FIWI Jahresbericht 2017

Der Jahresbericht für das Jahr 2017 kann durch Klick auf das Bild heruntergeladen werden.
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2017

 

 

 

 

Aktuelles

 

Neues FWF Projekt: Plastizität der Ontogenese von Energiesparmechanismen bei heterothermen Säugetieren

Ein grundlegendes Rätsel bei der Regulation der phänotypischen Flexibilität besteht darin, ob der Phänotyp der Nachkommen von den Eltern optimiert werden kann, um die Chancen der Nachkommen bei zukünftiger Nahrungsmittel- knappheit zu verbessern. (Photo JC Tramasure, Wikimedia Commons)
Gartenschläfer auf einem Baumblatt 1

Im Zusammenhang mit dem globalen Wandel und der zunehmenden Häufigkeit unvorhersehbarer Klimaereignisse wächst das Interesse daran, wie gut physiologische Flexibilität Organismen vor Umweltgefahren schützen kann. Eine wichtige metabolische Einschränkung durch Umweltschwankungen ist Nahrungsmangel. Heterothermie (Torpor und Winterschlaf) ermöglicht Energieeinsparungen als Reaktion auf reduzierte Nahrungsverfügbarkeit. Die Flexibilität der Heterothermie wurde jedoch fast ausschließlich bei erwachsenen Tieren untersucht. Wie beeinflussen Bedingungen der heterothermischen Expression bei Jugendlichen während ihrer Entwicklung die Effizienz von Torpor? Sind Individuen, die unter harten Bedingungen geboren wurden, besser darauf vorbereitet, Torpor im späteren Leben zu benutzen? Gibt es eine multigenerationale epigenetische Übertragung der Heterothermie?

Im Rahmen eines kürzlich bewilligten FWF-Projekts wird ein Team um Dr. Sylvain Giroud 2 die Entwicklungssequenzen von Torpor währen der frühen Lebensphase in einem Winterschläfer untersuchen, dem Gartenschläfer (Eliomys quercinus, Nagetiere), der sowohl Winterschlaf als auch tägliche oder langanhaltende Torpor-Episoden vor dem Winter einlegt.  Dabei wird vor allem ein Augenmerk auf die Konsequenzen für die adulte Phase und auf zukünftige Generationen gelegt.

Mehr Information zum österreichischen Wissenschaftsfonds FWF 3.

(Web-Redaktion, 16.7.2018)

 

Staupe bei Wildtieren in NÖ

Rotfuchs (Foto rtaylorimages/Adobe Stockphoto)
Portraitfoto eines Rotfuchses

In den letzten Wochen wurden vermehrt Füchse ans FIWI gebracht. Die Tiere zeigten laut Überbringer überwiegend Verhaltensauffälligkeiten und Schwäche. Die mit freiem Auge (makroskopisch) eher unauffälligen Tiere wurden in weiterer Folge mittels molekularer Untersuchungsmethoden (PCR) auf Staupe getestet. In einem ersten Durchgang waren hierbei 16 von 19 untersuchten Tieren positiv.

Dies zeigt eine Intensivierung des seit einigen Jahren beobachteten „Staupezuges“, der bisher vermehrt Dachse betraf. Die hohe Fuchsdichte spielt auch bei diesem Verlauf sicher mit eine Rolle.

Um die weitere Ausbreitung und den Verlauf der Staupe weiterhin beobachten zu können, bitten wir weiterhin um Einsendung von toten Füchsen.

Die Impfung von Hunden ist dringend angeraten!

Für Fragen steht das Team unserer Pathologie 4 gerne zur Verfügung.

