Quacksalberei und Wissenschaft in der veterinärmedizinischen Ausbildung

Prof. Marian Horzinek

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„Ich glaube nicht an Astrologie, denn ich bin eine Waage.“ Mit dieser paradoxen Aussage leitet Prof. Marian Horzinek, Universitätsrat der Vetmeduni Vienna und erfolgreicher veterinärmedizinischer Wissenschafter, das Manuskript zu einem Vortrag ein, den er an der Akademie für Tiergesundheit gehalten hat. Der Titel: Quacksalberei und Wissenschaft in der veterinärmedizinischen Ausbildung.

Das Ausmaß, mit dem nicht wissenschaftlich untermauerte Methoden mehr und mehr Einzug in der tierärztlichen Praxis finden, nennt Marian Horzinek in seinem Vortrag bestürzend, sieht es aber auch in einer gesellschaftlichen Entwicklung begründet, einer seiner Meinung nach zur Zeit vorherrschenden Wissenschaftsfeindlichkeit.

Umso eindringlicher ist sein Appell, den Studierenden im Zuge ihrer veterinärmedizinischen Ausbildung verstärkt die Grenze zwischen Wissenschaft und Quacksalberei bewusst zu machen. In seiner Argumenten spannt er den Bogen von Hippocrates bis Karl Popper, von altem zu neuem Aberglauben, von den scheinbaren Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis bis zu persönlichen Niederlagen und Erfolgen. Und er betont die Bedeutung von Kritik, Dialog und Zahlenverständnis.

Der gesamte Vortrag in englischer Sprache findet sich in der pdf-Datei im Kasten rechts.

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