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Serie – Pflanzen des Monats im Porträt #8

13.09.2021: Als Serie steht jeden Monat eine spezielle Pflanze im Fokus. Im August 2021 war es der rote Sonnenhut (lat.: Echinacea purpurea), im September dreht sich alles um den Mönchspfeffer (lat.: Vitex agnus-castus).

September: Der Mönchspfeffer im Porträt

Der Mönchspfeffer (lat.:Vitex agnus-castus) zählt zu den Eisenkrautgewächsen (Verbenaceae).

Er ist ein ausdauernder, aufrechter Strauch mit vierkantigen, fein behaarten Zweigen und hat handförmig geteilte, aromatische Blätter mit schmalen Blattabschnitten. Die Blüten des Mönchspfeffers stehen in dichten Rispen, die Blütezeit dauert von Juli bis September. Die Pflanze besticht durch ihre violette, rosa oder weiße Blütenfarbe. Die Blüten sind schwach duftend und locken im Spätsommer viele Bienen und andere Insekten an und dienen ihnen als Nahrungsquelle. Die Früchte des Mönchspfeffers sind 2-3 mm klein und kugelig. Der Strauch erreicht eine Höhe von bis zu 400 cm.

Der Mönchspfeffer ist eine Heilpflanze, zu seinen Inhaltstoffen zählen vor allem Iridoidglycoside, Flavonoide, Ätherisches Öl und Diterpene.

Ursprünglich ist der Mönchspfeffer im mediterranen Raum beheimatet, in halbwegs geschützten Gärten trifft man ihn aber auch in unseren Breiten an. Im Garten bevorzugt die dekorative Pflanze nährstoffreiche Böden. Der Standort kann vollsonnig sein, wichtig ist ausreichende Wasserversorgung bei Trockenheit. Im Herbst zeigt sich die schöne Laubfärbung, damit ist der Mönchspfeffer ab dem späten Austrieb im Mai eine außergewöhnlich schöne Zierde. Außerdem ist der Strauch schnittverträglich.

Service

Über den Botanischen Garten der Vetmeduni Vienna:

Am Campus der Vetmeduni Vienna in Wien Floridsdorf befindet sich an zentraler Stelle der unieigene Botanische Garten. Seit 1997 dient dieser als Lehrfläche der Arbeitsgruppe Funktionelle Pflanzenstoffe der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Studierenden und BesucherInnen sollen dadurch Pflanzen mit Bezug zur Veterinärmedizin nähergebracht werden. Auf etwa 2.500 m2 gedeihen ca. 250 verschiedene Pflanzenarten – darunter auch Heil-, Gift- und Futterpflanzen. Mit der „Pflanze des Monats“ möchten die ExpertInnen des Instituts für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe der Vetmeduni Vienna auf Pflanzen aufmerksam machen, die im betreffenden Monat im Garten entweder in Blüte oder fruchtend zu sehen sind. Dabei stehen deren Besonderheiten im Fokus, die sonst in der Fülle der (Blüten)Pflanzen nicht immer hervorstechen. Derzeit wird der Botanische Garten von MitarbeiterInnen des Instituts für Tierernährung und Funktionelle Pflanzenstoffe, gestaltet und betreut.

Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe