Kea Lab

 

Das Kea Lab befindet sich in der Haidlhof Forschungsstation 1 in Bad Vöslau/Niederösterreich.

Diese Forschungsstation ist eine kooperative Zusammenarbeit der Abteilung für Vergleichende Kognitionsforschung (Veterinärmedizinische Universität Wien) und des Department of Cognitive Biology 2 (Universität Wien).

 
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Unsere Forschung 4 konzentriert sich auf die Erkundung von Kognition beim Kea Bergpapagei (Nestor notabilis) 5 in den Bereichen der Wahrnehmung, sowie der physikalischen und sozialen Intelligenz.

Hierbei wird besonderes Augenmerk auf die Interaktion dieser Bereiche, sowie auf das Explorationsverhalten der Tiere und des Umgebungseinflusses gelegt. Diese Fragen zielen auf fundamentale Themen der Kognition: Wie erlangen Tiere Wissen, was verstehen sie von Kausalität, und können sie Analogieschlüsse ziehen?

Huber, L. (2016). Forschungsstation Haidlhof. In J. Redl (Ed.), Haidlhof – Ein Platz mit Geschichte. Bad Vöslau: Eigenverlag.

 

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Eine Gruppe von 28 Individuen verschiedenen Alters und Geschlechts, ist permanent in einer Außenvoliere von mehr als 50m Länge (520 m2 Bodenfläche) untergebracht. Diese Voliere wurde speziell entworfen für die Verhaltens- und Kognitionsforschung am Kea, auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung in der Keaforschung.

Durch das fein abgestimmte Design bietet die großzügige Voliere eine Vielzahl an Bereichen, in denen sich die Vögel zurückziehen können und viele Habitatsbereicherungen und Einrichtungen, die die Forschung und die Tierpflege unterstützen. Es gibt zwei Brutabteilungen, an beiden Enden der Voliere jeweils eine, welche von der Hauptvoliere abgetrennt werden können, um Paaren die Brut in Abgeschiedenheit zu ermöglichen. Jede ist mit einem hölzernen Brutkasten ausgestattet, welcher die natürlichen, unterirdischen Nisthöhlen nachahmt.

Auch die zwei Testabteilungen können visuell vom Rest der Voliere getrennt werden, um die Subjekte einzeln testen zu können. Sie können noch weiter unterteilt werden, um den Forschern die Möglichkeit zu geben, die Subjekte von der Testapparatur zwischen den Durchgängen zu separieren. Beide sind auch mit einer Lernapparatur samt Touchscreen ausgestattet. Die drei großen "Wohnabteilungen" bieten der Kea-Gruppe Teiche, Unterschlupfnischen und –häuser, Bereicherungsareale, bepflanzte Hochbeete sowie Arenen zur Futtersuche.

Die Vögel bekommen drei Mal täglich ein variierendes Angebot an Gemüse, Obst, eine Saat/Körnermischung als Futter, sowie ein Mal täglich eine Proteinquelle (z.B. Eier). Das Futter wird angepasst, um die saisonale Variation ihrer natürlichen Futterquellen nachzuahmen, aber nicht um die Motivation zur Teilnahme an Versuchen zu erhöhen. Die Belohnungen, die in den Experimenten angeboten werden, sind bevorzugte Leckerbissen, welche nicht im alltäglichen Futterangebot enthalten sind. Jede Forschung, die mit den Keas durchgeführt wird, ist komplett nicht-invasiv und wird nicht als Tierversuch per österreichischem Gesetz eingestuft.

 

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Kea Lab