Konstruktives Arbeitsgespräch zwischen Tierschutzminister Anschober und Vetmeduni Vienna-Rektorin Winter *

BM Rudi Anschober und Rektorin Petra Winter. Foto: Thomas Suchanek/Vetmeduni Vienna

BM Rudi Anschober und Rektorin Petra Winter. Foto: Thomas Suchanek/Vetmeduni Vienna 1

Enge Zusammenarbeit, Tierschutzgipfel und Verbesserung der Schweinehaltung als zentrale Themen

Beim heutigen Arbeitsbesuch von Bundesminister Rudi Anschober in der Veterinärmedizinischen Universität Wien bei Rektorin Petra Winter stand der Tierschutz im Zentrum des konstruktiven Gesprächs. Besonderes Interesse galt der Kooperation zwischen AGES, der Universität und dem Ministerium: Unter dem Namen „VetAustria“ werden gemeinsame Strategien zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierpraxis und Bewertungen von Bedrohungsszenarien durch Seuchen entwickelt sowie Rückschlüsse auf das Tierwohl durch Evaluierung von amtlichen Kontrollen gezogen

Tierschutzminister Rudi Anschober: „Die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen stellt einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung im Bereich der Nutztierpraxis dar. Eine Verringerung des Einsatzes von Tierarzneimitteln wirkt sich unmittelbar auf den Konsumenten und die Lebensmittelsicherheit aus“.

Rektorin Petra Winter: Tiergesundheit und Tierwohl gehen uns alle an. Wir stellen unsere Expertise daher sehr gerne auch für gesamtgesellschaftliche Fragestellungen zur Verfügung und freuen uns über diese Initiative des Ministeriums.“

Bei einem gemeinsamen Gespräch mit Johannes Baumgartner, Professor am Institut für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung der Vetmeduni Vienna, wurden die neuesten Erkenntnisse zur Schweinehaltung besprochen. Anschober: „Diese Informationen sind besonders wichtig, da wir aktuell eine Verbesserung der Schweinehaltung prüfen. Ich bin davon überzeugt, dass es auch für Schweinebäuerinnen und -bauern sinnvoll ist, sich schrittweise von den EU-Mindeststandards abzuheben. Beispielsweise - wo noch praktiziert - ein Ende der Vollspaltenböden, der betäubungslosen Kastration von Ferkeln oder auch des Einsatzes von Gentech-Futtermitteln. Das entspricht auch der Erwartung der Konsumentinnen und Konsumenten.“

„Die Herausforderungen für die österreichischen SchweinehalterInnen sind so groß, vielfältig und komplex wie nie. Sie finden in einem ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich schwierigen Umfeld statt. Mit unserem Engagement in Ausbildung und Forschung und unserer Problemlösungskompetenz können wir dabei helfen, dass die Aspekte des Tierschutzes und der Lebensqualität von Schweinen in der Entwicklung des Schweinesektors ausreichend Berücksichtigung finden“, ergänzt Tierschutz-Experte Johannes Baumgartner.

Weitere Themen waren COVID-19 und der anstehende zweite Tierschutzgipfel, bei dem sich VertreterInnen der Veterinärmedizinischen Universität Wien mit ihrer Expertise zum Thema Tierschutz einbringen werden.

„Es freut mich besonders, dass wir auch von universitärer Seite bei unserer Arbeit unterstützt werden. Einen großen Beitrag leistet die Vetmeduni Vienna bei der Ausbildung der AmtstierärztInnen, die die Vorgaben überprüfen müssen und beratend tätig sind. Eine Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Österreichischen Amtstierärzte, als ein Ergebnis des ersten Tierschutzgipfels, wird uns bei der weiteren Vorgangsweise zur Beschränkung der Tiertransporte weiterhelfen“sagte Anschober abschließend.
 

*Pressemeldung des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz am 09.10.2020

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