Skip to main content

11. ÖTT Tagung - 06.Mai 2021

Die Plattform Österreichische Tierärztinnen und Tierärzte für Tierschutz (ÖTT) lädt herzlich zur

11. ÖTT-Tagung am 06. Mai 2021 ein.

Aufgrund der COVID-19 Situation findet diese heuer als Halbtags-Webinar von 13:00 – 17:00 Uhr statt.

neue Publikation: "Characteristics and Welfare of Long-Term Shelter Dogs"

Schwer vermittelbare Hunde in Tierheimen sind ein häufig auftretendes Problem und im Laufe der Zeit kommt es zur Entwicklung von Hundepopulationen mit langer Aufenthaltsdauer. Das Ziel dieser Arbeit war es, bestimmte Merkmale zu identifizieren, die Langzeit-Tierheimhunde kennzeichnen, und zu untersuchen, ob Langzeit-Tierheimhunde aufgrund der Einschränkungen durch die Zwingerhaltung in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt sind. Die IMHAI Masterstudentin Christina Raudies hat sich in ihrer Abschlussarbeit unter der Betreuung von Christine Arhant und Susanne Waiblinger diesem wichtigen Thema gewidmet. Auf dieser Grundlage können Hunde mit erhöhtem Risiko frühzeitig erkannt werden. Mit, auf das Individuum, maßgeschneiderten Maßnahmen kann ein Langzeitaufenthalt verhindert werden.

Link zum Paper

Kontakt Christine Arhant

 

Neue Publikation: „Balancing skill against difficulty - behavior, heart rate and heart rate variability of shelter dogs during two different introductions of an interactive game“

In dem kürzlich veröffentlichten Artikel „Balancing skill against difficulty - behavior, heart rate and heart rate variability of shelter dogs during two different introductions of an interactive game“ wurde das Hundespielzeug „Poker Box 1 © Trixie“ verwendet, um die Auswirkungen einer schrittweisen (jeweils 2 Boxen von 4) verglichen mit einer vollständigen Präsentation (alle 4 Boxen) eines interaktiven Spiel zu bewerten. Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass die Art und Weise, wie ein mäßig schwieriges Spiel eingeführt wird, eine wichtige Rolle bei der Wahrnehmung der Erfahrung spielt. Eine schrittweise Einführung, einschließlich Demonstration der Funktionsweise durch den Menschen, förderte eine angenehmere Erfahrung, die durch eine höhere Wahrscheinlichkeit von Erfolg (Hund erreicht Leckerli in Box), weniger stressbedingtes Verhalten und ein physiologisches Profil gekennzeichnet war, dass die Aktivierung beider Zweige des autonomen Nervensystems beinhaltet. Wir vermuten, dass dies eine physiologische Signatur für die erfolgreiche Bewältigung einer Herausforderung sein könnte, bei der die Fähigkeiten des Tieres mit den Schwierigkeiten der Aufgabe in Balance sind. Dies könnte auf die Existenz von auf „Flow-ähnlichen“ Zuständen bei Tieren hindeuten.

Artikel: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S016815912030229X

Kontakt Christine Arhant

Neue Publikation - Die Kraft einer positiven Mensch-Tier-Beziehung für den Tierschutz

Haustiere suchen und genießen oft die Interaktion mit Menschen. Jean-Loup Rault und Susanne Waiblinger überprüften zusammen mit zwei anderen internationalen Kollegen die Literatur, um die Prozesse zu verstehen, die positiven Mensch-Tier-Interaktionen von Seiten des Tieres zugrunde liegen, ihre wissenschaftlichen Indikatoren sowie die Auswirkungen auf aktuelle Praktiken und Lösungen.

Vollständiges Paper

Kontakt Jean-Loup Rault

Tierschutz im Praxisalltag – eine Sammlung von Beiträgen aus der Wiener Tierärztlichen Monatsschrift (WTM)

Die Vereinigung Österreichischer Kleintiermediziner hat in Kooperation mit der WTM eine Sammlung von Beiträgen herausgegeben, die zwischen 2016 und 2020 in der WTM erschienen sind und sich aus veterinärfachlicher und rechtlicher Sicht mit Themen befassen, die für den Schutz von Tieren im Alltag der Kleintierpraxis Bedeutung haben.

Im Übersichtsartikel „Schutz von Hunden und Katzen in der tierärztlichen Kleintierpraxis: Empfehlungen zur Optimierung der Ausstattung und des Managements sowie des Umgangs mit Patienten unter Tierschutzaspekten“ (C. ARHANT, N. HÖRSCHLÄGER, J. TROXLER u. R. BINDER, 2017) werden jene Faktoren dargestellt, die bei der hunde- und katzenfreundlichen Gestaltung einer Tierarztpraxis und beim tierschutzkonformen Umgang mit Patienten beachtet werden sollten.

Dieser Beitrag wird durch eine Checkliste („Möglichkeiten zur Optimierung des Schutzes von Hunden und Katzen in der tierärztlichen Kleintierpraxis“, R. BINDER u. C. ARHANT, 2018) ergänzt, mit deren Hilfe das kurz-, mittel- und langfristige Verbesserungspotential einer tierärztlichen Ordination im Rahmen einer Selbstevaluierung eingeschätzt werden kann.

Der Beitrag “Euthanasie von Heimtieren: Das Tierschutzrecht zwischen Lebensschutz und Leidverkürzung“ (R. BINDER) beleuchtet die Frage, welche Aspekte aus tierschutzrechtlicher Sicht zu berücksichtigen sind, wenn es darum geht, eine Entscheidung zwischen der Einleitung bzw. Fortsetzung einer Therapie oder der Vornahme einer Euthanasie zu treffen. 

Im Beitrag „Unterbringung von Hunden in Boxen und ähnlichen Unterkünften – Möglichkeiten und Grenzen der kurzfristigen Unterschreitung von tierschutzrechtlichen Mindestanforderungen“ (R. BINDER, C. ARHANT, N. AFFENZELLER et al.), wird erörtert, zu welchen Zwecken und unter welchen Voraussetzungen es zulässig ist, Hundeboxen zu nutzen.

