Peter Leimgruber und Thomas Mueller wurde im November in der Zeitschrift Biological Conservation veröffentlicht 2016.

(Web-Redaktion am 29.11.2016)

 

Frischhaltekur der Zellen als Lebensversicherung des Siebenschläfers

Bei jungen Siebenschläfern bauen sich die Telomere noch, wie bislang erwartet, ab. Bei älteren Siebenschläfern verlängern sie sich jedoch wieder. Das könnte das lange Leben der Nager erklären. (Foto: J. Cornils/Vetmeduni Vienna)
Foto von Siebenschläfern in Nestbox [Link 10]

Die frei als Schutzkappen bezeichneten Telomere sind spezielle DNS-Sequenzen an den Enden eines Chromosoms. Gemeinsam mit Eiweißen schützen sie das Erbgut vor dem Abbau. Sind sie selbst aufgebraucht, wie nach vielen Zellteilungen, kann sich die Zelle nicht mehr teilen und stirbt in letzter Konsequenz ab. Telomere verkürzen sich allerdings nicht nur mit jeder Zellteilung in den normalen Körperzellen. Auch der sogenannte oxidative Stress, also das vermehrte Auftreten von schädlichen, freien Radikalen in einer Zelle, z. B.: durch Erkrankung und Umwelteinflüsse, spielt eine entscheidende Rolle bei ihrem Abbau. Bislang wurde die Verkürzung von Telomeren, den Schutzkappen des Erbgutes in den Zellen von Tieren, Pflanzen oder Pilzen, als eindeutiges biologisches Merkmal für Alterung und Lebenserwartung betrachtet. Die Telomerforschung beim Siebenschläfer (Glis glis) stellt diese Annahme nun auf den Kopf. Im Gegensatz zu Menschen und anderen Tieren nimmt die Telomer-Länge in Zellen älterer Siebenschläfer deutlich zu, wie Franz Hoelzl und andere Forschende vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna nun erstmals herausfanden.

Der Artikel „Telomeres are elongated in older individuals in a hibernating rodent, the edible dormouse (Glis glis) [Link 11]" von Franz Hoelzl, Steve Smith, Jessica S. Cornils, Denise Aydinonat, Claudia Bieber und Thomas Ruf wurde in Scientific Reports (Nature Publishing Group) veröffentlicht.

Mehr Info [Link 12]

(Web-Redaktion am 24.11.2016)

 

Menschliche Aktivitäten haben den größten Einfluss auf die Lebensraumnutzung der weltweit größten Populationen von Wildeseln und Kropfgazellen

Foto von Asiatischen Wildeseln [Link 13]
Die südliche Wüste Gobi der Mongolei ist ein ikonisches Ökosystem, in welchem die weltweit größten Populationen von asiatischen Wildeseln (oder Khulan) und Kropfgazellen leben. (Fotos © P. Kaczensky)
Foto von Kropfgazellen [Link 14]

Das mongolische Wüsten-Ökosystem der Gobi ist Lebensraum der weltweit größten Populationen von Asiatischen Wildeseln (Khulan) und Kropfgazellen.  Der Naturschutz sieht sich allerdings mit einigen Herausforderungen konfrontiert, welche sich aus einer rapiden Wirtschaftsentwicklung inklusive Bergbau und der damit einhergehenden Infrastruktur ergeben.  Daten über die Populationsgrößen der dort lebenden Huftiere sind knapp. In den vergangenen Jahren haben mongolische und internationale Forscher, darunter Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, versucht die Anzahl dieser Tiere auf einer Fläche von fast 79.000 km2 zu erfassen.

Unter der Leitung von B. Buuveibaatara bestätigen die Ergebnisse der Wissenschaftler, dass in der Wüste Gobi die größten Populationen von Khulanen und Kropfgazellen der Welt leben. Ihre Forschung deutet auch darauf hin, dass die Huftiere Bereiche von größerer menschlicher Präsenz oder Aktivität eher meiden. Auf der Grundlage von Lebensraummodellen, die die Wissenschaftler für beide Arten konstruiert haben, stellten sie fest, dass für die geografische Ausbreitung der beiden Arten menschlich assoziierte Faktoren wichtiger sind als Umgebungsvariablen. Diese Ergebnisse wurden durch Telemetrie-Daten von markierten Individuen bestätigt. Die Ergebnisse der Wissenschaftler sind für politische Entscheidungsträger, Manager und Industrie in hohem Maße relevant, um Maßnahmen zur Reduzierung der Auswirkungen des menschlichen Fußabdrucks auf mongolische Wildtiere zu planen.

