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Der Begriff Komplementärmedizin beschreibt ein breites Spektrum an Disziplinen und Behandlungsmethoden, die, wenn auch mit niedrigem Evidenzgrad, als Ergänzung zur Schulmedizin eingesetzt werden können.

Unter Berücksichtigung der schulmedizinsch gestellten Diagnosen sowie der individuellen Probleme und Symptome besteht in der Komplementärmedizin ein ganzheitlicher Ansatz im Erfassen des Individuums in seiner Umwelt.

Im Zuge einer komplementärmedizinischen Abklärung erfolgt eine umfassende Anamneseerhebung mit Evaluierung der Haltungsbedingungen und einer klinischen Untersuchung. Weiterführende diagnostische Maßnahmen können notwendig sein um auf Basis einer gesicherten Diagnose die geeignetste Behandlungsmethode, wie z.B. adjuvante Tumortherapie, homöopathische Therapie, palliativ-medizinische Therapie oder Phytotherapie, zu wählen.

Die an der Vetmeduni angebotenen komplementärmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten können z.B. unterstützend angewandt werden bei:

  • Geriatrischen Patienten
  • Beschwerden des Bewegungsapparates
  • Chronisch rezidivierenden Infekten
  • Harnabsatzbeschwerden
  • Therapieresistenten gastrointestinalen Störungen
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Tumorpatienten

Wir sehen es als unsere Aufgabe TierhalterInnen umfangreich über alle an der Klinik angebotenen Therapieoptionen zu beraten.

 

Adjuvante Tumortherapie

Eine Form der unterstützenden (adjuvanten) Therapie für Tumorpatienten bietet die Misteltherapie.

Die Mistel enthält Inhaltsstoffe, die das Immunsystem beeinflussen, Schmerzen lindern und das Allgemeinbefinden bessern. Sie wird als Begleitmaßnahme zur schulmedizinischen Behandlung oder palliativ bei inoperablen Tumorerkrankungen eingesetzt.

Misteltherapie erfolgt in Form von Injektionen über einen längeren Zeitraum.

 

Phyto-Therapie

Pflanzliche Arzneimittel (Phytopharmaka) enthalten arzneilich wirksame Bestandteile in ihrer urspünglichen Zusammensetzung in einer bestimmten Arzneiform (Pulver, Extrakt, Tee, Tinktur, etc.).

Die Therapiekonzepte der Phytotherapie basieren auf einer soliden Diagnose.

Phytotherapie sollte unter ärztlicher Kontrolle unter Berücksichtigung tierartspezifischer Verträglichkeit erfolgen.