FIWI Jahresbericht 2017

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Cover Foto des FIWI Jahresbericht 2017

 

 

 

 

Aktuelles

 

Innere Uhr tickt immer: Spitzbergen-Rentiere auch im Dauerlicht der Mitternachtssonne und Dauerdunkel des Polarwinters tagesrhythmisch

Spitzbergen-Rentiere halten ihren Tagesrhythmus trotz Mitternachtssonne und Polarwinter ein. (Foto: © dieter leve / pixelio.de)
Rentierherde im Schnee 1

Alle Lebewesen verfügen über eine innere Tagesuhr mit einer Zykluslänge, die geringfügig von 24 Stunden abweicht und die mit externen „Zeitgebern“, zumeist dem täglichen Tag- /Nachtwechsel, synchronisiert wird. Ob diese innere Uhr auch in den Polarregionen funktioniert, wo im Winter monatelang Dunkelheit und im Sommer Dauerlicht herrscht, wurde bezweifelt. Ein Forschungsteam um Walter Arnold vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna untersuchte in einer Studie an freilebenden Rentieren auf Spitzbergen erstmals mit einem hochauflösenden Telemetriesystem nicht nur das Verhalten, sondern auch die Physiologie der Tiere. Sie fanden heraus, dass – entgegen früherer Befunde - die circadiane Rhythmik das ganze Jahr über bestehen bleibt.

Der Artikel “Circadian rhythmicity persists through the Polar night and midnight sun in Svalbard reindeer 2” von Walter Arnold, Thomas Ruf, Leif Egil Loe, R. Justin Irvine, Erik Ropstad, Vebjørn Veiberg und Steve D. Albon wurde in Scientific Reports veröffentlicht.

(Web-Redaktion, 16.11.2018)

 

FIWI bietet demnächst Ausbildung für neues ÖTK-Diplom in "Farmwildmedizin" an

Rotwild im Gatter (Foto C. Beiglböck/Vetmeduni Vienna)
Zwei männliche Rothirsche im Gatter 3

Tierärztinnen und Tierärzte vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna haben gemeinsam mit der Tierärztekammer und Dr. Karl Bauer vom Steiermärkischen Tiergesundheitsdienst eine Tierärzte-Fortbildung auf die Beine gestellt.  Die neue Ausbildung wurde von Dr. Johanna Painer, Dr. Gabrielle Stalder und Dr. Christoph Beiglböck entwickelt und wird demnächst als zusätzliches Diplom von der Tierärztekammer "honoriert" werden. 

Die Farmwildhaltung entwickelt sich in Österreich positiv, sie wird als alternative Nutzung von Grünland-Restflächen meistens in biologischer Produktionsweise mit Direktvermarktung durchgeführt. Die landwirtschaftliche Gehegehaltung von Wildtieren ist heute eine spezielle anerkannte Nutzungsrichtung, die auch an die betreuenden Tierärztinnen und Tierärzte hohe Ansprüche stellt. Für das Erreichen des Diploms ist die Absolvierung von fünf Modulen innerhalb von zwei Jahren notwendig. Es sollte für die TierärztInnen einen zertifizierten Kompetenzzuwachs ermöglichen.

Kursstart wird im Frühjahr 2019 sein.  Genaue Details werden zeitgerecht auf der Website der Tierärztekammer veröffentlicht.

Mehr Info zu ÖTK Diplomen 4

ÖTK Diplom Farmwildmedizin 5

(Web-Redaktion, 14.11.2018)

 

Alternde Siebenschläfer verkürzen Winterschlaf für mehr Reproduktion

Im Alter verkürzt der Fortpflanzungsdrang den Winterschlaf des Siebenschläfers. (©Jessica Cornils/Vetmeduni Vienna)
Siebenschläfer mit Jungen in der Nestbox 6

Siebenschläfer genießen ein für ihre Größe extrem langes Leben dank des Winterschlafs und sind in dieser „Disziplin“ mit maximal elf und zumindest sechs Monaten auch Rekordhalter in diesem Zustand. Wodurch die unterschiedliche Dauer verursacht wird, abgesehen von den bestimmten Umweltbedingungen, war bisher unklar. Studienleiterin Claudia  Bieber und andere Forschende vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna spekulierten, dass ältere Tiere eigentlich den Winterschlaf für einen Fortpflanzungsvorteil verkürzen sollten. Sie bestätigten diese Theorie nun durch eine in Scientific Reports veröffentlichte Datenanalyse einer in großen Außengehegen gehaltenen Siebenschläferpopulation. Die kürzeren Winterschlafintervalle alternder Weibchen und Männchen waren der zunehmenden Reproduktion geschuldet. Außerdem zögern sie das „Schlafengehen“ hinaus und wachen mit zunehmendem Alter immer früher auf.

Der Artikel „Effects of aging on timing of hibernation and reproduction 7“ von Claudia Bieber, Christopher Turbill und Thomas Ruf wurde in Scientific Reports veröffentlicht.

Mehr Info 8

(Web-Redaktion, 31.10.2018)

 

Endemische, virale Erkrankungen in der Nutztierhaltung als Bedrohung für Wildtiere

Die virale Tierseuche Pestis des Petite Ruminants (PPR) stellt auch für die Wildpopulationen von Ziegenartigen, wie den mongolischen Saigas, eine große Bedrohung dar. (Foto ©Munkhduuren/ Mongolian State Central Veterinary Laboratory)
Foto einer toten Saiga Antilope in der Steppe 9

Pestis des Petits Ruminants (PPR) ist eine im westlichen Raum kaum bekannte, virale und häufig tödlich endende Krankheit kleiner Huftiere, wie Ziegen. Neben ökonomischen Verlusten stellt sie im asiatischen und afrikanischen Raum auch eine Bedrohung für die Wildtierpopulation dar. WildtierbiologInnen des Royal Veterinary College, der Wildlife Conservation Society (WCS), der Food and Agricultural Organization der Vereinten Nationen (FAO) sowie der Vetmeduni Vienna haben nun in einem Scientific Letter im renommierten Fachjournal Science explizit diese Bedrohung am Beispiel der mongolischen Saigas, einer ursprünglichen Antilopenart, zum Thema gemacht. 

Das Massensterben ist laut den Forschenden, zu denen auch Chris Walzer von der Abteilung für Conservation Medicine des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna zählt, mit dem voranschreitenden Klimawandel, dem Überschwappen von Pathogenen sowie der Ressourcenverringerung durch die Landwirtschaft verbunden. Damit das Verständnis für die Ausbreitung der Erkrankung verstärkt wird wird von Science for Nature und People Partnership SNAPP Steppe Health eine ExpertInnengruppe aus TiermedizinerInnen und WildtierbiologInnen zusammengestellt, die die Auswirkungen von Erkrankungen wie PPR auf Wildtiere in Regionen untersuchen sollen, in denen Wild- neben landwirtschaftlichen Populationen leben.

Der Scientific Letter PPR virus threatens wildlife conservation 10 von Xavier Fernandez Aguilar, Amanda E. Fine, Mathieu Pruvot, Felix Njeumi, Christian Walzer, Richard Kock und Enkhtuvshin Shiilegdamba wurde in der renommierten Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Mehr Info 11

(Web-Redaktion, 25.10.2018)

 

 

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Seminar am Wilheminenberg

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Seminarprogramm 21


 

Begleitschreiben für Fallwild

Screenshot eines Formulars Zur Einreichung von Fallwild 22

Das Begleitschreiben für Fallwild können Sie hier 22 runterladen.


 

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