Zwei weitere Arbeiten widmen sich Fragen im Zusammenhang mit herrenlosen Tieren: Im Beitrag „Rechtliche Rahmenbedingungen der (Not-)Tötung und Behandlung freilebender Wildtiere in Österreich“ (A. TRITTHART u. R. BINDER, 2018) wird der Frage nachgegangen, wie aus rechtlicher Sicht mit Wildtieren umzugehen ist, die in die tierärztliche Praxis gebracht werden, weil sie krank sind oder durch eine nichtjagdliche Handlung verletzt wurden. Der Beitrag „Zur Kennzeichnung und Markierung von Katzen aus Tierschutzsicht“ “ (R. BINDER, V. HEIZMANN u. J. TROXLER) befasst sich mit der Tierschutzkonformität verschiedener Methoden zur Markierung freilebender herrenloser Katzen, die im Rahmen von Kastrationsprogrammen kastriert werden.

Kontakt Regina Binder

 

Neue Publikation: Accelerometer systems as tools for health and welfare assessment in cattle and pigs – A review

Die Beurteilung von Tierwohl erfolgt traditionell über direkte Beobachtung durch den Menschen, die zu ausgewählten Zeitpunkten Informationen liefert. In den letzten Jahren wurde diese Evaluierungsmethode in Frage gestellt, da Technologien im Rahmen von „Precision Livestock Farming“ möglicherweise validere, zuverlässigere und leichter umsetzbare Echtzeitdaten auf individueller Ebene produzieren und als Frühwarnsysteme für das Wohlergehen dienen können. Ziel dieses Artikels ist es zu beschreiben, wie Beschleunigungsmesser zur Beurteilung der Prinzipien des „Welfare Quality“ ®-Protokolls bei Rindern und Schweinen eingesetzt werden können.

Link zum Paper

Kontakt Kristina Maschat

 

Publikation erregt weltweites Interesse

Die neueste Publikation von Tzt. Annika Lange erregte diese Tage weltweites Interesse:

"Talking to Cows: Reactions to Different Auditory Stimuli During Gentle Human-Animal Interactions"

Artikel https://doi.org/10.3389/fpsyg.2020.579346

Presseinformation VetmedUni

Kontakt Annika Lange

Nicht nur CNN, sondern auch Medien aus z.B. Deutschland berichteten über den Artikel:

https://edition.cnn.com/2020/10/15/world/cows-cattle-communication-scn/index.html

https://medizin.newzs.de/2020/10/28/freundliche-worte-machen-rinder-happy/

https://www.vbio.de/aktuelles/wissenschaft/freundliche-worte-machen-rinder-happy/

 

Neue Publikation: Short- and long-term effects of rearing dairy calves with contact to their mother on their reactions towards humans

In der Milchkuhhaltung ist es üblich, die Kälber innerhalb weniger Stunden von ihrer Mutter zu trennen und sie zu Beginn mit Flaschen, dann mit Eimern oder Tränkeautomaten mit Milch zu versorgen. Die muttergebundene Kälberaufzucht, in der die Kälber bei der Mutter bleiben und ihre Milch am Euter saugen können, gewinnt jedoch in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit und hat bei einigen Betrieben schon Eingang gefunden. In dieser Studie untersuchten wir, ob sich aufzuchtbedingte Unterschiede im Kontakt zum Menschen in der ersten Lebenswoche auf die Beziehung zum Menschen langfristig auswirkt. Ein freundlicher Kontakt zu Menschen während der Fütterung in den ersten fünf Lebenstagen verbesserte die Beziehung der Kälber zum Menschen auch langfristig.

Link zum Paper

Kontakt: Susanne Waiblinger 

 

Neue Publikation: Play and social behaviour of calves with or without access to their dam and other cows

Kälber von Milchkühen werden im allgemeinen innerhalb weniger Stunden von ihrer Mutter getrennt und in Kälbergruppen oder sogar für eine bestimmte Zeit einzeln aufgezogen. In dieser Studie untersuchten wir, wie sich das Sozialverhalten und das Spielverhalten von Kälbern in den ersten 12 Lebenswochen unterscheidet, die entweder von der Mutter getrennt in einer Kälbergruppe aufwuchsen oder muttergebunden, das heißt Zugang zum Kuhstall mit der Mutter und den anderen Kühen hatten. Wie erwartet machten die muttergebundenen Kälber wesentlich mehr soziale Erfahrungen – dies erklärt die in früheren Studien des Institutes gefundene höhere soziale Kompetenz und stärkere Geselligkeit im späteren Leben. Die muttergebunden aufgezogenen Kälber spielten auch deutlich mehr, vor allem Renn-und Verfolgungsspiele und Sprünge, was ein Hinweis auf besseres Wohlbefinden dieser Kälber ist und auch durch das größere Platzangebot im Kuhstall unterstützt wird. Vermehrtes Spiel könnte ebenfalls langfristig positiv auf das Wohlergehen der Tiere wirken. Die Studie unterstreicht daher erneut die Vorteile einer Aufzucht der Kälber mit Kontakt zur Mutter und der Kuhherde, ein Verfahren, dass von innovativen Praxisbetrieben angewandt wird.

Link zum Paper

Kontakt: Susanne Waiblinger

 

Neue Publikation: Unterbringung von Hunden in Boxen

Unterbringung von Hunden in Boxen und ähnlichen Unterkünften – Möglichkeiten und Grenzen der kurzfristigen Unterschreitung von tierschutzrechtlichen Mindestanforderungen

In der Praxis wird die Verwendung von (Transport-) Boxen und ähnlichen Unterkünften (wie Laufgittern) im Rahmen der Haltung von Hunden z.B. als Erziehungshilfe und Managementmaßnahme, aber auch zu verhaltenstherapeutischen Zwecken zunehmend propagiert. Obwohl damit eine Unterschreitung der für die Hundehaltung geltenden Mindestanforderungen verbunden ist, wird nur selten hinterfragt, ob dies unter tierschutzrechtlichen Aspekten zulässig, aus fachlicher Sicht tierschutzkonform und aus medizinischer (z.B. verhaltenstherapeutischer) Sicht notwendig ist.

Der vorliegende Beitrag setzt sich vor dem Hintergrund des österreichischen und deutschen Tierschutzrechts sowie auf der Grundlage der vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Bedürfnisse und das Verhalten von Hunden mit diesen Fragen auseinander und zeigt auf, in welchen Fällen bzw. Fallgruppen eine Unterschreitung von Mindestanforderungen ausnahmsweise gerechtfertigt werden kann.

