Frog Lab

 

Das Frog Lab ist Teil der Animal Care Facilities 1 am Biozentrum der Universität (Fakultät für Lebenswissenschaften) und ist eine gemeinschaftliche Einrichtung der Vergleichenden Kognitionsforschung des Messerli Forschungsinstituts (Veterinärmedizinische Universität Wien) und des Departments für Kognitionsbiologie (Universität Wien). Das Frosch Labor ist Teil der Animal Care Facilities am Biozentrum der Universität (Fakultät für Lebenswissenschaften) und ist eine gemeinschaftliche Einrichtung der Vergleichenden Kognitionsforschung des Messerli Forschungsinstituts (Veterinärmedizinische Universität Wien) und des Departments für Kognitionsbiologie 2 (Universität Wien).

 

Die Forschungsthemen im Frosch Labor sind sehr breit gefächert und reichen von Kognitionsbiologie, Verhaltensökologie, Bioakustik, und Populationsgenetik – und sind fokussiert, aber nicht limitiert, auf unsere Modellart, dem Pfeilgiftfrosch Allobates femoralis 3.

Unsere Forschung beschäftigt sich mit essentiellen Fragestellungen in Ökologie und Evolution.

© Eva Ringler
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Der ehemalige Aquarienraum wurde in 2012 zu einem Frosch Labor umgebaut, und dazu mit einer Klimaanlage, Lüftung und voll automatisierter Licht und Regenanlage ausgestattet, um gleichmäßige Bedingungen für Verhaltensexperimente sicherzustellen.

Alle Frösche sind in standardisierten Glas Terrarien mit gleicher Größe (60x40x40 cm) untergebracht, die einheitliche Ausstattung und Einrichtung aufweisen. Die automatisierte Regen-, Heiz-, und Licht-Anlage ahmt die natürlichen Bedingungen in Französisch Guyana nach, mit einem Temperaturzyklus zwischen 21°C (Nacht) und 28°C (Tag), 100% Luftfeuchtigkeit, und Licht zwischen 7 Uhr Früh und 19 Uhr Abends.

Alle Frösche werden jeden zweiten Tag mit flugunfähigen Fruchtfliegen gefüttert. Ein hochauflösendes Videoüberwachungssystem, bestehend aus 12 digitalen voll-HD Videoüberwachungskameras (IndigoVision, BX400 HD Minidome) ermöglicht uns ein durchgehendes Beobachten und Dokumentieren der Bewegungsabläufe individueller Frösche in Verhaltensversuchen.

Ein digitales 32-Kanal Audio Interface (Behringer X-32) mit Lavalier Mikrofonen (Renkforce TY-109) ist vorhanden, um simultan die einzelnen Rufe einer Gruppe von Frösche aufzunehmen.

 
© Max Ringler
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Viele unserer Fragestellungen untersuchen wir im natürlichen Habitat unserer Modellart durch. Die Forschungsstation, in der wir diese Arbeiten durchführen liegt nahe der CNRS Forschungsstation ‘Saut Pararé’ (4°02´ N, 52°41´W; WGS84; www.nouragues.cnrs.fr 6) im Naturschutzgebiet ‘Les Nouragues’ in Französisch Guyana, wo wir seit 2008 tätig sind.

Neben den Untersuchungen an einer natürlichen A. femoralis Population, arbeiten wir kürzlich auch mit eine experimentellen Frosch-Population auf einer Flußinsel mit ~5 ha in unmittelbarer Nähe der Feldstation.

Diese Population wurde in 2012 installiert, indem wir 1800 Kaulquappen auf der Insel angesiedelt haben, und in den Folgejahren hat sich eine stabile Population von ca. 150 Individuen erfolgreich etablieren können.

 
Forschungsstation im Naturschutzgebiet ‘Les Nouragues’ in Französisch Guyana
© Andrius Pašukonis
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Alle Individuen auf der Insel sind genetisch erfasst und somit deren Lage innerhalb des Stammbaums bekannt. Die „Geschlossenheit“ der Population is von besonderer Bedeutung für experimentelle Studien, da sowohl Immigration als auch Emigration in/von der Insel verhindert ist.

 
© Florian Jeanne
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