FIWI Jahresbericht 2018

Der Jahresbericht für das Jahr 2018 kann durch Klick auf das Bild heruntergeladen werden.
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2018

 

 

 

 

Aktuelles

 

Guter Winterschlaf dank Winterspeck

Saisonale Anpassungen in Körperfett ermöglichen den Winterschlaf (Foto Jon M. Arnemo)
Winterschlafender Braunbär mit halb geöffneten Augen im Schnee

Manche Menschen würden gerne den Winter durchschlafen - ganz wie es die tierischen Winterschläfer jedes Jahr tun. Winterschlafende Bären senken dabei ihre Körpertemperatur nur geringfügig (2–5 ° C) auf einen Wert zwischen 30 ° C und 36 ° C. Die Rolle der Körperfettzusammensetzung im Winterschlaf wurde nun erstmals in wilden Braunbären von einem internationalen Team unter der Leitung von Forschern der Universität Straßburg und des Forschungsinstitus für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna untersucht. Die beiden wichtigsten Befunde: Ungesättigte Fettsäuren spielen im Winterschlaf eine wichtige Rolle und die Zusammensetzung der Fettspeicher großer Winterschläfer ist derjenigen kleiner Winterschläfer sehr ähnlich.  Wie Sylvain Giroud und seine Mitautorinnen und Autoren herausfanden, ist die Veränderung der Lipidzusammensetzung offenbar ein evolutionär konserviertes Phänomen des Winterschlafes, das unabhängig von der Körpermasse und Körpertemperatur der Tiere zu sein scheint.

Der Artikel “Lipidomics Reveals Seasonal Shifts in a Large-Bodied Hibernator, the Brown Bear 1” von Sylvain Giroud, Isabelle Chery, Fabrice Bertile, Justine Bertrand-Michel, Georg Tascher, Guillemette Gauquelin-Koch, Jon M. Arnemo, Jon E. Swenson, Navinder J. Singh, Etienne Lefai, Alina L. Evans, Chantal Simon und Stéphane Blanc wurde in Frontiers in Physiology veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 16.5.2018)

 

Wenn Hasen Bauchweh haben

Europäischer Feldhase (Lepus europaeus) Foto ©Tatiana AdobeStock
Feldhase in einer Blumenwiese

Immer häufiger werden beim Europäischen Feldhasen Erkrankungen des Verdauungstrakts festgestellt. Der Grund sind oftmals Veränderungen der aus Mikroorganismen bestehenden Darmflora, dem sogenannten Mikrobiom. Über die Ursachen dafür war bisher wenig bekannt. Eine soeben erschienene Studie unter der Leitung von Gabrielle Stalder vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna zeigt nun erstmals, dass für die Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmbakterien lebensraumbedingte Umweltfaktoren verantwortlich sein könnten. Die geographische Lage und damit potentiell verbundene Umweltfaktoren haben einen erheblich größeren Einfluss auf die Zusammensetzung der Mikrobiota als Wirtsfaktoren.   Aus den Studienergebnissen lassen sich neue Hypothesen ableiten, welche eine Erklärung für einige an Populationsschwankungen von Feldhasen beteiligten Faktoren geben.  Diese Forschung an der Schnittstelle von Darmgesundheit und Landnutzung in Bezug auf den Europäischen Feldhasen und potentiell anderer Arten, die von einer schnellen Änderung oder intensiven Nutzung ihres Lebensraums betroffen sind, ist wichtig für das Verständnis des Einflusses von Umweltfaktoren auf das Mikrobiom im Darm und damit auf die Gesundheit von Feldhasen. An der Studie war auch das Institut für Lebensmittelsicherheit, Lebensmitteltechnologie und öffentliches Gesundheitswesen beteiligt.

Der Artikel „Gut microbiota of the european Brown Hare (Lepus europaeus)“  3von G. L. Stalder, B. Pinior, B. Zwirzitz, I. Loncaric, D. Jakupović, S. G. Vetter, S. Smith, A. Posautz, F. Hoelzl, M. Wagner, D. Hoffmann, A. Kübber-Heiss und E. Mann wurde in Scientific Reports veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 25.4.2019)

 

Der neue FIWI Jahresbericht steht zum Download bereit

Der FIWI Jahresbericht 2018
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2018 5

Im FIWI Jahresbericht 2018 finden Sie wieder spannende Kurzberichte zu unserer Forschung.  Wie reagiert Rotwild auf menschliche Einflüsse physiologisch, in seinem Raumnutzungsverhalten und in seiner Aktivität? Wie bilden neugeborene Wildschweinfrischlinge Wärme, so dass sie auch bei niedrigen Temperaturen eine hohe Körpertemperatur aufrechterhalten können?  Wissen Sie, warum die zu frühe Entnahme kapitaler Hirsche oder die Schonung schwächerer eine wichtige natürliche Auslese stört?  Beeinflusst die Vielfalt an Immungenvarianten by Hasen den Fortpflanzungserfolg?  Und was stimmt besser mit dem wirklichen Alter eines Hirches überein - die Zahl der Linien im Zahnzement wie sie das FIWI ermittelt, oder eine oft anderswo praktizierte Methode?  All diese Fragen werden im neuen Bericht näher erläutert.

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(Web-Redaktion, 17.4. 2019)

 

Innere Uhr tickt immer: Spitzbergen-Rentiere auch im Dauerlicht der Mitternachtssonne und Dauerdunkel des Polarwinters tagesrhythmisch

Spitzbergen-Rentiere halten ihren Tagesrhythmus trotz Mitternachtssonne und Polarwinter ein. (Foto: © dieter leve / pixelio.de)
Rentierherde im Schnee 7

Alle Lebewesen verfügen über eine innere Tagesuhr mit einer Zykluslänge, die geringfügig von 24 Stunden abweicht und die mit externen „Zeitgebern“, zumeist dem täglichen Tag- /Nachtwechsel, synchronisiert wird. Ob diese innere Uhr auch in den Polarregionen funktioniert, wo im Winter monatelang Dunkelheit und im Sommer Dauerlicht herrscht, wurde bezweifelt. Ein Forschungsteam um Walter Arnold vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna untersuchte in einer Studie an freilebenden Rentieren auf Spitzbergen erstmals mit einem hochauflösenden Telemetriesystem nicht nur das Verhalten, sondern auch die Physiologie der Tiere. Sie fanden heraus, dass – entgegen früherer Befunde - die circadiane Rhythmik das ganze Jahr über bestehen bleibt.

Der Artikel “Circadian rhythmicity persists through the Polar night and midnight sun in Svalbard reindeer 8” von Walter Arnold, Thomas Ruf, Leif Egil Loe, R. Justin Irvine, Erik Ropstad, Vebjørn Veiberg und Steve D. Albon wurde in Scientific Reports veröffentlicht.

(Web-Redaktion, 16.11.2018)

 

 

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