A new look at domestication: the role of oxytocin in wolves’ and dogs’ social relationships with conspecific and human partners (WWTF CS15-018).

Sarah Marshall-Pescini 11,2, Friederike Range1,2, Tobias Deschner3

1Comparative Cognition, Messerli Research Institute, University of Veterinary Medicine, Vienna, Medical University of Vienna, University of Vienna, Vienna, Austria

2Wolf Science Centre Vienna

3Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology

Es wird vermutet, dass Oxytocin (OT) eine Schlüsselrolle im Prozess der Domestizierung bei Hunden spielt. Tatsächlich wurde OT mit erhöhter Toleranz, verringerter Angst und Aggression, sowie verbesserte soziale Kognition und Bindungsverhalten in Verbindung gebracht: Alle genannten Elemente sollen sich während der Domestizierung verändert haben.

Mittels der Kombination von Fachkenntnissen über die Vergleichende Psychologie und die Verhaltensendokrinologie werden wir in diesem Projekt die Rolle des OT bei der Domestizierung von Hunden einschätzen, indem wir dessen Rolle in Beziehungen von Hunden und Wölfen zu ihren Artgenossen und menschlichen Partnern untersuchen. Wichtig zu erwähnen ist, dass uns die Arbeit im Wolfsforschungszentrum den Vergleich von Wölfen und Hunden, die auf gleiche Weise aufgezogen wurden und eine Vielzahl an qualitativ unterschiedlichen Beziehungen mit Menschen sowie Artgenossen entwickelt haben, erlaubt.

Wir werden Messungen von OT Ausschüttung verwenden (in Urin und Speichel) und auch ein OT verabreichendes Paradigma (intranasaler Spray).

In unserem derzeitigen Projekt wenden wir Beobachtungsmethoden an, um die Beziehungsqualität zwischen Individuen und Rudel auszuwerten. Nachdem die Beziehungsqualität zwischen Individuen auf ähnliche Weise ermittelt wurde, bestimmen wir die Qualität der sozialen Bindung zwischen Wolf und Hund zu verschiedenen Menschen und werten aus, ob die Qualität der Bindung sich im OT Spiegel zurzeit der spezifischen sozialen sowie kooperativen Aufgabenstellungen wiederspiegelt.

Insgesamt werden wir im Zuge dieses Projektes untersuchen, ob OT eine signifikante Rolle in der Evolution von Bindungen zwischen Hunden und Menschen gespielt hat.

 
 

Gefördert von

Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds