Das Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität  ist ein biologisches Forschungsinstitut das sich dem Studium tierischen Verhaltens (Ethologie) widmet. Seit Frühjahr 2015 ist es außerdem Sitz der Österreichischen Vogelwarte/Austrian Ornithological Centre (AOC).

 
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Aktuelles

 

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

In der Biomimetik versucht man Vorgänge in der Natur, etwa warum Bären nicht an chronischer Nierenkrankheit erkranken, zu entschlüsseln und für die Medizin nutzbar zu machen. (Foto: Georg Rauer)
Foto eines Braunbären im Wasser [Link 8]

Bewährte Strategien der Natur nachzuahmen und damit Lösungen für menschliche Herausforderungen zu suchen, macht Biomimetik zu einem innovativen Ansatz. Auch die medizinische Forschung kann davon profitieren, wie internationale ExpertInnen verschiedener Fachbereiche gemeinsam mit einer Wildtierärztin und Wildtierbiologen vom Department für Integrative Biologie und Evolution der Vetmeduni Vienna nun für die chronische Nierenkrankheit aufzeigen. Dafür wollen sie zukünftig Mechanismen untersuchen, die bei bestimmten Tierarten Muskeln, Organe und Knochen in  Extremsituationen, zum Beispiel während des Winterschlafs, schützen.

Der Artikel “Novel treatment strategies for chronic kidney disease: insights from the animal kingdom [Link 9]” von Peter Stenvinkel, Johanna Painer, Makoto Kuro-o, Miguel Lanaspa, Walter Arnold, Thomas Ruf, Paul G. Shiels und Richard J. Johnson wurde in Nature Reviews veröffentlicht.

Mehr Info [Link 10]

(Web-Redaktion, 19.2.2018)

 

3. BeringerInnen-Tagung

Das Team der Österreichischen Vogelwarte mit Prof. Bairlein (Foto: Stefan Graf)
(Zum Vergrößern Bild anklicken)
Teambild der Vogelwarte mit Prof. Bairlein [Link 11]

Tolle Gastvorträge und zahlreiche TeilnehmerInnen

Am Samstag den 27. Jänner 2018 lud die Österreichische Vogelwarte/Austrian Ornithological Centre (AOC) [Link 12] bereits zum dritten Mal zur jährlichen BeringerInnen-Tagung ein. Über 40 Vogel-BeringerInnen und Interessierte aus ganz Österreich nahmen an der Veranstaltung in Wien teil und genossen ein abwechslungsreiches Programm. Ein besonderes Highlight war dabei der Gastvortrag von Prof. Franz Bairlein, Direktor des Instituts für Vogelforschung [Link 13] Vogelwarte Helgoland und selbst renommierter Beringer, der die Tagung mit einem eindrucksvollen Vortrag über den Vogelzug des Steinschmätzers eröffnete. Zusätzlich zu den Präsentationen der Österreichischen Vogelwarte über deren Tätigkeit, Programme und Konzepte stellten auch einige BeringerInnen ihre aktuellen Projekte vor. Die ganztägige Veranstaltung ließ den angehenden und erfahrenen BeringerInnen außerdem genügend Zeit, sich mit nationalen und internationalen KollegInnen, mit VertreterInnen diverser Naturschutzabteilungen und mit Mitgliedern von BirdLife Österreich [Link 14] zu vernetzen.

Das Team der Österreichischen Vogelwarte bedankt sich bei den Gastvortragenden sowie den heuer besonders zahlreichen TeilnehmerInnen für die gelungene Veranstaltung!

(Web-Redaktion, 6.2.2018)

 

Warum Buntbarsche gemeinsam ihren Nachwuchs aufziehen

Buntbarsche im Tanganjika See (Foto Stefanie Schwamberger)
Ein Schwarm Buntbarsche im Tanganjika See [Link 15]

Nicht nur Menschen setzen in einer Umwelt voller Gefahren auf Kooperation statt Konkurrenz, auch Fische und andere Tiere legen solches Verhalten zu Tag.  Dazu gehört auch die Versorgung ihres Nachwuchses.   Die junge Wissenschafterin Filipa Cunha Saraiva (27) beschäftigt sich mit der evolutionären Basis von der sogenannten kooperativen Fortpflanzung (cooperative breeding).  In diesem Sozialsystem betreuen neben den Eltern auch andere Gruppenmitglieder die Jungen.  Am Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung untersucht die Forscherin unter welchen ökologischen Umständen zwei Buntbarsch-Arten aus dem Tanganjika See kooperativ, bzw. "traditionell" (nur die Eltern) ihre Jungen aufziehen.  Verschiedene Werte des Hormons Oxytocin in den beobachteten Arten könnten dabei eine Rolle spielen.  Die Resultate ihrer Forschung könnten auch helfen, den Ursprung kooperativer Systeme in Säugetieren besser zu verstehen.

