Das Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität  ist ein biologisches Forschungsinstitut das sich dem Studium tierischen Verhaltens (Ethologie) widmet. Seit Frühjahr 2015 ist es außerdem Sitz der Österreichischen Vogelwarte/Austrian Ornithological Centre (AOC).

Foto des KLIVV Geländes
 

Aktuelles

 

Mit A-MUD Mäusegesang automatisiert und fehlerfreier auf die (Ton-) Spur kommen

Mit einer neuen, automatisierten Methode kann der komplexe Gesang von Mäusen zukünftig schneller und fehlerfreier entschlüsselt werden. (Foto: Vetmeduni Vienna)
Maus im Labor [Link 1]

Mäuse haben ein bemerkenswertes Tonrepertoire über fünf Oktaven, das sie beliebig anordnen können. Die meisten Tonmuster liegen jedoch im Ultraschallbereich und sind für uns Menschen unhörbar. Die Analyse aufgezeichneter „Mäuselieder“ kann allerdings wichtige Informationen über ihr Sozialverhalten oder für die Erforschung neuropsychischer Krankheiten liefern. Bislang wurden die Aufnahmen hauptsächlich manuell ausgewertet. Ein Team um Sarah Zala vom Konrad-Lorenz Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna entwickelte nun eine Formel zur automatisierten Erkennung der komplexen Tonmuster, die gleichwertige Ergebnisse wie die manuelle Analyse liefert. Im Vergleich mit einer kommerziellen Lösung ist das in PLOS ONE veröffentlichte und frei zugängliche Tool außerdem weniger fehleranfällig.

Der Artikel „Automatic mouse ultrasound detector (A-MUD): A new tool for processing rodent vocalizations [Link 2]“ von Sarah Zala, Doris Reitschmid, Anton Noll, Peter Balazs und Dustin J. Penn wurde in PLOS ONE veröffentlicht.

Mehr Info [Link 3]

(Web-Redaktion, 8.9.2017)

 

Johanna Painer gewinnt den Ippen Young Scientist Award 2017

Wildtierspezialistin Johanna Painer wurde mit dem diesjährigen Ippen Young Scientist Award ausgezeichnet. (Foto: Vetmeduni Vienna)
Foto der Tierärztin Johanna Painer mit einem Braunbären in Narkose [Link 4]

Der Ippenpreis der European Association of Zoo and Wildlife Veterinariens für JungwissenschafterInnen wurde 2017 an Johanna Painer vergeben. Die Tiermedizinerin vom Department für Integrative Biologie und Evolution der Vetmeduni Vienna erhielt die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre bisherigen Leistungen im Bereich Wildtiermedizin. Der Preis erinnert an den renommierten Wildtierpathologen und Mitbegründer der internationalen Konferenz über Krankheiten von Zoo- und Wildtieren, Rudolf Ippen.

Johanna Painer studierte Veterinärmedizin an der Vetmeduni Vienna und spezialisierte sich auf den interdisziplinären Fachbereich Conservation Medicine. Die Spezialgebiete der Internistin sind Ultrasonographie, die Untersuchung von Gewebe mittels Ultraschall, Narkosen bei Wildtieren und Reproduktionsmanagement für Großkatzen, Paarhufer, Bären, Affen und große Pflanzenfresser. Sie hat in vielen Wildtierprojekten mitgearbeitet und engagiert sich gegen Wildtierkriminalität und den illegalen Tierhandel.

Derzeit ist sie als Tierärztin und Wissenschaftlerin in der Arbeitsgruppe des Tiermedizin-Teams am Department für Integrative Biologie und Evolution der Vetmeduni Vienna beschäftigt.  Dort ist sie für eine Vielzahl von tierärztlichen, klinischen und forschungsbezogenen Aufgaben verantwortlich, sowohl große Carnivoren, als auch wildlebende Huftiere, Wildschweine, kleine Winterschläfer und Vögel betreffen.Ihr aktueller Forschungsschwerpunkt liegt auf der Biomimik der Nieren von Tieren und Menschen. Mit einem Team von Human- und Veterinärklinikern, sowie Biologen versucht Painer Synergien zwischen Veterinär- und Humanmedizin zu finden.

Erinnerung an Rudolf Ippen

Der Ippen Young Scientist Award [Link 5] wird gemeinsam vom Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und der European Association of Zoo and Wildlife Veterinarians bei einer jährlichen Fachkonferenz vergeben. Der Preis soll an den Tiermediziner und Pionier der Wildtierpathologie Dr. Rudolf Ippen erinnern, der 2009 verstorben ist. Die Auszeichnung wird an JungwissenschafterInnen aus den Bereichen Wildtiermedizin, Conservation Medicine und Zootiermedizin vergeben, wenn ihre Publikationsleistung eine vielversprechende Karriere in diesen Fachbereichen dokumentiert.

(Web-Redaktion, 13.7.2017)

 

Vetmeduni Vienna Tag der offenen Tür 2017 am 10.6.

