FIWI Jahresbericht 2018

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Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2018

 

 

 

 

Aktuelles

 

Wer geht am weitesten im ganzen Land? Die weltweit längsten Überlandwanderungen von Wildtieren

Foto (c) P. Kaczensky
Asiatische Wildesel 1

Langstreckenwanderungen von Wildtieren sind durch Lebensraumverlust- und Zerschneidung global gefährdet, obwohl sie für die Erhaltung vieler Leitarten von entscheidender Bedeutung sind. Wissenschafterinnen und Wissenschafter der FIWI Abteilung Conservation Medicine fanden mit GPS Halsbändern heraus, wie weit sich verschiedene Säugetierarten im Laufe eines Jahres bewegten. Diese Ergebnisse wurden soeben in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht. Dabei zeigte sich, dass Karibus bzw. Rentiere aus zahlreichen Populationen tatsächlich die längsten Wanderungen unternehmen (Gesamtentfernungen über 1.200 km). Überraschenderweise legten aber einige Arten, wie z.B. Wölfe oder der Kulan (Mongolischer Wildesel) über das Jahr verteilt noch größere Strecken zurück, obwohl sie nicht regelmäßig wie Rentiere wanderten.

Die Daten belegen nicht nur die bemerkenswerte Mobilität dieser Arten, sondern unterstreichen auch die Notwendigkeit einer großflächigen Vernetzung der Lebensräume, um das langfristige Überleben von weiträumig wandernden Großsäugetieren zu gewährleisten.

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(Web-Redaktion am 31.10.2019)

 

Vetmeduni Vienna, Land Kärnten und Nationalpark Hohe Tauern blicken auf die erfolgreichen, 1. Mallnitzer Tage zurück

Walter Arnold (Vetmeduni Vienna), Günther Novak (Bürgermeister Mallnitz), Barbara Ladstätter (Abt. Bildung, Land Kärnten), Klaus Eisank (Nationalpark Hohe Tauern) und Landesrätin Sara Schaar (v.l.n.r.) bei den 1. Mallnitzer Tagen. Foto © Peter Schober
Gruppenfoto Walter Arnold (Vetmeduni Vienna), Günther Novak (Bürgermeister Mallnitz), Barbara Ladstätter (Abt. Bildung, Land Kärnten), Klaus Eisank (Nationalpark Hohe Tauern) und Landesrätin Sara Schaar (v.l.n.r.) bei den 1. Mallnitzer Tagen 3

Bereits im Februar 2019 haben das Land Kärnten und die Veterinärmedizinische Universität Wien in einem Letter of Intent ein nachhaltiges Konzept zur Weiterentwicklung und zum Ausbau der universitären Infrastruktur in Kärnten vorgestellt. Nun trug die Kooperation bereits erste Früchte – in Form der 1. Mallnitzer Tage, welche von 17. – 18. Oktober 2019 im Besucherzentrum Mallnitz stattfanden. Der Nationalpark Hohe Tauern bietet für die Vetmeduni Vienna ideale Voraussetzungen für die Forschung und Lehre im Bereich Wildtierkunde. Aus diesem Grund lag auch der Fokus der 1. Mallnitzer Tage auf den Themen Wildtierökologie und –management.

Namhafte Experten der Vetmeduni Vienna vermittelten den Anwesenden im Rahmen zahlreicher Workshops umfangreiches Fachwissen von A wie Altersbestimmung beim Rotwild bis Z wie Zukunft des Gamswildes in den Ostalpen.  Walter Arnold, Leonida Fusani, Christoph Beiglböck und Friederike Range vom Department für Interdisziplinäre Lebenswissenschaften berichteten über ihre Forschungsmethoden und -ergebnisse.

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(Web-Redaktion am 21.10.2019)

 

Alles hat seinen Preis, auch der Winterschlaf

Ein tiefer Winterschlaf ist mit Kosten auf zellulärer Ebene verbunden, die von den Tieren aktiv und energetisch aufwändig ausgeglichen werden muss. (Foto © Claudia Bieber)
Siebenschläfer auf einem belaubten Ast 5

Viele Säugetiere überleben die kalte Jahreszeit indem sie Winterschlaf halten. Je tiefer die eigene Körpertemperatur, umso mehr Energie können Winterschläfer dabei einsparen. Was zwar grundsätzlich positiv ist, hat jedoch einen großen Haken: Niedrigere Temperaturen führen zu einem vermehrten Schrumpfen der Schutzkappen der Chromosomen – beträchtliche Schäden, die zum Tod der Zelle führen können und nur mit großem Energieaufwand wieder behoben werden können. In Experimenten mit Gartenschläfern und Siebenschläfern stellten Forscherinnen und Forscher vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna nun fest, dass Tiere, die bei höheren Temperaturen überwintern, längere Telomere aufrechterhalten, aber auch mehr Energie verbrauchen.  Das Forschungsteam konnte in der Verkürzung der Telomere der beiden untersuchten Tierarten, die im Labor entweder bei 3° C oder 14° im Winterschlaf gehalten wurden, signifikante Unterschiede feststellen.

Der Artikel "Always a price to pay: hibernation at low temperatures comes with a trade-off between energy savings and telomere damage 6" von Julia Nowack, Iris Tarmann, Franz Hölzl, Steve Smith, Sylvain Giroud und Thomas Ruf wurde in Biology Letters veröffentlicht.

