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Characterization of the immunogenome in domestic, wild and extinct old world camelids - Details runterladen.


 

FIWI Jahresbericht 2016

Der Jahresbericht für das Jahr 2016 kann durch Klick auf das Bild heruntergeladen werden.
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2016

 

Aktuelles

 

Genetische Untersuchungen von paläontologischen, historischen und modernen Proben klaeren die evolutionaere Verwandschaftsbeziehungen in der Gruppe der Eurasischen Wildesel

Felsmalereien von Wildeseln [Link 1]
Asiatische Wildesel teilen sich seit langer Zeit den Lebensraum in Europa und Asien mit dem Menschen, doch die Verwandtschafts- beziehungen zwischen den verschiedenen Arten und Unterarten war bisher umstritten. Fotos (c) P. Kaczensky (südliche Gobi, Mongolei)
Foto von 3 Kulanen [Link 2]

Die Phylogenie (d.h. Evolutionsgeschichte von Organismen) der vermuteten Arten und Unterarten in der Gruppe der Eurasischen Wildesel ist bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts umstritten. Das Verbreitungsgebiet dieser in Europa und Asien einst weit verbreiteten Gruppe aus der Pferdefamilie ist inzwischen extrem geschrumpft und stark fragmentiert. Um die evolutionären und geschichtlichen Prozesse zu verstehen, die zur gegenwärtigen Verbreitung und genetischen Zusammensetzung der Gruppe der Eurasischen Wildesel geführt haben, ist es notwendig auch die Vergangenheit mit einzubeziehen. Forscherinnen und Forscher, darunter Petra Kaczensky und Chris Walzer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna haben die genetische Vielfalt und die Verwandtschaftsbeziehungen sowohl ausgestorbener als auch bestehender Populationen aus den letzten 100.000 Jahre untersucht.

Die ForscherInnengruppe untersuchte Proben von
paläontologischen, historischen und modernen Tieren aus Europa und Asien. Die Verwendung eines kurzen, hochvariablen Abschnitts des mitochondrialen Genoms erlaubte erstmals auch die Berücksichtigung der genetischen Informationen aus extrem schlecht erhaltenen paläontologischen Proben. Die daraus abzuleitenden Verwandtschaftsbeziehungen platzierten alle nicht-afrikanischen Wild-Esel in elf genetisch und geografisch klar abgegrenzte Gruppen (Claden). Die Ergebnisse widersprechen der gegenwärtigen taxonomischen Unterteilungen der Gruppe der Asiatischen Wildesel in bisher drei verschiedene Arten. Die neuen Daten platzieren sowohl den ausgestorbenen europäischen Wildesel (E. hydruntinus), sowie den Kiang, (E. kiang), innerhalb des Asiatischen Wildesels (Equus hemionus) und damit auf die gleiche Ebene wie die aktuell unterschiedenen Unterarten Dziggetai, Khur, Onager, Kulan und dem ausgestorbenen syrischen E. h. hemippus.

Das neue Verständnis der phylogeographischen Organisation des Asiatischen Wildesels ist eine wichtige Grundlage zur Klärung weiterer taxonomischer Fragen dieser bisher wenig untersuchten Equidenart. Auch Fragen zum ehemaligen Verbreitungsgebiet, dem Zusammenhang und Austausch von Individuen aus verschiedenen Populationen, und dem Einfluss von
Klimaveränderungen in der Vergangenheit können damit in einen neuen Kontext gebracht werden und dazu beitragen, Schutzstrategien für die verbleibenden Populationen des Asiatischen Wildesels zu verbessern.

Der Artikel “Taming the late Quaternary phylogeography of the Eurasiatic wild ass through ancient and modern DNA [Link 3]” wurde in der Zeitschrift  PLOS ONE veröffentlicht.

(Web-Redaktion am 26.4.2017)

 

Ein überraschender Unterschied in der Prävalenz der Amyloidkrankheit in zwei wildlebenden Feldhasenpopulationen

Feldhase (Lepus europaeus), Foto von Jean-Jacques Boujot -CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons
Foto eines Feldhasen [Link 4]

Amyloidose ist eine Gruppe von Krankheiten, in denen sich aufgrund von Protein-Fehlfaltungen im Gewebe abnorme Proteine, bekannt als Amyloid-Fibrillen, aufbauen. Amyloid-Protein kann sich in vielen Teilen von menschlichen und tierischen Körpern ansammeln und das Funktionieren der verschiedenen Organe beeinträchtigen. Die systemische Amyloidose wurde noch nicht oft in europäischen Feldhasen beschrieben. Ein Team von Wildtierpathologen unter der Leitung von Annika Posautz vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna hat insgesamt 594 Hasen aus verschiedenen Populationen in Niederösterreich und Norddeutschland (auf der Insel Pellworm) sowie in Gehegen gehaltene Hasen am FIWI untersucht. Sie führten eine Pathohistologie aller Organe und eine Immunhistochemie durch. Sie fanden heraus, dass 22% der niederösterreichischen Population unterschiedliche Grade von Amyloidablagerungen zeigte, aber nur 5,4% der Pellworm-Population, und keiner der gefangenen gezüchteten Hasen. Leber, Milz, Nieren und bei einigen Tieren der Dünndarm waren betroffen. Keines der betroffenen Tiere zeigte klinische Anzeichen einer Erkrankung vor dem Tod. Der Gesundheitszustand der beiden freilebenden  Hasenpopulationen unterschied sich nicht wesentlich genug, um den Unterschied in der Amyloid-Prävalenz zwischen ihnen zu erklären. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um zu eruieren, ob unterschiedliche Umweltbedingungen wie Klima, Lebensraum und Nähe zu Vieh und Wildvögeln die Entwicklung der Erkrankung beeinflussen können.

Der Artikel “Different population – different prevalence or, what is going on in the European brown hare (Lepus europaeus) [Link 5]” von Annika Posautz, Anna Kübber-Heiss (FIWI) und Per Westermark (Department of Immunology, Genetics and Pathology, Uppsala University) wurden in der Zeitschrift Amyloid veröffentlicht.

(Web-Redaktion am 25.4.2017)

 

Risiko der Übertragung heimischer Parasiten durch Marderhunde ist höher als durch Waschbären

Marderhunde sind näher verwandt mit heimischen Füchsen und stellen somit das größere Risiko als Überträger von Parasiten wie dem Fuchsbandwurm dar. (Foto: Tanja Duscher/Vetmeduni Vienna)
Foto eines Marderhundes [Link 6]

Die in Europa stetig wachsende Zahl von Waschbär und Marderhund rückt die beiden Neozoen auch als Wirte für Krankheitserreger in den Fokus von Parasitologen. Ein Forschungsteam der Vetmeduni Vienna analysierte nun Proben der beiden Wildtiere in Österreich. Der mit dem Fuchs näher verwandte Marderhund dient als zusätzlicher Überträger heimischer Parasiten, wie dem Fuchsbandwurm oder Trichinen, also auch für den Menschen relevanten Krankheiten, neben dem heimischen Fuchs dar. Der Waschbär ist dagegen aufgrund seiner ursprünglichen Herkunft aus Gehegehaltung noch weitgehend frei von gefährlichen Parasiten. Der Artikel "The raccoon dog (Nyctereutes procyonoides) and the raccoon (Procyon lotor)—their role and impact of maintaining and transmitting zoonotic diseases in Austria, Central Europe [Link 7]" der Forscher und Forscherinnen vom Institut für Parasitologie, vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, und von der AGES wurde in der Fachzeitschrift Parasitology Research veröffentlicht. 

Mehr Info [Link 8] 

(Web-Redaktion am 06.04.2017)

 

ALPBIONET2030 – Schutz für den Alpenraum

Das Projekt ALPBIONET2030 soll zukünftig Strategien zum Schutz der Ökosysteme und Artenvielfalt liefern und unterstützen. (Foto: Karin Svadlenak-Gomez)
Foto vom Lech Fluss bei Weissenbach [Link 9]

Schutzgebiete und damit zusammenhängende Naturachsen – Landschaften, die Wildtiere durchqueren können – bilden als "ökologischer Verbund" die Grundlage für den Schutz von Lebensraum und Artenvielfalt in den Alpenregionen. Solche überregionale Natur-Netzwerke erhalten nun durch das Projekt ALPBIONET 2030, das von der Europäischen Union gefördert wird, zusätzliche Unterstützung. In unterschiedlichen Arbeitspaketen sollen zukünftig Voraussetzungen zur Umsetzung ökologischer Verbundmaßnahmen und nationaler Biodiversitätsstrategien im gesamten Alpenraum verbessert werden. Die Abteilung Conservation Medicine des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna übernimmt dabei die Leitung des Arbeitspakets zur Analyse und Verbesserung alpiner Wildtiermanagement-Strategien, sowie der Erarbeitung von standardisierten forensischen Methoden, die bei der Bekämpfung von wildtierbezogener Kriminalität hilfreich sein sollen.

Mehr Info im Newsartikel der Vetmeduni [Link 10]

Interne Projekt Website [Link 11]

(Web-Redaktion am 14.03.2017)

 

Neues FWF Projekt zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren und saisonaler Anpassung

Eine Hirschkuh wartet am Eingang der automatischen Fütterungsstation (Foto M. Habe)
Foto einer Hirschkuh am Futterautomaten [Link 12]

Kürzlich ist das neue vom FWF finanzierte Forschungsprojekt "Mehrfach ungesättigte Fettsäuren und saisonale Anpassung [Link 13]" angelaufen.   Bedeutende saisonale Veränderungen der Stoffwechselintensität und der Körpertemperatur scheinen bei Säugetieren und Vögeln weitverbreitet zu sein, ebenso wie die damit verbundene Anpassung der Zellmembranen. Die spezifischen Effekte mehrfach ungesättigter Fettsäuren legen nahe, dass die Fettsäurenzusammensetzung von Zellmembranen sich saisonal verändert, weitgehend unabhängig von der direkten Zufuhr essentieller Fettsäuren mit der Nahrung.  In der aktuellen Studie werden die Effekte essentieller Fettsäuren auf die saisonale Anpassung von Rothirschen untersucht. 

Das Projekt wird geleitet von Univ.Prof. Dr. Walter Arnold, Leiter des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie. 

(Web-Redaktion am 10.02.2017)

 

Neues FFG Projekt zur Thermoregulation beim Wildschwein soll wichtige Erkenntnisse für das Wildtiermanagement in Zeiten des Klimawandels bringen

Säugende Wildschweinbache mit Frischlingen (Foto Sebastian Vetter)
Foto einer Bache mit Frischlingen [Link 14]

Ein neues von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG finanziertes Forschungsprojekt soll helfen, die Populationsdynamik von Wildschweinen in Zeiten des Klimawandels besser zu vestehen.  Das Projekt "Wildtiermanagement im Klimawandel: Untersuchungen zur Thermoregulation beim Wildschwein [Link 15]" untersucht wie sich die Körpertemperatur von Wildschweinen im Jahreszyklus verändert. Zudem wird analysiert wie sich extreme Hitzeperioden oder Kälteeinbrüche auf die Körpertemperatur auswirken.  Auch der Effekt des Energiehaushaltes auf das Überleben und die Reproduktion soll erfasst werden.  Gleichzeitig beobachten die Forscherinnen und Forscher Verhaltensanpassungen und Aktivitätsmuster der Wildschweine unter verschiedenen klimatischen Bedingungen.  Als langfristiges Ziel sollen die gewonnenen Ergebnisse aus dieser Grundlagenforschung als Basis für eine Entwicklung von Managementstrategien dienen.

Das Projekt wird geleitet von Dr. Claudia Bieber vom Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie. 

(Web-Redaktion am 09.02.2017)

 

Citizen Science Awards 2016 für DachsSpurenSuche

Füchse, Hasen, Dachse - immer mehr typische Waldbewohner siedeln sich in Wien und Umgebung an. Das Projekt "StadtWildTiere" dokumentiert Tierbeobachtungen und legt mit "DachsSpurenSuche" seinen aktuellen Schwerpunkt auf Dachse in und rund um Wien. (Foto BadgerHero via Wikimedia Commons)
Foto eines jungen Dachses [Link 16]

Am 13. Dezember 2016 wurden im festlichem Ambiente des großen Festsaals der Universität Wien die Citizen Science Awards 2016 vergeben. Auch das Projekt StadtWildTiere [Link 17] war mit seiner DachsSpurenSuche [Link 18] mit dabei und konnte die engagiertesten MelderInnen ehren.  Im Rahmen des Projektes wurden Meldungen von Citizen Scientists mit anderen wissenschaftlichen Methoden wie z. B. Fotofallenmonitoring und Transektkartierungen kombiniert, um Aussagen und Analysen über Vorkommen und Verbreitung von Säugetieren im urbanen Raum zu ermöglichen.  Dem Dachs ist in den Jahren 2016 und 2017 ein Forschungsschwerpunkt gewidmet.

Wir bedanken uns bei allen Melderinnen und Meldern, die dem Projekt StadtWildTiere zahlreiche Dachssichtungen zukommen ließen. Ein großes Dankeschön geht auch an den Österreichischen Austauschdienst mit dem Zentrum für Citizen Science [Link 19], der uns die Teilnahme am Citizen Science Award ermöglichte.

Mehr Info [Link 20]

(Web-Redaktion am 19.12.2016)

 

 

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Jeden Mittwoch im Semester findet das "Seminar am Wilhelminenberg" in unserem Haus statt, ein wissenschaftliches Kolloquium bei dem führende WissenschafterInnen aus aller Welt neueste Forschungsergebnisse präsentieren.

Seminarprogramm
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Begleitschreiben für Fallwild

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Das Begleitschreiben für Fallwild können Sie hier [Link ] runterladen.


 

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