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Unser Ziel ist es, die Krankheit AHDS genauer zu erforschen.


Nehmen Sie mit Ihrem betroffenen Hund an dieser Studie teil, damit wir nicht nur Ihrem Vierbeiner, sondern auch künftigen Patienten besser helfen können.

Teilnahme-Voraussetzungen

  • akuter Beginn der Erkrankung (= Symptome nicht länger als drei Tage)
  • keine Vorbehandlung mit Antibiotika, bestimmten Schmerzmitteln oder Entzündungshemmern (nichtsteroidale Entzündungshemmer, Kortison)
  • keine Vorerkrankungen (z.B. Futtermittelunterverträglichkeit, Allergie, usw.)
Wichtig:

Egal, ob Ihr Hund die Teilnahme-Voraussetzungen der Studie erfüllt oder nicht, sollte er beim Verdacht der Erkrankung an AHDS umgehend zu einem Tierarzt gebracht werden!

Ablauf/Teilnahme an der Studie

  • Wenn Ihr Hund Symptome wie zum Beispiel akutes Erbrechen und/oder blutigen Durchfall mit einhergehender Schwäche zeigt, melden Sie sich bitte umgehend telefonisch unter +43 1 25077 5555 beim Notdienst des Tierspitals der Vetmeduni Wien an.
  • Wir untersuchen Ihren Hund an der Universitätsklinik für Kleintiere und geben anschließend eine Therapieempfehlung ab. Wenn sich der Verdacht auf AHDS erhärtet, empfehlen wir aufgrund der Schwere der Erkrankung eine stationäre Aufnahme, da die betroffenen Hunde u.a. eine intravenöse Flüssigkeitstherapie benötigen.  
  • Wir benötigen für unsere Studie eine kleine Menge Kot an den Tagen 0, 7 und 21 der Erkrankung.
  • In der Regel sind die betroffenen Hunde 2-5 Tage in stationärer Behandlung. Wir vereinbaren für die Kontroll-Untersuchungen (Tag 7 und Tag 21) gemeinsam weitere Termine. Alternativ können Sie an Tag 7 und Tag 21 einfach eine Kotprobe ihres Hundes auf der Uni vorbeibringen.

Kosten

  • Die Kosten sind – egal bei welcher Erkrankung – im Vorhinein leider nie exakt abzuschätzen. Wir setzen bei Erstvorstellung des Patienten einen Kostenrahmen fest und halten täglich Rücksprache mit Ihnen.
  • Für Studienteilnehmer gibt es zusätzliche Untersuchungen gratis (u.a. Untersuchung des Mikrobioms, Clostridium NetE & NetF, bakteriologische Untersuchung des Kots, Thromboelastographie u.a.m.). Zusätzlich werden unsere Patienten gratis mit Futter (spezielle Schonkost) sowie Probiotika für drei Wochen ausgestattet.

    Häufige Fragen

    Auch wir können leider ohne weitere Untersuchungen nicht auf Anhieb sagen, ob es sich um AHDS oder eine andere Erkrankung handelt. Im Gegensatz zu einem normalen Durchfall verläuft AHDS jedoch sehr fulminant: das bedeutet, die betroffenen Hunde zeigen innerhalb weniger Stunden deutlich zunehmende Schwäche und der Durchfall wird zusehends blutiger.

    In der Regel betrifft AHDS vorwiegend Hunde kleiner Rassen (Malteser, Yorkshire Terrier, Jack Russel Terrier, Mischlings-Hunde etc.). Aber auch größere Rassen können an AHDS erkranken – alle Hunde sind herzlich willkommen. Im Rahmen der Abklärung (Anamnese, Blutuntersuchung, Ultraschall) wird dann festgestellt, ob sie auch geeignete Studien-Kandidaten sind.

    Wir erforschen drei Schwerpunkte im Rahmen der Erkrankung:

    1. Wir untersuchen, ob es sogenannte „prognostische Faktoren“ gibt, also ob man anhand der ersten Blutuntersuchung einschätzen kann, wie schwer die Erkrankung verlaufen bzw. wie lange die Genesung andauern wird.

    2. Wir nehmen das Mikrobiom (die Darmflora) dieser Studienhunde genauer unter die Lupe und vergleichen die Zusammensetzung der Darmbakterien an den Tagen 0, 7 und 21 mit jener einer gesunden Kontroll-Gruppe.

    3. Wir untersuchen die Patienten auf mögliche andere, bisher vielleicht noch unbekannte Ursachen dieser Erkrankung (wie z.B. andere Viren o.ä.).

    Wichtige Hinweise:

    Auch im Rahmen dieser Studie sind wir stets bemüht, dass unsere Patienten so schnell wie möglich genesen und in häusliche Pflege entlassen werden können.

    Selbstverständlich werden die Richtlinien der guten wissenschaftlichen Praxis strengstens eingehalten und alle gesammelten Daten vertraulich behandelt.

    Alle Patienten dieser Studie bekommen die bestmögliche Diagnostik und Therapienach aktuellstem Stand der Wissenschaft und helfen gleichzeitig mit, eine potentiell tödliche Erkrankung besser zu verstehen und zu behandeln.

    Bei Interesse wenden Sie sich bitte an AHDS@vetmeduni.ac.at. Oder direkt an die Studien-Verantwortlichen:

    Mag.med.vet. Lisa-Maria Kulmer

    Mag.med.vet. Elisabeth Baszler

    Mag.med.vet. Lukas Martin

    Univ.-Prof. Dr.med.vet. Iwan Burgener, PhD, DACVIM, DECVIM-CA