Vergleichende Kognitionsforschung

Das übergeordnete Ziel der Abteilung ist die Erforschung der naturwissenschaftlichen Grundlagen des Tierschutzes und der Mensch-Tier-Beziehungen. Vergleichende Kognitionsforschung ist eine neue Disziplin an der Schnittstelle zwischen Biologie und Psychologie, welche die Förderung empirischen Wissens über kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten von Tieren anstrebt. Die grundlegende Motivation ist nicht nur unsere Wahrnehmung von Tieren zu ändern, sondern auch von uns Menschen selbst. Dies wird letztendlich zu neuen Einsichten in die fundamentalen Eigenschaften der Mensch-Tier-Beziehungen führen und zu einem besseren Verständnis derselben beitragen. 

Wir setzen dafür auf einen vergleichenden und integrativen Ansatz. Kognitive Fähigkeiten sind kein menschliches Alleinstellungsmerkmal, wir finden sie bei vielen nicht-menschlichen Tieren. Um die zu Grunde liegenden Mechanismen, deren Funktionen im Leben der Tiere, ihre evolutionäre Geschichte und ihre Problemlösekompetenz zu verstehen, beschränken wir uns nicht auf wenige sog. "Modelltierarten", sondern untersuchen verschiedene Arten, vor allem Hundeartige (Haushunde und Wölfe), Haustiere (Schweine, Pferde, Tauben und Hühner) und Wildtiere (Kea, Goffini-Kakatus, Pfeilgiftfrösche). Da wir Kognition als ein komplexes biologisches Phänomen verstehen, kombinieren wir verschiedene biologische und psychologische Methoden und integrieren Untersuchungen auf verschienenen Komplexitätsebenen (genetisch, neuronal, individual, sozial, kulturell). Indem wir in der Tradition der klassischen Ethologie stehen, wollen wir die 4 Fragen Tinbergens beantworten, um dadurch ein vollständiges Bild des Tieres, seiner kognitiven Fähigkeiten und deren Grenzen zu gewinnen. Zu diesem Zweck beobachten wir die Tiere beim Lösen spezieller, ihrem natürlichen Verhalten entsprechenden Aufgaben sowohl in natürlichen als auch in semi-natürlichen Umgebungen. Uns ist dabei ein gänzlich nicht-invasiver Ansatz wichtig.

 
Clever Dog Lab
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Kea Lab
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Clever Pig Lab
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Frog Lab
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Goffin Lab
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Wolf Science Center
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Seminar und Journal Club Vergleichende Kognitionsforschung

Montag, 9:15 Blackboard Collaborate (falls nicht anders angegeben)

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1.3. Journal club: Rosati et al 2020 summary by Antonio Osuna

8.3. Sarah Marchand Dogs understanding of human false belief in a social game

15.3. Journal club summary by Mélissa Sébilleau 

22.3. Arnaud Bruat Ghost control tests in pigs

12.4. Shereen Chang Factors in referential communication learning

19.4. Maud Steinmann Unwilling or Unable? An investigation of dogs’ intention reading skills.

26.4. Journal club summary by Jennifer Colbourne

3.5. Yuri Kawaguchi, My previous studies and research plan- Dog’s recognition of “age” and the potential effect of domestication on it.

10.5. Mélissa Sébilleau, PhD interim evaluation/TAC talk

17.5. Lucrezia Lonardo Multi-method investigation of pet dogs' social cognition

31.5. tbd

7.6. Lili Suwandschieff Two-action-task in Kea

14.6. Journal club, summary by Ariane Veit

21.6. tbd

28.6. Poppy Lambert Instrumental weighted-object use in the Goffin's cockatoo