M.Sc. StudentInnen gesucht

Wir suchen motivierte Studentinnen oder Studenten für die Mitarbeit in unseren Forschungsprojekten.  Mehr Information an den Links.

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Das Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität  ist ein biologisches Forschungsinstitut das sich dem Studium tierischen Verhaltens (Ethologie) widmet. Seit Frühjahr 2015 ist es außerdem Sitz der Österreichischen Vogelwarte/Austrian Ornithological Centre (AOC).

 
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Aktuelles

 

Open House Wien 2019

Bei strahlendem Sonnenschein hatte am 14. und 15. Sept. 2019 das Konrad Lorenz Institut für Vergleichende Verhaltensforschung im Zuge von Open Wien 2019  8zum ersten Mal seine Türen geöffnet.

Zwischen 10.00 und 17.00 Uhr konnten sich bei Führungen an beiden Tagen mehr als 600 interessierte BesucherInnen über die spannende Architektur von Anton Schweighofer 9 informieren. Die Fachführungen von Arch. DI Jürgen Radatz 10 fanden besonderen Anklang. Er stellte ausführlich Schweighofer's Paradigmenwechsel von alt zu neu vor, verwies auf die besondere Bauweise und begeisterte die Besucher mit seinen Erläuterungen von Architektur zu sich verändernden Forschungsinteressen!

Das KLIVV bedankt sich für die zahlreichen Besuche!

 

Partnerwahl und Paarung: Sexuelle Erfahrung nützt Hausmäusen nicht

Die ForscherInnen fanden keine Hinweise darauf, dass sexuelle Erfahrung den männlichen Paarungs- oder Fortpflanzungserfolg bei Hausmäusen erhöht. (Foto K. Thonhauser)
Mauspaar im Labor

Entgegen bisheriger Annahmen ist sexuelle Erfahrung kein Vorteil für die Partnerwahl und den Paarungserfolg. Diese überraschende Erkenntnis ist das zentrale Ergebnis einer an Hausmäusen durchgeführten Studie der Vetmeduni Vienna. Dies lässt darauf schließen, dass bei Säugetieren selbst hochkomplexe Verhaltensweisen stärker genetisch bedingt sind, als bislang angenommen.

Im Rahmen einer Studie am Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung untersuchte das Forschungsteam das Sexualverhalten von Hausmäusen, wobei ein Weibchen jeweils zwischen zwei verschiedenen Männchen wählen konnte. Von diesen waren entweder beide sexuell erfahren, beide sexuell unerfahren oder jeweils ein Männchen sexuell erfahren und unerfahren. Dieses Testdesign ermöglichte es herauszufinden, welche Paarungspräferenz Weibchen haben – auch vor dem Hintergrund, dass sexuell unerfahrene Männchen häufig Nachwuchs töten. Sexuell erfahrene Männchen paarten sich genauso häufig und zeugten nicht mehr Nachkommen als ihre jungfräulichen Konkurrenten. Aufgrund der nun vorliegenden – und bisherigen Annahmen widersprechenden – Erkenntnisse sollten laut den StudienautorInnen zukünftige Forschungen an Wirbeltieren darauf achten, dass die sozialen Präferenzen von Weibchen kein verlässlicher Indikator für die Partnerwahl sind.

Der Artikel „Sexual experience has no effect on male mating or reproductive success in house mice 11“ von Kerstin E. Thonhauser, Alexandra Raffetzeder und Dustin J. Penn wurde in Scientific Reports veröffentlicht.


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(Web-Redaktion, 9.9.2019)

 

Riskantes Schlafen mit verstecktem Kopf spart Energie bei nachtaktiven Zugvögeln

Gartengrasmücke (Foto Biillyboy, Wikimedia Commons)
Gartengrasmücke

Schlafen mit dem Kopf nach hinten ins Gefieder gesteckt ist eine verbreitete Verhaltensweise, die die meisten Vogelarten zeigen. Wissenschafter vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna und der Universität Wien fanden nun heraus, dass das Verstecken des Kopfes während der Nachtruhe den Wärmeverlust bei Zugvögeln reduziert und deren Energiereserven dadurch geschont werden. Allerdings bedingt das Schlafen auf Sparflamme auch Risiken für die Vögel: Durch die gedrosselte Stoffwechselrate und Reaktionsgeschwindigkeit laufen sie Gefahr, leichte Beute zu sein.

