Vetmeduni Vienna trauert um Ernst Stifter

Ernst Stifter auf einem Bild, "das ihn wohl am besten darstellt – gemeinsam mit seinen geliebten Kühen", so Kollege Alexander Tavella. Foto: zVg

Ernst Stifter auf einem Bild, "das ihn wohl am besten darstellt – gemeinsam mit seinen geliebten Kühen", so Kollege Alexander Tavella. Foto: zVg  1

Austausch mit Studierenden: Ernst Stifter im Jänner 2020 beim Vernetzungstreffen "Südtirol trifft Wien" an der Vetmeduni Vienna. Foto © Stephanie Scholz/Vetmeduni Vienna

Austausch mit Studierenden: Ernst Stifter im Jänner 2020 beim Vernetzungstreffen "Südtirol trifft Wien" an der Vetmeduni Vienna. Foto © Stephanie Scholz/Vetmeduni Vienna 2

Ernst Stifter, Alumnus der Veterinärmedizinischen Universität Wien, kam am 15. April im Alter von 55 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Nach seinem Studienabschluss an der Veterinärmedizinischen Universität Wien begann Ernst Stifter seine Karriere als Tierarzt im Gadertal in Südtirol. Anschließend war er mehr als 20 Jahre lang als stellvertretender Direktor des Landestierärztlichen Dienstes in Südtirol tätig. Er verantwortete die Bereiche Tierkrankheiten, Tierschutz und Tierarzneimittel.

Vergangene Woche verstarb er bei einem folgenschweren Motorradunfall. Unsere aufrichtige Anteilnahme und unser herzliches Beileid gelten in dieser schweren Zeit Ernst Stifters Familie. 

Im Andenken an Ernst Stifter haben ehemalige Studien- und ArbeitskollegInnen sowie FreundInnen ihre Gedanken und ihre Trauer in Worte gefasst:
 

Petra Winter, Rektorin der Vetmeduni Vienna

Man trifft im Leben viele Menschen, aber nur in manchen findet man langfristige Mitstreiter, mit denen man gemeinsam etwas bewegen und gestalten kann. So einer war Ernst! Ich werde immer wieder gerne an die gemeinsame Zeit – von Mastitisseminaren bis zu "Südtirol trifft Wien" im Jänner 2020 – zurückdenken.

Barbara Nell, Leiterin Augenheilkunde (Klinische Abteilung für Kleintierchirurgie), Vetmeduni Vienna

Lieber Ernstl,

es fällt so schwer zu akzeptieren, dass Du nicht mehr da bist. Wir haben sehr viel Schönes gemeinsam erleben dürfen. Freud und Leid eines gemeinsamen Studiums (Was schweißt mehr zusammen als eine gemeinsame Anatomie-Seziergruppe?), wie Du Nuria kennengelernt hast und Eure Hochzeit in Spanien. Umso schöner war es, dass wir uns nach dem Studium nicht aus den Augen verloren haben und unsere Treffen alle zwei Jahre in einer anderen Stadt zu einem Fixpunkt wurden. Ich halte alle diese Erinnerungen und den Moment in Porto vor eineinhalb Jahren fest, wo ich Dich das letzte Mal umarmt habe. Damals dachte ich noch, Dich dieses Jahr im Herbst wiederzusehen.

Barbara

Paolo Zambotto, Landesveterinärdirektor Südtirol und Alexander Tavella, Direktor des Instituts für Tierseuchenbekämpfung der Venetien (IZSVe)

Ernst hat eine große Leere hinter sich gelassen, die Trauer um ihn ist immens. Für uns ist Ernst nicht nur ein Arbeitskollege gewesen, sondern auch ein wahrer Freund. 

Paolo Zambotto: Ich habe mit Ernst mehr als 24 Jahre Seite an Seite gearbeitet und bin fassungslos, dass er von einem Moment auf den anderen nicht mehr Teil unseres Alltags sein soll. Das Mitgefühl unserer KollegInnen gibt uns in dieser schwierigen Zeit viel Kraft. 
Alexander Tavella: Ernst war für mich ein Lehrer und Mentor. Seine Leidenschaft für die Veterinärmedizin, seine offene Art und sein Enthusiasmus waren für mich eine große Lehre – gewissermaßen eine "Kinderstube" für einen jungen verträumten Veterinärmediziner, wie ich es vor 15 Jahren war, als ich ihn kennenlernen durfte. Er hat mir gezeigt, wie man Vernetzungen aufbaut und aus einem Beruf eine Berufung, ja einen Traumjob, macht. Ich werde ihm ewig dafür dankbar sein.

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