AUSSCHREIBUNG: Leiter des Biochemielabors

Wir suchen hochmotivierte Bewerber mit einem Doktorat in Biochemie oder verwandten Disziplinen und Erfahrung in verschiedenen Methoden.

Bewerbungs Frist: 7. November 2020

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FIWI Jahresbericht 2019

Der Jahresbericht für das Jahr 2019 kann durch Klick auf das Bild heruntergeladen werden.
Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2019

 

 

 

 

Aktuelles

 

Brachen tun den Hasen gut

Junger Feldhase (Foto Kirschner A. / CC BY-SA (creative commons))
Junger Feldhase 1

Seit Beginn der Intensivierung der Landwirtschaft ist die Artenvielfalt in landwirtschaftlichen Gebieten immer mehr zurückgegangen. Der Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern, ein Rückgang in der Vielfalt der angebauten Nutzpflanzen, Entwässerung, der Einsatz von großen Maschinen auf immer größeren Feldern mit Monokulturen - all das spielt dabei eine Rolle. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sind auch die Brachen, also zeitweise ungenützte Ackerflächen, stark zurückgegangen. Gerade diese nicht bewirtschafteten Flächen sind aber für die Biodiversität besonders wichtig. Sie bieten einen vielfältigen Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Spinnen, Vögeln und Säugetieren.

Feldhasen sind durch das Fehlen von Brachen in der modernen Kulturlandschaft besonders stark betroffen. Das liegt hauptsächlich an der hohen Sterblichkeit von Junghasen. Deren Überlebensrate bestimmt den jährlichen Populationszuwachs und die Frühjahresdichte des nächsten Jahres. In einer langjährigen Studie in Niederösterreich fanden wir einen klaren positiven Zusammenhang zwischen Junghasenüberlebensrate und dem Anteil der Brachflächen.

Brachflächen stellen eine wertvolle Unterstützung der Feldhasenpopulation dar. Je mehr es davon gibt, desto besser geht es den Feldhasen. Die Biodiversität erhöhende Lebensraumverbesserungsmaßnahmen haben erwiesenermaßen einen wesentlich höheren positiven Effekt auf Beutepopulationen als die Dezimierung von Prädatoren. Unsere Studie hebt die Bedeutung von aus der landwirtschaftlichen Produktion herausgenommenen landwirtschaftlichen Flächen hervor. Hingegen hat das Anpflanzen von Energiepflanzen auf bisherigen Brachflächen negative Auswirkungen auf Säugetier- und Vogelpopulationen der offenen Kulturlandschaft.

Der Artikel "Positive effects of set-asides on European hare (Lepus europaeus) populations: Leverets benefit from an enhanced survival rate 2" von Stéphanie C. Schai-Braun, Thomas Ruf, Erich Klansek, Walter Arnold und Klaus Hackländer wurde in der internationalen Zeitschrift Biological Conservation publiziert.

Eine populärwissenschaftliche Zusammenfassung des wissenschaftlichen Artikels finden Sie hier 3.

(Web-Redaktion am 13.10.2020)

 

Dr. Gabrielle Stalder ist nun auch "Fachtierärztin" für Zoo- und Wildtiere

Dr.med.vet. Gabrielle Stalder
Gabrielle Stalder

Im Juli bestand Dr. Gabrielle Stalder, Leiterin der Arbeitsgruppe Wildtiermedizin des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie dir Prüfung zum Fachtierarzt für Zoo-und Wildtiere. Unsere Veterinärmedizinerinnen- und mediziner am Institut sind zwar alle im Bereich Wildtiere spezialisiert, der Fachtierarzt-Titel bedeutet jedoch eine zusätzliche Qualifikation für Tierärzte, der in einer postgradualen Weiterbildung und entsprechende Prüfung erlangt wird.  Fachtierärzte sind verpflichtet zusätzlich zur allgemeinen Fortbildungsverpflichtung 4 mind. 10 fachspezifische Bildungsstunden pro Jahr zu erwerben. Im Vetjournal (Ausgabe Juli 2020) 5 gibt es eine Nachlese dazu auf S.42.

Wir gratulieren unserer Kollegin herzlich zur bestandenen Prüfung!

(Web-Redaktion am 3.8.2020)

 

Ein Tier der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft

Dromedare in Indien (Foto P. Burger)
Dromedare in Indien 6

Kamele sind erstaunliche Tiere. Aufgrund ihrer einzigartigen Anpassung an unterschiedliche und extreme Umgebungen kann kein anderes Haustier (z. B. Rinder, Schafe oder Ziegen) Menschen so viele Dienste erweisen wie das Hauskamel. Dromedare und baktrische Kamele, die beiden einheimischen Kamele der Alten Welt, waren für den Warentransport entlang der Seidenstraße von unschätzbarem Wert.

Aufgrund jahrhundertelanger Domestizierung ist Hybridisierung sehr verbreitet, aber mit einem „ungeschulten“ Auge schwer zu erkennen. Forscherinnen vom FIWI haben Proben von über 120 Dromedaren weltweit gesammelt. Durch genetische Analysen konnten sie effektive Migrationsmuster identifizieren, die zu bekannten Handelsrouten an der Mittelmeerküste passen, die Nordwestafrika mit dem Norden der Arabischen Halbinsel verbinden. Dies stimmt mit den Routen der bekannten Karawanen, die entlang der Seidenstraße nach Südasien zogen, überein.

Mehr darüber im nature ecology & evolution 7 Artikel BEHIND THE PAPER 8: Camel - the animal of the past, present and future von Sara Lado, Pamela Burger und Elena Ciani.

Der Artikel "Genome-wide diversity and global migration patterns in dromedaries follow ancient caravan routes 9" von Sara Lado, Jean Pierre Elbers, Angela Doskocil, Davide Scaglione, Emiliano Trucchi, Mohammad Hossein Banabazi, Faisal Almathen, Naruya Saitou, Elena Ciani und Pamela Anna Burger erschien am 16.7.2020 in der Zeitschrift Communications Biology.

Ein weiterer Artikel zum Thema, "Genomic signatures of domestication in Old World camels 10" von Robert Rodgers Fitak, Elmira Mohandesan, Jukka Corander, Adiya Yadamsuren, Battsetseg Chuluunbat, Omer Abdelhadi, Abdul Raziq, Peter Nagy, Chris Walzer, Bernard Faye und Pamela Anna Burger erschien in Communications Biology am 19.6.2020. Dazu gibt es auch eine Pressemeldung der Vetmeduni Vienna 11.

(Web Redaktion, 20.7.2020)

 

 

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