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Serie: Pflanzen des Monats im Porträt #1

17.01.2022: Als Serie steht jeden Monat eine spezielle Pflanze im Fokus, die im Botanischen Garten der Vetmeduni gedeiht. Zu Jahresbeginn dreht sich nun alles um den Rosmarin. 

Jänner: Der Rosmarin im Portrait

Rosmarin, Salvia rosmarinus Spenn. (seit 2020, vormals Rosmarinus officinalis  L.) zählt zur Familie der Lippenblüter (Lamiaceae).

Er ist ein mehrjähriger, immergrüner Halbstrauch. Am verholzten Stängel und an den Ästen sitzen gegenständig die nadelförmigen, schmal lanzettlichen Blätter. Die Oberseite der Blätter ist dunkelgrün, die Unterseite dicht weiß behaart und etwas eingerollt. Die zweilippigen Blüten des Rosmarins können sich das ganze Jahr über zeigen. Meist sind sie violett, es gibt aber auch Pflanzen mit blauen oder rosafarbenen Blüten.

Der Rosmarin wird 100-200 cm hoch, bevorzugt sonnige Plätze und durchlässige, nährstoffreiche Böden. Er zählt zu den Arznei- und Gewürzpflanzen. Rosmarin enthält bis zu 2,5 % ätherische Öle, die für den charakteristischen Geruch und Geschmack verantwortlich sind. Weiters enthält die Pflanze Diterpenphenole, Carnosolsäure, Rosmarinsäure, Flavone und Triterpene.

Im Garten bewährt sich der Rosmarin als Blühpflanze für Insekten wie Schmetterlinge, Bienen und Hummeln. Besonders in den ersten Jahren ist er nur bedingt winterhart und benötigt Winterschutz. Hat er sich an einem Standort etabliert, ist auch ein kälterer Winter kein Problem. Da der Rosmarin Staunässe überhaupt nicht verträgt, sollte ein mäßig trockener Standort gewählt werden. Im Winter ist er vor Austrocknung während milder Temperaturen zu schützen.

Service

Über den Botanischen Garten der Vetmeduni:

Am Campus der Vetmeduni in Wien Floridsdorf befindet sich an zentraler Stelle der unieigene Botanische Garten. Seit 1997 dient dieser als Lehrfläche der Arbeitsgruppe Funktionelle Pflanzenstoffe der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Studierenden und Besucher:innen sollen dadurch Pflanzen mit Bezug zur Veterinärmedizin nähergebracht werden. Auf etwa 2.500 m2 gedeihen ca. 250 verschiedene Pflanzenarten – darunter auch Heil-, Gift- und Futterpflanzen. Mit der „Pflanze des Monats“ möchten die Expert:innen des Instituts für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe der Vetmeduni auf Pflanzen aufmerksam machen, die im betreffenden Monat im Garten entweder in Blüte oder fruchtend zu sehen sind. Dabei stehen deren Besonderheiten im Fokus, die sonst in der Fülle der (Blüten)Pflanzen nicht immer hervorstechen. Derzeit wird der Botanische Garten von Mitarbeiter:innen des Instituts für Tierernährung und Funktionelle Pflanzenstoffe, gestaltet und betreut.

Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe