Wirtschaftskammerpreis an Institut für Tierernährung und Funktionelle Pflanzenstoffe

Elke Humer überzeigte mit ihrem Projekt „Potential von Wiener Altbrot als sicheres Tierfutter“ bei der Vergabe des Wirtschaftskammerpreises 2016. (Foto: Georg Mair/Vetmeduni Vienna)

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Die Wirtschaftskammer Wien wählte 2016 das Projekt „Potential von Wiener Altbrot als sicheres Tierfutter“ von Elke Humer von der Vetmeduni Vienna für die Förderung durch den Universitätsfond aus. Ab Oktober kann die Mitarbeiterin des Instituts für Tierernährung und Funktionelle Pflanzenstoffe mit der Förderung von 12.500 Euro erforschen, ob und in welchem Umfang sich Altbrot in der Futterration für Wiederkäuer eignet.

Die Wirtschaftskammer Wien (WKW) zeichnet jedes Jahr einzelne Projekte der verschiedenen Wiener Universitäten mit einer Förderung des kammereigenen Universitätsfonds aus. Dadurch soll die Vernetzung zwischen der Wiener Wirtschaft und Forschungsinstitutionen unterstützt werden.

Für die Vetmeduni Vienna überzeugte dieses Jahr Elke Humer vom Institut für Tierernährung und Funktionelle Pflanzenstoffe mit ihrem Projektantrag. Sie erhält als Preisträgerin nun eine Förderung von gesamt 12.500 Euro und kann damit ab Oktober 2016 das „Potential von Wiener Altbrot als sicheres Tierfutter“ erforschen.

Altbrot statt Kraftfutter

„Rund 20 Prozent des produzierten Brotes in Wien wird als Altbrot deklariert und damit als untauglich für den menschlichen Verzehr eingestuft“, erklärt Humer. Dieses Altbrot ist ein hygienisch unbedenkliches Lebensmittel. In ihrem Projektantrag folgt sie der Idee, Altbrot als teilweisen Ersatz für Getreide in der Futterration für Wiederkäuer einzusetzen. Das hat allerdings auch einen anderen ökonomischen Hintergrund. „Durch den Anstieg der Nutzung von Wiederkäuern in der Lebensmittelproduktion werden große Mengen an Getreide als Kraftfutter für die Tiere verfüttert“, sagt Humer. Diese Art der Fütterung ist notwendig, um den hohen Energiebedarf der Nutztiere zu decken. Es kommt dadurch allerdings zu einer Konkurrenzsituation mit den Nahrungsquellen für den Menschen. Die Forscherin wird daher testen, ob und in welchem Umfang sich Altbrot als Ersatz für das derzeit eingesetzte Kraftfutter eignet. In einem ersten Schritt muss Humer dafür belegen, dass die Fütterung mit Altbrot keine gesundheitlichen Schäden für Wiederkäuer hat.

Forschungsschwerpunkt Wiederkäuer

Elke Humer hat an der Universität für Bodenkultur Wien studiert und sich am dortigen Institut für Tierernährung auf Arbeiten im Bereich nachhaltiger Fütterungskonzepte spezialisiert. Seit 2014 ist sie als Uni-Assistentin am Institut für Tierernährung und Funktionelle Pflanzenstoffe der Veterinärmedizinischen Universität Wien in Lehre und Forschung mit dem Schwerpunkt Wiederkäuer tätig.

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