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Die Veterinärmedizinische Universität Wien hat sich zur Aufgabe gemacht, ihren positiven Beitrag zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit zu leisten. Dafür wurde im Campus Management ein eigenes EMAS-Umweltmanagement eingerichtet. Gemeinsam mit allen Mitarbeiter:innen und den Studierenden möchte die Vetmeduni zum Thema Umweltschutz an einem Strang ziehen.

EMAS steht für Eco-Management and Audit Scheme – das Umweltmanagementsystem der Europäischen Union. Es ist ein Instrument, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, die Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern.

Seit 2019 ist die Vetmeduni nach EMAS und ISO 14001:2015 zertifiziert.

Weiters engagiert sich die Vetmeduni in der Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich“.

Alexander Moravec
Foto: privat

Kontakt:

Alexander Moravec
T +43 1 25077-6701  
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Bereits umgesetzte Maßnahmen zum Umweltmanagement:

Die Vetmeduni steht für verantwortungsvolles Handeln im Sinne der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt. Im Rahmen der Mission GreenVet kann jeder im Büro, im Labor und in den Lehrveranstaltungen mithelfen und einene wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung leisten!.

Download Poster Mission GreenVet

Der Campus der Vetmeduni bietet viele kleinere und größere Grünflächen, viele verschiedene Arten von Sträuchern für Bienen, Vögel und Insekten und ca. 980 Bäume auf einer Gesamtfläche von rund 15 ha. Die Studierenden und auch die Besucher:innen genießen diesen „grünen“ Campus. Diese Flächen benötigen auch im Zuge der Biodiversität eine entsprechende Pflege. Deshalb ist im Campus Management ein hauseigener Gärtner angestellt, der sich sehr engagiert um die Instandhaltung und Pflege der Grünflächen kümmert. Gemeinsam mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) als Eigentümerin werden z.B. die Ersatzpflanzung von Bäumen und automatische Bewässerungssysteme besprochen oder auch weitere Projekte umgesetzt.

Gemeinsam mit unserer Eigentümerin (BIG) wurde 2021 an der „Stützmauer“ eine automatische Bewässerungsanlage installiert, die vor allem in den regenarmen Sommermonaten für eine ausreichende Bewässerung der Grünflächen und Bäume sorgt. Dies trägt auch zur Erhaltung der Baumbepflanzung in Trockenzeiten bei.

Am Campus wird durch Ersatzpflanzungen der Baumbestand erhalten und gegebenenfalls auch noch erweitert. Bei der Pflanzung wird nun auch bei den Gebäuden auf einen möglichen Beschattungseffekt geachtet. Dies wird in Zukunft einen großen Beitrag zur Raumkühlung leisten.

Die Vetmeduni ist stolz, dass am Campus über 400 Fahrradabstellplätze zur Verfügung stehen. Davon sind über 270 Plätze überdacht, um die Fahrräder vor Witterungseinflüssen zu schützen. Die Überdachungen bieten nicht nur Schutz und ausreichend Platz für Fahrräder von Mitarbeiter:innen und Studierenden, sondern sind auch ein echter Blickfang. Nach Evaluierung der Auslastung werden weitere Überdachungen geplant, um den Bedürfnissen der nachhaltigen Mobilität gerecht zu werden. Somit fördert die Vetmeduni die umweltfreundliche Mobilität und setzt ein nachhaltiges Zeichen.

Im Parkdeck wurde - auf besonderen Wunsch der Studierenden - eine Fahrrad-Reparaturstation montiert, um kleinere Reparaturen am Fahrrad selbst durchführen zu können und auch genügend Reifendruck für die wohlverdiente Heimfahrt zu haben.

Die Vetmeduni hat am Campus Wien zwei neue E-Bike-Ladestationen eingerichtet. Diese Plätze sind speziell für Mitarbeiter:innen und Studierende gedacht, die mittels Elektrofahrrad auf den Campus kommen. Die Ladepunkte sind strategisch gut platziert, überdacht und verfügen über gesicherte Zutritte, um Diebstahl und unbefugten Zugriff zu verhindern.

Parkdeck: Hier stehen insgesamt 8 Ladepunkte im Parkdeck zur Verfügung.

Pferdeklinik: Bei der Pferdeklinik finden sich 4 weitere überdachte Ladepunkte.

Die Vetmeduni unterstützt umweltfreundliche Mobilität und fördert diese durch die kostenfreie Nutzung von Ladestationen für Elektrofahrräder.

Am Campus stehen insgesamt sechs Ladepunkte für E-Autos zur Verfügung. Diese modernen Ladestationen sind sowohl für Mitarbeiter:innen als auch für Besucher:innen gedacht. Die drei von Wien Energie errichteten Ladestationen sind intuitiv über eine App steuerbar. Jede Station bietet Platz für zwei Fahrzeuge. Die Vetmeduni setzt damit ein Zeichen für umweltfreundliche Mobilität und fördert somit die Nutzung von Elektrofahrzeugen.

Die Ladepunkte sind strategisch neben dem Haupteingang in der Josef-Baumanngasse platziert und ermöglichen ein schnelles und unkompliziertes Aufladen.

Zur Energieeinsparung werden laufend Umbauten und Projekte geplant und umgesetzt. Dazu wurde in insgesamt 97 öffentlich zugänglichen Räumen (z.B. WCs) die Beleuchtung mit Präsenzmeldern ausgestattet. Vorräume, Stiegenhäuser und Gänge wurden mit insgesamt 468 neuen Thermostatköpfen ausgestattet.

Erfolgreich umgesetzt wurden die Projekte „Umrüstung auf LED-Beleuchtung“ in der gesamten Bibliothek im Gebäude BA sowie in der Reithalle im Gebäude PD. Mit der Folierung von Glasflächen wird durch die Verringerung der Sonneneinstrahlung noch ein zusätzlicher Kühlungseffekt erwirkt, wie es in der Bibliothek bereits umgesetzt wurde.

Die Photovoltaikanlage am Campus der Veterinärmedizinischen Universität Wien wurde im Jahr 2025 erfolgreich fertiggestellt und in Betrieb genommen. Mit einer installierten Leistung von rund max. 2,1 MWp zählt diese Anlage zu den größeren PV-Anlagen im universitären Umfeld in Österreich. Insgesamt wurden 4.673 Photovoltaikmodule auf einer Fläche von etwa 9.100 m² auf 27 Gebäuden installiert, wodurch ein wesentlicher Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung des Campus geleistet wird.

Bereits im ersten Betriebsjahr konnte die Anlage eine Stromproduktion von insgesamt 1.883 MWh erreichen. Damit trägt die PV-Anlage signifikant zur Reduktion des externen Strombezugs sowie zur Verringerung der Treibhausgasemissionen bei und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität der Vetmeduni dar.

Seit dem 1. Jänner 2025 bezieht die Vetmeduni UZ46-zertifizierten Strom und leistet somit einen erheblichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Weiters ist die Vetfarm der Energiegemeinschaft Pottenstein beigetreten und leistet einen großen Anteil zur regionalen, nachhaltigen Energiewirtschaft.

Die alten Fahnen und Banner der Vetmeduni konnten - im Rahmen eines Upcycling-Projekts mit der Wiener Taschendesignerin Anne Hermine zu Geldbörsen, Federpenalen, Turnbeuteln etc. - wiederverwendet werden.

Der dargestellte Wasserturm trägt durch seine Kombination aus Wasser, Holzstruktur und umgebender Vegetation positiv zur Biodiversität und zum Mikroklima bei. Die feuchten Oberflächen und die natürliche Holzverkleidung schaffen Mikrohabitate für Insekten, Moose, Flechten und andere Kleinstorganismen und fördern dadurch die Artenvielfalt. Gleichzeitig wirkt der Turm gemeinsam mit den umliegenden Bäumen und Sträuchern als kleine kühlende Mikroklimazone, da Verdunstung und Beschattung die Umgebungstemperatur reduzieren.

Durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit und die strukturreiche Gestaltung entstehen zusätzliche Lebensräume und Rückzugsorte für Tiere im urbanen Raum. Damit stellt ein solcher Wasserturm eine naturnahe Infrastrukturmaßnahme dar, die Klimaanpassung und ökologische Aufwertung miteinander verbindet.

An der Reithalle wurden im Rahmen eines Projekts des Österreichischen Naturschutzbundes – Landesgruppe Wien selbst gebaute Unterschlupfe für Fledermäuse angebracht. Die hölzernen Quartiere an der Außenwand der Reithalle sollen heimischen Fledermäusen künftig als Rückzugsmöglichkeit dienen. Begleitendes Monitoring der Quartiere ermöglicht die Sammlung wertvoller Daten über deren Nutzung.

