Vergleichende Kognitionsforschung

Das übergeordnete Ziel der Abteilung ist die Erforschung der naturwissenschaftlichen Grundlagen des Tierschutzes und der Mensch-Tier-Beziehungen. Vergleichende Kognitionsforschung ist eine neue Disziplin an der Schnittstelle zwischen Biologie und Psychologie, welche die Förderung empirischen Wissens über kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten von Tieren anstrebt. Die grundlegende Motivation ist nicht nur unsere Wahrnehmung von Tieren zu ändern, sondern auch von uns Menschen selbst. Dies wird letztendlich zu neuen Einsichten in die fundamentalen Eigenschaften der Mensch-Tier-Beziehungen führen und zu einem besseren Verständnis derselben beitragen. 

Wir setzen dafür auf einen vergleichenden und integrativen Ansatz. Kognitive Fähigkeiten sind kein menschliches Alleinstellungsmerkmal, wir finden sie bei vielen nicht-menschlichen Tieren. Um die zu Grunde liegenden Mechanismen, deren Funktionen im Leben der Tiere, ihre evolutionäre Geschichte und ihre Problemlösekompetenz zu verstehen, beschränken wir uns nicht auf wenige sog. "Modelltierarten", sondern untersuchen verschiedene Arten, vor allem Hundeartige (Haushunde und Wölfe), Haustiere (Schweine, Pferde, Tauben und Hühner) und Wildtiere (Kea, Goffini-Kakatus, Pfeilgiftfrösche). Da wir Kognition als ein komplexes biologisches Phänomen verstehen, kombinieren wir verschiedene biologische und psychologische Methoden und integrieren Untersuchungen auf verschienenen Komplexitätsebenen (genetisch, neuronal, individual, sozial, kulturell). Indem wir in der Tradition der klassischen Ethologie stehen, wollen wir die 4 Fragen Tinbergens beantworten, um dadurch ein vollständiges Bild des Tieres, seiner kognitiven Fähigkeiten und deren Grenzen zu gewinnen. Zu diesem Zweck beobachten wir die Tiere beim Lösen spezieller, ihrem natürlichen Verhalten entsprechenden Aufgaben sowohl in natürlichen als auch in semi-natürlichen Umgebungen. Uns ist dabei ein gänzlich nicht-invasiver Ansatz wichtig.

 

Labs

Research

Canine

Wildlife

Farm Animals

 

 

 

Veranstaltungen

On Monday, the 30th of April at 11:15 in the Seminar Room 3, UZA 1, Althanstraße 14, Jeffrey Burgdorf from the Northwestern University, FALK Center for Molecular Therapeutics, USA, will give a talk entitled

"From laughing rats to novel antidepressants: The neuroethology of rat 50-kHz ultrasonic vocalizations"


 

On Monday, the 7th of May at 13:15 in the Lecture Hall C, Vetmeduni Vienna, Attila Andics, PhD from the Ethology Department, Eötvös Loránd University in Budapest, will give a talk entitled

"Vocal social processing across species: Comparative fMRI studies in dogs and humans"


 

Seminar und Journal Club Vergleichende Kognitionsforschung

Montag, 9:30 Konferenzraum Messerli Forschungsinstitut (wenn nicht anders angekündigt)

28.05.2018 Kaja Salobir "Overimitation in dogs" (outline Master thesis)

04.06.2018 Juliette Lück "Cross-modal discrimination in kea parrots" + Alice Gay “Context vocal dependent production in captive kea (Nestor notabilis)” (final presentations)

11.06.2018 Sandra Spring (Master final presentation)

18.06.2018 Martina Lazzaroni