Verdacht auf Afrikanische Schweinepest in Tschechien

Symbolfoto ((C)Sebastian Vetter/Vetmeduni Vienna)

Wildschwein 1

Das Gesundheitsministerium (BMGF) wurde am 27.Juni 2017 von den tschechischen Veterinärbehörden darüber informiert, dass in Zlin (80 Kilometer von Österreich entfernt) bei zwei Wildschweinen Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt wurde. Aufgrund des aktuellen Falles ist davon auszugehen, dass ASP in der tschechischen Wildschweinpopulation verbreitet ist. Das BMGF setzt deshalb mit sofortiger Wirkung Vorsorgemaßnahmen für Österreich in Kraft.

Der Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist ein Virus und gehört zur Virusfamilie Asfarviridae. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich; bei Schweinen und Wildschweinen hingegen verläuft die Krankheit, abhängig von der Virulenz des Erregers, oft tödlich. Das Afrikanische Schweinepestvirus (ASP-Virus, african swine fever virus ASFV) ist ein DNA-Virus, das als einziges Virus zur Familie Asfarviridae, Genus Asfivirus, gehört. Das ASP-Virus ist ein doppelsträngiges behülltes DNA-Virus (ds DNA), das ca. 170.000 bis 192.000 Basenpaare lang ist. Derzeit gibt es nur einen Serotyp, jedoch werden basierend auf dem viralen p72-Gen22 verschiedene Genotypen unterschieden.

In Österreich ist die Afrikanische Schweinepest noch nie aufgetreten. Am 27.06.2017 meldeten die tschechischen Veterinärbehörden Fälle von ASP bei Wildschweinen in der südöstlichen Region um Zlin (80 km von Österreich entfernt). Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) hat daher Vorsorgemaßnahmen gesetzt, um eine mögliche Einschleppung zu verhindern:

Afrikanische Schweinepest: BMGF setzt Vorsorgemaßnahmen 2

Weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest, der Situation in Europa und den Maßnahmen in Österreich gibt es außerdem auf der Website der Kommunikationsplattform VerbraucherInnengesundheit des BMGF. 3

Quellen: AGES, BMGF

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