Das Projekt unter der wissenschaftlichen Leitung von Zoologin Judith Ullmann (Österreichischer Naturschutzbund Land Wien) basiert auf einem Citizen-Science-Ansatz, bei dem die Gesellschaft aktiv in den Naturschutz eingebunden wird. Ziel ist es, die Fledermauspopulation zu unterstützen und gleichzeitig wissenschaftliche Erkenntnisse über die Nutzung künstlicher Quartiere zu gewinnen, um den Schutz dieser Tiere weiter zu verbessern.

Im Zuge von nötigen Erneuerungen und Austausch von Sträuchern wird auf das natürliche Umfeld Rücksicht genommen und es werden nur noch bienen- und insektenfreundliche Pflanzen gesetzt. Des Weiteren wurden am Campus der Vetmeduni insgesamt 24 neuen Nistkästen für die verschiedensten Vogelarten aufgestellt.

Nachhaltige Bibliotheken

Nachhaltigkeit ist ein Grundwert, der bibliothekarische Arbeit seit jeher prägt. Dies betrifft in erster Linie die Aufgabe, wissenschaftliche Literatur langfristig und damit nachhaltig zu bewahren. In den vergangenen Jahren, in denen Nachhaltigkeit als Thema in den Mittelpunkt gerückt ist, haben Bibliotheken diesen Grundwert ihrer Arbeit über den Literaturerwerb hinaus geweitet.

Nachhaltigkeit ist heute ein Anliegen, das in vielfältiger Weise an Bibliotheken gefördert und umgesetzt wird. Dies erfolgt mit einfachen Maßnahmen wie der Bepflanzung der Dachterrasse oder der Mitgestaltung und Unterstützung nationaler wie internationaler Initiativen, zum Beispiel der Mitarbeit in einer österreichischen Arbeitsgruppe, der Mitwirkung im Netzwerk „Grüne Bibliothek“ und der Unterstützung von Libraries 4Future. Für die Unibibliothek ist Nachhaltigkeit ein bleibender Auftrag.

Bei der Auswahl der Materialien wurde ein hoher Wert auf Dauerhaftigkeit gelegt. Die Optimierung des baulichen Wärmeschutzes trägt dazu bei, den Energiebedarf des Gebäudes zu reduzieren, womit die Einsparung fossiler Energieträger einhergeht. Durch diese ökologisch ausgerichtete Maßnahme, wie der verbesserten Wärmedämmung – im Zusammenhang mit einer energetisch optimierten Anlagentechnik unter Nutzung der Geothermie – können die Betriebskosten gesenkt werden.

Da bei diesem Gebäude viel Energie für die Kühlung benötigt wird, haben wir uns entschieden, einen konstruktiven Sonnenschutz in Form von mechanisch verstellbaren Lamellen anzubringen, der die Kühllast aufgrund der minimierten Sonneneinstrahlung verringert und wiederum die Energiekosten senkt.

Für die Heizung und Kühlung des Gebäudes stehen einerseits der bestehende Fernwärmeanschluss und andererseits die neu installierte reversible Wärmepumpe/Kältemaschine zur Verfügung. Dabei werden ca. 50 % des erforderlichen Wärmebedarfs für den Heizbetrieb und ca. 65 % des Kühlbedarfs für den Kühlbetrieb abgedeckt. Gänge und Sanitärräume werden über Bewegungsmelder geschaltet. Einige Räume werden tageslichtabhängig gesteuert.

Green Labs Austria ist eine Initiative mit dem Ziel, heimische Labors nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten.

Dabei werden Arbeitsutensilien aus Plastik, die im Labor-Alltag anfallen – etwa Spitzen, Röhrchen, Spritzen – gesammelt und regelmäßig abgeholt, um dann recycled zu werden.

Forscher:innen mehrerer Institute der Vetmeduni unterstützen seit 2022 sehr erfolgreich diese Initiative, dabei kamen im Jahr 2025 insgesamt 880 Kilogramm Plastik zusammen.

Die interne AG Green Labs wird zukünftig bei der nachhaltigen Beschaffung von Laborgeräten einen großen Beitrag leisten.