Link zum Paper

Kontakt Christine Arhant

 

Transport Training für Katzen

In einer Studie des Instituts für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung konnte gezeigt werden, dass Transporttraining den Stress von Katzen bei einer Autofahrt reduziert. Nun gibt es dazu auch eine Broschüre für TierhalterInnen. Die Erstellung dieser Broschüre konnte mit der Unterstützung von SpenderInnen finanziert werden - vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Diese Broschüre und weitere Informationen und Videos zu diesem Thema finden Sie unter www.vetmeduni.ac.at/katzentransport

 

Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Bioferkelproduktion

Als Projektpartner teilt Johannes Baumgartner seine Expertise zum Thema Verlängerte Säugezeit in der Bioferkelproduktion

Schweine säugen ihre Ferkel vergleichsweise lange Zeit. Lässt man Sauen und Ferkel den Absetzzeitpunkt selbst wählen, beginnen die ersten Ferkel erst nach etwa acht Wochen mit der natürlichen Entwöhnung. Unter den Bedingungen einer leistungsorientierten Sauenhaltung erfolgt die Trennung von der Mutter üblicherweise bereits nach 4 Wochen. Biobetriebe verlängern die Säugezeit auf mindestens 40 Tage (laut EU-Bio-Verordnung 848/2018). Ungeachtet dieser Verlängerung bedeutet das Absetzen für viele Ferkel einen massiven Einschnitt.

Der abrupte Umstieg von flüssiger Nahrung auf ausschließlich festes Futter führt zu Veränderungen im Darm der Ferkel, Durchfall ist eine häufige Folge. Doch nicht nur die Futterumstellung macht den Tieren zu schaffen, auch der Umstieg von passiver zur aktiven Immunität  fällt in den Zeitraum des Absetzens. Das Absetzen fällt also genau in den Zeitraum der höchsten Anfälligkeit gegenüber bakteriellen und viralen Schadkeimen. Dazu kommen soziale Stressfaktoren wie die Trennung von der Mutter und neue Buchtgenossen. Das Unwohlsein der Ferkel drückt sich auch in Leistungseinbußen, wie zum Beispiel beeinträchtigtem Wachstum, aus und ist für Bäuerinnen und Bauern deshalb ökonomisch relevant.

Im Rahmen des EIP-AGRI Projektes schauten sich engagierte Bäuerinnen und Bauern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Beraterinnen und Berater an, welche Vorteile eine verlängerte Säugezeit für Sauen und Ferkel hat, wie sie auf den landwirtschaftlichen Betrieben umgesetzt werden kann und welche ökonomischen Auswirkungen dies mit sich bringt.

Die Erkenntnisse aus dem Projekt wurden in Form einer Broschüre geteilt. Darin werden Erfahrungswerte weitergegeben, die von Bäuerinnen und Bauern während einer zweijährigen Versuchsphase mit verlängerter Säugezeit gesammelt wurden. Sie soll Hilfestellungen beim Umstieg auf eine verlängerte Säugezeit bieten. Dabei werden nicht nur die Vorteile des Systems, sondern auch damit verbundene Herausforderungen dargestellt und diskutiert. Die Broschüre bietet interessierten Bauern und Bäuerinnen Handlungsempfehlungen, deren Ziel die erfolgreiche Bioferkelproduktion ist. Von stallbaulichen Überlegungen, Tierwohlaspekten bei Sauen und Ferkel wird der Bogen bis hin zu möglichen ökonomischen Stellschrauben gespannt. Der Blickwinkel wird auf eine verlängerte Säugezeit geworfen und erprobte Erfolgsfaktoren rund um die Absetzphase präsentiert.

Zudem gewährt das Projektvideo  einen Einblick in die Zusammenarbeit der Operationellen Gruppe, welche das Projekt erfolgreich umsetzte.

Die Broschüre steht nun als kostenloser Download im FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau)-Shop zur Verfügung: https://www.fibl.org/de/shop/1119-verlaengerte-saeugezeit.html

Neue Publikation: Methodological terminology and definitions for research and discussion of cow-calf contact systems

Aufgrund der zunehmenden Besorgnis der Öffentlichkeit über die Trennung von Milchkuh und Kalb innerhalb der ersten Tage nach der Geburt gewinnen alternative Systeme, bei denen Kühe und Kälber über einen längeren Zeitraum in Kontakt bleiben, zunehmend an Interesse. Diese Forschungsreflexion enthält Definitionen und schlägt eine gemeinsame Terminologie für die verschiedenen Systeme vor, die den Kontakt zwischen Kuh und Kalb ermöglichen, und beschreibt die verschiedenen Phasen der Kontaktsysteme zwischen Kuh und Kalb.

Link zum Paper

Kontakt Janja Sirovnik Koscica

Neue Publikation „Duration of confinement and pen-type affect health-related measures of welfare in lactating sows“

Im Sinne einer tiergerechteren Haltung dürfen ab 1.1.2033 Zuchtsauen in Österreich nur mehr für die sogenannte “kritische Lebensphase der Saugferkel” im Kastenstand fixiert werden. Vor und nach dieser Zeit sollen sie sich frei in der Bewegungsbucht bewegen können. Im Rahmen des Projektes „Pro-SAU“ wurden Sauen einer von vier Fixierungsvarianten in einer von fünf Bewegungsbuchtentypen zugeordnet, um die Dauer der kritischen Lebensphase festlegen und eine Aussage über die Tiergerechtheit verschiedener Bewegungsbuchten mit der Möglichkeit zur temporären Fixierung treffen zu können. Ziel der gegenständlichen Studie des ITT war es, die Auswirkungen dieser Fixierungsvarianten und Buchtentypen auf haltungsbedingte Schäden der Sauen zu evaluieren.

Artikel: https://doi.org/10.7120/09627286.29.3.339

Kontakt: Kristina Maschat

 

Ziehen Sie Ihre Kälber an der Amme auf und haben Sie Interesse an Forschung?

Die Veterinärmedizinische Universität Wien sucht Betriebe mit Ammenkuh-Haltung für eine Studie zum Thema Mensch-Tier-Beziehung. Eine gute Mensch-Tier-Beziehung trägt entscheidend zu Wohlbefinden, Gesundheit und Leistung von Kühen bei. Wir wollen untersuchen, ob sich die Beziehung der Kühe zum Menschen, und damit ihr Verhalten gegenüber Menschen, auf die Kälber überträgt. Um genetische Effekte auszuschließen, wollen wir die Studie mit Ammenkühen durchführen.

