Mensch-Hund-Beziehung: vom Verhalten zur funktionellen Bildgebung im Gehirn

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Menschen und Hunde leben seit mehreren Jahrtausenden in einer engen, sozialen Beziehung (Interaktion) zusammen und beeinflussen ihr Verhalten somit gegenseitig. Bislang wurde allerdings nur der Verhaltensaspekt dieser Beziehung untersucht. Mit dem Aufkommen fortschrittlicher, nicht-invasiver, bildgebender Verfahren kann die Hirnfunktion, die mit dieser sozialen Interaktion zusammenhängt, in vivo bei beiden Spezies und ohne Anästhesie, sogar bei Hunden, untersucht werden. Der direkte Vergleich von Hunde- und Menschen-fMRT-Daten ist durch speziell zugeschnittene, soziale Kognitionsaufgaben und Analysemethoden, die für die vergleichende Bildgebung optimiert wurden, möglich. Der Zugang zu einem neuen 3 Tesla MRT-Scanner, um die vergleichenden Hundegehirn-Scans durchzuführen, ermöglicht uns, die Einschränkungen bei der Verwendung eines Menschen-MRT-Scanners zu überwinden. Dies erlaubt uns darüber hinaus, die Hunde unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren und vorzubereiten. Der erste Teil des PhD-Projekts ist daher das effiziente, aber stressfreie Vor-Training von bis zu 30 Hunden, um die Anforderungen an ein optimales Verhalten im Scanner selbst (voll aufmerksam, aber bewegungslos und dennoch entspannt) zu erfüllen. Später werden dann Verhaltensuntersuchungen und funktionelle Bildgebungsstudien durchgeführt, um die Beziehung zwischen Mensch und Hund genauer zu untersuchen.

Betreuer: Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Ludwig Huber, Univ.-Prof. Mag. Dr. Claus Lamm, PD Dr. Friederike Range

Projektmitarbeiterin: Sabrina Karl (PhD Studentin, Vetmeduni Vienna)

Projektpartner: Magdalena Boch (PhD-Studentin, Universität Wien)

Dauer: September 2017 – August 2020
Gefördert durch: Messerli Stiftung – in Assoziation mit “Doctoral Program Cognition and Communication 2 – DK” (FWF gefördert)