Standard Artikel zum Thema [Link 16]

(Web-Redaktion, 16.1.2017)

 

Welche "Lieder" Mäuse singen hängt vom Empfänger ab

Hausmäuse passen ihre Gesänge dem Geschlecht des Empfängers an (Foto K. Thonhauser)
Hausmäuse im Labor [Link 17]

Hausmäuse emittieren Ultraschallvokalisationen, die überraschend komplex sind und Merkmale von Vogelstimmen haben.  Ihre Funktionen sind nicht gut verstanden. Frühere Studien haben gemischte Beweise dafür geliefert, ob es beim Mauslied Geschlechtsunterschiede gibt, obwohl die Vokalisierungsrate oder andere Merkmale davon abhängen können, ob potentielle Empfänger vom gleichen oder vom anderen Geschlecht sind. Forschende am Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung zeichneten die Lieder von erwachsenen Hausmäusen auf und verglichen die Lautäußerungen von Männchen und Weibchen als Antwort auf eine "Reizmaus" des gleichen oder des anderen Geschlechts. Sie fanden hohe individuelle Variation, und insgesamt keine Unterschiede in den Vokalisationsraten zwischen den Geschlechtern, aber Mäuse sangen mit einer höheren Rate und höheren Frequenzen wenn sie sich Mäusen des anderen Geschlechts gegenüber befanden.  Die Forscherinnen und Forscher beobachteten aber auch eine Tendenz zu höheren Amplituden bei Männchen, wenn ihnen ein männlicher Reiz präsentiert wurde. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Mäuse die Rate und Häufigkeit von Lautäußerungen abhängig von dem Geschlecht potentieller Empfänger modulieren.

Der Artikel "Sex-dependent modulation of ultrasonic vocalizations in house mice (Mus musculus musculus) [Link 18]" von Sarah M. Zala, Doris Reitschmidt, Anton Noll, Peter Balazs und Dustin J. Penn  wurde im Dezember 2017 in der Zeitschrift PLOS One publiziert.

ORF Artikel zum Thema [Link 19]

(Web-Redaktion, 19.12.2017)

 

NÖ Naturschutzpreis 2017 geht an Team um Dr. Herbert Hoi

Der NÖ Naturschutzpreis 2017 ging an ein Team um Dr. Herbert Hoi, der mit Studentinnen, Schülerinnen und Schülern das Thema "Vögel als Bioindikatoren für Umweltver- änderungen" erforscht hat.
Gruppenfoto von den Naturschutzpreisträgern und Preisverleihern [Link 20]

Am 22.11.2017 wurde der NÖ Naturschutzpreis 2017 an Dr. Herbert Hoi und Forscherinnen von seinem Team, Mag. Margarethe Mahr, Mag. Katharina Mahr und Mag. Eva Maria Sauter verliehen.  Das Land Niederösterreich stiftete 2017 zehn Förderungspreise. Der NÖ Naturschutzpreis wird alle drei Jahre in besonderem Gedenken an Josef Schöffel vergeben, der im Jahr 1870 die Abholzung des Wienerwaldes verhindert und die Bevölkerung für das Thema Naturschutz sensibilisiert hat.   Der Preis anerkennt hervorragende Leistungen zum Schutz des Naturlandes Niederösterreich und zur Vertiefung des Verständnisses der Bevölkerung für den Erholungswert der heimischen Natur mit Zielgruppe oder Teilnahme von Kindern und Jugendlichen.  Dr. Hoi und seine Gruppe haben im Rahmen von Sparkling Science [Link 21] mit jungen Forscherinnen, Schülerinnen und Schülern eine langzeitige großräumige Datenerhebung von Vögeln als Indikatoren für Umweltveränderungen durchgeführt.  Dabei wurde unter anderem erforscht ob sich mit dem Klima das Nahrungsangebot für unsere einheimischen Vögel ändert; und welche Rolle die Synchronisation zwischen Beutegreifer und Beute spielt und welche Rolle dabei das Klima spielt.  Außerdem wurde untersucht ob Vögel als Bioindikatoren für Umweltverschmutzung geeignet sind - d.h. ob Umweltverschmutzung eine Rolle bei der Gefiederfärbung spielt.  Beteiligt waren Schüler des PG/PRG Sacré Coeur Pressbaum.
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Mehr Info zum Preis [Link 23]

Mehr Info zum Projekt [Link 24]

(Web-Redaktion, 27.11.2017)

 

Mit A-MUD Mäusegesang automatisiert und fehlerfreier auf die (Ton-) Spur kommen

Mit einer neuen, automatisierten Methode kann der komplexe Gesang von Mäusen zukünftig schneller und fehlerfreier entschlüsselt werden. (Foto: Vetmeduni Vienna)
Maus im Labor [Link 25]

Mäuse haben ein bemerkenswertes Tonrepertoire über fünf Oktaven, das sie beliebig anordnen können. Die meisten Tonmuster liegen jedoch im Ultraschallbereich und sind für uns Menschen unhörbar. Die Analyse aufgezeichneter „Mäuselieder“ kann allerdings wichtige Informationen über ihr Sozialverhalten oder für die Erforschung neuropsychischer Krankheiten liefern. Bislang wurden die Aufnahmen hauptsächlich manuell ausgewertet. Ein Team um Sarah Zala vom Konrad-Lorenz Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna entwickelte nun eine Formel zur automatisierten Erkennung der komplexen Tonmuster, die gleichwertige Ergebnisse wie die manuelle Analyse liefert. Im Vergleich mit einer kommerziellen Lösung ist das in PLOS ONE veröffentlichte und frei zugängliche Tool außerdem weniger fehleranfällig.

Der Artikel „Automatic mouse ultrasound detector (A-MUD): A new tool for processing rodent vocalizations [Link 26]“ von Sarah Zala, Doris Reitschmid, Anton Noll, Peter Balazs und Dustin J. Penn wurde in PLOS ONE veröffentlicht.

Mehr Info [Link 27]

(Web-Redaktion, 8.9.2017)

 

Nachrichtenarchiv... [Link 28]

 

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Seminar am Wilheminenberg

Jeden Mittwoch im Semester findet das "Seminar am Wilhelminenberg" in unserem Haus statt, ein wissenschaftliches Kolloquium bei dem führende WissenschafterInnen aus aller Welt neueste Forschungsergebnisse präsentieren.

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