Nächtlich ziehende Singvögel, die das Mittelmeer überqueren, um den europäischen Kontinent zu erreichen, legen oft einen Zwischenstopp auf Inseln nahe der Küste ein, bevor sie ihre Reise fortsetzen. Durch detaillierte Beobachtungen von Gartengrasmücken, die gerade auf einer dieser Rast-Inseln angekommen waren, fand ein Team um Leonida Fusani heraus, dass die Schlafhaltung der Grasmücken von ihrer physiologischen Kondition abhängt.

Diese Erkenntnisse erlauben eine neue Sicht auf die Funktion der Schlafposition von Vögeln, sowie auf die ökologischen und physiologischen Herausforderungen denen Zugvögel ausgesetzt sind.

Der Artikel „Sleeping unsafely tucked in to conserve energy in a nocturnal migratory songbird 13“ von Andrea Ferretti, Niels C. Rattenborg, Thomas Ruf, Scott R. McWilliams, Massimiliano Cardinale und Leonida Fusani wird heute in Current Biology veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 19.8.2019)

 

Komplexes Balzverhalten

Zedernseidenschwänze (Bombycilla cedrorum) schieben als Teil eines Balzrituals eine Beere hin und her (Foto Minette Layne, Seattle, Washington - CC BY-SA 2.0)
Zedernseidenschwänze (Bombycilla cedrorum) schieben eine Beere hin und her 15

Die Entwicklung und Funktion von multimodalen Balz-Darstellungen sind Verhaltensweisen, die die Anziehung und Paarung ermöglichen sollen.  Sie sind im gesamten Tierreich weit verbreitet. Die meisten Balzsignale sind multimodal, das heißt sie bestehen aus verschiedenen Signalen und unterschiedlichen sensorischen Modalitäten. Obwohl die Balz häufig einen starken Einfluss auf den Fortpflanzungserfolg hat, wurde der Frage, warum und wie Männchen multimodale Balz verwenden, um ihren Fortpflanzungserfolg zu verbessern, noch nicht viel Aufmerksamkeit gewidmet. Über die Rolle der verschiedenen Komponenten der männlichen Werbung und ihre relative Bedeutung für Weibchen ist nur sehr wenig bekannt.

Das Ziel einer Studie am Kondrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung, geleitet von Leonida Fusani, war es, zu untersuchen, was derzeit über die funktionale Bedeutung von Werbedisplays bekannt ist, insbesondere über die Rolle der Multimodalität in diesem Kontext. Der Schwerpunkt liegt auf jenen Fällen, in denen ein vollständiges Bild des Kommunikationssystems nur unter Berücksichtigung der Komplexität und des Zusammenwirkens verschiedener Modalitäten beurteilt werden kann.  Empirische Studien sind erforderlich, um spezifisch zu testen, wie die Variation der verschiedenen Modalitäten und die Interaktion zwischen ihnen die Reaktion und Auswahl von Weibchen beeinflussen. Darüber hinaus wissen wir sehr wenig über die neuronalen Mechanismen, die bei der multisensorischen Verarbeitung der Balz eine Rolle spielen.

Der Artikel Evolution and function of multimodal courtship displays  16von Clémentine Mitoyen, Cliodhna Quigley und Leonida Fusani wurde in der internationalen Zeitschrift Ethology veröffentlicht.

