Skip to main content
Hinweis: FFP2-Maskenpflicht

Derzeit haben Kund:innen und Parteien in allen geschlossenen Räumen der Veterinärmedizinischen Universität Wien eine FFP2-Maske zu tragen. 


Lehrspital und Überweisungsklinik

Das Tierspital der Vetmeduni nimmt aufgrund seiner Alleinstellung in Österreich in Lehre, Forschung und klinischer Dienstleistung eine Schlüsselrolle ein. Mit seinen Universitätskliniken gewährleistet es für seine tierischen Patienten Rund-um-die-Uhr-Versorgung, auch in Notfällen und in der Intensivbetreuung. Es ist Lehrspital für die Studierenden der Universität, zugleich Überweisungsklinik für niedergelassene TierärztInnen und private Kliniken.

Auch TierbesitzerInnen stehen die Pforten des Tierspitals für notwendige tierärztliche Leistungen und Eingriffe offen. Klinisch und wissenschaftlich anspruchsvolle Fälle bringen dabei oft wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn, letztendlich wieder zum Wohl der tierischen Patienten.

Die Vetmeduni bietet auch labordiagnostische Dienstleistungen an. Diese Services stehen dem Tierspital und seinen fünf Universitätskliniken, aber auch niedergelassenen TierärztInnen zur Verfügung.

Notfallnummern

Kleintiere:+43 1 25077-5555
Pferde:+43 1 25077-5520
Nutztiere:+43 1 25077-5232

Damit  wir  bereits  alles  für  die  Ankunft  Ihres  Notfall-Patienten vorbereiten können, bitten wir vor Einweisung oder Fahrtantritt um eine kurze telefonische Anmeldung.

Veterinärmedizinische Universität Wien
Veterinärplatz 1
1210 Wien

Zutritt für Patientenhalter:innen nur unter folgenden Bedingungen gestattet:

  • Derzeit haben Kund:innen und Parteien in allen geschlossenen Räumen der Veterinärmedizinischen Universität Wien eine FFP2-Maske zu tragen. Diese Maskenpflicht gilt auch für Mitarbeiter:innen bei unmittelbarem Kund:innen- oder Parteienkontakt, wenn das Infektionsrisiko nicht durch andere geeignete Schutzmaßnahmen wie etwa Plexiglaswände minimiert werden kann.

  • Der Mindestabstand von zwei Metern ist – wo möglich – einzuhalten.

  • Melden Sie sich bei akuten Notfällen immer telefonisch vorher unter  +43 1 25077-5555 (Notfall-Nr. für Kleintiere) in der Klinik an, um Ihre Ankunft anzukündigen.

Wir bitten Sie den Anweisungen des Portier-Dienstes und des Personals Folge zu leisten.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung! 

Liebe Patientenbesitzer:innen, Ihre Tierklinik steht Ihnen rund um die Uhr, 7 Tage die Woche zur Verfügung.

Wir müssen weiterhin sehr vorsichtig sein und daher bestimmte Regeln und Maßnahmen zur Vermeidung des CORONA-Virus bis auf Weiteres aufrechterhalten. Wir wollen damit Sie und unsere Mitarbeiter:innen schützen und so die Ausbreitung von Covid-19 weiterhin nachhaltig eindämmen. Daher bitten wir sie um ihre Mithilfe und ihr Verständnis.

Update vom 06.10.2020

Folgende Punkte sind bitte zu beachten:

