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Forschung

Personalisierte Krebsmedizin: Kick-off-Meeting für STAR-MBM

Personalisierte Krebsmedizin steht im Mittelpunkt des FWF- und EU-geförderten Forschungsprojekts STAR-MBM. Beim Kick-off-Meeting am 5. Oktober 2026 an der Veterinärmedizinischen Universität Wien kamen die Partner des internationalen Konsortiums zusammen, um die nächsten Schritte im gemeinsamen Forschungsvorhaben und präliminäre Ergebnisse zu diskutieren.

Foto: STAR-MBM-Konsortium

Am Treffen nahmen Michael Seifert (TU Dresden), Susann Groth und Josefine Radke (Universitätsmedizin Greifswald), Tanja Schildorfer und Torben Redmer (Vetmeduni) sowie Balázs Győrffy (Semmelweis-Universität Budapest) und Frits Thorsen (Universität Bergen) teil.

Personalisierte Ansätze gegen Therapieresistenz

STAR-MBM steht für „Strategy to Target Acquired Resistance in Melanoma Brain Metastases“. Das Projekt wird von Torben Redmer vom Zentrum für Pathobiologie der Vetmeduni geleitet und läuft seit Anfang April 2026. Ziel ist es, besser zu verstehen, warum Therapien bei Hirnmetastasen von Melanomen mit der Zeit an Wirksamkeit verlieren können.

Bei Melanom-Hirnmetastasen werden unter anderem Medikamente eingesetzt, die eine überaktivierte BRAF-Kinase hemmen. Diese sogenannten BRAF-Inhibitoren wirken zunächst oft gut. Allerdings können Tumorzellen Resistenzen entwickeln oder von Beginn an weniger gut auf die Behandlung ansprechen. Das kann dazu führen, dass die Erkrankung im Gehirn weiter fortschreitet. Betroffen sind davon 40 bis 60 % der Patient:innen.

Das STAR-MBM-Konsortium möchte diese Resistenzmechanismen mit personalisierten Forschungsansätzen entschlüsseln. Dafür werden räumliche Transkriptomik, genetische Profilierungen sowie präklinische und In-silico-Modelle eingesetzt. Das Forschungsteam hat bereits Hinweise darauf gefunden, dass der Tyrosinkinase-Rezeptor MET bei Melanom-Hirnmetastasen aktiviert sein könnte und möglicherweise zur Therapieresistenz beiträgt. Darauf aufbauend sollen neue Therapieansätze untersucht und entwickelt werden.

 

Hinweis: Das Projekt ist Teil von EP PerMed – European Partnership for Personalised Medicine unter dem Dach von Horizon Europe. In Österreich wird STAR-MBM vom Wissenschaftsfonds FWF kofinanziert. Neben der Vetmeduni sind die TU Dresden, die Universitätsmedizin Greifswald, die Semmelweis-Universität Budapest und die Universität Bergen am Konsortium beteiligt.