(Web-Redaktion, 6.8.2019)

 

Genetisches Zeugnis des Aussterbens

Blauracke auf Insektenjagd (Foto David Grabovac – via Wikimedia Commons)
Blauracke mit Insekt im Schnabel 17

Aufgrund des großflächigen Lebensraumverlusts haben die Zahlen von Blauracken (Coracias garrulus) im Laufe des 20. Jahrhunderts in Teilen ihres europäischen Verbreitungsgebiets rapide abgenommen. In Österreich gab es ab 2017 nur noch eine vollständig isolierte Reliktpopulation von zwei Zuchtpaaren und einigen wenigen Nichtbrütern in der Steiermark, verglichen mit etwa 270 Paaren in den 1950er Jahren. Im Jahr 2018 wurden überhaupt keine Brüter aufgezeichnet. Seit 2002 sind alle Nestlinge und erwachsenen Vögel in Österreich beringt. In der vorliegenden Studie wurden genetische Daten basierend auf Blutproben von Nestlingen der letzten Jahre gesammelt und mit Museumsproben aus der Vergangenheit und mit Vögeln aus dem gesamten europäischen Verbreitungsgebiet verglichen, um einen ersten vorläufigen phylogeografischen Datensatz für die Art zu erhalten. Die Tests zeigten eine Abnahme der genetischen Vielfalt im Laufe der Zeit in Österreich. Diese Ergebnisse bestätigen den Verdacht auf genetische Drifteffekte aufgrund des schnellen Populationsabbaus und der geringen Populationsgröße dieser Reliktpopulation. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die österreichischen Blauracken Teil einer ehemals kontinuierlichen europäischen Population sind.  Diese Erkenntnis ebnet den Weg, die derzeitige Reliktpopulation mit Vögeln aus Osteuropa anzureichern („genetische Rettung“).

Dear Artikel Witnessing extinction: Population genetics of the last European Rollers (Coracias garrulus) in Austria and a first phylogeographic analysis of the species across its distribution range 18 von Carina Nebel, Kerstin Kadletz, Anita Gamauf, Elisabeth Haring, Peter Sackl, Michael Tiefenbach,  Hans Winkler und Frank E. Zachos ist im Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research erschienen.

(Web-Redaktion, 8.7.2019)

 

Erfolge bei der Wiederansiedlung des Habichtskauz

Stephan Pernkopf, Petra Winter, Richard Zink und Alfred Riedl mit einem Habichtskauz. Foto © NLK Reinberger
Stephan Pernkopf, Petra Winter, Richard Zink und Alfred Riedl mit einem Habichtskauz 19

Ein Jahrzehnt ist seit der Freilassung der ersten 22 Jungeulen im Jahr 2009 vergangen. Aktuell leben in Niederösterreich wieder 30 gesicherte Habichtskauz-Paare, nachdem die Vogelart spätestens seit den 1950er-Jahren in Österreich als ausgestorben galt. Das langjährige gemeinsame Engagement von Forstwirtschaft, Naturschutz und Jagd zeigt Wirkung. Bei einer Festveranstaltung in der niederösterreichischen Außenstelle Seebarn der Österreichischen Vogelwarte/Vetmeduni Vienna wurde am 17. Juni 2019 Bilanz über die bisher erfolgreiche verlaufende Wiederansiedlung gezogen.

Projektleiter Richard Zink zeigt sich optimistisch, dass die Habichtskäuze eine veritable Chance haben, sich wieder langfristig in Österreich anzusiedeln. Dafür sind auch Maßnahmen durch Forst- und Landwirtschaft hilfreich. Der Habichtskauz fühlt sich in strukturreichen Laub-Mischwäldern mit einheimischen Baumarten ausgesprochen wohl.

Basis für die Nachzucht der Jungeulen ist ein internationales Zuchtnetzwerk. In Österreich besteht eine langjährige Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn und 12 weiteren Zoos und Zuchtstationen. Diese unterstützen das Projekt und stellen ihre Jungtiere für die Freilassung zur Verfügung.

Mehr Info 20

(Web-Redaktion, 18.6.2019)

 

Nachrichtenarchiv... 21

 

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Anfahrt 22


 

Vogelring gefunden? / Recovered a bird ring?

 

 

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Seminar am Wilheminenberg

Jeden Mittwoch im Semester findet das "Seminar am Wilhelminenberg" in unserem Haus statt, ein wissenschaftliches Kolloquium bei dem führende WissenschafterInnen aus aller Welt neueste Forschungsergebnisse präsentieren.

Seminarprogramm 24


 

Intern 25