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte: Stephanie Luerzel

Mehr Info zu unserem Aufruf

 

Neue Publikation: Positive Welfare and the Like: Distinct Views and a Proposed Framework

Das Team der Arbeitsgruppe "Soziales Verhalten" veröffentlicht in Zusammenarbeit mit Sara Hintze (BOKU) eine neue Publikation: 

Link zum Paper

Kontakt Jean-Loup Rault

PLF-Hub Website

Die Website des PLF-Hub, Teil der Arbeitsgruppe Schwein & Precision Livestock Farming, ist ab nun online und bietet zahlreiche und detaillierte Informationen.

https://www.vetmeduni.ac.at/plf-hub/

 

Neue Publikation: Vorhersage des Abferkeltermins von Sauen Bewegungsbuchten

In dieser Studie wurde eine Methode entwickelt, um das Verhalten von Sauen in Abferkelbuchten über einen Beschleunigungssensor in der Ohrmarke zu überwachen. Auf Grundlage dieser Messdaten werden mit Hilfe von Algorithmen zwei Arten von Hinweisen für den Tierhalter produziert:  zu welchem Zeitpunkt vor der Geburt soll einer Sau angemessenes Nestbaumaterial zur Verfügung gestellt und ab wann soll diese zum Schutz der Ferkel im Abferkelstand fixiert werden. Diese exakten und Einzeltier-bezogenen Informationen können dazu beitragen, das Tierwohl und den ökonomischen Erfolg in der Ferkelproduktion zu verbessern.  

Artikel:

Animals2020, 10(1), 6; https://doi.org/10.3390/ani10010006

Dynamics of Sows’ Activity Housed in Farrowing Pens with Possibility of Temporary Crating might Indicate the Time When Sows Should be Confined in a Crate before the Onset of Farrowing

Kontakt Maciej Oczak, Kristina Maschat & Johannes Baumgartner

 

 

Neue Publikation: Vorhersage des Abferkeltermins von Sauen Bewegungsbuchten

In dieser Studie wurde eine Methode entwickelt, um das Verhalten von Sauen in Abferkelbuchten über einen Beschleunigungssensor in der Ohrmarke zu überwachen. Auf Grundlage dieser Messdaten werden mit Hilfe von Algorithmen zwei Arten von Hinweisen für den Tierhalter produziert:  zu welchem Zeitpunkt vor der Geburt soll einer Sau angemessenes Nestbaumaterial zur Verfügung gestellt und ab wann soll diese zum Schutz der Ferkel im Abferkelstand fixiert werden. Diese exakten und Einzeltier-bezogenen Informationen können dazu beitragen, das Tierwohl und den ökonomischen Erfolg in der Ferkelproduktion zu verbessern.  

Artikel:

Animals2020, 10(1), 6; https://doi.org/10.3390/ani10010006

Dynamics of Sows’ Activity Housed in Farrowing Pens with Possibility of Temporary Crating might Indicate the Time When Sows Should be Confined in a Crate before the Onset of Farrowing

Kontakt Maciej Oczak, Kristina Maschat & Johannes Baumgartner

 

 

„S.U.P.E.R.“ Award 2019 an Ass. Prof. Dr. Johannes Baumgartner

Die HochschülerInnenvertretung (HVU) der Vetmeduni Vienna ehrt mit dem S.U.P.E.R. (Studierendenpreis, um Phänomenales Engagement zu Rühmen) jene MitarbeiterInnen aus dem Lehrkörper, die sich besonders um die Anliegen und Fortschritte der angehenden AbsolventInnen der Vetmeduni Vienna engagiert haben.

2019 ging die Auszeichnung für Lehrende der Vorklinik an Johannes Baumgartner vom Institut für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Teaching Vets-Symposiums#5 statt (https://www.vetmeduni.ac.at/de/infoservice/news/detail/artikel/2019/10/31/teaching-vets-5/).

Vielen Dank an die Studierenden für das Votum. Diese Auszeichnung macht uns Freude und stolz. Sie ist Bestätigung und Auftrag zugleich.

Von Schweinen und Maschinen

Unser PhD-Student Florian Bayer sprach mit der Tageszeitung "Der Standard" über das Potential der Künstlichen Intelligenz im landwirtschaftlichen Stall.

Zum Artikel:

https://www.derstandard.at/story/2000113284747/von-schweinen-und-maschinen

 

Abschied Knut Niebuhr

Mit großer Betroffenheit informieren wir über das Ableben Knut Niebuhrs.

Knut Niebuhr ist am Samstag, den 1. Februar während des Sonnenuntergangs friedlich im Kreis seiner Liebsten für immer eingeschlafen.

Wir werden Knut sehr vermissen und ihn als messerscharfen Denker, anerkannten Experten, zuvorkommenden Kollegen, guten Freund und großartigen Menschen in Erinnerung behalten.

Unser herzliches Beileid und unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen.

 

Radio Ö1 Sendereihe “Punkt eins”: Das Leben des Schweins

Prof. Johannes Baumgartner spricht im Zuge eines Interviews mit Barbara Zeithammer, Radio Ö1, sachlich und offen über die Schweinehaltung und ihre Probleme bzw. Herausforderungen: über die großen Spannungsfelder, die zahlreichen Widersprüche und die komplexe Situation.

Hier können Sie das Interview nachhören.

 

Susanne Waiblinger zur Präsidentin der ISAE ernannt

Im August 2019 wählte die International Society for Applied Ethology (ISAE) Susanne Waiblinger, vom Institut für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung an der Vetmeduni Vienna, zur Präsidentin.

Nach zwei Jahren Junior-Vizepräsidentschaft (2017-2019) steht Susanne Waiblinger nun bis 2021 als Präsidentin an der Spitze der ISAE, der einzigen weltweit tätigen, wissenschaftlichen Gesellschaft für angewandte Ethologie. Die ISAE bietet ein Forum für den Austausch neuester Erkenntnisse zum Verhalten und Wohlergehen von domestizierten und anderen vom Menschen gehaltenen oder gemanagten Tieren. Daneben ist ein Ziel der ISAE, die Einbeziehung dieser Fortschritte in die Praxis zu fördern, zum Beispiel zur Verbesserung des Tierschutzes, der Ernährungssicherheit und nachhaltiger Tierproduktion.

„Es ist eine große Ehre dieser Gesellschaft, in der die weltweit führenden Experten zum Thema versammelt sind, als Präsidentin vorzustehen. Seit einigen Jahren versucht die ISAE ihre Aktivitäten in Regionen auszuweiten bzw. zu verstärken, in denen die angewandte Ethologie und Tierschutzaktivitäten noch nicht oder nur wenig etabliert sind. Dies ist eine besondere Herausforderung, macht die Präsidentschaft jedoch auch besonders interessant," sagt Susanne Waiblinger. So wird nächstes Jahr der jährliche internationale Kongress der ISAE erstmals in Indien stattfinden.

