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Über die Ringvorlesung im SoSe 2026

Gedenken und Erinnern: Neue Perspektiven auf die Vetmeduni und ihre Vergangenheit mit Fokus Nationalsozialismus

 

In abwechslungsreichen Formaten – von wissenschaftlichen Vorträgen über Podiumsdiskussionen bis hin zu Archivbesuchen – bietet die Ringvorlesung einen Einblick in die aktuellen Forschungsergebnisse zur Rolle der Vetmeduni während des Nationalsozialismus. Gleichzeitig geht die Lehrveranstaltung der Frage nach, wie Gedenken und Erinnern mit wachsendem zeitlichen Abstand und vor gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen gestaltet werden können. Welche Rolle spielen dabei neue Technologien oder künstlerische Zugänge?

Die Ringvorlesung lädt Studierende, Mitarbeiter:innen sowie alle Interessierten ein, sich kritisch mit der NS-Vergangenheit der Vetmeduni auseinanderzusetzen. Die Lehrveranstaltung schafft Raum für Reflexion und Diskussion und setzt damit wichtige Impulse für eine lebendige und kommunikative Erinnerungskultur.

Studierende haben zudem die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Podcast-Episode unter dem Motto „Remember NOW!“ bzw. bei Paneldiskussionen aktiv einzubringen.

Wichtige Information für Studierende:

  • Die Vorlesung ist als Wahlfach mit 2 ECTS anrechenbar.
  • Die Anmeldung erfolgt via VetmedOnline. 
  • Die Ringvorlesung ist als Präsenzveranstaltung ausgerichtet. Jeder Vorlesungstermin wird aufgezeichnet und ist via Website im Anschluss abrufbar

Wissenschaftliche Leitung und Themenblöcke:

Wissenschaftliche Leitung und Moderation: Priv.-Doz. Dr. Alexander Pinwinkler

Die Ringvorlesung gliederte sich in zwei thematische Blöcke:

Erinnern an der Vetmeduni: Forschungsprojekte zur Aufarbeitung der NS-Zeit, Erinnerungsspuren am Campus, Umgang mit der akademischen Ehrungspraxis, Besuch des Universitätsarchivs etc.
Die Zukunft des Erinnern: Wie gelingt Erinnern ohne Zeitzeug:innen? Welche Beispiele und Projekte gibt es dazu?  Welche Rolle spielen neue Technologien wie die Hologramme oder künstlerische Zugänge?

Termine der Ringvorlesung: 

jeweils dienstags, 17:00 - 18:30 Uhr, Hörsaal D, Campus der Vetmeduni

Themenfeld: Erinnern an der Vetmeduni

10.03.2026
Begrüßung: Barbara Bockstahler, Vizerektorin für Lehre, Lehrinnovationen und klinische Angelegenheiten
Einführung: Stand der Forschung: NS-Zeit an der Vetmeduni, Überblick erinnerungskulturelle Aktivitäten (Alexander Pinwinkler | Universität Wien)

17.03.2026
Auf Spurensuche: Begehung des Campus mit Fokus Kriegerdenkmal, Rektorentafel, Ausstellung über vertriebene jüdische Studierende und Absolventen, Besuch Historisches Archiv der Vetmeduni (Alexander Pinwinkler | Universität Wien)

24.03.2026
(Un-)politische Veterinärmedizin? Indoktrination und Widerstand in Forschung und Lehre (Sonja Schreiner | Universität Wien & Vetmeduni)

14.04.2026
Akademische Ehrungen - hochschulpolitische Praktiken der Traditionsbildung und Vernetzung (Alexander Pinwinkler | Universität Wien)

21.04.2026
Was bleibt? NS-Gedenkstätten und Orte des Erinnerns persönlich erleben
Erfahrungsbericht vom „March of the Living“ von VR Barbara Bockstahler mit Paneldiskussion mit:
Barbara Bockstahler | Vetmeduni & Silke Umdasch | Gedenkstätte Mauthausen & N.N.

 

Themenfeld: Die Zukunft des Erinnerns - Ausgewählte Projekte und gesellschatliche Herausforderungen

28.04.2026
Harmage and Hope - Von interaktiven Zeugnissen zu An-Ekdoten ethischer Bildung (Anja Ballis | LMU München)

12.05.2026
Hinhören, Hinsehen, Verstehen und Verwenden: Die aktuelle Bedeutung der Erinnerungen von Überlebenden der NS-Zeit (Albert Lichtblau, Universität Salzburg)

19.05.2026
Verlorene Stimmen, neu erzählte Leben: Jüdische Studierende der Wiener Tierärztlichen Hochschule in den 1930er Jahren (Lisa Rettl | Projektleitung „Heilsames Erinnern“)

26.05.2026
One History - Many Stories. Transnationale Erinnerung an Opfer von NS-Zwangsarbeit (Alexandra Grochowski & Marina Yavorska)

02.06.2026
Die politische Instrumentalisierung alter und neuer Verschwörungsmythen. Diskursanalytische Überlegungen (Ruth Wodak | Universität Wien & Lancaster University)

09.06.2026
Wildes Gedenken als Praxis des Übergangs (Angela Koch | Kunstuni Linz)

16.06.2026
Impulsvortrag mit Podiumsdiskussion - Details folgen asap


Vortragende der Ringvorlesung (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Prof.in Dr.in Anja Ballis, Literaturwissenschafterin und Didaktikerin, Professorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München Interdisziplinäres, Projekt "Lernen mit digitalen Zeugnissen" - LediZ
  • Priv.-Doz.in Dr.in Barbara Bockstahler, Vizerektorin für  Lehre, Lehrinnovationen und klinische Angelegenheiten:
  • Alexandra Grochowki, Geschäftsleiterin Meeting Memory Messiaen | Projektleiterin One History - Many Stories
  • Univ.-Prof.in Dr. Angelika Koch, Professur für Ästhetik und Pragmatik audiovisueller Medien, Kunstuniveristät Linz
  • Univ.-Prof. Albert Lichtblau, Historiker, Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Universität Salzburg
  • Dr.in Lisa Rettl, freischaffende Zeithistorikerin, Leiterin des FWF-Projekts zur Aufarbeitung der NS-Zeit der Vetmeduni und des Israel-Projekts "Heilsames Erinnern"
  • Priv.-Doz. Dr. Alexander Pinwinkler, Privatdozent für Zeitgeschichte an der Universität Wien und Mitarbeiter der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg
  • Mag.a Silke Umdasch, Gedenkstätte Mauthausen
  • Dr.in Sonja Schreiner, wissenschaftliche Mitarbeiterin - Neulateinische Philologie und Klassische Latinistik der Universität Wien; Latein für Veterinärmediziner:innen
  • Em. Univ.-Prof.in Dr. DDr. h.c. Ruth Wodak, Linguistin, Sprachsoziologin, Diskursforscherin, Universität Wien | Lancaster University
  • Marina Yavorska, Projektleiterin One History - Many Stories
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