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Unser Veterinärbotanischer Garten entstand 1997 und liegt zentral am Campus der Vetmeduni gegenüber dem Mensagebäude. Er ist Lehr-, Lern- und Erholungsraum und ein Ort, an dem Pflanzenwissen sichtbar, greifbar und vermittelbar wird. Auf einer Fläche von 2400 m² finden sich neben Arznei- und Nutzpflanzen auch Giftpflanzen – insgesamt etwa rund 250 verschiedene Pflanzenarten. Damit bietet der Garten Anschauungsmaterial für Studierende und fundierte Informationen für Tierhalter:innen und macht zugleich die Heilkraft wie auch die Risiken von Pflanzen greifbar. Zugleich kultivieren wir geschützte, vom Aussterben bedrohte Arten und unterstützen österreichweit Wiederansiedlungsprojekte.

An der Vetmeduni entwickeln wir naturwissenschaftlich fundierte Phytotherapie für die moderne Veterinärmedizin. Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten Therapien und wird in der Humanmedizin weltweit von mehr als zwei Dritteln der Menschen als wesentliche oder primäre Behandlung genutzt. Auch in der Veterinärmedizin gewinnt sie mehr und mehr an Bedeutung: Tierärzt:innen setzen vermehrt Phytotherapie gezielt als Ergänzung oder Ersatz zur Standardtherapie ein. Damit entsprechen sie dem Anliegen vieler Tierhalter:innen, ihren Tieren eine natürliche Behandlung zu ermöglichen. Richtig ausgewählt und dosiert, haben pflanzliche Arzneien meist weniger Nebenwirkungen, lindern leichte bis mittelgradige Beschwerden und unterstützen Prävention und Nachsorge. Angesichts zunehmender Resistenzen kann die Phytotherapie auch eine sinnvolle Ergänzung sein und den Einsatz von Antibiotika reduzieren.

Helfen Sie mit, Wissen wachsen zu lassen! Unterstützen Sie uns heute – für einen lebendigen Ort, an dem Natur, Studium und Wissenschaft zusammenwirken. Ihre Spende stärkt unseren Garten – von der Beschaffung seltener Arzneipflanzen über neue Beete bis zum Aufbau strukturreicher Lebensräume wie Trockenmauern. So tragen Sie dazu bei, Pflanzenvielfalt zu bewahren, evidenzbasiertes Wissen zu vermitteln und Tiergesundheit verantwortungsvoll zu fördern – DANKE!

Spendenkonto:

Veterinärmedizinische Universität Wien
AT43 2011 1800 8098 1000
Verwendungszweck: „Phytotherapie“

Herzlichen Dank für Ihre Spende – jeder Beitrag zählt!


Der Botanische Garten der Vetmeduni ...

... des Fachbereichs Ernährungsphysiologie und funktionelle Pflanzenstoffe ist ein Lehr- und Schaugarten mit Schwerpunkt Veterinärbotanik. Er entstand 1997 und liegt zentral am Campus der Vetmeduni gegenüber dem Mensagebäude.
Die Gesamtfläche umfasst ca. 2.400 m², davon sind rund 1.540 m² bepflanzt. Mit etwa 250 Pflanzenarten zeigt der Garten anschaulich, wie eng Botanik, Ernährung und Medizin zusammengehören, und dient zugleich als ruhiger Treffpunkt für Studierende, Mitarbeitende sowie Tierpatienten und ihre Halter:innen.

Ziel des Gartens ist die praxisnahe Darstellung von Pflanzen mit Bezug zur Veterinärmedizin. Die Bestände sind nach Gebrauchswert und Inhaltsstoffen geordnet und bilden thematische Bereiche, die jeweils in räumlicher Nähe zu passenden universitären Einrichtungen liegen. Schwerpunkte sind Nahrungspflanzen, Giftpflanzen sowie Arznei- und Würzpflanzen. Ergänzt werden sie durch Genusspflanzen, Futter- und Nahrungspflanzen im weiteren Sinne sowie einen Mendel-Garten. Damit bietet der Garten Anschauungsmaterial für Studierende und fundierte Informationen für Tierhalter:innen und macht zugleich die Heilkraft wie auch die Risiken von Pflanzen greifbar. Er stärkt die Verbindung zwischen Botanik und den medizinischen Wissenschaften und hilft, Vergiftungen bei Mensch und Tier vorzubeugen.

Hinter den Kulissen sorgen fachkundige Hände ganzjährig für Vielfalt und Vitalität. Im Herbst werden Samen geerntet, getrocknet und gereinigt, Jungpflanzen in den am Campus gelegenen Glashäusern über Winter und Frühjahr vorgezogen und anschließend ausgepflanzt. In Hitzeperioden wird morgens und abends von Hand gegossen. Es kommen keine Spritzmittel zum Einsatz, gedüngt wird ausschließlich mit Humus.
Zu den Besonderheiten zählen die in der Dämmerung blitzschnell aufblühende Nachtkerze, der seltene Waldsteppen-Wermut, ein eindrucksvoller, winterfester Rosmarin, vielfältige Thymian- und Salbeiarten sowie der Wunderbaum.
Der Botanische Garten ist ganzjährig öffentlich zugänglich, Führungen sind nach Voranmeldung möglich.

Wie Veterinärphytotherapie wirkt: Beispiele aus der Praxis

(anonymisiert, mit Beispielfotos)

 

Arzneipflanzen mit Schleim- oder Quellstoffen (lat.: Muzilaginosa):

Pflanzen, die dieser Gruppe angehören, können sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall helfen. Sie regen die Darmtätigkeit an, sind reizlindernd, binden toxische Substanzen und schützen die Darmschleimhaut. Typische Vertreter der Muzilaginosa sind Lein- und Flohsamen.

Bitterstoffhaltige Arzneipflanzen (lat.: Amara):

Pflanzen mit einem hohen Gehalt an Bitterstoffen aktivieren Bitterrezeptoren im Maul und im oberen Verdauungstrakt und können Appetit, Verdauungssäfte und Gallensekretion anregen. Enzianwurzel, Schafgarbenkraut sowie Löwenzahnwurzel und -kraut sind Beispiele für häufig verwendete Bitterpflanzen in der Tiermedizin.

Harnwegdurchspülende Arzneipflanzen (lat.: Aquaretica):

Aquaretika erhöhen bei Tieren vor allem die Wasserausscheidung über die Nieren, verdünnen den Urin und spülen so die Harnwege durch. Das kann leichte Harnwegsirritationen lindern und der Kristallbildung vorbeugen. Typische Pflanzen sind beispielsweise Hauhechelwurzel, Brennnesselkraut und Bärentraubenblätter, letztgenannte wirken auch noch antibakteriell.