Waiblinger studierte Veterinärmedizin in München. Nach ihrer Promotion an der Universität Zürich forschte sie an der ETH Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich) auf dem Gebiet der Mensch-Nutztier-Beziehung und des Sozialverhaltens von Rindern. Zudem arbeitete sie in mehreren Tierarztpraxen in der Schweiz und Bayern und im amtstierärztlichen Dienst.  
Susanne Waiblinger ist Fachtierärztin für Tierhaltung und Tierschutz sowie für Verhaltenskunde und Diplomate des European College of Animal Welfare Science and Behavioural Medicine (Tierschutzwissenschaften). Sie habilitierte an der Vetmeduni Vienna im Fach Tierhaltung, Tierschutz und Angewandte Ethologie. Seit mittlerweile 22 Jahren arbeitet sie am Institut für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung, ehemals Institut für Tierhaltung und Tierschutz, an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Dort leitet Waiblinger die Arbeitsgruppe Wiederkäuer und Mensch-Tier-Beziehung.

Susanne Waiblinger ist u. a. Vorsitzende des Vereins zur Erforschung artgerechter Tierhaltung (VEAT), Mitglied der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) und stellvertretende Vorsitzende in der Fachtierarzt-Prüfungskommission „Tierhaltung und Tierschutz“ der Österreichischen Bundestierärztekammer. Für die ISAE war sie bereits von 2000 bis 2003 als Regionalsekretärin der Region „West Central Europe“, d.h. der deutschsprachigen Länder Deutschland, Schweiz und Österreich tätig.

Die Vetmeduni Vienna gratuliert herzlich und wünscht weiterhin viel Erfolg!

(Web-Redaktion am 28.10.2019 )

Neue Publikation: Sau-Ferkel-Nasenkontakte in Abferkelbuchten

Studenten des IMHAI-Kurses der Vetmeduni beobachteten die Wechselwirkungen zwischen der Sau und ihren Ferkeln. Nasenkontakte traten häufig zwischen Sauen und Ferkeln in den freien Abferkelbuchten auf und unterschieden sich zwischen „Erstmüttern“ und älteren Sauen.

Die Ergebnisse wurden in der Open-Access-Zeitschrift Animals veröffentlicht.

Artikel:

Animals 2019, 9(8), 513; https://doi.org/10.3390/ani9080513

Sow-Piglet Nose Contacts in Free-Farrowing Pens

Katrin Portele, Katharina Scheck, Susanne Siegmann, Romana Feitsch, Kristina Maschat, Jean-Loup Rault and Irene Camerlink

Kontakt: Irene Camerlink Irene.Camerlink@Vetmeduni.ac.at

 

Neue Publikation: Speicheloxytocin bei Schweinen, Rindern und Ziegen bei positiven Mensch-Tier-Wechselwirkungen

Eine neue Studie des ITT hat gezeigt, dass das Hormon Oxytocin im Speichel von Kühen, Schweinen und Ziegen gemessen werden kann. Dieser neue Ansatz bietet Möglichkeiten, besser zu verstehen, wie Tiere Interaktionen mit Menschen wahrnehmen. Der vollständige Artikel ist erhältlich unter:

https://doi.org/10.1016/j.psyneuen.2020.104636

Kontakt: Prof. Jean-Loup Rault jean-loup.rault@Vetmeduni.ac.at

 

Neue Publikation: Effekt von positiven Emotionen auf sekretorisches Immunglobulin A (sIgA) bei Kälbern

Es wurde der Effekt von positiven Emotionen auf sekretorisches Immunglobulin A (sIgA) bei Kälbern untersucht. Es war ein zirkadianer Rhythmus vorhanden (niedrigste Werte um 14:00 h). Weiterhin war die sIgA-Konzentration direkt nach der Milchfütterung verringert, was möglicherweise auf erhöhten Speichelfluss zurückzuführen war. Die sIgA-Konzentration war nach dem Auftreten von Spielverhalten nicht erhöht. sIgA ist vermutlich nicht als Indikator für positive Emotionen geeignet.

Artikel:

Animals2019, 9(9), 657; https://www.mdpi.com/2076-2615/9/9/657

The Effects of Play Behavior, Feeding, and Time of Day on Salivary Concentrations of sIgA in Calves

Katrin Spiesberger, Stephanie Lürzel, Martina Patzl, Andreas Futschik and Susanne Waiblinger

Kontakt: Stephanie Lürzel Stephanie.Luerzel@Vetmeduni.ac.at

 

Neue Publikation: Auswirkungen des Bodentyps auf ausgewählte Gesundheitsparameter und das Gewicht von Mastkaninchen in Buchtenhaltung

Bei der vergleichenden Haltung von Mastkaninchen auf einem Praxisbetrieb, in Buchten mit perforiertem Kunststoffboden oder Betonboden mit Stroheinstreu, zeigte einen höherer Prozentsatz an Kaninchen sauberes Fell auf Stroh, keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich Parasitenbelastung, Mortalität, pathologischen Veränderungen oder Verlustursachen und ein höheres Schlachtgewicht bei Kaninchen auf perforiertem Kunststoffboden.

Artikel:

Animals2019, 9(5), 216; https://doi.org/10.3390/ani9050216

Effects of Ground Floor Type on Selected Health-Parameters and Weight of Rabbits Reared in Group Pens

Ines Windschnurer, Susanne Waiblinger, Stefan Hanslik, Andrea Klang, Fehim Smajlhodzic, Michael Löwensteinand Knut Niebuhr

Kontakt: Ines Windschnurer Ines.Windschnurer@Vetmeduni.ac.at

 

"Das österreichische Tierschutzrecht"

Dr. iur. Dr. phil. Regina Binder ist Leiterin der Informations- und Dokumentationsstelle für Tierschutz- und Veterinärrecht an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Mitarbeiterin des Instituts für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung sowie Mitglied der Tierversuchskommission des Bundes; und Authorin der 4. Auflage des Juridica Praxiskommentars, welches

• das Tierschutzgesetz idF BGBl I 2018/86 sowie
• das Tierversuchsgesetz 2012 idF BGBl I 2018/31

enthält.

Neu in dieser Auflage enthalten sind alle Durchführungsverordnungen zum TSchG (zB die 1. und Auszüge der 2. TierhaltungsV, die V über die Ausbildung von Hunden, die Zoo-V und die Tierschutz-KontrollV) sowie die Verordnungen zum TVG 2012 (Tierversuchs-V 2012, Tierversuchsstatistik-V 2013 und Tierversuchs-Kriterienkatalog-V).