  • Bitte melden Sie sich bei akuten Notfällen immer telefonisch vorher unter  +43 1 25077-5555 (Notfall-Nr. für Kleintiere) in der Klinik an, um ihre Ankunft anzukündigen. So können wir schon das weitere Vorgehen vorbesprechen. Wir nehmen zum Beispiel bereits telefonisch alle nötigen Daten auf und bereiten alles für die Ankunft Ihres Tieres vor.
  • Um einen Termin für planbare Untersuchungen zu vereinbaren gelten folgende Telefonnummern:
    Interne Medizin +43 1 25077 5137
    Chirurgie +43 1 25077 5361
    Gynäkologie und Geburtshilfe +43 1 25077 5454
  • Bitte bringen Sie Ihr Tier nach Möglichkeit ohne zusätzliche Begleitperson an unsere Klinik. Sofern für den Transport notwendig (z.B. FahrerIn) kann Ihr Tier durch max. zwei Personen an die Klinik verbracht werden.
  • Bei Einfahrt auf den Campus wird das Portier-Team Sie gegebenenfalls ersuchen, eine Gesichtsmaske zu tragen und uns über Ihre Ankunft informieren, sowie ihnen anschließend den Weg weisen.
  • Auf dem Gelände bitten wir sie weiterhin stets einen Sicherheitsabstand von 1 m zu anderen Personen einzuhalten.
  • Menschenansammlungen sind zu vermeiden.
  • Bitte besuchen Sie uns nicht, wenn Sie krank sind (Fieber, Husten, Kurzatmigkeit), wenn Sie Kontakt zu einer SARS2-Coronavirus-positiv getesteten Person hatten oder sich innerhalb der letzten zwei Wochen in einem Land aufgehalten haben, für das aktuell eine Reisewarnung aufgrund des Corona Virus gilt (https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reisewarnungen/). Ihre Anwesenheit während der Untersuchung oder Behandlung ist derzeit leider nicht möglich.
  • Die Begleitung Ihres Tieres während des Behandlungsvorganges wird nicht immer möglich sein, da unsere Untersuchungs- und Behandlungsräume aufgrund ihrer Größe nur eine beschränkte Anzahl von Personen zulassen.
  • Derzeit ist leider auch kein Besuch Ihres Kleintieres während eines Klinikaufenthalts möglich.
  • Da aufgrund der COVID-Situation die Wartezimmer nur begrenzte Aufnahmekapazität haben kann es vorkommen, dass eventuell der/die eine oder andere im Freien warten muss.
  • Wir bitten Sie um Verständnis, dass es durch diese Sicherheitsmaßnahmen im Einzelfall zu Verzögerungen bzw. längeren Wartezeiten kommen kann.

Wir danken für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung – bleiben Sie gesund!
Ihr Team der Universitätsklinik für Kleintiere.

Update am 03.01.2022

Wir freuen uns, dass Sie uns Ihr Vertrauen schenken. Wir stehen Ihnen und Ihrem Pferd wie immer rund um die Uhr, 7 Tage die Woche zur Verfügung. Um dies auch in diesen Zeiten der Pandemie zu ermöglichen, bitten wir um Ihre Mithilfe.
Bitte melden Sie sich immer telefonisch unter +43 (0) 1 25077 5520 in der Klinik an, um einen Termin zu vereinbaren (für planbare Untersuchungen) bzw. ihre Ankunft anzukündigen (bei Notfällen). So können wir gemeinsam das weitere Vorgehen besprechen. Wir nehmen bereits telefonisch alle nötigen Daten auf und bereiten alles für die Ankunft Ihres Pferdes vor. 

Bitte bringen Sie Ihr Pferd nach Möglichkeit ohne zusätzliche Begleitperson an unsere Klinik. Sofern für den Transport notwendig (z.B. FahrerIn) kann Ihr Pferd durch max. zwei Personen an die Klinik verbracht werden.


Für PatientenhalterInnen, die das Tierspital der Veterinärmedizinischen Universität besuchen, gilt die 3G-Regel (geimpft, getestet oder genesen) und FFP-2 Maskenpflicht. Sollten Sie eine Maskenbefreiung haben, ist ein Betreten der Pferdeklinik nicht möglich (Ausnahme: Patientenannahme für den Zeitraum der Aufnahme/Abholung, Begleichung der Rechnung). Beim Betreten der Pferdeklinik ersuchen wir um Desinfektion der Hände (Patientenannahme, Stallgebäude).

Halten Sie einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen ein.
Bitte besuchen Sie uns nicht, wenn Sie krank sind (Fieber, Husten, Kurzatmigkeit), wenn Sie Kontakt zu einer SARS2-Coronavirus-positiv getesteten Person hatten oder sich innerhalb der letzten zwei Wochen in einem Land aufgehalten haben, für das aktuell eine Reisewarnung aufgrund des Coronavirus gilt (https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reisewarnungen/).

Über folgende Regelung für stationäre Patienten dürfen wir Sie informieren:

  1. Für stationär aufgenommene Pferde besteht 1x täglich eine Besuchsmöglichkeit
  2. Die Besuchszeiten sind von 16:00 - 19:00 Uhr
  3. Der Besuch ist für 1 Person/Pferd für 1 Stunde möglich, in Ausnahmefällen 2 Personen (zB Elternteil mit Kind)
  4. Es gilt auch im Stall nach wie vor FFP 2-Maskenpflicht
  5. Bitte beachten Sie, dass die Besuchszeiten ausschließlich für den Besuch der Tiere vorgesehen sind. Medizinische Auskünfte erhalten Sie telefonisch oder in Absprache des behandelnden Tierarztes/der behandelnden Tierärztin während der regulären Öffnungszeiten der Klinik zwischen 08:00 und 16:00 Uhr.

