Sichere Geflügelprodukte from stable to table: Eine österreichische Success Story

Ao. Univ. Prof. Dr. Friederike Hilbert

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Sichere, gesunde und qualitativ hochwertige Lebensmittel – danach geht der Verbrauchertrend der Zukunft: Das Projekt „Poultryflorgut“ ist eine im Zuge des 6. EU-Rahmenprogammes gestartete österreichische Erfolgsgeschichte aus dem Bereich "Lebensmittelqualität und -sicherheit", an der WissenschafterInnen des Institutes für Fleischhygiene der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) beteiligt sind. Das Projekt wurde nun zur FFG-Success Story des Monats März gewählt.

Fünfzehn internationale Partner arbeiten in diesem europäischen Projekt zusammen, um mit Hilfe neuester wissenschaftlicher Methoden die Einflüsse der Fütterung und Haltung auf die Darmflora von Geflügel zu untersuchen, daraus Daten zu ermitteln, welche zur Steigerung der Produktsicherheit und –qualität beitragen, und um optimale Bedingungen für die Geflügellebensmittelproduktion zu definieren.

In den letzten Jahren kam es aufgrund der immer lauter werdenden Forderungen nach naturnahen und artgerecht produzierten Nahrungsmitteln, die frei von krankheitserregenden Mikroorganismen und Schadstoffen sind, vor allem in der Geflügelfleischproduktion zu weit reichenden Umstellungen in der Haltung und Fütterung des Geflügels. „Doch ob und wie sich diese Veränderungen auf das Vorkommen von Lebensmittelpathogenen auswirken, wurde bis dato noch nicht wissenschaftlich erfasst“, erklärt Ao. Univ. Prof. Dr. Friederike Hilbert vom Institut für Fleischhygiene der Vetmeduni Vienna.

„Bei unseren Untersuchungen am Institut für Fleischhygiene begeben wir uns vor allem auf die Suche nach traditionellen und neuen Lebensmittelinfektionserregern in europäischen Geflügelschlachthöfen und Geflügelfleischverarbeitungsbetrieben. Im Speziellen wird daran gearbeitet, die Analyse der bakteriellen Flora als Überwachung der einzelnen Prozessstufen in der Geflügelfleischverarbeitung einzusetzen.“

Dabei liegt der spezielle Focus der Untersuchungen am Institut auf der Interaktion zwischen Pathogenen - wie etwa Salmonellen und Campylobacter - und der Verderbnisflora auf Geflügelfleisch sowie dem Anteil der Darmflora an der Bakterienpopulation im Fleisch.

„Bei der Mitarbeit an einem europäischen Projekt wird mit zahlreichen Partnern verschiedener Fachrichtungen zusammengearbeitet, wodurch Internationalität und Interdisziplinarität auf hohem Niveau sichergestellt sind. Derzeit untersuchen wir in Kooperation mit zwei dänischen Partnern die intestinale Flora von natürlich und künstlich mit Salmonellen und oder Campylobacter infiziertem Geflügel, um Unterschiede zu nicht infiziertem Geflügel zu verifizieren. Das konstruktive Miteinander fördert es, wissenschaftliche Ziele schneller und effizienter zu erreichen“, erklärt die Expertin abschließend.

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Kategorie: Forschung, Startseite

 

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