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AACTING 2024 an der Vetmeduni

Am 01. und 02. Februar 2024 fand die 4. Internationale Konferenz zur Quantifizierung, Bewertung und zur Verwaltung des Einsatzes antimikrobieller Mittel in der Veterinärmedizin an der Vetmeduni in Wien statt.

Details zu AACTING 2024 an der Vetmeduni
Foto: Thomas Suchanek/Vetmeduni

Der Hintergrund: Die ursprünglich im Jahr 2017 gegründete AACTING-Gruppe war zunächst ein kleines Netzwerk von Forscher:innen, Datenanalyst:innen und Wissenschafter:innen in Behörden und Tierärzt:innen, die sich auf die Erfassung, Analyse sowie die Bewertung des Einsatzes antimikrobieller Mittel in der Veterinärmedizin und die Kommunikation hierzu konzentrierten. Seit der ersten Konferenz im belgischen Gent im Jahr 2018 ist die AACTING-Gruppe gewachsen und die Konferenz hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt für den Ideenaustausch und die Vernetzung mit Forscher:innen, die sich mit Fragestellungen rund um die Quantifizierung des Einsatzes von Antibiotika und Reduktionsstrategien hierzu aus der ganzen Welt befassen, entwickelt. Mit der EU Farm-to-Fork Strategie und dem Inkrafttreten der neuen EU-Tierarzneimittelverordnung (2019/6) im Januar 2022 ist dieses Netzwerk besonders wichtig geworden, um zu diskutieren, wie wir die gesteckten Ziele erreichen können und welche Lösungen am besten zum Schutz der Gesundheit von Menschen und Tieren geeignet sind.

An AACTING 2024 in Wien nahmen knapp 100 Forscher:innen aus über 20 Ländern teil, von den USA über Argentinien, Kanada und Uganda bis hin zu einer Vielzahl europäischer Nationen. Die Teilnehmer:innen vertraten eine Reihe von Universitäten und Behörden, unter anderem die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA), die Public Health Authority of Canada (PHAC), das britische Veterinary Medicines Directorate (VMD) und das österreichische Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK), die dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde, die österreichische Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (AGES), das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das britische Royal College of Veterinary Surgeons (RCVS) Knowledge Charity und das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Weitere Teilnehmer:innen waren mittels Online-Stream der Konferenz live zugeschaltet.

Die Teilnehmer:innen der 4. AACTING-Konferenz wurden von Florian Fellinger vom österreichischen Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK), u.a. zuständig für Tierarzneimittel und Sponsor der Konferenz, und Clair Firth (Vetmeduni), Vorsitzende des Organisationskomitees, begrüßt.

Die erste Hauptrednerin war Cristina Ribeiro-Silva von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), die über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der europäischen Überwachung des Antibiotikaverbrauchs bei Tieren sprach, gefolgt von den geladenen Rednern Morgan Jeannin von der Welttiergesundheitsorganisation (WOAH, ehemals OIE) und Rodolphe Mader (ICARS/FAO). Diese stellten die neuen FAO/WOAH-Richtlinien zur Überwachung des Einsatzes antimikrobieller Mittel auf landwirtschaftlicher Ebene vor.

Die Nachmittagssitzung wurde von der nächsten Hauptrednerin, Gwen Rees von der University of Aberystwyth (Wales, Großbritannien), eröffnet, die über die erfolgreiche Umsetzung eines nationalen Stewardship Programms im Bereich Antibiotikanwendung für Tierärzt:innen in der Nutztierbetreuung in Wales präsentierte. Die letzte Hauptrednerin war Roswitha Merle von der Freien Universität Berlin (Deutschland), die die Arbeit der neu gegründeten AACTING-Untergruppe vorstellte, die sich mit dem Einsatz antimikrobieller Mittel bei Heimtieren und Pferden beschäftigt. Weitere Redner:innen präsentierten ihre Arbeiten zur Bewertung, Verwaltung und Analyse von Daten zum Antibiotikaeinsatz in der Veterinärmedizin aus dem Vereinigten Königreich, Dänemark, Belgien, Deutschland, Schweden, Frankreich, Österreich, Pakistan, den Niederlanden und Argentinien. Außerdem wurden zahlreiche Poster ausgestellt. Posterpreise wurden an Forscher:innen aus Argentinien, Nordirland und Deutschland verliehen.

Die Organisator:innen danken dem Rektorat der Vetmeduni und dem österreichischen Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) für die Förderung von AACTING 2024.




Sponsoren:

 

alle Fotos: Thomas Suchanek/Vetmeduni