Ambulante und stationäre Patienten:
TierhalterInnen ist der Zugang zu den Ambulanz- und Untersuchungsräumen während der Untersuchung und Behandlung der Tiere derzeit leider nicht gestattet.

Wir danken für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung - bleiben Sie gesund! 
Ihr Team der Universitätsklinik für Pferde

Universitätsklinik für Kleintiere

Universitätsklinik für Pferde

Universitätsklinik für Geflügel & Fische

Universitätsklinik für Wiederkäuer

Universitätsklinik für Schweine

Plattformen

Veterinärmedizinische Universität Wien
Veterinärplatz 1
1210 Wien

ab Westbahnhof

  • U6 in Richtung Floridsdorf bis Floridsdorf,
  • weiter mit der Straßenbahnlinie 26 in Richtung Kagran bis Josef-Baumann-Gasse/Veterinärmedizinische UniversitätWien
    oder
    weiter mit der Straßenbahnlinie 25 in Richtung Aspern, Oberdorfstraße bis Josef-Baumann-Gasse.

ab Wien Hauptbahnhof:

  • U1 in Richtung Leopoldau bis Kagraner Platz,
  • weiter mit der Straßenbahnlinie 26 in Richtung Strebersdorf bis Josef-Baumann-Gasse/Veterinärmedizinische Universität Wien.
  • Oder:

  • U1 in Richtung Leopoldau bis Kagran,
  • weiter mit der Buslinie 27A in Richtung Hermann-Gebauer-Straße bis Veterinärmedizinische UniversitätWien
    oder
    weiter mit der Straßenbahnlinie 25 in Richtung Floridsdorf bis Josef-Baumann-Gasse.

mit Schnellbahnen:

  • S1 (Richtung Gänserndorf), S2 (Richtung Mistelbach), S3 (Richtung Hollabrunn), S15 (Richtung Floridsdorf) bis Floridsdorf,
  • weiter mit der Straßenbahnlinie 26 in Richtung Kagran bis Josef-Baumann-Gasse/Veterinärmedizinische Universität Wien
    oder
    weiter mit der Straßenbahnlinie 25 in Richtung Aspern, Oberdorfstraße bis Josef-Baumann-Gasse.

Anreise vom Flughafen Schwechat

Ein Bus (Vienna Airport Lines, Postbus) fährt vom Flughafen Wien Schwechat direkt nach Wien Donauzentrum (über Vienna International Center VIC)/U1-Station Kagran (Fahrzeit ca. 40 Minuten). Dann weiter mit der Buslinie 27A in Richtung Hermann-Gebauer-Straße bis Veterinärmedizinische Universität Wien.

Von Westen – Salzburg, Linz, St. Pölten:

  • Anreise über die A1 bis Knoten Steinhäusl; A21 in Richtung Wien Süd/Graz bis Knoten Vösendorf; A2 und A23 in Richtung Gänserndorf bis Ausfahrt Hirschstetten; in Richtung Kagran (nach links) auf Hirschstettener Straße bis Kagraner Platz (Zillgasse); nach links den Kagraner Platz entlang und geradeaus über Wagramer Straße in die Donaufelder Straße bis Josef-Baumann-Gasse. Einfahrt zur Veterinärmedizinischen Universität Wien nach ca. 300 m links (Veterinärplatz 1).
  • keine Steigung (Pferdeanhänger), jedoch Brücke (nicht für LKW höher als 3,7m geeignet)
    A1 folgen, S33, S5 und A22/E49/E59 bis Floridsdorfer Hauptstraße/B226 in Wien nehmen, auf A22/E49/E59 Ausfahrt Floridsdorfer Brücke nehmen. Weiter an der Oberen Alten Donau, Fultonstraße und dann die Donaufelder Str. bis zum Ziel.

Von Süden – Villach, Klagenfurt, Graz:

Anreise über die A2 und A23 in Richtung Gänserndorf bis Ausfahrt Hirschstetten; in Richtung Kagran (nach links) auf Hirschstettener Straße bis Kagraner Platz (Zillgasse); nach links den Kagraner Platz entlang und geradeaus über Wagramer Straße in die Donaufelder Straße bis Josef-Baumann-Gasse. Einfahrt zur Veterinärmedizinischen Universität Wien nach ca. 300 m links (Veterinärplatz 1).

