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Universität

Peter M. Roth zum Professor für Computational Medicine berufen

Mit 1. Jänner 2022 übernimmt Peter M. Roth zudem die Leitung des neuen Instituts für Computational Medicine, der künftigen Schnittstelle für Digitalisierung als Hilfsmittel vom klinischen Betrieb bis zur Verbesserung des Tierwohls und der Verwirklichung des One Health-Prinzips. Auf einem Bauernhof aufgewachsen möchte der Weststeirer seine beiden Leidenschaften, Informatik und Landwirtschaft, sinnvoll vernetzen.

Foto: Privat

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Peter M. Roth begann bereits im Alter von 12 Jahren zu programmieren und inskribierte nach der Matura Mathematik mit Schwerpunkt Informationsverarbeitung an der TU Graz. 2002 arbeitete er bereits im Christian Doppler Labor für Motor- und Fahrzeug-Akustik von AVL-List und TU Graz an mathematischen Modellen zur Simulation mit. Seine Diplomarbeit über die numerische Lösung von Systemen von Differentialgleichungssystemen nimmt er bis heute immer wieder zur Hand, da ähnliche mathematische Konzepte auch in den Bereichen Machine Learning und Künstlicher Intelligenz von Bedeutung sind. Nach dem Präsenzdienst in der Hackher Kaserne in Gratkorn 2003, schloss er an der TU Graz ein Doktoratsstudium in Computerwissenschaften an.

Es folgten Lehr- und Wanderjahre am Institut für Computer Grafik und Vision der TU Graz, dem Austrian Institute of Technology (AIT), der FH Joanneum und der FH Wiener Neustadt. Er arbeitete in zahllosen wissenschaftlichen Projekten mit, die künstliche Intelligenz zur Bild, Text- und Datenverarbeitung nutzen. Dabei zeigt sich, dass die mathematischen Probleme hinter noch so unterschiedlichen Fragestellungen immer wieder ähnlich sind. Wer Daten mit künstlicher Intelligenz analysieren und verarbeiten möchte, muss die mathematischen Probleme dahinter lösen.

2014 nahm er sich ein Jahr Auszeit vom akademischen Betrieb, um ernsthaft zu prüfen, ob nicht eher seine Wurzeln auf einem Bauernhof die berufliche Berufung werden könnten, als Lehre und Forschung. Doch die Entscheidung fiel eindeutig zugunsten der Universität als Arbeitsort. Heute ist er Nebenerwerbslandwirt zur Selbstversorgung und betreibt einen forstwirtschaftlichen Betrieb in der Weststeiermark. 2021 war er zudem als Gastprofessor am International AI Future Lab der TU München tätig. 2021 war er mehrere Monate als Senior Scientist an der Vetmeduni und führte bei der Gelegenheit viele Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen auf dem Campus – an gemeinsamen Projektideen mangelt es in den nächsten Jahren sicher nicht.

Peter M. Roth ist Mitglied in zahllosen Fachgesellschaften u.a. Chairman der Austrian Association of Pattern Recognition. Er ist vielfacher Konferenz-Organisator sowie Reviewer renommierter Journals u.a. des IEEE Trans. on Pattern Recognition and Machine Intelligence, International Journal of Computer Vision und Neural Networks.

Vorschau: Portrait über Peter M. Roth im VETMED Magazin 01/2022

Vom Datenfriedhof zu Erkenntnissen für die Praxis

Mit seiner Herkunft von einem Bauernhof und seiner Spezialisierung auf Data Science und Machine Learning will Peter M. Roth alle Bereiche der Vetmeduni bei ihrer Digitalisierungsoffensive unterstützten. Vom klinischen Betrieb, in dem kranke Tiere geheilt und Krankheiten im Bestand eingedämmt werden müssen, aber schon davor und rundherum. Die lange Verkettung von Einflussfaktoren und Parametern in der Tierhaltung sind letztlich ideal geeignet, um intelligent programmierte Maschinen an der sinnvollen Auswertung arbeiten zu lassen. Für One Health, für mehr Tierwohl und weniger Ressourcenverschwendung.