Vermeidung von Tierversuchen durch bessere Modelle

Sie helfen ForscherInnen, Tierversuche zu reduzieren: Zellkulturen, um die Wirkungsweise von Substanzen zu testen. Je höher entwickelt Zellkultursysteme sind, desto besser simulieren sie die tatsächlichen Verhältnisse im lebenden Organismus.

Ein Forscherteam rund um Thomas Schmiedinger von der Universitätsklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie an der Medizinischen Universität Innsbruck arbeitet an einem System, das die Gegebenheiten im Körper besser abbildet als dies bisher der Fall war. Das Problem bei Zellkulturen in der Petrischale ist nämlich, dass trotz ständiger Nährstoffzufuhr die Konzentration von Zucker, Vitaminen etc. kontinuierlich sinkt und jene der Abbauprodukte steigt. Im lebendigen Organismus übernimmt der Blutkreislauf diesen Austausch. Die Wissenschaftler versuchen daher, die Strömungsverhältnisse im Körper zu simulieren. Dazu bedienen sie sich des Wissens von Wasserbauexperten.

Artikel im STANDARD (Doris Griesser) 1