Von Norden/Nordwesten – Tulln, Stockerau:

Anreise über die A22 (Donauuferautobahn), Abfahrt Floridsdorfer Brücke, gleich links einordnen und nun die A22 in die andere Richtung (stadtauswärts) bis zur nächsten Ausfahrt in Richtung Brünner Straße befahren. Kreuzung mit Brünner Straße übersetzen und gerade aus weiter in die B3 - Angyaföldstraße, bei der Einmündung in die Donaufelder Straße links in diese einbiegen, nach 100 m wieder links in die Josef-Baumann-Gasse. Einfahrt zur Vetmeduni nach ca. 300 m links (Veterinärplatz 1). Oder Anreise über die Brünner Straße, links in die B3 – Angyaföldstraße einbiegen, bei der Einmündung in die Donaufelder Straße wieder links in diese einbiegen, nach 100 m nochmals links in die Josef-Baumann-Gasse abzweigen. Einfahrt zur Veterinärmedizinischen Universität Wien nach ca. 300 m links (Veterinärplatz 1).

Von Osten – Schwechat, Hainburg:

Anreise über die A4 Ostautobahn, dann A23 in Richtung Gänserndorf bis Ausfahrt Hirschstetten; in Richtung Kagran (nach links) auf Hirschstettener Straße bis Kagraner Platz (Zillgasse); nach links den Kagraner Platz entlang und geradeaus über Wagramer Straße in die Donaufelder Straße bis Josef-Baumann-Gasse. Einfahrt zur Veterinärmedizinischen Universität Wien nach ca. 300 m links (Veterinärplatz 1).

Parkgebühren

Mit der Einführung flächendeckender Kurzparkzonen in ganz Wien seit 1. März 2022 hat sich auch die Parkordnung am Campus der Vetmeduni geändert. Für Patientenbesitzer:innen und Besucher:innen gelten an den entsprechend gekennzeichneten Stellplätzen folgende Gebühren, die beim Parkautomaten zu bezahlen sind:

  • Die erste Stunde ist kostenlos.
  • 30 Minuten kosten 1,10 Euro
  • 60 Minuten kosten 2,20 Euro

Zu folgenden Zeiten ist das Parken weiterhin kostenfrei:

  • gesetzliche Feiertage
  • Montag bis Donnerstag von 22:00 bis 6:00 Uhr
  • Freitag von 22:00 bis Montag 6:00 Uhr

Parkordnung der Vetmeduni

Datenschutzerklärung

 

Unsere Neuigkeiten, Veranstaltungen und alle Infos im Überblick

Universität

Techniken der assistierten Reproduktion: Nachwuchs mit Unterstützung

Assistierte Reproduktion wird bei Nutztieren, aber auch zunehmend bei Individualtieren, also Tieren, die als Individuum eine Bedeutung für ihre Besitzer:innen haben, eingesetzt. Auch für die Zucht von Zoo- und Wildtieren ist sie von großem Interesse. Die Verfahren bieten die Möglichkeit, vermehrt Nachkommen von Tieren mit überdurchschnittlichem Zuchtwert zu erhalten, das genetische Potenzial solcher Tiere zu konservieren oder aber auch Nachwuchs von Tieren mit Fruchtbarkeitsstörungen zu erzeugen.

Nicht nur beim Menschen, auch beim Tier gewinnen medizinische Methoden bei der Zeugung von gesundem Nachwuchs an Bedeutung. Die Plattform Besamung und Embryotransfer an der Vetmeduni ist auf diese Techniken der assistierten Reproduktion spezialisiert und betreut pro Jahr etwa 900 Tierpatienten.

