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LIFELONG EFFECTS OF ENERGY SAVING STRATEGIES DURING DEVELOPMENT IN THE GARDEN DORMOUSE (Beginn Juni 2020)


 

FIWI Jahresbericht 2019

Der Jahresbericht für das Jahr 2019 kann durch Klick auf das Bild heruntergeladen werden.
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2019

 

 

 

 

Aktuelles

 

Dr. Gabrielle Stalder ist nun auch "Fachtierärztin" für Zoo- und Wildtiere

Dr.med.vet. Gabrielle Stalder
Gabrielle Stalder

Im Juli bestand Dr. Gabrielle Stalder, Leiterin der Arbeitsgruppe Wildtiermedizin des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie dir Prüfung zum Fachtierarzt für Zoo-und Wildtiere. Unsere Veterinärmedizinerinnen- und mediziner am Institut sind zwar alle im Bereich Wildtiere spezialisiert, der Fachtierarzt-Titel bedeutet jedoch eine zusätzliche Qualifikation für Tierärzte, der in einer postgradualen Weiterbildung und entsprechende Prüfung erlangt wird.  Fachtierärzte sind verpflichtet zusätzlich zur allgemeinen Fortbildungsverpflichtung 1 mind. 10 fachspezifische Bildungsstunden pro Jahr zu erwerben. Im Vetjournal (Ausgabe Juli 2020) 2 gibt es eine Nachlese dazu auf S.42.

Wir gratulieren unserer Kollegin herzlich zur bestandenen Prüfung!

(Web-Redaktion am 3.8.2020)

 

Ein Tier der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft

Dromedare in Indien (Foto P. Burger)
Dromedare in Indien 3

Kamele sind erstaunliche Tiere. Aufgrund ihrer einzigartigen Anpassung an unterschiedliche und extreme Umgebungen kann kein anderes Haustier (z. B. Rinder, Schafe oder Ziegen) Menschen so viele Dienste erweisen wie das Hauskamel. Dromedare und baktrische Kamele, die beiden einheimischen Kamele der Alten Welt, waren für den Warentransport entlang der Seidenstraße von unschätzbarem Wert.

Aufgrund jahrhundertelanger Domestizierung ist Hybridisierung sehr verbreitet, aber mit einem „ungeschulten“ Auge schwer zu erkennen. Forscherinnen vom FIWI haben Proben von über 120 Dromedaren weltweit gesammelt. Durch genetische Analysen konnten sie effektive Migrationsmuster identifizieren, die zu bekannten Handelsrouten an der Mittelmeerküste passen, die Nordwestafrika mit dem Norden der Arabischen Halbinsel verbinden. Dies stimmt mit den Routen der bekannten Karawanen, die entlang der Seidenstraße nach Südasien zogen, überein.

Mehr darüber im nature ecology & evolution 4 Artikel BEHIND THE PAPER 5: Camel - the animal of the past, present and future von Sara Lado, Pamela Burger und Elena Ciani.

Der Artikel "Genome-wide diversity and global migration patterns in dromedaries follow ancient caravan routes 6" von Sara Lado, Jean Pierre Elbers, Angela Doskocil, Davide Scaglione, Emiliano Trucchi, Mohammad Hossein Banabazi, Faisal Almathen, Naruya Saitou, Elena Ciani und Pamela Anna Burger erschien am 16.7.2020 in der Zeitschrift Communications Biology.

Ein weiterer Artikel zum Thema, "Genomic signatures of domestication in Old World camels 7" von Robert Rodgers Fitak, Elmira Mohandesan, Jukka Corander, Adiya Yadamsuren, Battsetseg Chuluunbat, Omer Abdelhadi, Abdul Raziq, Peter Nagy, Chris Walzer, Bernard Faye und Pamela Anna Burger erschien in Communications Biology am 19.6.2020. Dazu gibt es auch eine Pressemeldung der Vetmeduni Vienna 8.

(Web Redaktion, 20.7.2020)

 

FIWI Forschung im Fokus der Öffentlichkeit: Das Spiel der Schweine mit Wärme und Kälte

Bache mit Frischlingen (Foto S. Vetter)
Bache mit Frischlingen 9

Am 11.7.2020 berichtete Die Presse über unsere Wildschweinforschung. Dr. Claudia Bieber vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie erforscht mit ihrem Team seit mehreren Jahren die Anpassungsmechanismen der Wildschweine an klimatische Veränderungen. Diese intelligenten Tiere haben sich in den letzten Jahren mancherorts stark ausgebreitet und verursachen dadurch des öfteren Konflikte mit Menschen. Sie profitieren von den wärmeren Wintern, die der Klimawandel in unseren Breiten mit sich bringt. Ihre Populationsdynamik hat ein Team um Claudia Bieber modelliert. Dabei fanden sie heraus, dass es weniger der verstärkte Maisanbau in manchen Gegenden ist, der den Wildschweinen zugute kommt, sondern eher die vermehrten Mastjahre - in welchen Buchen und Eichen eine große Anzahl an Samen produzieren - die dabei wichtig sind.  Auch diese stehen im Zusammenhang mit klimatischen Bedingungen.

Die Hitze ist aber nicht ausschließlich gut für die Schweine. Gefördert von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG hat Claudia Bieber mit Kolleginnen und Kollegen unter anderem die Thermoregulation der Tiere untersucht. Wildschweine sind demnach nicht nur Kälte-empfindliche, sie vertragen aber auch große Hitze nicht sonderlich gut, denn ihnen fehlen Schweißdrüsen, was bei Hitze zur Hyperthermie (vulgo "Hitzeschlag") führen kann.

Weitere Details dazu finden Sie im Presse Artikel 10.

(Web-Redaktion am 13.7.2020)

 

 

Einsame Einzelgänger – warum Siebenschläfer nicht so kuschelig sind, wie sie aussehen

Siebenschläfer (Glis glis), Foto © Claudia Bieber/Vetmeduni Vienna
Mehrere Siebenschläfer im Nest 11

Tiere kommen aus verschiedenen Gründen in Gruppen zusammen, z. B. aus Gründen der räumlichen Ressourcenverteilung, der sexuellen Selektion und der Paarungsmöglichkeiten oder um das individuelle Risiko, gefressen zu werden, zu senken. Siebenschläfer sind während der Nahrungssuche tendenziell Einzelgänger, teilen sich jedoch häufig den Schlafplatz.

Soeben erschien eine Studie eines Forschungsteams am Institut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna, das seit dreizehn Jahren eine Siebenschläferpopulation im Wiener Wald untersucht. Für die Studie analysierten Thomas Ruf, Claudia Bieber und ihr Team das Gruppierungsverhalten von mehr als 4.000 markierten Siebenschläfern. Siebenschläfer sind unter Nagetieren insofern ungewöhnlich, als ihre Geselligkeit von der Verfügbarkeit von Ressourcen abhängt. Derzeit scheint es klar zu sein, dass Siebenschläfer massiv von einem hohen Energieumsatz, einer kontinuierlich hohen Körpertemperatur und einer intensiven Nahrungssuche in Reproduktionsjahren zu einem Energiesparmodus in Jahren geringer reproduktiver Aktivität wechseln, in denen Zusammenkuscheln in großem Umfang genutzt, die Futtersuche reduziert und kurze Torporphasen eingesetzt werden.

Der Artikel "Use of Social Thermoregulation Fluctuates With Mast Seeding and Reproduction in a Pulsed Resource Consumer 12" von Thomas Ruf und Claudia Bieber wurde in Oecologia veröffentlicht. 

Mehr Information 13

(Web-Redaktion am 1.7.2020)

 

Tierwelt ungenügend vorbereitet auf Extremtemperaturen

Bevor sich eine kompetente Endothermie entwickelt, reagieren Säugetiere und Vögel empfindlich auf Temperatur- schwankungen.
Blaumeisen (Foto © Andreas Nord/ Universität Lund)
Blaumeisenjunge in einer Nestbox 14

Welche Folgen für das spätere Leben hat die Temperatur während des Heranwachsens von Vögeln und Säugetieren? Eine Frage, die angesichts des Klimawandels auch für uns Menschen von großer Bedeutung ist. Eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna hat nun untersucht, ob sich durch frühe klimatische Herausforderungen später im Leben Vorteile ergeben oder nicht. 

Bei allen Unterschieden von Vögeln und Säugetieren – auf schwankende Temperaturen während ihrer Entwicklung im Ei oder Mutterleib bzw. bis zum Erreichen des Erwachsenenalters reagieren beide Klassen ähnlich empfindlich. Denn die thermische Umgebung während des Heranwachsens kann Änderungen der thermoregulatorischen Kontrolle auslösen. Sylvain Giroud vom FIWI und Andreas Nord von der Lund Universität (Schweden) nahmen dazu bereits erschienene Forschungsarbeiten unter die Lupe. Laut den beiden Forschern entscheiden der Zeitpunkt, die Dauer und die Höhe der Temperatur während des Heranwachsens darüber, wann eine thermische Belastung statt zu einer verbesserten zu einer eingeschränkten Adaptionsfähigkeit an Extremtemperaturen führt.

Der Artikel "Lifelong effects of thermal challenges during development in birds and mammals 15" von Andreas Nord und Sylvain Giroud wurde in Frontiers in Physiology veröffentlicht.

Mehr Information 16

(Web-Redaktion am 25.5.2020)

 

Ruhig Blut: Neuer Wirkstoff verspricht verbesserte Narkosen bei Wildtieren

Chemische Immobilisierung und Anästhesie sind für medizinische Eingriffe an Wildtieren häufig unerlässlich.
Foto © Peter Steiger
Kopfportrait einer Hirschkuh 17

Medizinische Eingriffe unter Anästhesie sind wie beim Menschen auch bei anderen Säugetieren eine häufige Notwendigkeit. Doch derzeit eingesetzte Wirkstoff- kombinationen führen oft zu unerwünschten Nebenwirkungen, insbesondere zu schwerem Bluthochdruck. Ein neuer Wirkstoff verspricht nun Abhilfe und mehr Sicherheit bei Anästhesien, wie eine aktuelle Studie unter der Leitung von Gabrielle Stalder des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna zeigt.

Der Artikel "Cardiovascular effects of intravenous vatinoxan (MK-467) in medetomidine- tiletamine-zolazepam anaesthetized red deer (Cervus elaphus) 18“ von Joy Einwaller, Johanna Painer, Marja Raekallio, Kristina Gasch, Flavia Restitutti, Ulrike Auer und Gabrielle Stalder wurde in Veterinary Anaesthesia and Analgesia veröffentlicht.

Mehr Information 19

(Web-Redaktion am 1.4.2020)

 

 

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Seminar am Wilheminenberg ABGESAGT

Aufgrund der COVID-19 Präventionsmaßnahmen mussten wir alle Seminare im Sommersemester 2020 leider absagen.


 

Begleitschreiben für Fallwild

Screenshot eines Formulars Zur Einreichung von Fallwild 29

Das Begleitschreiben für Fallwild können Sie hier 29 runterladen.