Offene PhD oder Postdoc Position (f/m)

Two PhD positions in Memory Retention, Cognition, and Ecology (1 February 2021 to 31 January 2025)


 

FIWI Jahresbericht 2019

Der Jahresbericht für das Jahr 2019 kann durch Klick auf das Bild heruntergeladen werden.
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2019

 

 

 

 

Aktuelles

 

Temperaturschwankungen beeinflussen Verbreitung der Balkan-Springnatter

Cover-Foto einer Balkan-Springnatter von Balint Halpern
Titelblatt der Zeitschrift Genes, Oktober 2020 1

Die Anpassung an sich verändernde Umgebungen ist im Zeitalter des „Anthropozäns“ eine wachsende Herausforderung, und Tierarten- und populationen die sich rasch an neuartige Formen von Selektionsdruck anpassen können, überleben mit größerer Wahrscheinlichkeit. Die Balkan-Springnatter (Dolichophis caspius) ist eine nicht giftige Schlange mit großem Körper und bewohnt trockene Steppen- und Mittelmeerlebensräume von Osteuropa um das Kaspische Meer und das Schwarze Meer bis zum nordwestlichen Rand ihrer Verbreitung in Ungarn.

Mithilfe der ddRAD-Sequenzierung untersuchte ein Forschungsteam um Pamela Burger am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna die genetische Vielfalt und die adaptive Evolution an lokale Lebensraumtypen. Das Team identifizierte 751 ausgewählte Genotypen, die mit sieben wichtigen Klimavariablen korrelierten. Sie fanden heraus, dass die Isothermie, die Temperaturschwankung von Tag zu Nacht im Vergleich zur Veränderung von Sommer zu Winter, eine wichtige Rolle bei der Verbreitung und Anpassung von Balkan-Springnattern spielen kann.

Der Artikel "Landscape Genomics of a Widely Distributed Snake, Dolichophis caspius (Gmelin, 1789) across Eastern Europe and Western Asia 2" von Mahtani-Williams S, Fulton W, Desvars-Larrive A, Lado S, Elbers JP, Halpern B, Herczeg D, Babocsay G, Lauš B, Nagy ZT, Jablonski D, Kukushkin O, Orozco-terWengel P, Vörös J, und Burger PA ist kürzlich in der internationalen Zeitschrift Genes erschienen. Der Artikel hat es sogar auf den Cover dieser Ausgabe der Zeitschrift geschafft.

(Web Redaktion, 29.10.2020)

 

LIFE DINALP BEAR ls bestes Naturprojekt in Europa gekürt

Das Projekt DINALPBEAR hat bei den European LIFE Awards 2020 gewonnen. (Foto Miha Krofel)
Braunbär im Wald in der Sonne 3

Am Mittwoch, 21. Oktober 2020, gab die Jury der EU‐Kommission im Rahmen der Feierlichkeiten zur Europäischen Grünen Woche die besten LIFE‐Projekte bekannt, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurden. Die LIFE‐Preise, die nun in ihrem 14. Jahr vergeben werden, zeichnen die innovativsten, inspirierendsten und effektivsten LIFE‐Projekte aus. Die besten Projekte wurden in den folgenden Kategorien ausgezeichnet: Umwelt, Natur und Klimaschutz. Unter den 15 ausgewählten Projekten gewann LIFE DINALP BEAR als bestes Naturprojekt.

Das Projekt, welches das Management und den Schutz von Braunbären auf Populationsebenen im nördlichen Dinarischen Gebirge und in den Alpen vorantreibt, bringt Partner aus vier Ländern ‐ Slowenien, Kroatien, Italien und Österreich ‐ zusammen und wurde u.a. vom österreichischen Umweltministerium finanziell unterstützt. Projektpartner in Österreich ist das Forschungsinstitut für Wildtierkunde der Vetmeduni Vienna.

Mehr Information:

Präsentationsvideo des LIFE DINALP BEAR Projekts. 4

LIFE DINALP BEAR Projekt Website 5

Pressemeldung der Europäischen Union 6

(Web Redaktion, 27.10.2020)

 

Brachen tun den Hasen gut

Junger Feldhase (Foto Kirschner A. / CC BY-SA (creative commons))
Junger Feldhase 7

Seit Beginn der Intensivierung der Landwirtschaft ist die Artenvielfalt in landwirtschaftlichen Gebieten immer mehr zurückgegangen. Der Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern, ein Rückgang in der Vielfalt der angebauten Nutzpflanzen, Entwässerung, der Einsatz von großen Maschinen auf immer größeren Feldern mit Monokulturen - all das spielt dabei eine Rolle. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sind auch die Brachen, also zeitweise ungenützte Ackerflächen, stark zurückgegangen. Gerade diese nicht bewirtschafteten Flächen sind aber für die Biodiversität besonders wichtig. Sie bieten einen vielfältigen Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Spinnen, Vögeln und Säugetieren.

Feldhasen sind durch das Fehlen von Brachen in der modernen Kulturlandschaft besonders stark betroffen. Das liegt hauptsächlich an der hohen Sterblichkeit von Junghasen. Deren Überlebensrate bestimmt den jährlichen Populationszuwachs und die Frühjahresdichte des nächsten Jahres. In einer langjährigen Studie in Niederösterreich fanden wir einen klaren positiven Zusammenhang zwischen Junghasenüberlebensrate und dem Anteil der Brachflächen.

Brachflächen stellen eine wertvolle Unterstützung der Feldhasenpopulation dar. Je mehr es davon gibt, desto besser geht es den Feldhasen. Die Biodiversität erhöhende Lebensraumverbesserungsmaßnahmen haben erwiesenermaßen einen wesentlich höheren positiven Effekt auf Beutepopulationen als die Dezimierung von Prädatoren. Unsere Studie hebt die Bedeutung von aus der landwirtschaftlichen Produktion herausgenommenen landwirtschaftlichen Flächen hervor. Hingegen hat das Anpflanzen von Energiepflanzen auf bisherigen Brachflächen negative Auswirkungen auf Säugetier- und Vogelpopulationen der offenen Kulturlandschaft.

Der Artikel "Positive effects of set-asides on European hare (Lepus europaeus) populations: Leverets benefit from an enhanced survival rate 8" von Stéphanie C. Schai-Braun, Thomas Ruf, Erich Klansek, Walter Arnold und Klaus Hackländer wurde in der internationalen Zeitschrift Biological Conservation publiziert.

Eine populärwissenschaftliche Zusammenfassung des wissenschaftlichen Artikels finden Sie hier 9.

(Web-Redaktion am 13.10.2020)

 

 

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