Mit künstlicher Besamung zum Jungtier

Die instrumentelle – auch „künstliche“ – Besamung genannt, ersetzt bei vielen Nutztierarten, aber auch beim Pferd oder Hund den natürlichen Deckakt. „Dazu wird das Ejakulat meist mittels künstlicher Scheide gewonnen und in den Genitaltrakt des weiblichen Tiers übertragen, ohne dass die beiden Partner in Körperkontakt treten“, erklärt Christine Aurich, Tiermedizinerin und Reproduktionsexpertin. Aurich leitet die Plattform Besamung und Embryotransfer und hat täglich mit Tierpatienten zu tun, bei denen die Reproduktion tiermedizinisch unterstützt wird. Neben hygienischen Vorteilen, die in der Vermeidung der Übertragung von Deckinfektionen (= beim Deckakt übertragbare Infektionskrankheiten, die die Fruchtbarkeit oder die Gesundheit des Tiers beeinträchtigen) liegen, führt die Technik der künstlichen Besamung zu einer besseren Ausnutzung gefragter oder züchterisch wertvoller Vatertiere. „So können je nach Spezies aus einem Ejakulat mehrere Besamungsportionen, das heißt zur erfolgreichen Belegung erforderliche Spermienmengen, gewonnen werden“, so Aurich. Die Anzahl der Besamungsportionen variiert dabei zwischen einigen wenigen beim Hund und mehreren Hundert zum Beispiel beim Rind.

Von der Eizelle bis zum Jungtier bei Pferden, Hunden und Katzen

Entfernungen und Zeit überwinden

Unter Kryokonservierung, von griechisch kryos, „Kälte“, wird das Tiefgefrieren von Körperzellen unter Zugabe von Konservierungsmedien verstanden. Die Konservierung machen sich auch Tierärzt:innen in der Reproduktionsmedizin zu Nutze. „Als kurzzeitkonservierter, das heißt gekühlter Samen ist ein aufbereitetes Ejakulat für mehrere Tage haltbar“, erklärt Aurich. Beim Schwein bedeutet das 15 °C, bei anderen Spezies 5 °C. Durch entsprechende Zugabe von Gefrierschutzmitteln und Lagerung in flüssigem Stickstoff bei –196 °C kann die Befruchtungsfähigkeit über Jahrzehnte erhalten werden.

Der Grund dafür ist, dass bei dieser niedrigen Temperatur fast alle Lebensprozesse gestoppt werden, die Zellen bleiben unverändert. Wird die Temperatur wieder erhöht, beginnen die Lebensprozesse erneut und die Zellen können verwendet werden. Die Lagerung in flüssigem Stickstoff ermöglicht darüber hinaus einen energieunabhängigen Samentransport in eigens konstruierten Transportbehältnissen. Dadurch wird laut Aurich ein weltweiter Spermahandel ermöglicht, der bei der Zucht von Tierarten wie Rindern, kleinen Wiederkäuern, Pferden und Hunden große Bedeutung erlangt hat. „Über die Anlage von Tiefgefriersamenreserven können wertvolle Vatertiere züchterisch – auch über ihren Tod hinaus –Verwendung finden“, ergänzt Aurich. Samenbanken mit tiefgefrorenem Sperma spielen zudem eine wichtige Rolle zur Erhaltung von Rassen oder Spezies, die in ihrem Bestand gefährdet sind.

Leihmutterschaft im Tierreich

Eine weitere assistierte Reproduktionstechnik ist der Embryotransfer, der vor allem das Potenzial weiblicher Tiere in den Fokus rückt. „Dabei können die noch nicht implantierten Embryonen aus der Gebärmutter eines Spendertiers gewonnen und in den Uterus von zyklussynchronen Empfängertieren übertragen werden“, erläutert Reproduktionsmedizinerin Aurich. Zyklussynchron bedeutet in diesem Fall, dass weibliche Tiere – etwa durch die Gabe von Hormonen – zeitgleich in exakt derselben Zyklusphase sind. Der Embryotransfer wird in der Tierzucht, ähnlich wie die instrumentelle Besamung, als Standardverfahren angewendet, um das genetische Potenzial weiblicher Tiere besser nutzen zu können. Da das Spendertier die Embryonen nicht bis zur Geburt austrägt, kann die Anzahl der Nachkommen von einem weiblichen Tier pro Jahr über das normale Maß hinaus gesteigert werden. Außerdem können Sportstuten parallel zum Embryotransfer trainiert werden und an Turnieren teilnehmen. Sonst würden sie nach ihrer Karriere züchterisch genutzt und damit meist in einem Alter, in dem ihre Fruchtbarkeit bereits reduziert ist. Für unterschiedliche Spezies sind die Reproduktionstechniken jedoch unterschiedlich anwendbar. Aurich betont: „Während bei Rind und Pferd die Embryonengewinnung nicht-invasiv, also ohne negative Einflüsse für die Allgemeingesundheit und spätere Fruchtbarkeit durchgeführt werden kann, ist bei den kleinen Wiederkäuern und beim Schwein, aber auch beim Hund die Gewinnung aufwändiger und erfordert die Narkose der Spendertiere.“

Glossar: Assistierte Reproduktion

Als assistierte Reproduktion wird in der Tiermedizin die Herbeiführung einer Trächtigkeit mit Hilfe medizinischer Unterstützung bezeichnet.

