Endokrinologe Florian Zeugswetter habilitiert

Florian Zeugswetter erhielt seine Lehrbefugnis im Rahmen der Akademischen Feier. (Foto: Frauke Lejeune/Vetmeduni Vienna)

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Im Oktober dieses Jahres habilitierte Florian Zeugswetter, Kleintierinternist und Fachmann für Endokrinologie an der Vetmeduni Vienna. Der Spezialist auf dem Gebiet der Stoffwechselerkrankungen bei Kleintieren leitet seit 2004 die „Endokrinologischen Sprechstunde“ an der Klinischen Abteilung für Interne Medizin Kleintiere. Für das Fach Interne Medizin Kleintiere erhielt Zeugswetter nun offiziell seine Lehrbefugnis.

In seiner Habilitationsschrift erarbeitete Zeugswetter Verbesserungen und Vereinfachungen bei der Diagnose des Cushing Syndroms und Diabetes mellitus bei Hunden und Katzen. Dafür evaluierte der Hormonexperte die gängigsten Untersuchungsmethoden auf dem Gebiet der Hormonerkrankungen.

Verbesserte Hormontests bei Tieren

„Die Untersuchungsmethoden ändern sich momentan sehr rasch. Die Praktikabilität der am Markt erhältlichen Tests stand bei unseren Untersuchungen im Vordergrund“, erklärt Zeugswetter. „Die in den Lehrbüchern beschriebenen Methoden werden kaum mehr verwendet und für die neuen Messmethoden fehlen in der Regel validierte Grenzwerte und Referenzbereiche. Diese Lücken haben wir mit unseren Arbeiten zum Teil gefüllt.“

Zeugswetter schloss sein Veterinärmedizinstudium im Jahr 1998 an der Veterinärmedizinischen Universität Wien ab. Anschließend war er als Studienassistent an der Klinik für Interne Medizin und Seuchenlehre tätig. 2001 promovierte er zum Thema „Hauttemperaturregulation bei Kolikern“ und ist seit 2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ambulanztierarzt an der Klinischen Abteilung für Interne Medizin Kleintiere.  

Aktuell forscht Zeugswetter an den Auswirkung der Adipositas und der Futteraufnahme auf die Kortisolausschüttung und Metabolisierung bei Hunden. Im Rahmen einer prospektiven Studie untersucht er die Therapie der diabetischen Ketoazidose bei Katzen. Diese häufige Komplikation bei Diabetes mellitus entsteht aufgrund von Insulinmangel und verursacht Krankheitssymptomen wie etwa Erbrechen, Schwäche und Austrocknung bei den Tieren.       

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