Das allgemeine Tierschutzrecht stellt den Kernbereich tierrelevanter Rechtsgrundlagen dar, indem es Verbote und Gebote festlegt, die im Umgang mit Tieren zu beachten sind, wie zB das Verbot der Tierquälerei sowie die Mindestanforderungen an die Haltung von Heim-, Nutz- und Wildtieren. Das Tierversuchsrecht regelt ua die Voraussetzungen für die Zulässigkeit von Tierversuchen sowie die Anforderungen an die Planung und Durchführung im Sinne der „3R“ (Replacement, Reduction, Refinement).

Regina Binder erläutert in bewährter Weise sämtliche Bestimmungen der beiden Gesetze mit Judikatur- und Literaturverweisen sowie beispielreichen, prägnanten Anmerkungen!

ISBN:978-3-214-01922-8
Reihe:Juridica
Verlag:MANZ Verlag Wien
Format:Flexibler Einband
 XVIII, 540 Seiten, 4. Auflage, 2019

10. ÖTT-Tagung

Die 10. ÖTT-Tagung Tierschutz fand am 2. Mai 2019 an der Vetmeduni Vienna statt. Das Motto der Tagung „Über die Lebensqualität von Tieren“ wurde in 12 Vorträgen von tierschutzwissenschaftlicher, veterinärmedizinischer, ethischer und praktischer Perspektive für Nutz- und Heimtiere beleuchtet. Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die ausgezeichneten Vorträge von Experten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum verfolgt und intensiv diskutiert.

Den Tagungsband finden Sie hier zur Ansicht.

 

Neue Buchveröffentlichung über Mensch-Tier-Beziehung - mit ITT-Beteiligung

Interaktionen zwischen Menschen und Tieren treten in völlig unterschiedlichen Umständen auf, von der Pflege der eigenen Nutz- oder Heimtiere bis zu Interaktionen mit Wildtieren.

Das Buch "Anthrozoology - Human-Animal Interactions in Domesticated and Wild Animals" stellt erstmals unser Wissen zu Mensch-Tier-Interaktionen in all diesen Kontexten dar und behandelt die Auswirkungen auf Mensch und Tier.  Susanne Waiblinger vom Institut geht im Kapitel "Agricultural animals" zunächst auf die Bedeutung landwirtschaftlicher Nutztiere für den Menschen ein, bevor sie auf Mensch-Nutztier-Interaktionen und Mensch-Nutztier-Beziehungen fokussiert. Sie gibt eine umfangreiche Übersicht über die Bedeutung für das Wohlergehen der Tiere, dahinterliegende Mechanismen und Ursachen von Unterschieden.

Das Buch ist erhältlich bei: https://global.oup.com/academic/product/anthrozoology-9780198753636?cc=gb&lang=en

Wie stehen TierärztInnen und Tiermedizin-Studierende zu Maßnahmen, die das Tierwohl in der tierärztlichen Praxis verbessern sollen?

Die Ergebnisse der im Ende 2015/Anfang 2016 in Östereich durchgeführten Studie wurden im Journal of Veterinary Behavior veröffentlicht. Es zeigte sich, dass die teilnehmenden TierärztInnen grundsätzlich eine positive Einstellung zu Maßnahmen wie Low-Stress-Handling haben und dass ihre Einschätzung der Wichtigkeit und Umsetzbarkeit der Maßnahmen teilweise sogar höher ist, als die der Tiermedizin-Studierenden. Dieser Unterschied könnte durch positive Erfahrungen aus der Praxis bedingt sein.

https://doi.org/10.1016/j.jveb.2019.01.004

Online-Befragung: "Darf ich den Hund streicheln?"

Aktuell widmet sich Dr Christine Arhant im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung dem Thema:

"Darf ich den Hund streicheln?"

Viele Kinder sind an Hunden interessiert und möchten mit ihnen Kontakt aufnehmen.

Wie gehen Sie als Eltern, Großeltern, Nicht-HundehalterInnen und HundehalterInnen mit dieser Situation um?

Link zur Umfrage: https://de.surveymonkey.com/r/kindundhundimalltag

Wir danken für Ihre Teilnahme!

10. ÖTT-Tagung am 02.05.2019

Am Donnerstag, 2. Mai 2019 findet die 10. ÖTT (Plattform Österreichische Tierärztinnen & Tierärzte für Tierschutz) - Tagung im Festsaal der Vetmeduni Vienna statt:

"Tierschutz - Über die Lebensqualität von Tieren"

Programm

Anmeldung bis 26.04.2019 per Email an die Tierärztekammer

Verleihung Improving Pet Welfare Award

Die Veröffentlichung “Attitudes of veterinarians and veterinary students to recommendations on how to improve dog and cat welfare in veterinary practice”; (Autoren: Christine Arhant, Nicole Hörschläger, Josef Troxler) der Heimtiergruppe des ITT hat den Improving Pet Welfare Award des Journal of Veterinary Behaviorverliehenbekommen.

Die Heimtiergruppe (Ines Windschnurer, Christine Arhant, Veronika Heizmann) beschäftigt sich insbesondere mit den Auswirkungen von Einstellung und Verhalten des Menschen auf das Wohlbefinden von Hunden, Katzen und kleine Heimtiere in unterschiedlichen Situationen wie z.B. in der tierärztlichen Praxis, in Tierheimen oder beim Tierhalter/der Tierhalterin selbst. 

 Preisverleihung:

https://www.journals.elsevier.com/journal-of-veterinary-behavior/awards/2019-journal-of-veterinary-behavior-award-winners

Publikation:

https://doi.org/10.1016/j.jveb.2019.01.004

 

Neue Begleitstudie zum Wiener Streunerkatzenprojekt: “Welfare of feral cats and potential influencing factors"

Im Rahmen der Begleitstudie zum Wiener Streunerkatzenprojekt 2014–2017 wurden tierbezogene und umweltbezogene Wohlergehensindikatoren an (teilweise) verwilderten Hauskatzen in  betreuten Streunerkolonien untersucht. Die Gesundheitsindikatoren Allgemeinverhalten, BodyCondition Score, Zustand des Fells, Verletzungen und Allgemeiner Gesundheitszustand haben sich als reliable und valide Indikatoren für Wohlergehen erwiesen, da auch Zusammenhänge mit Koloniemerkmalen wie Gruppengröße, Anzahl Katzen pro Futterstelle, Geschlecht und Kastrationsstatus der Katzen, sowie mit Betreuungsmerkmalen wie Reinheit der Futterstellen gefunden wurden. In Kolonien, wo regelmäßig Leckerli und/oder Milch angeboten wurden, war die Distanz der Katzen zu ihrem Betreuer/ihrer Betreuerin geringer als in Kolonien in denen keine Leckerbissen angeboten wurden.

