Wieder aufgetaucht: Bär Moritz auf Brautschau

Braunbär (Quelle: Heimpel 4nature)

Motivbild Braunbär 1

Der im Salzkammergut angesiedelte und bereits tot geglaubte Braunbär Moritz ist am Leben. Er ist in seine ursprüngliche Heimat, das Ötschergebirge, zurückgewandert um dort auf Brautschau zu gehen. Derzeit befindet er sich in Winterruhe. Moritz zählt zu einem der beiden Bären, die von der Kernpopulation im niederösterreichisch-steirischen Grenzgebiet überlebt haben.

"Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein erwachsener Bär sein Streifgebiet nach fünf Jahren verlässt", erklärt Bärenanwalt Georg Rauer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Veterinärmedizinischen Universität Wien. "Wir vermuten, dass Moritz' Wanderung mit der Suche nach einem Weibchen zusammenhängt, zumal er zur Paarungszeit aufgebrochen ist", so Rauer. Seit Mai befand sich Moritz auf Wanderung und legte eine Strecke von 100 Kilometern zurück. Zur Feststellung des Standortes, beziehungsweise des möglichen Über- oder Ablebens des Braunbären Moritz wurden alle 2009 gesammelten Bärenhaare- und Losungen ausgewertet.

Der WWF hofft, dass heuer die notwendigen Schritte für eine Bestandesstützung von den entsprechenden Behörten eingeleitet werden. "Wir haben uns monatelang Sorgen um Moritz gemacht. Dass er jetzt da ist, soll als Signal für den längst überfälligen Rettungsplan der Bären in Österreich verstanden werden", unterstreicht WWF-Bärenprojektleiter Christoph Walder.

Zehn Bären aus Slowenien sollten nach Expertenmeinung die derzeitige Population aufbessern, damit der Bär in Österreich vor dem Aussterben gerettet werden kann. Denn während 2001 noch 10 weibliche und männliche Bären im niederösterreichisch-steirischen Grenzgebiet lebten, sind heute nur noch Moritz und sein Vater Djuro am Leben.

 

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