Der Artikel Human activities negatively impact distribution of ungulates in the Mongolian Gobi [Link 15] von B. Buuveibaatara, T. Mueller, S. Strindberg, P. Leimgruber, P. Kaczensky, and T.K. Fuller wurde in der Zeitschrift Biological Conservation im November 2016 veröffentlicht.

Der Artikel Mongolian Gobi supports the world's largest populations of khulan Equus hemionus and goitered gazelles Gazella subgutturosa [Link 16] von B. Buuveibaatar, S. Strindberg, P. Kaczensky, J. Payne, B. Chimeddorj, G. Naranbaatar, S. Amarsaikhan, B. Dashnyam, T. Munkhzul, T. Purevsuren, D.A. Hosack und T.K. Fuller erschien in der Zeitschrift Oryx (First View am 21.6.2016).

(Web-Redaktion am 16.11.2016)

 

Sakerfalken: 64 Jungvögel in Brutsaison 2016 sind neuer Rekord

Trotz des neuerlichen Bruterfolgs ist der Sakerfalke in Österreich eine bedrohte Tierart. (Foto: © Richard Zink/Vetmeduni Vienna)
Foto eines jungen Sakerfalken [Link 17]
Im Zuge des Nisthilfeprogramms werden künstliche Nistplätze an Strommästen angeboten und von den Vögeln gut angenommen. (Foto: © Franz Kovacs)
Foto der Nistbox für Sakerfalken auf Strommasten [Link 18]

Mitte der 1970er-Jahre galt der Sakerfalke (Falco cherrug) in Österreich beinahe als ausgestorben. Der mittlerweile starke Aufwind für die positive Bestandsentwicklung ist auch auf die Montage von Nisthilfen auf Starkstrommasten zurückzuführen. Dies dokumentiert eine seit 2010 von Dr. Richard Zink vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna und BirdLife Österreich durchgeführte Brutzeiterhebung des Sakerfalken. Unterstützung findet das Projekt durch die Austrian Power Grid AG, die dieses finanziert und die Montage der Nisthilfen auf ihrem Leitungsnetz ermöglicht.

Die Brutsaison 2016 war in jeder Hinsicht ein Rekord für die Sakerfalken und ist eine Weiterführung der bisherigen Erfolgsgeschichte zum Erhalt des seltenen Greifvogels. 36 Brutpaare brachten 64 Jungvögel und damit 12 Jung-Falken mehr zur Welt als noch im Vorjahr.  Auch wenn ein positiver Bestandstrend klar erkennbar ist, gehört der Sakerfalke nach wie vor zu den gefährdeten Greifvogelarten Österreichs.

Mehr Info [Link 19]

(Web-Redaktion am 21.10.2016)

 

Neues Buch: Alpine Nature 2030 Creating [ecological] connectivity for generations to come

Das Buch Alpine Nature 2030 (ISBN 978-3-00-053702-8) ist im September 2016 erschienen. Für Ansicht oder Download auf das Foto klicken.
Buch Cover Alpine Nature 2030 [Link 20]

Ein neues Buch [Link ] zum Naturschutz im Alpenraum, an welchem Mitarbeiter des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie maßgeblich mitgearbeitet haben, unterstreicht die Themen und Ergebnisse der langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Netzwerk Alpiner Schutzgebiete ALPARC mit einer Vielzahl von Partnen aus den Alpenländern zur Festlegung umfassender, technischer, politischer und strategischer Grundsätze für die Durchführung des Naturschutz- und Landschaftsschutzprotokolls der Alpenkonvention.  Der Fokus dieser Zusammenarbeit liegt insbesondere auf der Schaffung eines Alpen-weiten ökologischen Netzwerks als Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in Europa.

Das Buch wurde bei der vierten AlpenWoche 2016, die im Oktober in Grassau/Achental (Deutschland) stattgefunden hat, erstmals präsentiert.  Zusätzlich zum Handbuch wurden drei Video Clips "Life needs connectivity- Three love stories"produziert, welche auf unterhaltsame Weise den "ökologischen Verbund" illustrieren.  Die Videos können Sie sich auf der ALPARC Youtube Plattform [Link 21] ansehen.

