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Universität

„Wünsche im Wahljahr“ – Rektorin Petra Winter im APA Science Feature

Petra Winter, Rektorin der Vetmeduni
Foto: Doris Kucera/Vetmeduni

APA-Science Feature
Nachgefragt: Wünsche im Wahljahr – von der Wissenschaft an die Politik

Wie können die Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Bildung verbessert werden?

 

Mit Blick auf Infrastruktur, "One Health" und Veterinärmedizin der Zukunft

Petra Winter, Rektorin der Vetmeduni

Digitalisierung

Wir wollen in Forschung, Lehre und im klinischen Bereich eine "State of the Art"-Infrastruktur für Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Studierende anbieten können. Viele Meilensteine in diese Richtung wurde hier schon gesetzt: von unserem Infrastrukturpaket und der Errichtung unserer neuen Universitätsklinik für Kleintiere bis zur Etablierung wegweisender Initiativen wie einem Wiederkäuerzentrum im Westen. Um unseren Platz im Spitzenfeld der veterinärmedizinischen Universitäten Europas halten zu können, ist ein weiteres Infrastrukturpaket, das auch die Digitalisierung der Lehre und Forschung ermöglicht, zentral. Nur so wird es der Vetmeduni möglich sein, Projekte wie eHealth@Vetmeduni (wo es um die Weiterentwicklung des veterinärmedizinischen Berufs im Zeitalter der Digitalisierung geht) oder die Nutzung von Virtual Reality in Forschung und Lehre voranzutreiben.

Transdisziplinäres Forschen im Sinne von One Health

One Health, das systematische Zusammendenken der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt, bedeutet für die Vetmeduni, weiter in interdisziplinäre Forschung und forschungsgeleitete Lehre investieren zu können. Beispielsweise im Bereich der Zoonosen (also jener Krankheiten, die von Tieren auf Menschen und umgekehrt übertragen werden können), aber auch im Bereich der Lebensmittelsicherheit (denn gesunde und sichere Lebensmittel tierischen Ursprungs gibt es nur von gesunden Tieren) oder der molekularen Biowissenschaften (als Grundlage für Innovation in der medizinischen und veterinärmedizinischen Versorgung).

In diesem Zusammenhang ist die Anerkennung der Veterinärmedizin als integrativer Bestandteil der Gesundheit unserer Gesellschaft durch die Politik von zentraler Bedeutung. Die Unterstützung unseres neuen Zentrums für Systemtransformation und Nachhaltigkeit in der Veterinärmedizin ist der Universität ein großes Anliegen. Ebenso ist die weitere Unterstützung der "Uni-Med-Impuls 2030"-Initiative und damit des universitätsübergreifenden Ignaz Semmelweis Institutes von großer Wichtigkeit.

Veterinärmedizin der Zukunft

Beide Bereiche - die Digitalisierung in Forschung, Lehre und Klinik sowie die Forschung im Bereich One Health - zahlen auf den dritten wichtigen Bereich ein: die Weiterentwicklung der Veterinärmedizin selbst, des Berufsstands der Veterinärmedizin sowie auf die Versorgungssicherheit in unserem Land. Indem wir unsere Studierenden bestmöglich auf das Berufsleben vorbereiten, indem wir sie im Rahmen unserer VetmedRegio-Initiative frühzeitig mit ihren zukünftigen Berufskolleginnen und -kollegen in den Bundesländern vernetzen, tragen wir zur flächendeckenden veterinärmedizinischen Versorgung in Österreich bei Haus-, Heim-, Nutz- und Wildtieren bei. Und weil dynamische Zeiten dynamische Denkweisen erfordern, wollen wir auch in Zukunft Ideen und Konzepte entwickeln, die auch durch das Anpassen von Ausbildungswegen zur Diversifizierung unseres Berufsstands sowie zur Versorgungssicherheit beitragen.

 

Dieser Gastbeitrag ist Teil der Rubrik "Nachgefragt" auf APA-Science.

 

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