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FIWI Jahresbericht 2017

Der Jahresbericht für das Jahr 2017 kann durch Klick auf das Bild heruntergeladen werden.
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2017

 

 

 

 

Aktuelles

 

In Memoriam Kurt Onderscheka

em. o. Univ.Prof. Dr. med.vet. Kurt Onderscheka (Foto FIWI/Vetmeduni Vienna)

Wir trauern um den Gründer des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie, unseren Emeritus ordentlicher Universitätsprofessor Dr. med. vet. Kurt Onderscheka, der am 10. März 2019 verstorben ist. Seine Schaffenskraft, sein Organisationstalent, sein zäher Wille und unglaubliches Engagement für die heimischen Wildtiere und die Veterinärmedizinische Universität Wien bleiben unvergessen. Sein Name ist untrennbar mit dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie und dessen Erfolgsgeschichte verbunden.

Kurt Onderscheka wurde am 20. November 1926 in Eleonorenhain im Böhmerwald (heutige Tschechische Republik) geboren. Nach dem Schulbesuch in Prag und Wien wurde ihm Österreich nach Kriegsende zur neuen Heimat. Von 1945-1950 studierte er an der Tierärztlichen Hochschule in Wien Veterinärmedizin und promovierte 1951. Schon 1950 übernahm er eine tierärztliche Praxis im Pinzgau (Salzburg), die er zu einer der größten Großtierpraxen Österreichs ausbaute. Die Praxis verließ er nach 10 Jahren, um sich ganz seinem besonderen Interesse für Tierernährung zu widmen, zunächst mit einer Tätigkeit in der Industrie, ab 1964 wieder an seiner Alma Mater als Assistent am Institut für Medizinische Chemie. 1970 folgte die Habilitation für Tierernährung und Futtermittelkunde. Sein schon länger bestehendes Interesse für Fragen der Ernährung und Erkrankungen von Wildtieren entwickelte sich nun zum neuen wissenschaftlichen Schwerpunkt. 1976 wurde er zum Ordinarius für das neu gegründete Fach Wildtierkunde an der Veterinärmedizinischen Universität Wien ernannt.

Das Universitätsorganisationsgesetz 1975 schuf erstmals die Möglichkeit private Financiers direkt in die universitäre Forschung einzubinden. Kurt Onderscheka ergriff diese Gelegenheit beim Schopf. Es gelang ihm Sponsoren aus der Industrie und die österreichischen Landesjagdverbände für die Förderung wildtierkundlicher Forschung zu gewinnen. Am 22. Dezember 1977 wurde das erste Forschungsinstitut Österreichs gegründet, das gemeinsam von einer Universität und privaten Geldgebern, organisiert in einer Fördergesellschaft, betrieben wurde. Zum Leiter des neuen Forschungsinstitutes für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien wurde Kurt Onderscheka bestellt. Jetzt galt es, diesem Institut auch eine entsprechende räumliche Ausstattung zu verschaffen. Mit seiner schier unermüdlichen Energie gelang es Kurt Onderscheka die Unterstützung der Stadt Wien zu gewinnen, die bis heute das großzügige Institutsgebäude am Wilhelminenberg mit dem sich anschließenden 45 Hektar großen Forschungsgehege der wildökologischen Forschung zur Verfügung stellt. Für die Adaptierung des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes des Schlosses Wilhelminenberg zu einer modernen Forschungseinrichtung wurden erhebliche finanzielle Mittel von Bund, Stadt Wien, den österreichischen Jagdverbänden und privaten Sponsoren aufgebracht. Das Institut florierte, erweiterte seine Forschungsagenden auf ökologische Zusammenhänge und genießt heute als „Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie“, kurz „FIWI“, internationale Anerkennung.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen erhielt Kurt Onderscheka zahlreiche Auszeichnungen, so auch das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse und das große silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Auch nach seiner Emeritierung 1995 blieb Kurt Onderscheka dem FIWI stets verbunden. Sein Lebenswerk ist das Fundament des heute existierenden Forschungszentrums für organismische Biologie am Wilhelminenberg, bestehend aus dem FIWI, dem benachbarten Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung und der Österreichischen Vogelwarte, zusammengefasst im Department für Integrative Biologie und Evolution der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Wir werden den Gründervater des FIWI nicht vergessen und ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren.

