Iris Ribitsch erhält Bank Austria Stiftungspreis 2021

Vorstandsdirektorin der Bank Austria Susanne Wendler, Iris Ribitsch und Vetmeduni-Vienna-Rektorin Petra Winter. Foto: Stephanie Scholz/Vetmeduni Vienna

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Preisträgerin Iris Ribitsch. Foto: Stephanie Scholz/Vetmeduni Vienna

Preisträgerin Iris Ribitsch. Foto: Stephanie Scholz/Vetmeduni Vienna 2

Preisträgerin Iris Ribitsch und Florien Jenner (Leiterin der Pferdechirurgie an der Vetmeduni Vienna). Foto: Stephanie Scholz/Vetmeduni Vienna

Preisträgerin Iris Ribitsch und Florien Jenner (Leiterin der Pferdechirurgie an der Vetmeduni Vienna). Foto: Stephanie Scholz/Vetmeduni Vienna 3

Für ihre herausragende Forschungsarbeit im Bereich der Osteoarthritis erhielt Iris Ribitsch (Klinische Abteilung für Pferdechirurgie, Vetmeduni Vienna) von der Bank Austria Stiftung zur Förderung der Wissenschaften und Forschung einen Forschungscheck in Höhe von 3.000 Euro. Die Preisverleihung fand am 10. Februar 2021 im Festsaal der Veterinärmedizinischen Universität Wien statt.

Die Stiftung der Bank Austria zur Förderung der Wissenschaft und Forschung vergibt jährlich Wissenschaftspreise, die innovative Forschungsprojekte und -arbeiten mit Praxisbezug auszeichnen. Heuer konnte Iris Ribitsch von der Klinischen Abteilung für Pferdechirurgie an der Vetmeduni Vienna die Fachjury überzeugen. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung übergab Susanne Wendler, Vorstandsdirektorin der Bank Austria, gemeinsam mit dem Rektorat der Vetmeduni Vienna den renommierten Wissenschaftspreis an Iris Ribitsch.

In ihrer wissenschaftlichen Arbeit „Fetal articular cartilage regeneration versus adult fibrocartilaginous repair: secretome proteomics unravels molecular mechanisms in an ovine model“ beleuchtet Ribitsch die Osteoarthritis – eine degenerative Gelenkserkrankung, bei der sukzessive Knorpelgewebe abgebaut wird. Bis dato gibt es keine medikamentösen oder chirurgischen Therapien, die das Fortschreiten des Knorpelabbaus bremsen könnten. Iris Ribitsch und ihre KollegInnen widmeten sich deshalb dem besseren Verständnis der Reaktion von fetalem Knorpelgewebe bei Verletzungen.

Bei Säugetierfeten erneuert sich während der ersten beiden Trimester (ca. bis zur 27. Woche der Trächtigkeit) in Mitleidenschaft gezogenes Knorpelgewebe von selbst. Bei adulten Tieren ist das jedoch nicht möglich. Ribitsch untersuchte die Proteinregulation als Reaktion auf Knorpelverletzungen bei Schafen im Fetalstadium sowie im Erwachsenenalter. Die ForscherInnen analysierten neben Proteinen, die an Entzündungsreaktionen sowie Zellteilung- und Wachstum beteiligt sind auch für Knorpelgewebe und Knorpelentwicklung spezifische Proteine. Die Studienergebnisse liefern tiefere Einblicke in die Steuerung von Proteinen im fetalen Knorpelgewebe und ermöglichen es, die Art und Weise, in der erwachsenes Knorpelgewebe auf Verletzungen reagiert, anzupassen.

Über Iris Ribitsch

Iris Ribitsch studierte an der Vetmeduni Vienna und absolvierte zudem ihr Doktoratsstudium an der Abteilung für Pferdechirurgie. Dort arbeitete Ribitsch auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie als Post Doc. 2020 folgte der erfolgreiche Abschluss ihrer Habilitation an der Universitätsklinik für Kleintiere und Pferde. Regenerative Medizin, Knorpel- und Sehnenheilung sowie Stammzellentherapie zählen u.a. zu Ribitschs Fachexpertise.

Ribitsch ist Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Studien und Fachgutachterin für das Equine Veterinary Journal. Zudem ist die Expertin für regenerative Medizin u. a. European Expert und Member of CVMP (Committee for Medicinal Products for Veterinary Use), Mitglied der Arbeitsgruppe Ethik Pferdeklinik und Gründungsmitglied der Plattform für hochentwickelte Zelltherapien sowie der Interessengruppe für regenerative Veterinärmedizin der Vetmeduni Vienna.

Wir gratulieren recht herzlich!

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