Durch Entnahme von Biopsien (Gewebsproben) aus den Embryonen kann eine Genotypisierung, zum Beispiel zur Feststellung des Geschlechts, der Farbe oder genetischer Defekte des potenziellen Nachkommen, erfolgen.

Unter in vitro (= lateinisch vitrum: „Glas“) werden Reaktionen bzw. organische Vorgänge verstanden, die außerhalb eines lebenden Organismus unter Laborbedingungen stattfinden. Im Gegensatz dazu charakterisiert in vivo (= lateinisch vivum: „das Lebendige“) Reaktionen im lebenden Organismus unter physiologischen Bedingungen.

Die Palpation (= lateinisch palpare: „streicheln“) benennt die manuelle Untersuchung eines Tiers durch Ertasten von Körperstrukturen mit einem oder mehreren Fingern sowie der Handfläche. Sie gehört zu den ältesten Diagnostikverfahren.

 

Klonen bezeichnet ein gentechnisches Verfahren, bei dem künstlich Lebewesen mit identischem Erbgut, sogenannte Klone, erzeugt werden.

Als Morula (= lateinisch morum: „Maulbeere“) wird das vielzellige Stadium der frühen Embryonalentwicklung bezeichnet. Auf sie folgt das Stadium der Blastozyste (= altgriechisch blástē: „Spross“ und kýstis: „Blase“), auch Keimanlage genannt, das durch die Ausbildung einer flüssigkeitsgefüllten Höhle gekennzeichnet ist.

Als Organogenese wird die Bildung der Organe aus verschiedenen Keimblättern während der Embryonalentwicklung bezeichnet.

Bei der Superfekundation (= lateinisch fecundare: „befruchten“) werden Eizellen derselben Ovulationsperiode mit Spermien aus verschiedenen Begattungsakten befruchtet. So kommt es innerhalb eines Wurfes zu Jungtieren verschiedener Väter.

Arten des Embryotransfers: In vivo, in vitro und ICSI

Generell gibt es unterschiedliche Arten des Embryotransfers, die wiederum von der jeweiligen Spezies abhängen. Bei der sogenannten In-vivo-Produktion erfolgt die Gewinnung von Embryonen (späten Morulae oder Blastozysten) aus dem Uterus des Spendertiers. „Andererseits werden bei der In-vitro-Produktion Eizellen vom Spendertier gewonnen, gereift und entweder in vitro mit entsprechend vorbereiteten Spermien befruchtet. Oder die Befruchtung erfolgt durch Injektion von Spermien direkt in die gereiften Eizellen“, so Aurich. Dies wird Intracytoplasmatische Spermieninjektion, kurz ICSI, genannt und kommt bei Pferden zum Einsatz. Im Anschluss können diese Embryonen entweder direkt auf zyklussynchrone Empfängertiere übertragen, im gekühlten Zustand zum Standort der Empfängertiere transportiert und dort übertragen oder durch Tiefgefrierung in flüssigem Stickstoff für unbestimmte Zeit konserviert werden.

Aus der Tiermedizin sind assistierte Reproduktionstechniken inzwischen kaum mehr wegzudenken, resümiert Christine Aurich. Erfolgreich eingesetzt, ermöglichen sie einerseits ein höheres Maß an Hygiene und Sicherheit, etwa beim Deckakt. Andererseits helfen sie, je nach Technik und Fokus, das genetische Potenzial weiblicher, männlicher oder überdurchschnittlich wertvoller Tiere auszuschöpfen.

Zur Person

Christine Aurich hat in Hannover Tiermedizin studiert und dort eine Dissertation zur In-vitro-Produktion von Rinderembryonen angefertigt. Nach ihrer Habilitation 1997 kam sie an die Vetmeduni in Wien, wo sie die Plattform Besamung und Embryotransfer leitet. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind die assistierte Reproduktion bei Haustieren und die Reproduktionsmedizin beim Pferd. Sie ist Diplomate des European College of Animal Reproduction und Vorstandsmitglied verschiedener internationaler wissenschaftlicher Fachgesellschaften.

Text: Stephanie Scholz
Grafiken: Matthias Moser

Dieser Artikel erschien in VETMED Magazin 01/2022