Artikel “Welfare of feral cats and potential influencing factors” von E.M. Gilhofer, I. Windschnurer, J. Troxler und V. Heizmann: Journal of Veterinary Behavior 30 (2019) 114-123

Kontakt: Ass.-Prof. Dr.med.vet. Veronika Heizmann veronika.heizmann@vetmeduni.ac.at

 

Das ITT ändert seinen Namen und es wird eine 5-jährige Forschungsstrategie festgelegt!

Mit Jahreswechsel 2018/2019 änderte sich der Namen des Instituts von "Institut für Tierhaltung und Tierschutz" in "Institut für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung". Mit dieser Maßnahme soll der Tätigkeitsbereich der Forschung hervorgehoben und der wissenschaftliche Aspekt verdeutlicht werden. Die aktuellen und zukünftigen Forschungsaktivitäten des Institutes sind für die Jahre 2019-2024 in der Forschungsstrategie  "Research Strategy" beschrieben. Dieses Dokument dient als Informationsquelle für alle Interessierten, indem es die wichtigsten wissenschaftlichen Stärken und Prioritäten des ITT hervorhebt.

Natürlich bleiben Aus- und Weiterbildung ein bedeutender Teilbereich des Instituts, genauso stehen wir auch weiterhin für Expertisen und weitere Dienstleistungen zur Verfügung!

Richtigstellung aufgrund zahlreicher Meldungen seitens Tierhaltern nach Aufgreifen des Themas „Streicheln von Neuweltkameliden“ durch Medien

Die Ergebnisse in der aktuellen Publikation „Alpaca and llama behaviour during handling and its associations with caretaker attitudes and human-animal contact“

sollten keinesfalls als Aufforderung verstanden werden einfach „drauf los zu streicheln“ sondern, wie es erfahrene Halter machen, eine gute Mensch-Tier Beziehung, basierend auf Vertrauen und Respekt, aufzubauen. Neuweltkameliden sind keine „Kuscheltiere“, sondern grundsätzlich Distanztiere. Ein respektvoller Umgang, der aber auch die Kenntnis über Verhaltens- und Lebensweise dieser Tiere voraussetzt, ist Grundlage dafür, dass Tiere positive Verhaltensweisen in der Herde entwickeln können. Es gilt auf das Verhalten der Tiere zu achten und Signale der Tiere zu erkennen. Dies ist vor allem bei „crias“ (Jungtieren) von großer Wichtigkeit, denn als jugendliche oder erwachsene Tiere können sie dem Menschen durch Beißen, Rempeln, Hochsteigen etc. durchaus gefährlich werden, was besonders dann passieren kann, wenn sie im Kindesalter nicht auch den „Respekt“ gegenüber Menschen gelernt haben.

 

 

"Sei freundlich zu anderen: Prosoziales Verhalten und die Auswirkungen auf den Tierschutz"

Der neu veröffentlichte ITT-Artikel im Journal "Applied Animal Behaviour Science" zeigt, dass Nutztiere sich gegenseitig helfen können, und legt nahe, dass prosoziale Verhaltensweisen positive Indikatoren für das Wohlbefinden sein können. Die Vollversion ist frei zugänglich bei: https://authors.elsevier.com/a/1YP-6cF2OWofG

Tierheim-Tagung „Tierschutz auf wissenschaftlicher Grundlage“


Am 20.10.2018 fand die 1. Tierheim-Tagung im Hörsaal A der Vetmeduni Wien statt.
Rund 150 TierheimmitarbeiterInnen, TierärztInnen, StudentInnen und Interessierte nahmen an der von Frau Dr. Christine Arhant und Frau Dr. Ines Windschnurer (Institut für Tierhaltung und Tierschutz) organisierten Veranstaltung teil und konnten sich nicht nur im Zuge der informativen Vorträge über Tierschutz auf wissenschaftlicher Grundlage weiterbilden, sondern hatten auch Gelegenheit, direkt mit Experten auf diesem Gebiet aus dem In- und Ausland, wie Frau Dr. Nadja Affenzeller, Frau Dr. Irene Bruckner, Frau Dr. Giulia Cimarelli, Frau Dr. Barbara Schöning, sowie den Organisatorinnen ins Gespräch zu kommen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Frau. Mag. Karin Bayer, Managerin des Clever Dog Labs.
Wir bedanken uns für Ihr reges Interesse und ihre Teilnahme und freuen uns auf Folgeveranstaltungen!

 

Europäischer Veterinärkongress für Tierverhaltensmedizin und Tierschutz: "Tierverhalten und Tierschutz verbessern - durch Optimierung des menschlichen Verhaltenswandels" – September 2018

Von 27.-29.September 2018 fand der diesjährige Veterinärkongress in Berlin statt.

Unser Institut war mit vier Teilnehmern vertreten, die folgende Präsentationen hielten:

Annika Lange: "Talking to cows: Reactions to playback and ‘live’ talking during human-cattle interactions"

Ines Windschnurer: "Associations of caretaker attitudes with alpaca behaviour"

Christine Arhant: "Prescription of psychotropic drugs for dogs during New Year´s Eve by Austrian and German veterinarians and their attitudes to noise aversion"

Susanne Waiblinger: "Nociceptive threshold of goat kids undergoing injection of clove oil or isoeugenol for disbudding - a preliminary study"

Jason Yee

Jason Yee arbeitet an prosozialem Verhalten mit Schwerpunkt auf der Entwicklung von Bildgebungsverfahren bei Nutztieren zur Anwendung in der Tierschutzforschung.

Er verbrachte die letzten 5 Jahre als Forscher sowohl am „Zentrum für Translationale NeuroImaging“ an der Northeastern University (Boston, MA) als auch am „Kinsey Institute“ der Indiana University (Bloomington, IN). Während dieser Zeit entwickelte er Neuroimaging in Präriewühlmäusen (Microtus ochroaster), einem sozial monogamen und biparentalen Nagetier, als soziale Neurowissenschaftsplattform, zum besseren Verständnis der neuralen Basis komplexer sozialer Verhaltensweisen. Von C. Sue Carter und Stephen Porges erhielt er sein Postdoktorat an der University of Illinois in Chicago in Verhaltens-Neuroendokrinologie und Psychophysiologie mit Projekten rund um die Rolle von Oxytocin bei der Regulierung von Körper und Gehirn bei Stress. Er promovierte in „Comparative Human Development“ an der Universität von Chicago (USA), wo er mit Martha McClintock über soziale Reziprozität, Mammatumorenbildung und Lebensspanne sowie mit Brian Prendergast über Geschlechtsunterschiede und Verhaltenskonsequenzen der Immunaktivierung arbeitete.