Wien, im März 2019

o.Univ.Prof. Dr. rer. nat. Walter Arnold
Leiter des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie

 

Innere Uhr tickt immer: Spitzbergen-Rentiere auch im Dauerlicht der Mitternachtssonne und Dauerdunkel des Polarwinters tagesrhythmisch

Spitzbergen-Rentiere halten ihren Tagesrhythmus trotz Mitternachtssonne und Polarwinter ein. (Foto: © dieter leve / pixelio.de)
Rentierherde im Schnee 1

Alle Lebewesen verfügen über eine innere Tagesuhr mit einer Zykluslänge, die geringfügig von 24 Stunden abweicht und die mit externen „Zeitgebern“, zumeist dem täglichen Tag- /Nachtwechsel, synchronisiert wird. Ob diese innere Uhr auch in den Polarregionen funktioniert, wo im Winter monatelang Dunkelheit und im Sommer Dauerlicht herrscht, wurde bezweifelt. Ein Forschungsteam um Walter Arnold vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna untersuchte in einer Studie an freilebenden Rentieren auf Spitzbergen erstmals mit einem hochauflösenden Telemetriesystem nicht nur das Verhalten, sondern auch die Physiologie der Tiere. Sie fanden heraus, dass – entgegen früherer Befunde - die circadiane Rhythmik das ganze Jahr über bestehen bleibt.

Der Artikel “Circadian rhythmicity persists through the Polar night and midnight sun in Svalbard reindeer 2” von Walter Arnold, Thomas Ruf, Leif Egil Loe, R. Justin Irvine, Erik Ropstad, Vebjørn Veiberg und Steve D. Albon wurde in Scientific Reports veröffentlicht.

(Web-Redaktion, 16.11.2018)

 

FIWI bietet demnächst Ausbildung für neues ÖTK-Diplom in "Farmwildmedizin" an

Rotwild im Gatter (Foto C. Beiglböck/Vetmeduni Vienna)
Zwei männliche Rothirsche im Gatter 3

Tierärztinnen und Tierärzte vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna haben gemeinsam mit der Tierärztekammer und Dr. Karl Bauer vom Steiermärkischen Tiergesundheitsdienst eine Tierärzte-Fortbildung auf die Beine gestellt.  Die neue Ausbildung wurde von Dr. Johanna Painer, Dr. Gabrielle Stalder und Dr. Christoph Beiglböck entwickelt und wird demnächst als zusätzliches Diplom von der Tierärztekammer "honoriert" werden. 

Die Farmwildhaltung entwickelt sich in Österreich positiv, sie wird als alternative Nutzung von Grünland-Restflächen meistens in biologischer Produktionsweise mit Direktvermarktung durchgeführt. Die landwirtschaftliche Gehegehaltung von Wildtieren ist heute eine spezielle anerkannte Nutzungsrichtung, die auch an die betreuenden Tierärztinnen und Tierärzte hohe Ansprüche stellt. Für das Erreichen des Diploms ist die Absolvierung von fünf Modulen innerhalb von zwei Jahren notwendig. Es sollte für die TierärztInnen einen zertifizierten Kompetenzzuwachs ermöglichen.

Kursstart wird im Frühjahr 2019 sein.  Genaue Details werden zeitgerecht auf der Website der Tierärztekammer veröffentlicht.

Mehr Info zu ÖTK Diplomen 4

ÖTK Diplom Farmwildmedizin 5

(Web-Redaktion, 14.11.2018)

 

Alternde Siebenschläfer verkürzen Winterschlaf für mehr Reproduktion

Im Alter verkürzt der Fortpflanzungsdrang den Winterschlaf des Siebenschläfers. (©Jessica Cornils/Vetmeduni Vienna)
Siebenschläfer mit Jungen in der Nestbox 6

Siebenschläfer genießen ein für ihre Größe extrem langes Leben dank des Winterschlafs und sind in dieser „Disziplin“ mit maximal elf und zumindest sechs Monaten auch Rekordhalter in diesem Zustand. Wodurch die unterschiedliche Dauer verursacht wird, abgesehen von den bestimmten Umweltbedingungen, war bisher unklar. Studienleiterin Claudia  Bieber und andere Forschende vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna spekulierten, dass ältere Tiere eigentlich den Winterschlaf für einen Fortpflanzungsvorteil verkürzen sollten. Sie bestätigten diese Theorie nun durch eine in Scientific Reports veröffentlichte Datenanalyse einer in großen Außengehegen gehaltenen Siebenschläferpopulation. Die kürzeren Winterschlafintervalle alternder Weibchen und Männchen waren der zunehmenden Reproduktion geschuldet. Außerdem zögern sie das „Schlafengehen“ hinaus und wachen mit zunehmendem Alter immer früher auf.

Der Artikel „Effects of aging on timing of hibernation and reproduction 7“ von Claudia Bieber, Christopher Turbill und Thomas Ruf wurde in Scientific Reports veröffentlicht.

Mehr Info 8

(Web-Redaktion, 31.10.2018)

 

 

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Seminar am Wilheminenberg

Jeden Mittwoch im Semester findet das "Seminar am Wilhelminenberg" in unserem Haus statt, ein wissenschaftliches Kolloquium bei dem führende WissenschafterInnen aus aller Welt neueste Forschungsergebnisse präsentieren.

Seminarprogramm 18


 

Begleitschreiben für Fallwild

Screenshot eines Formulars Zur Einreichung von Fallwild 19

Das Begleitschreiben für Fallwild können Sie hier 19 runterladen.


 

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