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UNSERE VISION

Die Abteilung für Wildtiermedizin („Conservation Medicine“) befasst sich mit allen Aspekten der Wildtiergesundheit im Verhältnis zu Umwelt, Umweltveränderungen, landwirtschaftlichen Nutztieren und menschlicher Gesundheit. Die Wild- und Zootiermedizin ist eine Disziplin, die u.a. Prinzipien aus Biologie, Ökologie, Physiologie, Naturschutz und Veterinärmedizin integriert und auf Wildtiere in natürlichen und künstlichen Umgebungen anwendet.

Neben epidemiologischen Untersuchungen zur Ursache, Verbreitung und Ökologie von Wildtierkrankheiten bearbeiten unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auch alle Aspekte der prophylaktischen, diagnostischen und therapeutischen Wild- und Zootiermedizin. Wir entwickeln neue Techniken und verbessern kontinuierlich Methoden für sichere und artgerechte Anästhesie und den Fang von Wildtieren.

Pathologische Untersuchungen von Wild- und Zootieren bieten die Möglichkeit, Krankheiten zu erkennen und zu verstehen.  Wir beschäftigen uns  sowohl mit bekannten als auch neu aufkommenden Krankheiten („emerging diseases“). In Zeiten erhöhter Mobilität und immer kleiner werdender Rückzugsgebiete für Wildtiere hat dieser Aspekt besondere Bedeutung gewonnen.  Wir verwenden modernste Technologien (z.B. molekulare Methoden) und gut etablierte internationale Kooperationen um die Schärfe der Diagnostik zu erhöhen.

Wir wenden unsere Expertise für verschiedene Arten- und Naturschutzprojekte weltweit an.  Darüber hinaus bieten wir Schulungen für interessierte Kolleginnen und Kollegen, Biologen und Jäger an, die sich über Wildtierkrankheiten, Wildtierhandling, sowie Fang,- und Anästhesiemethoden informieren wollen.

Forschungsschwerpunkte

  • Diagnostik infektiöser und nicht-infektiöser Wildtierkrankheiten und ihre Relevanz für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt.
  • Entwicklung praxisorientierter Forschungsmethoden z.B. in Bereichen der  Telemetrie und der Wildtieranästhesie und Entwicklung veterinärmedizinischer Techniken für Wildtiere.
  • Der ökologische Verbund und Biodiversitätsforschung.
  • Multidisziplinäre Forschung zu Prädatoren in Europa.
  • Internationaler Arten- und Naturschutz.

Unsere Forschungsergebnisse setzen wir u.a. auf folgenden Gebieten um

  • Beratung und Unterstützung von Behörden und Interessenverbänden bei epidemiologische Untersuchungen (Ursachen und Hintergründe der Krankheitsentstehung)
  • Beratung und Unterstützung von Behörden und Interessenverbänden  bei der Definition und Untersuchung von Krankheiten an der Schnittstelle Wildtier/Nutz- und Haustier/Mensch und im Bereich Wildtiermanagement
  • Entwicklung neuer Techniken und Verbesserung bewährter Methoden für sichere und artgerechte Anästhesie und Fang von Wildtieren
  • Durchführung von forschungsorientierten internationalen und nationalen Artenschutzprojekte
OneHealth als Weltanschauung

Im Jahr 2004 fand der Begriff „Klimawandel“ erstmals im Wörterbuch  Erwähnung – heute vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht mit dem Thema konfrontiert wird. Die Einflüsse und Auswirkungen sind vielfältig und betreffen Mensch, Tier und Umwelt. In diesem Zusammenhang ist ein „ONE HEALTH“- Ansatz essenziell.  Mehr dazu lesen Sie im Interview mit Abteilungsleiter Chris Walzer, erschienen im Magazin Vetmed 01/2020.

Warum die Bekämpfung von Pandemien einen OneHealth Ansatz erfordert

Ine Reihe interessanter und relevanter Artikel finden Sie z.B. hier.

Mehr zum Thema: The Berlin Principles