AUSSCHREIBUNG: Professur “Wildtierwissenschaften”

Die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna) lädt zur Bewerbung für einen ordentlichen Professor (Lehrstuhl) für Wildtierwissenschaften ein. Die Position ist mit dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Abteilung für interdisziplinäre Lebenswissenschaften, verbunden

Bewerbungsfrist: 31. Januar 2021

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Offene PhD oder Postdoc Position (f/m)

Two PhD positions in Memory Retention, Cognition, and Ecology (1 February 2021 to 31 January 2025)


 

DIPLOMAND/MASTER STUDENT/IN GESUCHT!

Wir suchen Studierende/n für eine Master-/ Diplomarbeit zum Thema

Saisonale Verläufe der Körpertemperatur bei Wildschweinen (Sus scrofa)   (Beginn ab März 2021)


 

FIWI Jahresbericht 2019

Der Jahresbericht für das Jahr 2019 kann durch Klick auf das Bild heruntergeladen werden.
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2019

 

 

 

 

Aktuelles

 

Klimawandel: Anpassungsstrategien der Tierwelt nur teilweise ausreichend

Hamster während des Torpors. Foto: Arjen Strijkstra/University of Groningen
Hamster im Torpor 1

Die Welt steckt mitten im Klimawandel. Doch wie genau wirkt dieser sich auf die Tierwelt in ihren aktuellen Verbreitungsgebieten aus? Um mit Umweltschwankungen wie Klimawandel und der globalen Erderwärmung zurecht zu kommen, nutzen Tiere unterschiedliche Strategien wie Winterschlaf oder Torpor sowie die Anpassung des Energiemanagements. Die aktuelle Sonderausgabe des weltweit führenden Wissenschaftsjournals Frontiers in Physiology widmet sich dieser Thematik anhand von 15 Publikationen. Trotz verhaltensspezifischer und plastisch physiologischer Reaktionen wird der Klimawandel Auswirkungen auf die Tierwelt haben – das verdeutlicht das Editorial, welches von Sylvain Giroud (Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Vetmeduni Vienna), Andreas Nord (Lund University, Schweden), Kenneth Storey (Carleton University, Kanada) und Julia Nowack (Liverpool John Moores University, Großbritannien) verfasst wurde.

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(Web Redaktion, 18.1.2021)

 

Friederike Pohlin erhält FUTURA-Förderpreis 2020

Friederike Pohlin im Feld mit sediertem Nashhorn (Foto (c) Lisi_Raich)
Friederike Pohlin im Feld mit Nashhorn_c_Lisi_Raich 3

Im Dezember 2020 wurden die FUTURA-Förderpreise für junge SüdtirolerInnen im Ausland vergeben. Friederike Pohlin, Wildtierärztin am Institut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) an der Vetmeduni Vienna, erhielt den Förderpreise für ihre Forschungstätigkeit im Bereich des Wildtiermanagements und der Wildtieranästhesie. Die Preisverleihung fand Ende Dezember 2020 in Bozen via Livestream statt.

Die gebürtige Südtirolerin Friederike Pohlin wurde mit dem FUTURA-Förderpreis für ihre Doktorarbeit zum Thema Transportstress bei Nashörnern ausgezeichnet. Die Wildtiermedizinerin beschäftigte sich insbesondere mit der Stressphysiologie bei afrikanischen Breitmaulnashörnern während der Umsiedelung der Tiere in sichere Lebensräume. Damit setzt sich Pohlin für den Artenschutz und das Management der Wildtiere ein.

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(Web Redaktion, 11.1.2021)

 

Stoffwechselschalter bei Bären und Gartenschläfern im Winterschlaf

Foto Jon M. Arnemo
Schlafender Bär 5

Einblicke in die in der Natur beobachteten Anpassungsmechanismen könnten die Entwicklung therapeutischer Ansätze für menschliche Krankheiten unterstützen. Experimentelle Studien legen nahe, dass Trimethylamin-N-oxid (TMAO) an der Ätiologie von kardiometabolischen Erkrankungen und chronischen Nierenerkrankungen (CKD) beteiligt ist, teilweise über den Metabolismus aufgenommener Lebensmittel. Unter Verwendung eines vergleichenden biomimetischen Ansatzes haben wir die zirkulierenden Spiegel der Darmmetaboliten Betain, Cholin und TMAO bei menschlicher CNI über Tierarten hinweg sowie während des Winterschlafes bei zwei Tierarten, Braunbären und Gartenschläfern, untersucht. 

