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Serie: Pflanzen des Monats im Porträt #2

04.02.2022: Als Serie steht jeden Monat eine spezielle Pflanze im Fokus, die im Botanischen Garten der Vetmeduni gedeiht. Im Febraur dreht sich alles um das kleine Schneeglöckchen. 

Februar: Das kleine Schneeglöckchen im Portrait

Galanthus nivalis L. zählt zur Familie der Amaryllidaceae (Amaryllisgewächse).

Das kleine Schneeglöckchen ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Die oberirdischen Pflanzenteile ziehen bis zum Frühsommer ein. Die Zwiebel verbleibt als Überdauerungsorgan im Boden. Die grundständigen, bandförmigen Laubblätter sind zur Blütezeit schon voll entwickelt, bläulich grün und werden bis zu 15 cm lang. Das Schneeglöckchen zeigt seine frostharten Blüten von Februar bis März. Diese befinden sich einzeln nickend am Blütenstandsschaft. Die Blüten bestehen aus drei äußeren Blütenhüllblättern sowie drei krönchenartig zusammengeneigten inneren Blütenhüllblättern mit einem grünen Fleck an der Spitze. Diese umhüllen den Fruchtknoten und die Staubblätter.

Das Schneeglöckchen dient den Bienen als Pollenlieferant. Zu seinen Inhaltsstoffen zählen Alkaloide (Galanthamin, Lycorin). Die gesamte Pflanze ist schwach giftig.

Das Schneeglöckchen findet man in feuchten Laubwäldern und Auwäldern, bevorzugt auf kalkhaltigem Boden. Es ist eine geschützte Pflanze und darf keinesfalls ausgegraben werden. Im Handel sind verschiedene Sorten erhältlich. Im Garten bevorzugen Schneeglöckchen nährstoffreichen Boden, halbschattige Standorte z.B. unter Laubgehölzen. Trockenheit und Staunässe sollten vermieden werden.

Die Zwiebeln werden im Herbst gelegt und feucht gehalten. Wenn das Schneeglöckchen sich an seinem Standort wohl fühlt, kann es über Jahre große Flächen im Garten besiedeln.

Service

Über den Botanischen Garten der Vetmeduni:

Am Campus der Vetmeduni in Wien Floridsdorf befindet sich an zentraler Stelle der unieigene Botanische Garten. Seit 1997 dient dieser als Lehrfläche der Arbeitsgruppe Funktionelle Pflanzenstoffe der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Studierenden und Besucher:innen sollen dadurch Pflanzen mit Bezug zur Veterinärmedizin nähergebracht werden. Auf etwa 2.500 m2 gedeihen ca. 250 verschiedene Pflanzenarten – darunter auch Heil-, Gift- und Futterpflanzen. Mit der „Pflanze des Monats“ möchten die Expert:innen des Instituts für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe der Vetmeduni auf Pflanzen aufmerksam machen, die im betreffenden Monat im Garten entweder in Blüte oder fruchtend zu sehen sind. Dabei stehen deren Besonderheiten im Fokus, die sonst in der Fülle der (Blüten)Pflanzen nicht immer hervorstechen. Derzeit wird der Botanische Garten von Mitarbeiter:innen des Instituts für Tierernährung und Funktionelle Pflanzenstoffe, gestaltet und betreut.

Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe