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Livestreams aus dem Vogelnest

Tipps fürs Tier: Naturnahe Gartengestaltung

Tipps fürs Tier: Licht aus - Natur an

 

In den vergangenen Jahrzehnten hat Österreich einen drastischen Rückgang vieler Vogel- und Insektenarten erfahren. Intensive Landwirtschaft, fortschreitende Urbanisierung sowie eine Veränderung des Klimas zerstören mehr und mehr natürliche Lebensräume. Aber auch Lichtverschmutzung, die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen, ist ein ernstes Umweltproblem und hat insbesondere für Vögel und Insekten erhebliche Auswirkungen.

Daher setzt sich unser Team der Österreichischen Vogelwarte in Seebarn besonders in der Weinbaulandschaft dafür ein, aktuell gefährdete Vogelarten in ihrem Bestand positiv zu beeinflussen. Wiedehopf, Heidelerche, Blutspecht oder Bienenfresser sind nur einige Vogelarten, die früher ganz alltäglich waren, heutzutage aber Seltenheitswert haben. Neben der Erforschung dieser Vogelarten werden Schutzmaßnahmen auf wissenschaftlicher Basis forciert und mit Unterstützung von engagierten Winzer:innen und Landbesitzer:innen in der Region umgesetzt.

Projekt-Fortschritt in den Weingärten rund um Seebarn:

Insgesamt wurden auf acht Quadratkilometern (8 km²) Vögel in den Weingärten am Wagram in Niederösterreich erhoben. Zahlreiche seltene Arten wie der Wiedehopf, der Steinkauz, die Zaunammer, der Blutspecht und viele mehr wurden dokumentiert. Die Nutzung unterschiedlicher Biotope in der Weingartenlandschaft wurde untersucht. Erwartungsgemäß spielen neben den Weingärten gerade die Zwischenflächen, also die Wiesen, Hecken und andere Strukturen innerhalb der Weingärten eine wesentliche Rolle. Auch die Form des Begrünungsmanagements innerhalb der Weingärten ist entscheidend. So brütet beispielsweise die kleine Heidelerche direkt im Weingarten zwischen Grasbüscheln versteckt. Im engen Austausch mit den Bewirtschaftungsbetrieben setzt sich die Vetmeduni/Österreichische Vogelwarte für den Erhalt und die Verbesserung der Bedingungen im Weinbau ein. Die meisten Betriebe sind sehr interessiert an Verbesserungen, sodass die 27.000 ha Weinbaulandschaft in NÖ zunehmend für den Naturschutz attraktiver wurden. Mit der naturnahen Bewirtschaftung werden Lebensräume vernetzt, denn auch Offenlandkorridore sind entscheidend, um Wildtierpopulationen langfristig zu sichern.

 

Egal wie groß oder klein Ihre Spende war, Sie setzten mit Ihrer Unterstützung ein starkes Zeichen für den Erhalt unserer Vogelvielfalt. 
Vielen Dank dafür und Ihr Vertrauen in unsere Arbeit für Mensch und Tier. Denn Artenschutz bedeutet auch Menschenschutz!

Zur Österreichischen Vogelwarte der Vetmeduni