Während des Winterschlafes produzieren Bären und Gartenschläfer Betain, um ihre Zellen vor Schäden zu schützen. Bei Gartenschläfern, die ihre Körpertemperatur nahe an die Umgebungstemperatur senken können, ist während einer tiefen Erstarrung keine Betainproduktion nachweisbar, jedoch während der Aufwachintervalle, in denen sie die Körpertemperatur wieder erhöhen, Betain produziert wird. Bei in freier Wildbahn lebenden Bären scheint es, einen "Stoffwechselschalter" zu geben,  um Betain anstelle von TMAO zu erzeugen. Bei diesen Arten scheint Betain im Winterschlaf also endogen produziert zu werden, und nicht über die Nahrung aufgenommen (da sie im Winterschlaf nicht essen). Die Charakterisierung und das Verständnis eines solchen adaptiven Schalters könnten Hinweise auf neuartige Behandlungsoptionen für Lebensstilkrankheiten wie chronische Nierenerkrankungen enthalten. 

Der Artikel "Insights in the regulation of trimetylamine N-oxide production using a comparative biomimetic approach suggest a metabolic switch in hibernating bears 6" von Thomas Ebert, Johanna Painer, Peter Bergman, Abdul Rashid Qureshi, Sylvain Giroud, Gabrielle Stalder, Karolina Kublickiene, Frank Göritz, Sebastian Vetter, Claudia Bieber, Ole Fröbert, Jon M. Arnemo, Andreas Zedrosser, Irene Redtenbacher, Paul G. Shiels, Richard J. Johnson & Peter Stenvinkel wurde in Scientific Reports online veröffentlicht.

(Web Redaktion, 30.11.2020)

 

Temperaturschwankungen beeinflussen Verbreitung der Balkan-Springnatter

Cover-Foto einer Balkan-Springnatter von Balint Halpern
Titelblatt der Zeitschrift Genes, Oktober 2020 7

Die Anpassung an sich verändernde Umgebungen ist im Zeitalter des „Anthropozäns“ eine wachsende Herausforderung, und Tierarten- und populationen die sich rasch an neuartige Formen von Selektionsdruck anpassen können, überleben mit größerer Wahrscheinlichkeit. Die Balkan-Springnatter (Dolichophis caspius) ist eine nicht giftige Schlange mit großem Körper und bewohnt trockene Steppen- und Mittelmeerlebensräume von Osteuropa um das Kaspische Meer und das Schwarze Meer bis zum nordwestlichen Rand ihrer Verbreitung in Ungarn.

Mithilfe der ddRAD-Sequenzierung untersuchte ein Forschungsteam um Pamela Burger am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna die genetische Vielfalt und die adaptive Evolution an lokale Lebensraumtypen. Das Team identifizierte 751 ausgewählte Genotypen, die mit sieben wichtigen Klimavariablen korrelierten. Sie fanden heraus, dass die Isothermie, die Temperaturschwankung von Tag zu Nacht im Vergleich zur Veränderung von Sommer zu Winter, eine wichtige Rolle bei der Verbreitung und Anpassung von Balkan-Springnattern spielen kann.

Der Artikel "Landscape Genomics of a Widely Distributed Snake, Dolichophis caspius (Gmelin, 1789) across Eastern Europe and Western Asia 8" von Mahtani-Williams S, Fulton W, Desvars-Larrive A, Lado S, Elbers JP, Halpern B, Herczeg D, Babocsay G, Lauš B, Nagy ZT, Jablonski D, Kukushkin O, Orozco-terWengel P, Vörös J, und Burger PA ist kürzlich in der internationalen Zeitschrift Genes erschienen. Der Artikel hat es sogar auf den Cover dieser Ausgabe der Zeitschrift geschafft.

