Rektorin Sonja Hammerschmid wird neue Bildungsministerin

Sonja Hammerschmid legt ihr Amt als Rektorin zurück und wird Bildungsministerin. (Foto: © Daniel Gebhart de Koekkoek/Vetmeduni Vienna)

Sonja Hammerschmid legt ihr Amt als Rektorin zurück und wird Bildungsministerin. (Foto: © Daniel Gebhart de Koekkoek/Vetmeduni Vienna) 1

Sonja Hammerschmid legt mit heutigem Datum, 17. Mai 2016, ihr Amt als Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien zurück und wechselt als Bildungsministerin in die Bundesregierung. Interimistisch übernimmt Petra Winter, bisher Vizerektorin für Lehre und klinische Veterinärmedizin, die Aufgaben der Rektorin der Vetmeduni Vienna. Seit Jänner 2016 gestaltete Hammerschmid die österreichische Unipolitik als Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko) mit.

"Österreich steht an einem Wendepunkt und ich hoffe, dass ich ein wenig dazu beitragen kann, dass unser Land ein weltoffenes, lebenswertes Land bleibt und wird, in dem Bildung geschätzt und als die Chance für Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Frieden gesehen wird", so Sonja Hammerschmid als designierte Bundesministerin für Bildung.

Wie in der Geschäftsordnung des Rektorats der Vetmeduni Vienna festgeschrieben, übernimmt interimistisch Petra Winter, bisher Vizerektorin für Lehre und klinische Veterinärmedizin, die Agenden Hammerschmids bis zur Neuwahl einer neuen Rektorin oder eines neuen Rektors der einzigen universitären Ausbildungsstätte für Veterinärmedizin in Österreich. Ihren ursprünglichen Aufgabenbereich betreut Winter weiterhin. Das Rektorat der Veterinärmedizinischen Universität Wien setzt sich daher wie folgt zusammen:

  • Vizerektorin für Lehre und klinische Veterinärmedizin sowie Interimistische Rektorin: Ao. Univ.-Prof. Dr. Petra Winter, Dipl. ECBHM
  • Vizerektor für Forschung und internationale Beziehungen: Ao. Univ.-Prof. Dr. Otto Doblhoff-Dier
  • Vizerektor für Ressourcen: Mag. Christian Mathes

Innovative Lehre

Hammerschmid übernahm im September 2010 die Leitung der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Zu den Meilensteinen ihrer Amtszeit zählt die Ende 2012 absolvierte zweistufige internationale Akkreditierung der Vetmeduni Vienna durch die European Association of Establishments for Veterinary Education (EAEVE) und zwar in den Bereichen Lehre und klinische Ausbildung sowie erstmalig für Qualitätssicherung der gesamten Universität.

Gemeinsam mit ihrer Vizerektorin Petra Winter setzte Hammerschmid im Bereich Lehre die Reform des Studienplans für das Diplomstudium Veterinärmedizin mit dem Wintersemester 2014/15 um. Durch den neuen Studienplan beginnt die klinische Ausbildung bereits früher und das Studium ist stärker interdisziplinär ausgerichtet. Für die praktische Ausbildung steht seit 2012 an der Vetmeduni Vienna auch ein Trainingszentrum für Studierende zur Verfügung, das Skills Lab, das aus Operationssaal, Labor und Übungsordination besteht.

Verantwortung für Tier und Mensch

In Hammerschmids Amtszeit fiel 2015 auch das 250-jährige Jubiläum der Veterinärmedizinischen Universität Wien, das mit zahlreichen Aktivitäten aufzeigte, welche Leistungen die Universität in Forschung, Klinik und Ausbildung erbringt. Mit der Etablierung des einzigartigen Messerli Forschungsinstituts zur Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung 2012 kam die Vetmeduni Vienna gleich mehreren hochschulpolitischen Forderungen nach. Neben der Kooperation mit den Partneruniversitäten (Universität Wien und Medizinische Universität Wien) und einer interdisziplinären Ausrichtung wurde der Forderung verstärkter privater Finanzierung an heimischen Universitäten Rechnung getragen.

Qualität in der Forschung

Unter Hammerschmids Rektorat unterzog sich die Vetmeduni Vienna 2013 einer breit angelegten Evaluierung ihrer Forschung. Die Empfehlungen des internationalen ExpertInnen-Gremiums nutzte die Universität zur Weiterentwicklung ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten. Neben der Erhöhung der Drittmittel-Quote, also dem Anteil externer Mitteln für Forschungsprojekte, vertiefte die Vetmeduni Vienna in den vergangenen Jahren ihre anwendungsorientierte Forschung, unter anderem mit zwei Christian Doppler-Laboren, eines für das Monitoring mikrobieller Kontaminanten (2013) sowie eines für innovative Geflügelimpfstoffe (2014).

Die größte infrastrukturelle Maßnahme stellte der Bau der unieigenen Schweineanlage für Forschung und Lehre am Standort in Niederösterreich dar. Der landwirtschaftliche Musterbetrieb wurde im September 2013 eröffnet.

Gut gerüstet

„Ich bin dankbar, dass wir alle gemeinsam die Vetmeduni Vienna erfolgreich weiterentwickeln konnten“, dankt Hammerschmid ihren KollegInnen und MitarbeiterInnen. Dem Rektoratsteam der Vetmeduni Vienna steht nun die Vizerektorin für Lehre und klinische Veterinärmedizin, Petra Winter, interimistisch vor. Die Stelle der Rektorin/des Rektors der Vetmeduni Vienna wird innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist neu ausgeschrieben. „Wir alle wünschen Sonja Hammerschmid alles erdenklich Gute in dieser verantwortungsvollen Position für Österreich und ich danke ihr für das Vertrauen, dass sie mir entgegenbringt. Es war mir eine Ehre, ein Stück des Weges mit ihr gemeinsam gehen zu dürfen. Die Veterinärmedizinische Universität Wien ist sehr gut aufgestellt und für die Zukunft gewappnet“, erklärt Winter.

Porträtfotos und weiterführende Unterlagen

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Kategorie: Studium, Forschung, Kooperationen, Startseite, Service, Tierspital & Universitätskliniken  6

 

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