Mehr Info [Link 22]

(Web-Redaktion am 19.10.2016)

 

Erste wissenschaftliche Analyse der stabilen Isotope in Niederschlag in der mongolischen Wüste

Die stabilen Isotope im Bij Fluss und in anderen Gewässern der dschungarischen Gobi Steppe stehen nun auch in der internationalen Isotopen Datenbank zur Verfügung. (Foto Martina Burnik Sturm, Vetmeduni Vienna)
Foto des Flusses Bij in der Mongolei [Link 23]

Stabile Isotope (Atome desselben Elements mit der gleichen Anzahl von Protonen, aber einer unterschiedlicher Anzahl von Neutronen im Kern und damit mit unterschiedlichen Massen) zeichnen forensische Signale auf, die in großem Maßstab mit landschaftlichen Mustern verbunden werden können. Im letzten Jahrzehnt wurden die globalen Wasserstoff und Sauerstoff-Isotopenmuster von Niederschlägen zunehmend in Studien zur Wildtierbewegungen verwendet, aber auch in der Forensik, in der Lebensmittel-Authentifizierung und in Studien zur Rückverfolgbarkeit.   Allerdings gibt es derzeit Aufzeich- nungen der stabilen Isotopenzusammensetzung von Niederschlägen die über ein oder mehrere Jahre gehen nur für ein paar hundert Standorte weltweit.

Daten für die Mongolei sind besonders knapp;  für die Dschungarische Gobi gab es überhaupt keine bis Martina Burnik Šturm und Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie und KollegInnen diese Lücke schließen konnten, indem sie die ersten feldbasierte Daten aus dieser extrem trockenen Umgebung auf Wasserstoff- und Sauerstoffisotopenwerte der Niederschläge sowie Flüsse und verschiedene andere Gewässer sammelten und aufbereiteten.

Mehr Info [Link 24]

(Web-Redaktion am 14.10.2016)

 

Citizen Science: Erste wissenschaftliche Publikation zum Projekt StadtWildTiere veröffentlicht

Der Fuchs ist ein häufig gesichteter Bewohner von Wiener Gärten und Parkanlagen. (Foto Archiv StadtWildTiere)
Fuchs auf einer Straße [Link 25]

Unser StadtWildTiere Team freut sich, dass die erste kurze Publikation zu den StadtWildTieren online ist.  Das Projektteam präsentiert erste Ergebnisse aus den 2015 begonnenen Projektarbeiten.  Öffentliche Parks, Gärten und anderen Grünflächen bieten Lebensräume für Füchse, Dachse und andere Säugetiere, und natürlich auch für Vögel, Reptilien und Amphibien.  Beeindruckende 3384 Wildtier Sichtungen wurden zwischen 27. Mai 2015 und 9. Februar 2016 über die Internet-Plattform [Link 26] des Projekts [Link ] gesammelt. 

Der Artikel „Where pathways cross: citizen science project StadtWildTiere in Vienna, Austria [Link 27]" von Richard Zink und Theresa Walter wurde OPEN ACCESS (für alle frei zugänglich) im online journal Frontiers veröffentlicht.

(Web-Redaktion am 9.9.2016)

 

Ein voller Bauch verjüngt den Siebenschläfer

Mit der DNA aus dem Speichel der Nager kann man über die Analyse der Telomerlänge auf das Zellalter rückschließen. Die kurzen Wach- phasen kosten den Zellen des Siebenschläfers Lebenszeit, die er durch ausreichendes Nahrungsangebot allerdings zurück- gewinnen kann. (Foto: Vetmeduni Vienna)
Junge Siebenschlaefer in der Nestbox [Link 28]

Der Winterschlaf galt bislang als das Geheimnis der vergleichsweise hohen Lebenserwartung von Siebenschläfern. Ein FIWI Forschungsteam konnte nun erstmals zeigen, dass für ein langes Leben üppige Mahlzeiten sorgen, wenn die Nager in der Aktivitätsphase im Sommer wach sind. Je mehr Nahrung zu dieser Zeit verfügbar ist, desto besser können Siebenschläfer das Altern ihrer Zellen kompensieren und ihnen sogar zusätzliche Lebenszeit verschaffen.

Wenn die Nahrungsverfügbarkeit zu schlecht ist, hält ein Siebenschläfer bis zu 11 Monate Winterschlaf, mit kurzen mehrstündigen Unterbrechungen um die Körperfunktionen aufrecht zu halten. In diesen kurzen Zeiträumen fressen und trinken die Tiere nichts und verlassen auch ihre unterirdische Schlafkammer nicht. Während der Phasen mit extrem reduziertem Stoffwechsel, auch Torpor genannt, ist auch die Teilung der Körperzellen auf ein Minimum verringert. Dies galt in der Wissenschaft bislang als eine Erklärung für die, verglichen mit ähnlich großen Säugetieren wie Mäusen, Ratten oder Eichhörnchen, hohen Lebenserwartung der Siebenschläfer.

Der Artikel „Telomere dynamics in free-living edible dormice (Glis glis): the impact of hibernation and food supply [Link 29]“ von Franz Hölzl, Jessica S. Cornils, Steve Smith, Yoshan Moodley und Thomas Ruf wurde im Journal of Experimental Biology veröffentlicht.

Mehr Info [Link 30]

(Web-Redaktion am 2.9.2016)

 

 

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