(Web-Redaktion, 27.4.2018)

 

Eulenjahr 2018: Habichtskauz-Cam wieder online

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Seit 24. März brütet Ida im Nistkasten. Der Schlupf der Jungen wird Ende April erwartet. Emil, der Eulenvater, versorgt Ida mit Nahrung. (Screenshot der Webcam, 25.4.2018)
Screenshot von der Webcam mit Habichtskauz 6

Das Eulenjahr 2018 wird vermutlich nicht als erfolgreichstes Jahr in die Annalen eingehen. Es ist davon auszugehen, dass die magere Buchenmast des letzten Jahres für Nahrungsknappheit unter den Großeulen gesorgt hat, was den Brutbeginn vermutlich deutlich verzögert und erschwert hat.  Einige wenige Habichtskauzpaare haben mit der Brut begonnen. Mit Prognosen zum Ausgang dieser Bruten sind wir derzeit noch vorsichtig, hoffen aber natürlich auf das Beste.

Im gesamten Projektgebiet werden derzeit über 430 Nistkästen kontrolliert. Heuer können wir auf die Unterstützung von über 70 ehrenamtlichen Helfenden zählen.Wir sagen danke!

Wir freuen uns, Ihnen auch heuer wieder über eine Webcam den Blick ins Eulennest 7 ermöglichen zu können! Dieses Jahr sind wir zu Gast bei Ida und Emil. Ida bebrütet seit Mitte März ein Gelege.

Mehr zum Projekt Habichtskauz 8

 

(Web-Redaktion, 25.4.2018)

 

Internationaler Luchs-Tag am 11.6.

Logo Internationaler Luchstag 2018 9

2018 wird der erste internationale Luchstag gefeiert. Verschiedene Aktivitäten von Projektpartnern des Europäischen 3Lynx Projekts 10 und darüber hinaus werden am 11. Juni im Herzen Europas stattfinden.  Die Abteilung Conservation Medicine des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie nimmt am Luchsmonitoring in diesem Projekt teil.   Mit diesem Tag möchten die Projektpartner das Bewusstsein für eine faszinierende Spezies erhöhen, die in unseren Wäldern lebt, aber sehr selten gesehen wird. Jeder ist eingeladen, an den verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen und eigene zu organisieren.
Konservierung durch Engagement

Auf einer Karte können Sie nachsehen, welche Aktivitäten an diesem Tag in Ihrer Nähe stattfinden.

Mehr Info 9

(Web-Redaktion, 25.5.2018)

 

„Winterschläfer-Nachzügler“ wachsen schneller, vertrauen auf Powernapping und haben mehr Sex

Spätgeborene Winterschläfer, wie der Gartenschläfer führen ein Leben auf der Überholspur. (Foto: Sylvain Giroud)
Junger Gartenschläfer in einer Nestbox 11

Junge Winterschläfer müssen viel Energie in das Wachstum und den Fettaufbau vor dem ersten Winter investieren. Nachzügler könnten dabei einen zeitlichen Nachteil haben. Das kompensieren sie aber, indem sie schneller wachsen und häufiger ein Powernapping einlegen. Das zeigte nun eine Studie von Britta Mahlert und anderen Forschenden vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna an Gartenschläfern. Sie pflanzen sich außerdem häufiger fort als früher geborene Tiere. Der Preis könnte allerdings eine geringere Lebenserwartung sein. Die Studie verbessert das Verständnis wie jahreszeitlich geprägte Tiere von Geburt an auf Umweltbedingungen reagieren und wie sich das auf das Erwachsenenalter und womöglich zukünftige Generationen auswirkt.

Der Artikel "Implications of being born late in the active season for growth, fattening, torpor use, winter survival and fecundity 12" wurde in eLife Science veröffentlicht.

Mehr Info 13

(Web-Redaktion, 2.3.2018)

 

 

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Seminar am Wilheminenberg

Jeden Mittwoch im Semester findet das "Seminar am Wilhelminenberg" in unserem Haus statt, ein wissenschaftliches Kolloquium bei dem führende WissenschafterInnen aus aller Welt neueste Forschungsergebnisse präsentieren.

Seminarprogramm 23


 

Begleitschreiben für Fallwild

Screenshot eines Formulars Zur Einreichung von Fallwild 24

Das Begleitschreiben für Fallwild können Sie hier 24 runterladen.


 

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