(Web-Redaktion am 14.10.2019)

 

Über das Leben der Murmeltiere

Ein Murmeltierpaar (Foto (c) Ingo Arndt)
Zwei Murmeltiere auf einem Felsen 7

Wussten Sie, dass Murmeltiere zur Familie der Hörnchen gehören?  Oder dass es 15 verschiedene Murmeltierarten gibt, die allesamt nur auf der nördlichen Erdhalbkugel leben?  Und halten alle Murmeltiere Winterschlaf?  Antworten zu diesen und anderen Fragen finden Sie in dem kürzlich als "Quick Guide" erschienenen Artikel "Marmots" (englisch für Murmeltiere) von Walter Arnold in der renommierten Fachzeitschrift Current Biology.

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(Web-Redaktion am 3.10.2019)

 

Wie Rehen das Winterfutter auf den Pansen schlägt

Foto © www.capreolus.at
Reh auf einer taubedeckten Wiese 9

Rehe (Capreolus capreolus) bevölkern weite Teile Europas und sind jahreszeitlich bedingt mit einem saisonal schwankenden Nahrungsmittelangebot konfrontiert. In einigen europäischen Ländern – darunter auch in Österreich – ist es deshalb üblich, Wildtiere im Winter zusätzlich zu füttern. Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, das Institut für Lebensmittelsicherheit, Lebensmitteltechnologie und öffentliches Gesundheitswesen der Vetmeduni Vienna zusammen mit dem Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der BOKU sind deshalb in einer gemeinsamen Forschungsarbeit der Frage nachgegangen, inwieweit die winterliche Nahrungsergänzung die bakterielle Zusammensetzung im Pansen beeinflusst. Zu diesem Zweck untersuchten die WissenschafterInnen die Zusammensetzung der Pansenbakterien von freilebenden weiblichen Rehen. Dabei wurden Tiere aus einem Gebiet mit zusätzlichen Fütterungsstellen mit solchen verglichen, die ausschließlich auf natürliches Futter angewiesen waren.

Die Ergebnisse der Studie zeigen einen deutlichen qualitativen Unterschied zwischen der Mikrobiota-Zusammensetzung der beiden untersuchten Populationen. Die Veränderung der Pansen-Mikrobiota durch die Winterfütterung lässt eine negative Auswirkung auf den Gesundheitszustand von Rehen vermuten.  Die im Rahmen der Studie festgestellte hohe Häufigkeit nicht klassifizierter Bakterienstämme zeigt außerdem, dass mehr Wissen über die Mikrobiota in Pansen von Wildwiederkäuern nötig ist.

Der Artikel "Impact of supplemental winter feeding on ruminal microbiota of roe deer (Capreolus capreolus)" 10 von Sara Ricci, Robin Sandfort, Beate Pinior, Evelyne Mann, Stefanie U. Wetzels und Gabrielle Stalder wurde in Wildlife Biology veröffentlicht.

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(Web-Redaktion am 1.10.2019)

 

Multiresistente Keime: Großstadt-Ratten als mögliche Quelle

In Bezug auf die Verbreitung und Entwicklung multiresistenter Keime sind Wanderratten (Rattus norvegicus) besonders relevant. (Foto © Amélie Desvars-Larrive)
Ratte in einer Falle 12

Die Entstehung von multiresistenten Krankheitserregern wird zu einem immer größeren, globalen Problem für die Gesundheit von Mensch und Tier. Ein Forschungsteam hat nun bei in der Wiener Innenstadt zwischen 2016 und 2017 gefangenen Ratten festgestellt, dass rund jede siebente davon (14,5%) multiresistente Enterobakterien – deren wichtigster Vertreter als Kolibakterien bekannt sind – in sich trug. Die in Wien erhobene Häufigkeit ist damit vergleichbar zum in früheren Studien in anderen Großstädten festgestellten Auftreten. So betrug die Prävalenz beispielsweise in Berlin 13,6% und in Hongkong 13,9%. Zudem trugen mehr als die Hälfte der Ratten in Wien (59,7 %) gefährliche, multiresistente Staphylokokken in sich.

Die Arbeit ist das Ergebnis einer internationalen Kooperation zwischen der Vetmeduni Vienna (Forschungsinstitut für Wildtierkunde/Ökologie, Institut für Mikrobiologie), der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES), der Freien Universität Berlin sowie dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien.  Trotz ihres schlechten Rufes sind die kleinen Nagetiere nützlich für die Wissenschaft. Ratten sind in städtischen Gebieten allgegenwärtig und kommen mit allen Arten von Abwässern in Berührung. Die Wissenschaft macht sich dies zu Nutze, um Informationen über mögliche Antibiotikaresistenzen bei Ratten in der urbanen Umgebung zu gewinnen.

Der Artikel „Urban brown rats (Rattus norvegicus) as possible source of multidrug-resistant Enterobacteriaceae and meticillin-resistant Staphylococcus spp., Vienna, Austria, 2016 and 2017 13“ von Amélie Desvars-Larrive, Werner Ruppitsch, Sarah Lepuschitz, Michael P Szostak, Joachim Spergser, Andrea T. Feßler, Stefan Schwarz, Stefan Monecke, Ralf Ehricht, Chris Walzer und Igor Loncaric wurde in Eurosurveillance veröffentlicht.

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(Web-Redaktion am 9.9.2019)

 

 

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Seminarprogramm 24


 

Begleitschreiben für Fallwild

Screenshot eines Formulars Zur Einreichung von Fallwild 25

Das Begleitschreiben für Fallwild können Sie hier 25 runterladen.


 

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