Tierheimtagung 20.10.2018

Claire Toinon

Claire Toinon arbeitet unter der Leitung von Prof. Jean-Loup Rault an prosozialen Verhaltensweisen bei Nutztieren.

Sie hat ihren Abschluss in Agronomie an der Ingenieurschule ENSAIA (Französische Nationale Graduiertenschule für Agronomie und Lebensmittelindustrie) gemacht. Sie zeigte früh Interesse am Tierschutz und absolvierte zwei internationale Praktika: eines an der Universität von Guelph (Kanada) zum Thema Federpicken bei Legehennen, betreut von Alexandra Harlander und Patrick Birkl; und ein Praktikum an der Aarhus Universität (Dänemark), wo sie einen möglichen Zusammenhang zwischen Lahmheit und der Reaktion von Masthühnern in einem standardisierten Mensch-Tier-Beziehungs-Test untersuchte.

Hunde Uni Bern - Juli 2018

Die HundeUniBern besteht aus der Verhaltensbiologin Dr. Stefanie Riemer, der Verhaltenstierärztin Dr. Maya Bräm, und der Biologin Annika Huber, MSc. Sie ist Teil der Abteilung Tierschutz der Vetsuisse Fakultät, Universität Bern und beschäftigt sich mit Grundlagen- und angewandter Forschung zu Verhalten, Kognition und Emotionen bei Haushunden. Um ihre Gründung zu feiern wurde am 5. und 6. April 2018 ein Workshop mit internationalen Experten zum Thema „companion animal behaviour science“ abgehalten. Dr. Christine Arhant vom Institut für Tierhaltung und Tierschutz, Vetmeduni Vienna war mit dem Vortrag „Supervision of child-dog interactions – implications for dog-bite prevention“ mit dabei. 

Link zum Workshop

Editorial Board der Zeitschrift Nature Scientific Reports - Juli 2018

Ab Juni 2018 ist Irene Camerlink dem Editorial Board der Nature Journal Scientific Reports beigetreten. Wenn Sie ein Manuskript zum Thema Tierverhalten oder Tierschutz haben, dass Sie gerne an Scientific Reports einreichen möchten, können Sie es an Irene Camerlink schicken. 

9. ÖTT-Tagung Tierschutz: Im Interesse der Tiere – zu Lasten der Tiere

Do. 3. Mai 2018/ Vetmeduni Wien, Festsaal/ 1210 Wien, Veterinärplatz 1

Programm zur 9. ÖTT-Tagung Tierschutz: Im Interesse der Tiere – zu Lasten der Tiere

Teilnahmegebühr:  110.- EUR; 30.- EUR für Studierende (inkl. MwSt.); Verpflegung inkludiert.

Bildungsstunden: ÖTK (6,0); TGD (6,0); FTA Kleintiere (6,0); FTA Wiederkäuer (2,0); FTA Schweine (3,0); FTA Geflügel (1,0), FTA Tierhaltung & Tierschutz (6,0); Wahlfach Vetmeduni (0,5 ECTS)

Anmeldung bis 27.04.2018 via Email an die Tierärztekammer

8. ÖTT-Tagung „Tierschutz: Anspruch - Verantwortung - Realität“ am 04. Mai 2017 Vetmeduni Wien

Programm

Die Plattform „Österreichische Tierärztinnen und Tierärzte für Tierschutz“ (ÖTT) lädt zur

8. ÖTT-TAGUNG AM 4. MAI 2017 AN DER VETMEDUNI WIEN

Ziel ÖTT ist es, den Tierschutzgedanken innerhalb der Tierärzteschaft zu stärken. Die ÖTT-Tagung ist ein wichtiges Instrument dafür.

Unter dem Motto „Tierschutz: Anspruch - Verantwortung - Realität“ findet die 8. ÖTT-Tagung am Do., den 4. Mai 2017 im Festsaal der Vetmeduni Wien statt. Auf dem Programm stehen Vorträge über die Würde des Tieres, den neuen Ethik-Kodex der TierärztInnen Deutschlands, den Umgang mit invasiven gebietsfremden Arten, die Qualzucht-Problematik und mögliche Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung. Drei tierärztliche Fallbeispiele aus dem Bereich Tierschutz runden das Programm ab.

Die Veranstaltung wird vom Institut Tierhaltung in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Tierärztekammer organisiert.

Inhaltliche Verantwortung: ÖTT Johannes Baumgartner

7. ÖTT Tagung: Generalthema „Tiernutzung und Tierwohlbefinden“ am 28.04.2016

Best Paper Award - Sept. 2015

Wir freuen uns mit Mag. Maciej Oczak, welcher den „Best Paper Award“ gewonnen hat.

Titel der Konferenz: 7TH EUROPEAN CONFERENCE ON PRECISION LIVESTOCK FARMING (EC-PLF)
Link zur Konferenz
Preis: Best Paper Award
Titel der Publikation: Classification of nest-building behaviour in sows on the basis of accelerometer data

Publikations Inhalt

6. ÖTT-Tagung am 07.05.2015 an der Vetmeduni Vienna

Die Tierärzteschaft muss ihre Expertise einbringen, um Tiere vor Schmerzen, Leiden und Schäden zu bewahren und deren Wohlergehen in bestmöglicher Weise sicherzustellen. Leiden entsteht auch aus unbefriedigten Bedürfnissen. Aber können wir Tieren überhaupt Bedürfnisse zuschreiben, wenn wir uns nicht einmal sicher sein können, dass unser menschliches Gegenüber fühlt? Welche Bedeutung haben Bedürfnisse nach z. B. artgemäßem Verhalten, Wasser und Schlaf für die verschiedenen Tierarten? Wie muss man als Amtstierarzt in einem Tierschutzfall vorgehen, damit man sicher sein kann, die richtige Entscheidung – auch  im Sinne des Tieres - getroffen zu haben? Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen der diesjährigen 6. ÖTT-Tagung am 07.05. 2015 an der Vetmeduni Wien von hochkarätigen Vortragenden und einem interessierten Fachpublikum erörtert. Der kostenlose Tagungsband der 6. ÖTT-Tagung enthält die ausführlichen Manuskripte zu allen Vorträgen.

Tagungsband der 6. ÖTT-Tagung zum Download (PDF, 1 MB)