(Web Redaktion, 29.10.2020)

 

LIFE DINALP BEAR ls bestes Naturprojekt in Europa gekürt

Das Projekt DINALPBEAR hat bei den European LIFE Awards 2020 gewonnen. (Foto Miha Krofel)
Braunbär im Wald in der Sonne 9

Am Mittwoch, 21. Oktober 2020, gab die Jury der EU‐Kommission im Rahmen der Feierlichkeiten zur Europäischen Grünen Woche die besten LIFE‐Projekte bekannt, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurden. Die LIFE‐Preise, die nun in ihrem 14. Jahr vergeben werden, zeichnen die innovativsten, inspirierendsten und effektivsten LIFE‐Projekte aus. Die besten Projekte wurden in den folgenden Kategorien ausgezeichnet: Umwelt, Natur und Klimaschutz. Unter den 15 ausgewählten Projekten gewann LIFE DINALP BEAR als bestes Naturprojekt.

Das Projekt, welches das Management und den Schutz von Braunbären auf Populationsebenen im nördlichen Dinarischen Gebirge und in den Alpen vorantreibt, bringt Partner aus vier Ländern ‐ Slowenien, Kroatien, Italien und Österreich ‐ zusammen und wurde u.a. vom österreichischen Umweltministerium finanziell unterstützt. Projektpartner in Österreich ist das Forschungsinstitut für Wildtierkunde der Vetmeduni Vienna.

Mehr Information:

Präsentationsvideo des LIFE DINALP BEAR Projekts. 10

LIFE DINALP BEAR Projekt Website 11

Pressemeldung der Europäischen Union 12

(Web Redaktion, 27.10.2020)

 

Brachen tun den Hasen gut

Junger Feldhase (Foto Kirschner A. / CC BY-SA (creative commons))
Junger Feldhase 13

Seit Beginn der Intensivierung der Landwirtschaft ist die Artenvielfalt in landwirtschaftlichen Gebieten immer mehr zurückgegangen. Der Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern, ein Rückgang in der Vielfalt der angebauten Nutzpflanzen, Entwässerung, der Einsatz von großen Maschinen auf immer größeren Feldern mit Monokulturen - all das spielt dabei eine Rolle. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sind auch die Brachen, also zeitweise ungenützte Ackerflächen, stark zurückgegangen. Gerade diese nicht bewirtschafteten Flächen sind aber für die Biodiversität besonders wichtig. Sie bieten einen vielfältigen Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Spinnen, Vögeln und Säugetieren.

Feldhasen sind durch das Fehlen von Brachen in der modernen Kulturlandschaft besonders stark betroffen. Das liegt hauptsächlich an der hohen Sterblichkeit von Junghasen. Deren Überlebensrate bestimmt den jährlichen Populationszuwachs und die Frühjahresdichte des nächsten Jahres. In einer langjährigen Studie in Niederösterreich fanden wir einen klaren positiven Zusammenhang zwischen Junghasenüberlebensrate und dem Anteil der Brachflächen.

Brachflächen stellen eine wertvolle Unterstützung der Feldhasenpopulation dar. Je mehr es davon gibt, desto besser geht es den Feldhasen. Die Biodiversität erhöhende Lebensraumverbesserungsmaßnahmen haben erwiesenermaßen einen wesentlich höheren positiven Effekt auf Beutepopulationen als die Dezimierung von Prädatoren. Unsere Studie hebt die Bedeutung von aus der landwirtschaftlichen Produktion herausgenommenen landwirtschaftlichen Flächen hervor. Hingegen hat das Anpflanzen von Energiepflanzen auf bisherigen Brachflächen negative Auswirkungen auf Säugetier- und Vogelpopulationen der offenen Kulturlandschaft.

Der Artikel "Positive effects of set-asides on European hare (Lepus europaeus) populations: Leverets benefit from an enhanced survival rate 14" von Stéphanie C. Schai-Braun, Thomas Ruf, Erich Klansek, Walter Arnold und Klaus Hackländer wurde in der internationalen Zeitschrift Biological Conservation publiziert.

Eine populärwissenschaftliche Zusammenfassung des wissenschaftlichen Artikels finden Sie hier 15.

(Web-Redaktion am 13.10.2020)

 

 

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Screenshot eines Formulars Zur Einreichung von Fallwild 26

Das Begleitschreiben für Fallwild können Sie hier 26 runterladen.