Leucochloridium paradoxum

Bei Leucochloridium paradoxum handelt sich um einen Parasiten von Vögeln.
Diesem Trematoden dienen Schnecken - vor allem Succinea - als Zwischenwirte.

Die mit dem Vogelkot ausgeschiedenen Trematodeneier werden von den Schnecken gefressen.
Die ausgeschlüpften Mirazidien befallen die Mitteldarmdrüse der Schnecke und wandeln sich in Zerkarien um.
Die Zerkarien befinden sich in einer gebänderten Sporozyste.

Tagsüber wandert diese Sporozyste in die Fühler der Schnecke und pulsiert.

Dieser optische Reiz (ähnlich einer Raupe) veranlasst Vögel die Fühler der Schnecke bzw. die gesamte Schnecke zu fressen.

Zusätzlich ist ein Austreten der Sporozyste auch möglich.
Diese pulsiert weiter und soll ebenfalls Vögel zur Aufnahme veranlassen.
Im Vogel entwickelt sich die Zerkarien zu adulten Tieren, siedeln sich in der Kloake oder der Bursa fabricii (ein lymphatisches Organ) an und scheiden Eier aus.
Diese Eier gelangen über den Kot in die Umwelt und können so wieder die Schnecken infizieren.


Schnecke mit
Schnecke mit Leucochloridium paradoxum im Fühler 1
Leucochloridium
Schnecke mit Leucochloridium paradoxum im Fühler 2
paradoxum
Schnecke mit Leucochloridium paradoxum im Fühler 3
 
Leucochloridium-Animation
Animation des pulsierenden Parasiten im Schneckenfühler 4

Oben stehendes Bild zeigt eine Animation des pulsierenden Parasiten und macht glaubhaft, daß ein Vogel den Schneckenfühler mit einem Wurm verwechseln könnte...

  

Praktikum am Institut für Parasitologie

Alle Informationen für Studierende der Veterinärmedizin rund um ein Praktikum an unserem Institut finden Sie unter Lehrangebot  5(bitte ganz nach unten scrollen)