Viele Wissenschafter und Wissenschafterinnen sowie Studierende unseres Departments standen Besuchern Rede und Antwort. (Foto K. Svadlenak/Vetmeduni Vienna)
Foto der Informationsstände des Dept.5 am Tag der offenen Tür 2017 [Link 6]

Besucherinnen und Besucher konnten am Tag der offenen Tür hinter die Kulissen der Veterinärmedizinischen Universität Wien blicken.  Auch von den beiden Forschungsinstituten des Departments für Integrative Biologie und Evolution wurden wieder viele spannende Wildtier-relevante Themen präsentiert.  Zusätzlich zu unserem Infostand konnten sich Besucher zum Speed-Dating mit unseren ForscherInnen  ins Science Café [Link 7] begeben.  Dort erklärten WissenschafterInnen z.B. alles über Dromedare und Trampeltiere,  Farben im Tierreich, oder über "Kobolde der Nacht" .  Zudem konnten junge Besucher mit unserem Team allerlei Tierisches zeichnen und basteln.

Das gesamte Programmheft  [Link 8]gibt es über den weiterführenden Link.

(Web-Redaktion, 12.6.2017)

 

Fußgeruch mit Signalwirkung

Grafische Zusammenfassung. Die Studie zeigt, dass Braunbären Pedaldrüsen haben, die einen spezifischen und sexuell dimorphen Duft erzeugen und Verhaltensmuster im Zusammenhang mit der Pedalmarkierung zeigen. (Zeichnungen Katarzyna Chrząścik. Für Scientific Reports 7, Artikel Nummer 1052, Fig.4)
Graphische Darstellung der Studie zu Bärenfüßen [Link 9]

Braunbären wandern in der Wildnis weite Strecken und sind dabei nicht territorial  Sie verbreiten allerdings offenbar Geruchssignale via Fußabdruck.  Das haben nun Forschende aus Polen, Spanien und Österreich herausgefunden.  Sie entdeckten in den Schweißdrüsen der Bärentatzen 26 verschiedene chemische Komponenten, wobei 6 davon ausschließlich bei den Männchen aufgefunden wurden.  Die Bären legen außerdem von Zeit zu Zeit eine besondere Gangart ein, eine Art „Markierungstanz“, bei dem sie tiefe Fußabdrücke erzeugen.  Die WissenschaftlerInnen schließen daraus, dass der Fußgeruch in der Bärenwelt zur Kommunikation zwischen artgleichen Individuen dient, wobei der Geruch eine olfaktorische und der Fußabdruck selbst eine visuelle Nachricht darstellen könnte.  Chemische Signale gibt es auch bei vielen anderen Säugetieren.  Sie können Information über Identität, Geschlecht, Territorium, sozialen Status, Reproduktionsbereitschaft oder Gruppenzugehörigkeit ausdrücken.  Zusätzlich zu ihren Fußsohlen verwenden Bären auch andere Methoden, um ihren Geruch zu hinterlassen, wie z.B. das Reiben an Bäumen.  Der Markiergang wurde besonders zur Paarungszeit häufig beobachtet.  Es ist daher wahrschienlich, dass er auch dazu dient, weiblichen Bären Auskunft über die Attraktivität möglicher Partner zu geben.

Geleitet wurde die Studie von Agnieszka Sergiel und Nuria Selva von der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Johanna Painer vom Department für Integrative Biologie und Evolution hat die Bärenproben zur histologischen Untersuchung beschafft.

Der Artikel “Histological, chemical and behavioural evidence of pedal communication in brown bears [Link 10]” von Agnieszka Sergiel, Javier Naves, Piotr Kujawski, Robert Maślak, Ewa Serwa, Damián Ramos, Alberto Fernández-Gil, Eloy Revilla, Tomasz Zwijacz-Kozica, Filip Zięba, Johanna Painer & Nuria Selva wurde in Scientific Reports veröffentlicht.

Hier können Sie ein kurzes Video [Link 11] zur Studie sehen.

(Web-Redaktion am 23.5.2017)

 

Nachrichtenarchiv... [Link 12]

 

Kontakt

Savoyenstraße 1a, A-1160 Wien
Tel:   +43 (1) 25077-7900
Fax:  +43 (1) 25077-7941
Email KLIVV [Link 13]

Anfahrt [Link 14]


 

Vogelring gefunden? / Recovered a bird ring?

 

 

Bitte melden Sie uns Ihren Ringfund hier [Link 15].

Please report your recovery here [Link ].


 
 

Seminar am Wilheminenberg

Jeden Mittwoch im Semester findet das "Seminar am Wilhelminenberg" in unserem Haus statt, ein wissenschaftliches Kolloquium bei dem führende WissenschafterInnen aus aller Welt neueste Forschungsergebnisse präsentieren.

Seminarprogramm


 

Intern [Link 16]


 

Zur Startseite [Link 17]